Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Морские приключения » Galeeren in der Ostsee: Konteradmiral Bolitho vor Kopenhagen
Galeeren in der Ostsee: Konteradmiral Bolitho vor Kopenhagen - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Galeeren in der Ostsee: Konteradmiral Bolitho vor Kopenhagen

Электронная книга - «Galeeren in der Ostsee: Konteradmiral Bolitho vor Kopenhagen». Краткое содержание книги:

1800 — Der Krieg England gegen Napoleon droht auf Dänemark überzugreifen. Konteradmiral Richard Bolitho operiert deshalb mit seinem Geschwader in der Ostsee, und zwar zugleich gegen Dänen, Russen und Franzosen. Besonders die Befreiung englischer Handelsschiffe bei Gotland und der Angriff auf Kopenhagen sind Bewährungsproben für das Flaggschiff «Benbow» und seinen jungen Admiral, der hier auch nach vielen Schicksalsschlägen wieder ein privates Glück findet.
1 ... 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72
Перейти на страницу:

Aber er mußte unbedingt die beiden Galeeren vernichten und das Selbstvertrauen der übrigen untergraben, sonst wurde sein ganzes Geschwader von ihnen überwältigt. Auf Damerum würde dadurch kein schlechtes Licht fallen, denn das Ostsee-Geschwader hatte dann eben seine Aufgabe in der Selbstaufopferung erfüllt. Nelson stand vor den Toren Kopenhagens, und weder die Galeeren noch sonst jemand konnte das noch verhindern.

Bolitho sah Pascoe zwischen den Kanonen auf und ab gehen. Sein geborgter Hut war verschwunden, und das schwarze Haar fiel ihm ins Gesicht, als er mit einigen Matrosen sprach. Er hatte den Schock seines Erlebnisses offenbar noch nicht überwunden, denn selbst auf die Entfernung einer ganzen Deckslänge fiel Bolitho auf, wie unnatürlich steif sich sein Neffe hielt.

Er hörte Herrick Wolfe und Grubb seine Absicht erklären, sah Matrosen an die Brassen eilen und zu den durchlöcherten Segeln aufschauen.

«Achterdecksmannschaft, Achtung!»

Weitere Treffer erschütterten das Schiff, aber in der allgemeinen Spannung schrie niemand auf.

Die Geschützbedienungen standen an ihren Vorholtaljen bereit, die Stückmeister hielten die Abzugsleinen in der Hand und ihr Ziel im Auge.

«Jetzt! Ruder hart Steuerbord! Hol' die Backbord, fier die Steuerbordbrassen! Fiert rund, Jungs!»

Bolitho spürte, wie das Deck sich seitlich neigte, sah eine umgestürzte Pütz ihr Wasser über das Deck ergießen, als die Benbow wieder einmal gehorsam den Befehlen ihrer Herren folgte.

«Die Galeeren formieren sich neu, Sir!«Browne hatte es geschafft, sich durch den Pulverqualm der unaufhörlich feuernden Oberdecksgeschütze verständlich zu machen.

Bolitho trat an die Finknetze und sah, wie die Nicator und Odin sich dem zweiten dänischen Schiff näherten. Galeeren umschwärmten sie und wurden mit gleichmäßigen Ruderschlägen mit Vorwärts- oder Rückwärtsfahrt so vorzüglich geführt, als ob sie mit ihren Kanonen zu einer Einheit zusammengewachsen wären.

Rauch drang seitlich aus der Hütte der Odin, aber Keens Nicator feuerte unbeirrt auf Kernschußweite auf ihren Widersacher. Als wieder eine volle Breitseite in das dänische Schiff einschlug, schien es, als würde es wie von einer gewaltigen Welle umgeworfen.

Die Kursänderung hatte die Benbow nicht nur von ihrem Geschwader entfernt, sondern hatte sie auch zwischen den Galeeren isoliert. Ihre erste geschlossene Breitseite nach dem Abdrehen hatte die Galeeren total überrascht. Sieben von ihnen waren gesunken oder bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Menschen strampelten zwischen treibenden Holzplanken und zerbrochenen Spieren. Bolitho nahm an, daß einige davon Überlebende der Lookout waren, die untergegangen war, ohne daß jemand es beobachtet hatte.

Bolithos Blick schweifte über das Oberdeck und über die Matrosen und Soldaten, die seit Beginn des Gefechtes unaufhörlich schufteten, Tote und Verwundete beiseite zogen und immer wieder Rohre auswischten, luden und schossen. Wieder und wieder wurde der Schiffsrumpf getroffen, und trotz des Getöses war hin und wieder das Klik-ken der Pumpen zu hören.

«Signal von Odin, Sir! >Brauche Unterstützung<!»

Bolitho warf Herrick einen Blick zu und sagte:»Inch muß aushallen, Thomas.»

Er wandte sich ab, als neben ihm ein Mann, von einem Eisensplitter getroffen, zu Boden fiel und an seinem eigenen Blut zu ersticken schien.

Irgend jemand hatte noch Luft für einen Hurraruf, als eine weitere Galeere von einer vollen Ladung Kugeln und Schrapnelle getroffen wurde und kenterte.

Die Indomitable war weit hinter ihr Flaggschiff zurückgefallen und wehrte sich gegen Angriffe von Galeeren, die von vorn und achtern kamen, wobei die schweren Geschosse in Längsrichtung durch die Decks sausten, Geschütze umwarfen und die Bedienungen zwangen, irgendwo Schutz zu suchen.

Herrick blinzelte, barhäuptig und eine Pistole in der Hand, durch den Qualm und brüllte:»Zwei von ihnen nähern sich von achtern!»

Es gab einen Schlag, und Grubb schrie:»Ruder ist ausgefallen, Sir!»

Ein wild schlagender Schatten schwebte herab, und Bolitho fühlte sich energisch zur Seite gezogen, als die Besanstenge mit allem Drum und Dran an Rundhölzern und stehendem wie laufendem Gut von oben kam und krachend über die Backbordseite fiel. Es kam ihm jetzt vor, als wären sie nackt. Kanonen donnerten und rollten zurück wie bisher, aber als die Benbow steuerlos herumdrehte, verloren die Geschützführer ihr Ziel aus den Augen. Viele Männer lagen unter dem großen Haufen von heruntergefallenem Tauwerk begraben, andere krochen wie erschreckte Hunde auf Händen und Füßen herum. Dazwischen lagen viele Tote, unter ihnen auch Marston, der Leutnant der Seesoldaten. Eine umgekippte Kanone hatte ihm Brust und Magen zu blutigem Brei zerschmettert.

Swale, der Bootsmann, war schon mit seinen Männern bei der Arbeit. Äxte blitzten, als sie sich bemühten, ihr Schiff von dem längsseits hängenden und wie ein Treibanker wirkenden Gestrüpp zu befreien.

Herrick half Bolitho auf die Füße und rief gleichzeitig mit wildem Blick seinem Ersten Offizier zu:»Schicken Sie einen Steuermannsmaaten nach unten, Mr. Wolfe. Er soll das Reserve — Rudergeschirr anschlagen!»

Bolitho nickte Allday zu, der ihn weggezogen hatte, als die Maststenge herunterfiel.

Major Clinton eilte an der Spitze einiger Seesoldaten nach achtern, um seine dort postierten Leute zu verstärken, da sich vier oder fünf Galeeren dem ungeschützten Heck der Benbow näherten. Wieder und wieder zitterte und bebte das Deck, als Kugel auf Kugel in Heckgalerie und Achterschiff einschlugen. Dagegen klangen die Schüsse von Clintons Musketen kümmerlich und nutzlos.

Eine Drehbasse spuckte Kartätschenladungen vom Großtopp, und Bolitho bemerkte, daß das erste dänische Linienschiff, das von den Breitseiten der Benbow außer Gefecht gesetzt worden war, auf sie zutrieb und kaum noch fünfzig Yards entfernt war. Schüsse wurden über den immer kleiner werdenden Wasserstreifen ausgetauscht; die Scharfschützen auf beiden Seiten bemühten sich, die Offiziere des Gegners zu treffen und damit zum allgemeinen Durcheinander und Untergang beizutragen.

Midshipman Keys stolperte und fiel zur Seite, aber Allday fing ihn auf, bevor er das Deck berührte. Er schaute starr über Bolitho und Allday hinweg, und seine Augen wurden glasig, als er mit letzter Kraft herausbrachte:»Nummer… Sechzehn… weht… noch… Sir!«Dann starb er.

Bolitho riß sich von dem Anblick los und schaute nach oben, wo ein anderer Midshipman, der eine Konteradmiralsflagge wie ein Banner hinter sich her zog, aufenterte, um sie an der Bramstenge des Großmastes zu befestigen.

Wolfe sprang zurück, als der Rest der abgeschlagenen Takelage des Besanmastes über das Achterdeck schleifte und über die Seite verschwand. Aber er drehte sich wieder schnell um, als Major Clinton rief:»Sie entern uns, Sir!»

Herrick fuchtelte mit seiner Pistole herum, aber Bolitho rief:»Kümmern Sie sich um Ihr Schiff, Thomas!«Dann winkte er den Geschützbedienungen der Feuerleeseite zu und rief:»Mir nach, Männer!»

Keuchend und brüllend wie die Wahnsinnigen stürmten sie durch das Hüttendeck und den halb zerschossenen Niedergang hinunter. Stahl traf im Halbdunkel auf Stahl, bald überzogen Säbel und Enterbeile Deck und Bordwände mit schimmernden Mustern von Blut.

Eine Pistole knallte, und durch die zertrümmerten Heckfenster der Offiziersmesse sah Bolitho, wie immer mehr Männer aus den Galeeren, die sich am Heck der Benbow eingehakt hatten, hochkletterten und sich ihren Weg nach binnenbords erkämpften. Viele fielen Major Clintons Musketen zum Opfer, aber immer neue erschienen schreiend und fluchend, als sie mit den Männern der Benbow handgemein wurden. Denn auch in diesem grausigen Chaos waren sie sich der Tatsache bewußt, daß ihre einzige Überlebenschance darin bestand, zu siegen.

1 ... 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)