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Электронная книга - «Der Findling». Краткое содержание книги:

Als ein umherziehender Schausteller in Irland seine beweglichen Puppen vorführt, kommt man schnell seinem Geheimnis auf die Spur: In einem winzigen Kasten muß ein Junge diese Figuren bedienen. Er kommt so zu einer wahren Hexe in die Obhut, in die Armenschule, dann zu einer reichen Schauspielerin, aber nirgends wird dem Findling eine echte Heimat geboten. So schlägt er sich wieder allein durchs Leben und beweist dabei bald seinen unternehmerischen Geist. Ein unaufhaltsamer Aufstieg aus dem Elend beginnt für ihn, bei dem ihm aber nichts geschenkt wird.
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Immerhin genießt Valentia eine dreifache specielle Berühmtheit.

Es diente als Ausgangspunkt der Triangulierung, mittelst der ein Bogenstück der Erde gemessen wurde, das quer durch Europa bis zum Uralgebirge reicht.

Es ist thatsächlich die am weitesten nach Westen vorgeschobene meteorologische Station, an der die Sturmwellen von Amerika her zuerst anprallen.

Endlich besitzt es ein isoliert stehendes Gebäude, wohin Lord und Lady Piborne sich führen ließen. Hier beginnt das erste Transatlantische Kabel, das zwischen der Alten und der Neuen Welt ausgespannt wurde. Im Jahre 1858 ließ es Kapitän Anderson von dem einst berühmten Riesendampfer, dem »Great-Eastern«, abrollen, während es 1866 zuerst fungierte -damals allein, bis später vier weitere Kupferfäden Amerika und Europa verbanden.

Hier traf das erste zwischen einem Continent und dem andern gewechselte Telegramm ein, das vom Präsidenten der Vereinigten Staaten, Buchanan, abgesendet, als Text die Worte hatte:

»Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.«

Armes Irland! Du hast es nicht unterlassen, dem Höchsten die Ehre zu geben, doch werden die Menschen Dir jemals den socialen Frieden sichern, indem sie Dir die Unabhängigkeit zurückgeben?

Fünftes Capitel

Schäferhund und Jagdhund

Von Cahersiveen am Morgen des 11. August abgefahren, machte der Landauer, der der an den ersten Verzweigungen der Iveraghberge verlaufenden Küstenstraße folgte, nach kurzer Rast in Kells, einem Flecken an der Dingle-Bai, am Abend und für die Nacht in Killorglin Halt. Den ganzen Tag über hatte das windige, regnerische Wetter angehalten; am nächsten Tage aber wurde es geradezu abscheulich. Nur Schloßen und Sturm, unter denen Ihre Herrlichkeiten die dreißig Meilen zwischen Valentia und Killarney zurücklegen mußten, wo sie in einer ebenso abscheulichen Stimmung eintrafen, um hier die letzte Nacht auf der Reise zuzubringen.

Am folgenden Tage bestieg die Gesellschaft die Eisenbahn und kam gegen drei Uhr, nach zehntägiger Abwesenheit, wieder in Schloß Trelingar an.

Der Marquis und die Marquise hatten den traditionellen Ausflug nach den Seen von Killarney und durch die Berggegend von Kerry, überstanden.

»Und das wär' es werth gewesen, so viele Beschwerden auf sich zu nehmen! sagte die Marquise.

- Und so entsetzliche Langweile!« setzte der Marquis hinzu.

Findling freilich brachte eine Menge schöner Erinnerungen mit heim.

Seine erste Sorge war es, sich bei der Kat nach Birk zu erkundigen.

Der Hund befand sich wohl. Kat hatte ihn nicht vergessen. Jeden Abend war er nach der Stelle gekommen, wo ihn die Wäscherin nach besten Kräften fütterte.

Noch am nämlichen Abend und ehe er auf sein Stübchen ging, begab sich Findling nach der Außenseite der Wirtschaftsgebäude, wo Birk ihn erwartete. Die Freude des Wiedersehens und die gegenseitigen Liebkosungen dabei kann man sich wohl denken. Birk erschien zwar etwas abgemagert, denn ganz satt mochte er nicht jeden Abend geworden sein, es war damit aber nicht zu schlimm bestellt und noch zeigten seine intelligenten Augen den früheren Glanz. Sein Herr versprach ihm, wenn irgend möglich, jeden Abend zu kommen, und sagte dem Thiere gute Nacht. Birk verstand, daß er sich fügen mußte und machte keine weiteren Ansprüche. Uebrigens galt es, klug zu sein. Die Anwesenheit Birks in der Nähe von Trelingar-castle war mindestens gespürt worden, denn die Hunde hier hatten wiederholt verdächtig angeschlagen. Im Schlosse begann nun das frühere Leben wieder - das Vegetieren, wie es den Insassen von hoher Geburt so vorzüglich zusagte.

Der Aufenthalt hier sollte bis zur letzten Septemberwoche dauern, bis zu dem Zeitpunkte, wo die Piborne's ihr Winterquartier in Edinburg zu beziehen pflegten, von wo sie nur zur Zeit der Parlamentssitzungen nach London übersiedelten. Inzwischen puppten sich der Marquis und die Marquise in langweiliger Vornehmheit völlig ein. Nur die Besuche in der Nachbarschaft begannen wieder mit tödtlicher Regelmäßigkeit. Dabei konnte man von dem Ausfluge nach Killarney sprechen. Lord und Lady Piborne mischten da ihre Reiseeindrücke zu denen einiger Freunde, die jene Fahrt bereits gemacht hatten. Sie mußten sich übrigens beeilen, denn schon verblichen der Marquise alle Erinnerungen, ja sie konnte sich schon nicht mehr des Namens der Insel entsinnen, von der das »elektrische Tau« abging, an dem Europa zog, um Amerika anzuklingeln, so wie sie nach John oder Marion klingelte.

Dieses einsilbige Leben wurde Findling allgemach höchst peinlich. Er sah sich immer der schlimmen Behandlung durch Scarlett ausgesetzt, der ihn als Sündenbock betrachtete. Andrerseits ließen ihm die Grillen des Grafen Ashton keine Stunde Muße. Jeden Augenblick war ein Befehl auszuführen, ein Gang zu machen, und dann kam wieder Gegenbefehl, so daß der junge Groom niemals zur Besinnung kam. Er fühlte gleichsam an Händen und Füßen einen tyrannischen Faden, der ihn unaufhörlich in Bewegung setzte. Im Vorzimmer wie in den Dienerstuben lachten die Leute, ihn so gerufen, weggeschickt und doch eigentlich zum Narren gehalten zu sehen, was ihn tief genug kränkte.

Des Abends, wenn er endlich nach seinem Stübchen gekommen war, begann er dann über die Lage nachzugrübeln, in die ihn das Elend gedrängt hatte. Immer der Groom des Grafen Ashton zu bleiben, das führte ja zu nichts. Er war zu etwas besserem geschaffen. Nur ein Diener, gleichsam eine Maschine zum Gehorchen zu sein, verletzte seinen Sinn für Unabhängigkeit und den Ehrgeiz, der in ihm wohnte. Auf der Farm, ja, da stand er mit den übrigen Bewohnern wenigstens auf gleicher Stufe und man sah ihn als Kind des Hauses an. Wohin waren jetzt die Zärtlichkeiten der Großmutter, die Liebkosungen Martines und Kittys, wohin die Aufmunterungen durch Martin und dessen Söhne? Wahrlich, höher schätzte er die damaligen Kieselsteine, die er in der nun unter Ruinen begrabenen Kruke sammelte, als die Guineen, womit diese Piborne's monatlich seine Sclaverei bezahlten. In Kerwan unterrichtete er sich, arbeitete er und lernte, dereinst auf eignen Füßen stehen zu können Hier - nichts als diese widerwärtige, keinerlei Aussichten bietende Beschäftigung, die Unterwerfung gegenüber einem verzogenen, eitlen und unwissenden halben

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