Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Der Medicus - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Medicus

Электронная книга - «Der Medicus». Краткое содержание книги:

Noah Gordon
Der Medicus
Roman

Titel der Originalausgabe »The Physician«
Copyright © 1986 by Noah Gordon

Aus dem Amerikanische übersetzt
Von Willy Thaler
1 ... 59 60 61 62 63 64 65 66 67 ... 162
Перейти на страницу:

»Komm!« forderte er sie auf. »Es ist wie in einer Höhle«, und er kroch hinein, als wäre er ein großes Kind.

Sie folgte ihm zögernd. In ihrer Nähe raschelte ein kleines Lebewesen durch das hohe, reifende Getreide, und sie erschrak. »Nur eine winzige Maus, die schon davongelaufen ist«, beruhigte er sie. Als er sich ihr auf dem kühlen, lichtgesprenkelten Grund näherte, sahen sie einander an. »Ich will nicht, Rob.«

»Dann eben nicht, Mary«, antwortete er, obwohl sie an seinen Augen ablas, wie enttäuscht er war.

»Bitte, willst du mich küssen?« fragte sie demütig. So wurde also aus ihrer ersten vertrauten Berührung ein ungeschickter, trauriger Kuß, den ihre Angst erstickte.

»Das andere mag ich nicht. Ich habe es schon getan, weißt du«, sprudelte sie heraus, und der Moment, den sie gefürchtet hatte, war vorbei.

»Dann hast du also Erfahrung?«

»Nur einmal, mit meinem Vetter in Kilmarnock. Er hat mir schrecklich wehgetan.«

Er küßte zart ihre Augen, ihre Nase, ihren Mund, während sie gegen ihren Zweifel ankämpfte. Wer war dieser Rob? Stephen Tedder war jemand gewesen, den sie ihr ganzes Leben lang gekannt hatte, ihr Vetter und ihr Freund, und er hatte ihr dennoch Schmerzen zugefügt. Und hinterher hatte er über ihr Unbehagen schallend gelacht, als wäre es ungeschickt und komisch gewesen, dass sie es zugelassen hatte, als hätte sie ihm erlaubt, sie mit dem Rücken voran in den Morast zu stoßen.

Doch während sie diese peinlichen Gedanken wälzte, veränderten sich die Küsse des Engländers: Seine Zunge liebkoste die Innenseite ihrer Lippen. Es war nicht unangenehm, und als sie versuchte, ihn nachzuahmen, saugte er an ihrer Zunge. Sie begann jedoch wieder zu zittern, als er ihr Mieder aufknöpfte.

»Ich will sie nur küssen«, drängte er, und Mary machte die merkwürdige Erfahrung, auf ein Gesicht hinunterzublicken, das sich über ihre Brustwarzen beugte, die, wie sie sich widerwillig, aber doch stolz eingestand, bereits fest und rötlich angehaucht waren. Seine Zunge fuhr sanft über den rosigen Hof, bis Mary erschauerte. Er bewegte die Zunge in immer enger werdenden Kreisen, bis sie ihre hart gewordene, rote Brustwarze traf, die er zwischen die Lippen nahm, um an ihr zu saugen, als wäre er ein Säugling; die ganze Zeit über streichelte er sie dabei in den Kniekehlen und an der Innenseite der Schenkel. Doch als seine Hand zum Venushügel kam, erstarrte Mary. Sie spürte, wie die Muskeln in ihren Schenkeln und im Bauch sich anspannten.

Sie war verkrampft und ängstlich, bis er seine Hand wegzog.

Er nestelte an seiner Hose herum, dann suchte er ihre Hand, um ihr ein Geschenk zu machen. Sie hatte schon früher zufällig Männer gesehen -ihren Vater oder einen Arbeiter -, die hinter einem Busch urinierten. Und sie hatte bei diesen Gelegenheiten mehr wahrgenommen als damals bei Stephen Tedder. Genau hingesehen hatte sie aber noch nie,

und nun konnte sie nicht anders: Sie musste Robs Glied betrachten. Ich habe nicht gedacht, dass es so... groß ist, dachte sie vorwurfsvoll, als wäre es seine Schuld. Doch wurde sie mutiger, streichelte seine Hoden und lachte leise, als er zusammenzuckte. Sie waren so prall. Nun war sie beruhigt, als sie einander liebkosten, bis sie auf eigene Faust versuchte, sich mit seinem Mund zu befassen. Bald glichen ihre Körper warmen Früchten, und es war überhaupt nicht mehr schrecklich, als seine Hand ihre festen runden Hinterbacken verließ, zwischen ihre Beine zurückkehrte und sich hier eingehend beschäftigte. Sie wusste nicht, was sie mit ihren Händen tun sollte.

So steckte sie einen Finger zwischen seine Lippen und spürte seinen Speichel, die Zähne und die Zunge, aber er zog den Kopf zurück, saugte wieder an ihren Brüsten, küßte ihren Bauch und die Schenkel. Er drang zuerst mit einem Finger in sie ein, dann mit zweien, um die kleine Erbse in immer rascher werdenden Kreisen zu liebkosen.

»Ah«, flüsterte sie und zog die Knie an. Doch statt des Martyriums, auf das sie gefaßt war, spürte sie zu ihrer Verwunderung die Wärme seines Atems. Und seine Zunge schlüpfte wie ein Fisch in die Nässe zwischen den haarigen Falten, die sie aus Scham nie berührt hatte. Wie werde ich diesem Mann je wieder in die Augen sehen können? fragte sie sich, doch die Frage war schnell vergessen, auf seltsame Weise und wunderbar verschwunden, denn sie bebte schon, zuckte wild und lautlos mit geschlossenen Augen, schweigend und mit halboffenem Mund.

Bevor sie wieder zu sich kam, war er in sie eingedrungen. Sie waren nun wirklich verbunden, er stellte eine angenehme, seidige Wärme in ihrem tiefsten Inneren dar. Sie spürte keinen Schmerz, nur eine Art Spannung, die nachließ, als er sich langsam bewegte. Einmal hielt er inne. »Ist es gut so?« »Ja«, antwortete sie, und er machte weiter.

Sie stellte fest, dass ihr Körper sich im Einklang mit ihm bewegte. Bald war es ihm nicht mehr möglich, sich zurückzuhalten. Er bewegte sich schneller und heftiger mit immer größeren Entfernungen. Sie wollte ihn beruhigen, doch als sie ihn durch die halbgeschlossenen Augen betrachtete, sah sie, dass er den Kopf zurückgeworfen hatte und sich aufbäumte. Wie einzigartig, sein starkes Zittern zu fühlen und das Knurren überwältigender Erleichterung zu hören, als er sich in sie ergoss! In der Geborgenheit des hohen Getreides bewegten sie sich lange Zeit fast nicht. Ruhig lagen sie nebeneinander, ein Bein Marys lag quer über ihm, und der Schweiß und die Flüssigkeit trockneten. »Mit der Zeit wirst du auf den Geschmack kommen«, meinte er endlich. »Wie bei Malzbier.«

Sie kniff ihn, so fest sie konnte, in den Arm. Doch sie war nachdenklich. »Warum gefällt uns das?« fragte sie.

»Ich habe Pferde beobachtet. Warum gefällt das Tieren?«

Er wirkte erschrocken. Jahre später begriff sie, dass diese Frage sie von allen Frauen unterschied, die er kannte, aber jetzt war ihr nur klar, dass er sie prüfend ansah.

Sie konnte es nicht ausdrücken, aber im Geist unterschied sie ihn schon von anderen Männern. Sie spürte, dass er in einer Weise, die sie nicht ganz verstand, überaus gut zu ihr gewesen war, besaß aber nur den Vergleich mit dem ungeschliffenen Vetter.

»Du hast mehr an mich gedacht als an dich«, meinte sie schließlich. »Ich habe nicht darunter gelitten.«

Sie streichelte sein Gesicht und zog die Hand nicht zurück, als er die Innenfläche küßte. »Die meisten Männer...

die meisten sind nicht so. Das weiß ich.« »Du musst den blöden Vetter in Kilmarnock vergessen.«

Das Angebot

Unter den Neuankömmlingen befanden sich einige Patienten für Rob, und er musste lachen, als er erfuhr, dass Karl Fritta, als er sie angeworben hatte, damit geprahlt hatte, dass seine Karawane von einem hervorragenden Baderchirurgen betreut werde.

Die Leute erzählten von ihm, dass der große, grinsende fränkische Treiber, den er wegen seiner Drüsenschwellung behandelt hatte, im Winter in Gabrovo an der Krankheit gestorben sei. Rob hatte gewußt, dass es so kommen würde, und hatte dem Mann gesagt, was ihm bevorstand, dennoch stimmte ihn die Nachricht traurig. »Mich befriedigt es, wenn ich eine Verletzung heilen kann«, erklärte er Mary. »Einen gebrochenen Knochen, eine klaffende Wunde, wenn der Patient verletzt ist und ich genau weiß, was ich tun muss, um ihm zu helfen. Was ich hasse, sind die Rätsel. Krankheiten, über die ich überhaupt nichts weiß, vielleicht noch weniger als der Betroffene. Leiden, die aus heiterem Himmel kommen und weder vernunftgemäß erklärt noch behandelt werden können. Ach Mary, ich weiß so wenig. Ich weiß überhaupt nichts, und dennoch verlassen sich alle auf mich.« Ohne ganz zu begreifen, was er sagte, tröstete sie ihn; ihr bedeutete er einen großen Beistand. Eines Abends, als ihre monatliche Blutung einsetzte, kam sie von Krämpfen gequält zu ihm und erzählte ihm von ihrer Mutter. Bei Jura Cullen hatte eine solche Blutung an einem schönen Sommertag begonnen, hatte sich in einen Strom und dann in einen Blutsturz verwandelt, und als sie bald darauf starb, war Marys Kummer so groß gewesen, dass sie nicht weinen konnte. Nun fürchtete sie jeden Monat, wenn ihre Regel einsetzte, dass sie sterben könne. »Aber, aber! Das war doch keine gewöhnliche Monatsblutung, das muss etwas anderes gewesen sein. Du weißt, dass es so war.« Er legte ihr die warme, beruhigende Hand auf den Bauch und tröstete sie mit Küssen.

1 ... 59 60 61 62 63 64 65 66 67 ... 162
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)