Shades of Grey - Geheimes Verlangen
- Автор: Джеймс Эрика Леонард
- Серия: Shades of Grey #1
- Год: 2012
- Язык: немецкий
- Жанр: Современная русская и зарубежная проза
Электронная книга - «Shades of Grey - Geheimes Verlangen». Краткое содержание книги:
Er sieht mich flüchtig an. »Noch mehr?«
»Bitte.«
Mit diesem typisch selbstgefälligen Grinsen greift er nach der Flasche, doch dann hält er inne.
»Hast du überhaupt etwas gegessen?«
O nein … nicht diese Leier.
»Ja, ein dreigängiges Menü mit Ray.« Ich verdrehe die Augen. Der Champagner verleiht mir offenbar Mut.
Er beugt sich vor, packt mein Kinn und sieht mich eindringlich an. »Wenn du das nächste Mal die Augen verdrehst, werde ich dich übers Knie legen.«
Wie bitte?
»Oh«, stoße ich atemlos hervor und sehe die Erregung in seinen Augen aufblitzen.
»Oh«, ahmt er im selben Tonfall nach. »Ganz genau. Das ist der Anfang, Anastasia.«
Mein Herz hämmert, und die Schmetterlinge flüchten flatternd aus meinem Magen meine Kehle hinauf, die plötzlich wie zugeschnürt ist. Wieso ist diese Vorstellung bloß so aufregend?
Er schenkt mir nach. Ich trinke fast alles in einem Zug aus und sehe ihn schüchtern an.
»Jetzt hörst du mir also zu, ja?«
Ich nicke.
»Antworte mir.«
»Ja … ich höre dir zu.«
»Gut.« Er lächelt wissend. »Okay, zum Thema Sex. Den Großteil haben wir ja bereits durch.«
Ich rücke näher und sehe auf die Liste.
ANHANG 3 SOFT LIMITS
Folgende Soft Limits sind von den Parteien zu besprechen:
Erklärt sich die Sub einverstanden mit:
– Masturbation
– Vaginalverkehr
– Cunnilingus
– Vaginalfisting
– Fellatio
– Analverkehr
– Spermaschlucken
– Analfisting?
»Kein Fisting also, sagst du. Sonst noch etwas, was du nicht willst?«, fragt er sanft.
Ich schlucke. »Auf Analverkehr kann ich auch ziemlich gut verzichten.«
»Was das Fisting angeht, stimme ich dir voll und ganz zu, aber deinen Arsch hätte ich schon ganz gern, Anastasia. Aber das hat noch Zeit. Außerdem können wir diesen Punkt im Moment ohnehin noch nicht vertiefen.« Er feixt. »Dein Arsch braucht erst noch ein bisschen Training.«
»Training?«, flüstere ich.
»O ja. So was erfordert eine sorgfältige Vorbereitung. Analverkehr kann etwas sehr Angenehmes sein, glaub mir. Aber wenn wir es versuchen und es dir nicht gefällt, brauchen wir es nicht zu wiederholen.« Er grinst.
Ich sehe ihn verblüfft an. Er glaubt also, dass es mir Spaß machen wird? Und woher weiß er das?
»Hast du das schon mal gemacht?«, frage ich verlegen.
»Ja.«
Verdammt. Ich schnappe nach Luft.
»Mit einem Mann?«
»Nein. Ich hatte noch nie Sex mit einem Mann. Das ist nicht mein Ding.«
»Mrs. Robinson?«
»Genau.«
Scheiße … aber wie? Ich runzle die Stirn, während er sich den nächsten Punkten auf der Liste zuwendet.
»Okay … Sperma schlucken. Darin kriegst du eine glatte Eins.«
Ich werde rot, während meine innere Göttin vor Stolz strahlt und ein genüssliches Schmatzen von sich gibt.
»Also.« Er lächelt mich an. »Sperma schlucken ist also okay für dich?«
Ich kann mich nicht überwinden, ihn anzusehen, deshalb nicke ich nur und trinke meinen Champagner aus.
»Mehr?«, fragt er.
»Mehr.« Plötzlich muss ich an unser Gespräch von heute Nachmittag denken. Redet er davon oder nur vom Champagner? Geht es hier in Wahrheit um etwas ganz anderes?
»Sexspielzeug?«, fragt er.
Ich zucke mit den Schultern und sehe auf die Liste.
Stimmt die Sub der Verwendung zu von:
– Vibratoren
– Dildos
– Analstöpseln
– anderen vaginalen/analen Toys?
»Analstöpsel? Bewirkt es das, was auf der Verpackung steht?« Angewidert rümpfe ich die Nase.
»Ja.« Er lächelt. »Aber wie gesagt, alles eine Frage des Trainings.«
»Oh, und was haben wir sonst noch?«
»Ketten, Eier und so weiter.«
»Eier?«, wiederhole ich erschrocken.
»Keine richtigen Eier.« Er lacht und schüttelt den Kopf.
Ich schürze die Lippen. »Wie schön, dass du mich so witzig findest.« Ich versuche, nicht gekränkt zu klingen, doch es gelingt mir nicht.
Er wird wieder ernst. »Bitte entschuldigen Sie, Miss Steele. Es tut mir leid«, sagt er und bemüht sich um eine zerknirschte Miene, doch seine Augen funkeln immer noch verschmitzt. »Irgendein Problem mit den Spielzeugen?«
»Nein«, fahre ich ihn an.
»Anastasia, es tut mir wirklich leid. Das musst du mir glauben. Ich wollte dich nicht auslachen. Ich habe nur diese Unterhaltung noch nie so im Detail geführt. Du bist eben noch unerfahren. Es tut mir leid.« Seine Augen sind groß und grau und aufrichtig.
Halbwegs versöhnt nippe ich an meinem Champagner.
»Also gut, kommen wir zum Punkt Bondage.« Er wendet sich wieder der Liste zu. Ich lese die Punkte durch, während meine innere Göttin aufgeregt auf und ab springt wie ein kleines Kind in der Eisdiele.
Erklärt sich die Sub bereit zu:
– Bondage mit Seil
– Bondage mit Klebeband
– Bondage mit Ledermanschetten
– Bondage mit anderem
– Bondage mit Handschellen/Hand- und Fußfesseln?
Christian hebt die Brauen. »Und?«
»In Ordnung«, flüstere ich und beuge mich eilig wieder über die Liste.
Stimmt die Sub folgenden Fesselungsarten zu:
– Hände vor dem Körper gefesselt
– Handgelenke am Knöchel gefesselt
– Knöchel gefesselt -
– Fesselung an feste Gegenstände, zum Beispiel Möbel
– Ellbogen gefesselt
– Hände hinter dem Rücken gefesselt
– Fesselung an Spreizstange
– Knie gefesselt
– Suspension?
Lässt die Sub sich die Augen verbinden?
Lässt die Sub sich knebeln?
»Über Suspension haben wir uns ja bereits unterhalten. Ich habe nichts dagegen, falls du das als Hard Limit haben willst. Es nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, und ich kann ja sowieso nur über eine jeweils relativ kurze Zeitspanne über dich verfügen. Sonst noch etwas?«
»Lach mich bitte nicht schon wieder aus, aber was ist eine Spreizstange?«
»Ich werde dich nicht auslachen. Außerdem habe ich mich zweimal bei dir entschuldigt.« Er sieht mich finster an. »Zwing mich nicht, es noch einmal zu tun«, warnt er. Ich spüre förmlich, wie ich neben ihm schrumpfe. Dieser ständige Befehlston …
»Eine Spreizstange ist ein Instrument mit Manschetten für die Fuß- und beziehungsweise oder Handgelenke. Ein sehr schönes Hilfsmittel.«
»Okay … der Punkt Knebeln. Ich glaube, ich hätte Angst, dass ich keine Luft mehr bekomme.«
»Ich wäre derjenige, der Angst hätte, wenn du keine Luft mehr bekämst. Ich will dich schließlich nicht ersticken.«
»Und wie soll ich in diesem Fall das Safeword sagen?«
»Erstens hoffe ich, dass du es niemals zu sagen brauchst. Aber wenn du geknebelt sein solltest, werden wir mit Handzeichen arbeiten«, sagt er schlicht.
Ich sehe ihn ungläubig an. Aber wie soll das funktionieren, wenn ich gleichzeitig auch noch gefesselt bin? Mein Verstand ist bereits leicht benebelt … Das muss am Alkohol liegen.
»Diese Sache mit dem Knebeln ist mir nicht ganz geheuer.«
»Okay. Ich schreibe es auf.«
Ich starre ihn an. Allmählich dämmert es mir.
»Fesselst du deine Sklavinnen deshalb so gern, weil sie dich dann nicht anfassen können?«
Er sieht mich an. Seine Augen weiten sich. »Das ist einer der Gründe«, antwortet er leise.
»Und ist das auch der Grund, weshalb du meine Hände zusammengebunden hast?«
»Ja.«
»Du willst nicht darüber reden.«
»Nein, will ich nicht. Möchtest du noch etwas trinken? Der Alkohol verleiht dir Mut, und ich muss wissen, wie du zum Thema Schmerzen stehst.«
Verdammt, jetzt kommt der knifflige Teil. Er schenkt mir nach. Ich nippe an meiner Tasse.