Shades of Grey - Geheimes Verlangen
- Автор: Джеймс Эрика Леонард
- Серия: Shades of Grey #1
- Год: 2012
- Язык: немецкий
- Жанр: Современная русская и зарубежная проза
Электронная книга - «Shades of Grey - Geheimes Verlangen». Краткое содержание книги:
»Also, wie stehst du ganz allgemein zum Thema Schmerzen?« Christian sieht mich erwartungsvoll an. »Du kaust schon wieder auf deiner Lippe herum«, sagt er finster.
Ich höre sofort auf. Trotzdem habe ich keine Ahnung, was ich darauf antworten soll. Ich werde rot und starre auf meine Hände.
»Hast du als Kind Prügel bezogen?«
»Nein.«
»Also hast du keinerlei Erfahrungen damit?«
»Nein.«
»Es ist nicht so schlimm, wie du denkst. Die Phantasie ist dein ärgster Feind«, flüstert er.
»Musst du das unbedingt tun?«
»Ja.«
»Aber warum?«
»Das gehört nun mal dazu, Anastasia. Das ist mein Part an dem Ganzen. Aber ich merke, dass es dich nervös macht. Lass uns die einzelnen Methoden durchgehen.«
Er zeigt mir die Liste. Mein Unterbewusstsein springt auf und flüchtet schreiend hinters Sofa.
– Versohlen
– Schläge mit dem Holzpaddle
– Auspeitschen
– Schläge mit dem Rohrstock
– Beißen
– Brustwarzenklemmen
– Genitalklemmen
– Eis
– Heißes Wachs
– Andere Methoden, Schmerz zuzufügen »Die Genitalklemmen lehnst du also ab. Das ist in Ordnung. Schläge mit dem Rohrstock sind am schmerzhaftesten.«
Ich werde blass.
»Aber wir können es langsam angehen.«
»Oder ganz darauf verzichten«, flüstere ich.
»Es ist nun mal Teil der Vereinbarung, Süße, aber wir werden den Bogen nicht überspannen, Anastasia. Ich werde nichts tun, dem du nicht gewachsen bist.«
»Die Sache mit der Bestrafung macht mir am meisten Sorgen«, gestehe ich kleinlaut.
»Ich bin froh, dass du es mir gesagt hast. Wir können die Züchtigung mit dem Rohrstock ja vorläufig weglassen. Und wenn du dich erst an die anderen Methoden gewöhnt hast, steigern wir die Intensität. Wie gesagt, alles zu seiner Zeit.«
Ich schlucke.
Er beugt sich vor und küsst mich auf den Mund. »Na, so schlimm war es doch gar nicht, oder?«
Wieder schlägt mir das Herz bis zum Hals, deshalb zucke ich nur wortlos mit den Schultern.
»Einen Punkt möchte ich noch besprechen, bevor ich mit dir ins Bett gehe.«
»Ins Bett?« Ich spüre das Blut in meinen Adern pulsieren und Teile meines Körpers durchströmen, von deren Existenz ich bis vor Kurzem noch nicht einmal etwas geahnt habe.
»Ich bitte dich, Anastasia. Nach all dem Gerede über Sex würde ich dich am liebsten bis nächste Woche durchvögeln. Und dich kann es doch auch nicht kalt lassen, oder?«
Ich ziere mich. Meine innere Göttin hechelt gierig.
»Siehst du? Außerdem würde ich gern etwas ausprobieren.«
»Tut es weh?«
»Nein. Und hör auf, die ganze Zeit an Schmerzen zu denken. Es wird sehr schön. Habe ich dir schon einmal wehgetan?«
Ich werde rot. »Nein.«
»Siehst du. Du hast doch selbst gesagt, dass du mehr willst.« Er unterbricht sich. Plötzlich scheint er unsicher zu sein.
Oje … was kommt als Nächstes?
Er hält meine Hand fest. »Außerhalb der Phasen, in denen du meine Sklavin bist, könnten wir es vielleicht einfach probieren. Ich weiß nicht, ob es funktioniert und ob es sich so einfach voneinander trennen lässt. Vielleicht klappt es ja auch gar nicht. Aber ich bin bereit, es zu versuchen. Vielleicht an einem Abend pro Woche. Keine Ahnung.«
Mir fällt die Kinnlade herunter, und mein Unterbewusstsein ist wie gelähmt vor Schock. Christian Grey will mehr! Er ist bereit, es zu versuchen! Mein Unterbewusstsein linst vorsichtig hinter dem Sofa hervor.
»Allerdings unter einer Bedingung.« Er mustert mich wachsam.
»Welche?« Ich atme tief durch. Alles, was du willst, egal was. Absolut alles.
»Du nimmst mein Geschenk zu deinem erfolgreichen Abschluss an und bist mir dankbar dafür.«
»Oh.« Tief im Innern weiß ich schon jetzt, was für ein Geschenk es ist. Angst legt sich wie eine eisige Faust um meinen Magen.
Sein aufmerksamer Blick ruht nach wie vor auf mir.
»Komm mit«, sagt er und zieht mich vom Sofa hoch. Er zieht seine Jacke aus, hängt sie mir um die Schultern und geht zur Tür.
Vor dem Haus steht ein roter, zweitüriger Audi mit Fließheck.
»Der ist für dich. Herzlichen Glückwunsch.« Er zieht mich an sich und drückt mir einen Kuss aufs Haar.
Er hat mir einen Wagen geschenkt, verdammt, und zwar einen nagelneuen, wie es aussieht. O Mann, dabei haben mir die Bücher schon mehr als genug Kopfzerbrechen bereitet. Mit ausdrucksloser Miene starre ich das Auto an und versuche zu einem Schluss zu gelangen, was ich von all dem halten soll. Auf der einen Seite bin ich entsetzt, auf der anderen dankbar, aber auch entsetzt, dass er seine Drohung wahrgemacht hat. Doch in allererster Linie empfinde ich Wut. Ja, ich bin wütend. Vor allem nach dem, was ich über die Bücher gesagt habe. Anderseits hatte er den Wagen ja längst gekauft und konnte nicht wissen, dass ich sie ihm zurückgeben wollte. Er nimmt meine Hand und führt mich zu seiner jüngsten Errungenschaft.
»Anastasia, dein Käfer ist uralt und, ehrlich gesagt, ziemlich gefährlich. Ich würde mir nie verzeihen, wenn dir etwas zustieße, noch dazu, da ich es mit so geringem Aufwand verhindern kann …«
Ich spüre seinen Blick auf mir ruhen, trotzdem kann ich mich nicht überwinden, ihn anzusehen. Wortlos stehe ich vor dem eindrucksvollen Wagen.
»Ich habe mit deinem Stiefvater darüber geredet. Er fand die Idee gut«, gesteht er.
Mir bleibt der Mund offen stehen. Ich drehe mich um und starre ihn wütend an.
»Du hast Ray davon erzählt? Wie konntest du das tun?« Ich kann vor Wut kaum sprechen. Wie kann er es wagen! Der arme Ray. Mir ist regelrecht schlecht vor Scham.
»Der Wagen ist ein Geschenk. Kannst du nicht einfach Danke sagen?«
»Aber dir ist doch klar, dass es viel zu teuer ist.«
»Nein. Nicht, wenn ich dadurch nachts ruhig schlafen kann.«
Ich habe keine Ahnung, was ich darauf erwidern soll, also sehe ich ihn nur stirnrunzelnd an. Er kapiert es einfach nicht. Er hatte immer genug Geld, sein ganzes Leben lang. Okay, vielleicht nicht sein ganzes Leben lang – als kleiner Junge definitiv nicht. Der Gedanke daran ernüchtert mich. Ich spüre, wie meine Vorbehalte schwinden und sich Gewissensbisse wegen meines Wutanfalls regen. Er meint es nur gut mit mir, auch wenn er es auf eine reichlich unangebrachte Art zeigt.
»Wenn du ihn mir leihen willst, nehme ich ihn. Genauso wie den Laptop.«
Er stößt einen tiefen Seufzer aus. »Okay, dann nimm ihn eben als Leihgabe. Aber auf unbestimmte Zeit.«
»Nicht auf unbestimmte Zeit, aber zumindest für den Augenblick. Danke.«
Ich stelle mich auf die Zehenspitzen und küsse ihn auf die Wange. »Danke für den Wagen, Sir«, sage ich zuckersüß.
Ohne jede Vorwarnung zieht er mich an sich. Eine Hand liegt auf meinem Rücken, die andere vergräbt sich in meinem Haar.
»Du machst es einem nicht leicht, Ana Steele.« Er küsst mich ungestüm. Brutal drängt sich seine Zunge zwischen meine Lippen.
Augenblicklich gerät mein Blut in Wallung, und ich erwidere seinen Kuss mit derselben Leidenschaft. Ich will ihn, unbedingt, trotz des Wagens, der Bücher, der Soft Limits … der Züchtigung durch den Stock … ich will ihn.
»Ich muss mich beherrschen, dich nicht sofort auf der Haube dieses Wagens zu ficken, nur damit du kapierst, dass du mir gehörst, und wenn ich dir einen verdammten Wagen kaufen will, dann kaufe ich dir einen verdammten Wagen, ob es dir passt oder nicht«, knurrt er. »Und jetzt geh rein und zieh dich aus.« Er küsst mich ein weiteres Mal, flüchtig und grob.
Junge, Junge, er ist stocksauer. Er packt meine Hand, zerrt mich ins Apartment zurück und ohne Umweg in mein Zimmer. Mein Unterbewusstsein hat sich indessen wieder hinter dem Sofa verkrochen und schützend die Hände über den Kopf gelegt. Er knipst die Nachttischlampe an und sieht mich an.
»Bitte sei nicht wütend auf mich«, flüstere ich.
Sein Blick ist ausdruckslos. Seine Augen schimmern wie kaltes, rauchiges Glas.