Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Fiebertraum [=Dead Man River / Fevre Dream - de]
Fiebertraum [=Dead Man River / Fevre Dream - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Fiebertraum [=Dead Man River / Fevre Dream - de]

Электронная книга - «Fiebertraum [=Dead Man River / Fevre Dream - de]». Краткое содержание книги:

Abner Marsh, Flußschiffer auf dem Mississippi und ein Koloß von einem Mann, steht nach der Flutkatastrophe von 1857 vor dem wirtschaftlichen Ruin. Da bietet ihm der Aristokrat Joshua York die Partnerschaft an, um das schnellste Dampfschiff auf dem Mississippi bauen zu lassen. Für den Kapitän scheint sich ein Traum zu verwirklichen.
Doch während der Jungfernfahrt der Fiebertraum entpuppt sich Joshua York zum Entsetzen Marshs als Vampir, und der Plan, als schnellster Dampfschiffkapitän in die Geschichte einzugehen, tritt in den Hintergrund, denn York fährt den Fluß hinab, um die Letzten seiner kranken alten Rasse zu sammeln und sie vom Erbe ihrer blutgierigen Leidenschaft zu befreien. Zuvor jedoch muß er den mächtigen Blutmeister Damon Julian besiegen, einen Vampir voll animalischem Magnetismus, der den roten Durst seines Nachtvolks durch Mord und Heimtücke zu löschen versucht.
Und mit jedem Flußkilometer sinkt Abner Marshs Schiff tiefer in einen blutigen Alptraum jenseits der Realität.

»Fiebertraum begeistert Stephen King‐Fans ebenso wie Leser von Mark Twain. Ein düster‐romantisches Buch, das mich bis in die Träume und Phantasien verfolgte. Ihm gebührt ein grandioser Erfolg.«
ROGER ZELAZNY
1 ... 56 57 58 59 60 61 62 63 64 ... 122
Перейти на страницу:

Joshua York dachte für einige Zeit schweigend darüber nach. Dann meinte er: »Sehr schön, ich verstehe Ihren Standpunkt. Was soll ich tun, um Ihnen mein Vertrauen zu beweisen?«

»Also, für den Anfang«, sagte Marsh, »einmal angenommen, ich wollte Sie töten. Wie schaffe ich das?«

»Nein!« schrie Valerie entsetzt. Marsh hörte ihre Schritte, als sie zu Joshua hinüberhuschte. »Das darfst du ihm nicht erzählen. Du weißt nicht, was er vorhat, Joshua. Warum sollte er dich danach fragen, wenn er es nicht tatsächlich im Sinn hätte, dich …«

»Um uns einander ebenbürtig zu machen«, sagte Joshua leise. »Ich verstehe ihn, Valerie, und es ist ein Risiko, das wir eingehen müssen.« Sie setzte wieder an, ihn anzuflehen, ihn zu bestürmen, aber Joshua hieß sie schweigen und meinte zu Marsh: »Mit Feuer ist es möglich. Durch Ertränken. Mit einer Pistole, wenn Sie auf meinen Kopf zielen. Unsere Gehirne sind verletzlich. Ein Schuß in den Kopf würde mich töten, während ein Schuß ins Herz mich nur vorübergehend ausschalten würde, bis ich wiederhergestellt bin. Die Legenden treffen in einer Hinsicht zu. Wenn Sie uns die Köpfe abschneiden und Holzpflöcke mit dem Hammer in unsere Herzen schlagen, dann sterben wir.« Er kicherte rauh. »Einer von Ihrer Art würde genau das tun, glaube ich. Die Sonne kann ebenfalls tödlich sein, wie Sie schon gesehen haben. Der Rest, Silber und Knoblauch, das ist alles totaler Unsinn.«

Abner Marsh stieß zischend die Luft aus und merkte dabei kaum, daß er sie krampfhaft angehalten hatte. »Das war ja schon ganz schön aufschlußreich«, sagte er.

»Zufrieden?« fragte York.

»Fast«, erwiderte Marsh. »Eine Sache noch.«

Ein Zündholz scharrte über Leder, und plötzlich brannte eine kleine tanzende Flamme in Yorks gewölbter Hand. Er hielt sie an eine Öllampe, damit die Flamme über den Docht züngelte und schließlich ein dämmriger gelber Schein die Kabine erfüllte. »So«, sagte Joshua und löschte das Zündholz mit einem Schlenkern der Hand. »Besser so, Abner? Ist das entgegenkommend genug? Zur Besiegelung einer Partnerschaft gehört auch genügend Licht, meinen Sie nicht? Damit wir uns gegenseitig in die Augen schauen können.«

Abner Marsh stellte fest, daß ihm die Augen tränten; nachdem er sich so lange in totaler Dunkelheit aufgehalten hatte, erschien ihm sogar ein wenig Licht schon furchtbar grell. Aber der Raum wirkte jetzt viel größer, das Grauen und die erstickende Enge schmolzen dahin. Joshua York betrachtete Marsh ruhig und abwartend. Sein Gesicht war mit Flocken und Schuppen trockener, toter Haut bedeckt. Als er lächelte, platzte ein Stück ab und segelte zu Boden. Die Lippen waren immer noch aufgedunsen, und er erweckte den Eindruck, als hätte er zwei kohlschwarze Augen, doch die Verbrennungen und Blasen waren fast ganz verschwunden. Die Veränderung war verblüffend. »Was ist diese andere Sache, Abner?«

Marsh erinnerte sich an Yorks Worte und blickte ihm offen in die Augen. »Ich werde nicht diese Sache allein beginnen«, erklärte er. »Ich werde jemand anderen informieren, und zwar …«

»Nein«, widersprach Valerie, die nun neben Joshua stand. »Einer ist schon schlimm genug, wir dürfen nicht zulassen, daß er es noch weiter verbreitet. Sie werden uns umbringen.«

»Zum Teufel, Frau, ich hatte nicht vor, eine Annonce im True Delta aufzugeben, wissen Sie!«

Joshua stellte die Finger gegeneinander und musterte Marsh nachdenklich. »An wen hatten Sie denn gedacht, Abner?«

»An ein oder zwei Leute«, sagte Marsh. »Sie müssen nämlich wissen, daß ich nicht der einzige bin, der mißtrauisch geworden ist. Und es könnte sein, daß Sie mehr Hilfe brauchen, als ich Ihnen geben kann. Ich rede nur mit denjenigen, die mir als vertrauenswürdig bekannt sind. Mit Hairy Mike zum Beispiel. Und mit Mister Jeffers. Er ist verdammt klug, und er hat sich über Sie bereits seine Gedanken gemacht. Die anderen brauchen nichts zu erfahren. Mister Albright ist ein bißchen zu empfindlich und gottesfürchtig, um sich das alles anhören zu können, und wenn man Mister Framm etwas erzählt, dann wäre das innerhalb einer Woche auf dem ganzen Fluß herum. Das gesamte Texasdeck könnte abbrennen, ohne daß Whitey Blake etwas davon mitbekäme, so lange seine Maschinen nicht in Gefahr geraten. Aber Hairy Mike und Mister Jeffers, die müßten Bescheid wissen. Das sind wirklich gute Männer, und es könnte sein, daß Sie sie noch einmal ganz gut gebrauchen können.«

»Sie gebrauchen?« fragte Joshua. »Wie das denn, Abner?«

»Was geschieht denn, wenn einer Ihrer Leute Ihr Spezialgetränk nicht mag?«

Joshua Yorks freundliches Lächeln erstarb sofort. Er stand auf, ging durch die Kabine und schenkte sich einen Drink ein: Whiskey, pur. Als er sich wieder umdrehte, runzelte er noch immer nachdenklich die Stirn. »Vielleicht«, sagte er. »Ich muß mir das mal durch den Kopf gehen lassen. Wenn man ihnen wirklich trauen kann … Ich habe gewisse düstere Vorahnungen hinsichtlich unserer Fahrt in den Bayou.«

Diesmal ließ Valerie nicht den erwarteten Protest hören. Marsh streifte sie mit einem Seitenblick und sah, daß sie die Lippen krampfhaft zusammenpreßte, und in ihren Augen flackerte es, vermutlich die ersten Vorboten furchtbarer Angst. »Was ist los?« fragte Marsh. »Sie beide sehen auf einmal seltsam aus.«

Valeries Kopf zuckte hoch. »Er«, sagte sie. »Ich habe Sie schon weiter oben auf dem Fluß gebeten, umzukehren. Ich bäte erneut darum, wenn ich erwarten könnte, daß einer von euch auf mich hört. Er ist unten in Cypress Landing.«

»Wer?« fragte Marsh verwirrt.

»Ein Blutmeister«, sagte Joshua. »Abner, Sie müssen wissen, daß nicht alle Angehörige meiner Rasse genauso denken wie ich. Sogar unter meinen Getreuen gibt es solche … Nun, Simon ist mir treu ergeben, Smith und Brown sind eher passiv, aber Katherine — von Anfang an habe ich bei ihr einen gewissen Widerspruch gespürt. Ich glaube, es gibt in ihrem Innern einen düsteren Bereich, der sich nach dem alten Leben sehnt, der dem Schiff nachtrauert, das sie verfehlt hat, und der unter meiner Befehlsgewalt leidet, sich dagegen auflehnt. Sie gehorcht, weil sie muß. Ich bin Blutmeister. Aber das gefällt ihr nicht. Und die anderen, jene, die wir entlang des Flusses an Bord genommen haben — bei denen bin ich mir auch nicht ganz sicher. Außer Valerie und Jean Ardent traue ich keinem vollständig. Erinnern Sie sich noch, daß Sie mich vor Raymond Ortega gewarnt haben? Ich teile Ihr Mißtrauen ihm gegenüber. Valerie bedeutet ihm nichts, daher irrten Sie sich, daß Eifersucht ein Motiv sein könnte, aber ansonsten hatten Sie wohl recht. Um Raymond in Natchez an Bord zu bringen, mußte ich ihn besiegen, so wie ich Simon vor langer Zeit in den Karpathen besiegt habe. Mit Cara de Gruy und Vincent Thibaut gab es ebenfalls Auseinandersetzungen. Nun folgen sie mir, weil sie müssen. Das ist so Sitte bei meinem Volk. Dennoch frage ich mich, ob nicht wenigstens einige wenige unter ihnen abwarten. Abwarten, um zu sehen, was wohl geschieht, wenn die Fiebertraum zum Bayou hinunterdampft und ich demjenigen gegenübertrete, der ihrer aller Meister ist.

Valerie hat mir viel von ihm erzählt. Er ist alt. Älter als Simon oder Katherine, älter als jeder von uns. Sein Alter allein beunruhigt mich schon. Nun nennt er sich Damon Julian, doch davor war er Giles Lamont, derselbe Giles Lamont, dem dieser armselige Mulatte dreißig sinnlose Jahre lang gedient hat. Ich habe gehört, daß er mittlerweile einen neuen menschlichen Diener hat …«

»Sour Billy Tipton«, murmelte Valerie voller Abscheu.

»Valerie hat Angst vor diesem Julian«, erklärte Joshua York. »Die anderen sprechen ebenfalls voller Furcht von ihm, aber manchmal auch mit einer gewissen Gefolgschaftstreue. Als Blutmeister hat er für sie gesorgt. Er gewährte ihnen Zuflucht, bot ihnen Wohlstand und Festbankette. Sie labten sich an Sklaven. Kein Wunder, daß er sich dort niedergelassen hat, wo er sich jetzt aufhält.«

1 ... 56 57 58 59 60 61 62 63 64 ... 122
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)