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Электронная книга - «Oblomow». Краткое содержание книги:

Oblomow
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»Was, du läßt auch mich heiraten?«

»Natürlich! Dann noch zwei, drei Freunde, immer dieselben Gesichter. Wir setzen das gestrige, unvollendete Gespräch fort; es wird gescherzt oder es tritt auch ein beredtes Schweigen, eine Nachdenklichkeit ein - nicht infolge des Verlustes eines Amtes oder einer Angelegenheit im Senat, sondern infolge der Fülle verwirklichter Wünsche -, das Sinnen des Glückes ... Man hört keine Philippika, die mit Schaum auf den Lippen den Abwesenden zugeschleudert wird, du fängst keinen Blick auf, der auch dir dasselbe verspricht, sobald die Tür hinter dir zugefallen ist. Mit demjenigen, der uns nicht lieb ist, der schlecht ist, teilen wir unser Brot und Salz nicht. In den Augen der Anwesenden sieht man Sympathie, beim Scherz hört man ein aufrichtiges, gutmütiges Lachen ... Alles kommt von Herzen! Was in den Augen und in den Worten ist, ist auch im Herzen! Auf das Mittagessen folgt Mokka und eine Havanna auf der Terrasse ...«

»Du malst mir dasselbe, was auch bei den Vätern und Großvätern war.«

»Nein, das ist nicht dasselbe«, entgegnete Oblomow, fast beleidigt, »wieso denn? Würde sich denn meine Frau mit Pilzen und Eingesottenem befassen? Würde sie denn die Garnsträhne zählen und die Leinwand messen? Würde sie denn die Mägde auf die Backen schlagen? Hörst du! Wir haben Noten, Bücher, ein Klavier, elegante Möbel!«

»Nun, und du selbst?«

»Ich würde selbst keine vorjährigen Zeitungen lesen, würde nicht in einer Kalesche fahren und nicht Mandeln und Gänse essen, sondern ich würde meinen Koch im englischen Klub oder beim Gesandten lernen lassen.«

»Nun, und dann?«

»Dann, wenn die Hitze nachläßt, würden wir einen Wagen mit dem Samowar und dem Dessert in den Birkenhain oder aufs Feld, aufs gemähte Gras schicken, würden zwischen den Garben Teppiche ausbreiten und so bis zur Okroschka[6] und dem Beefsteak schwelgen. Die Bauern kehren mit den Sensen auf den Schultern vom Felde zurück, dort führt man Heu vorüber, das den ganzen Wagen und das Pferd bedeckt; oben steckt aus dem Haufen eine blumenumwundene Bauernmütze und ein Kinderköpfchen hervor; dort singt eine Gruppe barfüßiger Frauen mit Sicheln in den Händen ... Plötzlich erblicken sie die Herrschaft, verstummen und verneigen sich tief. Eine davon hat einen sonnengebräunten Hals, nackte Ellenbogen und schüchtern gesenkte, aber schelmische Augen, sie gibt sich nur den Anschein, den Herrn zurückzuweisen, ist aber glücklich ... Pst! ... daß die Frau es nicht merkt, um Gottes willen!«

Oblomow und Stolz lachten herzlich.

»Es ist feucht im Felde«, schloß Oblomow, »es ist dunkel; der Nebel hängt wie ein umgestürztes Meer über dem Korn; die Pferde zittern an den Schultern und schlagen mit den Hufen; es ist Zeit heimzukehren. Im Hause flimmern schon Lichter; in der Küche hämmern die Messer; eine Pfanne voll Pilze, Kotelettes, Beeren ... Dann Musik ... Casta diva ... Casta diva!« sang Oblomow. »Ich kann an Casta diva nicht gleichgültig denken«, sagte er, nachdem er den Anfang der Kavatine gesungen hatte; »wie diese Frau ihr Herzleid klagt! Welche Trauer liegt in diesen Tönen! ... Und niemand um sie herum weiß etwas ... Sie ist allein ... Das Geheimnis lastet auf ihr; sie vertraut es dem Mond an ...«

»Du liebst diese Arie? Das freut mich sehr; Olja Iljiuskaja singt sie sehr schön. Ich werde dich dort bekannt machen - ist das eine Stimme und ein Gesang! Und was ist sie selbst für ein entzückendes Kind! Übrigens urteile ich vielleicht nicht objektiv; ich habe eine Schwäche für sie ... Laß dich aber nicht ablenken«, fügte Stolz hinzu, »erzähle.«

»Nun«, fuhr Oblomow fort, »was noch? ... Das ist alles! ... Die Gäste ziehen sich in die Seitengebäude und die Pavillons zurück; und am nächsten Morgen geht jeder seines Weges; der eine fischt, der andere nimmt das Gewehr, der sitzt einfach so da ...«

»Einfach so, ohne etwas in der Hand zu haben?« fragte Stolz.

»Was brauchst du denn? Vielleicht ein Taschentuch. Würdest du nicht so leben wollen?« fragte Oblomow, »was? Ist das nicht das Leben?«

»Und immer dasselbe?« fragte Stolz.

»Bis zu den grauen Haaren, bis zum Grabe. Das ist das Leben!«

»Nein, das ist nicht das Leben!«

»Wieso nicht? Was fehlt hier? Denke nur daran, daß du keinem einzigen bleichen, leidenden Gesicht, keiner Sorge, keiner einzigen Frage bezüglich des Senats, der Börse, der Aktien, der Relationen, des Empfanges beim Minister, der Titel, der Erhöhung der Diäten begegnen würdest. Es werden nur intime Gespräche geführt! Du würdest niemals deine Wohnung zu wechseln brauchen - was das allein wert ist! Und das wäre nicht das Leben?«

»Das ist nicht das Leben!« wiederholte Stolz beharrlich.

»Was ist es denn dann deiner Meinung nach?«

»Das ...« (Stolz sann nach, wie er dieses Leben nennen sollte) »das ist ... eine Oblomowerei!« sagte er endlich.

»Ob-lo-mowerei!« wiederholte Ilja Iljitsch langsam, sich über dieses seltsame Wort wundernd und es nach den Silben zerlegend, »Ob-lo-mo-we-rei!«

Er blickte Stolz seltsam und forschend an.

»Worin besteht denn deiner Ansicht nach das Lebensideal? Nicht in der Oblomowerei?« fragte er schüchtern und ohne Begeisterung, »streben denn nicht alle nach dem, wovon ich träume? Ich bitte dich«, fügte er dreister hinzu, »ist denn das Erreichen der Ruhe, das Streben nach diesem verlorenen Paradiese nicht das Ziel eurer ganzen Geschäftigkeit, eurer Leidenschaften, eurer Kriege, eures Handelns und eurer Politik?«

»Deine Utopie ist echt oblomowisch«, entgegnete Stolz.

»Alle streben nach Ruhe und Stille«, verteidigte sich Oblomow.

»Nicht alle, auch du hast vor zehn Jahren im Leben nach etwas andrem gesucht.«

»Wonach habe ich denn gesucht?« fragte Oblomow erstaunt, sich im Geiste in die Vergangenheit versenkend.

»Denke nach und erinnere dich. Wo sind deine Bücher und Übersetzungen?«

»Sachar hat sie irgendwohin gesteckt«, antwortete Oblomow, »sie liegen wohl irgendwo hier in der Ecke.«

»In der Ecke«, sagte Stolz vorwurfsvoll, »in derselben Ecke liegen auch deine Vorsätze ›zu arbeiten, solange die Kräfte ausreichen; denn Rußland braucht Hände und Köpfe zum Verarbeiten seiner unerschöpflichen Quellen‹ (deine eigenen Worte), ›sich abzumühen, damit das Ausruhen süßer ist, und sich ausruhen bedeutet, das Leben von einer anderen, artistischen, anmutigen Seite zu genießen, die den Künstlern und Dichtern offensteht‹. Hat Sachar auch alle diese Vorsätze in die Ecke geworfen? Erinnerst du dich, du wolltest, nachdem du mit den Büchern fertig sein würdest, in fremde Länder reisen, um dann das eigene besser zu kennen und mehr zu lieben? ›Das ganze Leben ist Denken und Arbeiten‹, sagtest du damals, ›und wenn es auch ein geheimes, bescheidenes, aber doch ein unaufhörliches Arbeiten ist und man mit dem Bewußtsein sterben kann, seine Pflicht erfüllt zu haben‹ - was? In welcher Ecke liegt das bei dir?«

»Ja ... ja ...«, sagte Oblomow, jedes Wort unruhig aufnehmend, »ich erinnere mich, daß ich wirklich ... ich glaube ... Wie ist es denn?« sagte er, sich plötzlich an die Vergangenheit erinnernd, »wir hatten wohl vor, ganz Europa kreuz und quer zu durchstreifen, die Schweiz zu Fuß zu durchwandern, die Füße am Vesuv zu sengen, nach Herkulanum herabzusteigen. Wir sind beinahe verrückt geworden! Wieviel Dummheiten ...«

»Dummheiten!« wiederholte Stolz vorwurfsvoll. »Hast du nicht beim Anblick der Stiche, welche die Madonnen von Raffael, die Nacht von Correggio, Apollo von Belvedere wiedergaben, unter Tränen gesagt: ›Mein Gott! Wird es mir nie beschieden sein, die Originale zu sehen und vor Entsetzen zu erstarren, weil ich vor einem Werke von Michel Angelo oder von Tizian stehe und über den Boden von Rom schreite! Kann man denn ein ganzes Leben verbringen und die Myrten, Zypressen und Pomeranzen in Glashäusern und nicht in ihrer Heimat sehen? Nicht die Luft Italiens einatmen und sich nicht an der Bläue des Himmels berauschen?‹ Und was für glänzendes Feuerwerk du deinem Kopfe sonst noch entsteigen ließest! Dummheiten.«

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Suppe aus Kwaß, mit Fleisch, Fisch, Gurke usw.

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