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Электронная книга - «Die Fünfundvierzig». Краткое содержание книги:

Die Fünfundvierzig
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»Nun, mein Vetter,« fragte der König, »Ihr besucht Paris wieder einmal?« – »Ja, Sire, ich glaubte in meiner Brüder und in meinem Namen kommen zu müssen, um Eure Majestät daran zu erinnern, daß sie, keine treueren Untertanen hat als uns.« Bei Gott, das ist so bekannt, daß Ihr, abgesehen von dem Vergnügen, das Ihr mir, wie Ihr wißt, durch Euren Besuch macht, Euch in der Tat diese kleine Reise ersparen konntet. Ihr müßt sicherlich noch einen andern Grund gehabt haben.« – »Sire, ich befürchtete, Euer Wohlwollen für das Haus Guise könnte durch die seltsamen Gerüchte leiden, die unsere Feinde seit einiger Zeit in Umlauf bringen.«

»Was für Gerüchte?« fragte der König mit jener Gutmütigkeit, die ihn für die Vertrautesten so gefährlich machte. – »Wie,« fragte Mayenne, etwas aus der Fassung gebracht, »Eure Majestät hätte nichts Ungünstiges über uns reden hören?«

»Mein Vetter, wißt einmal für allemal, daß ich es nicht dulden würde, wenn man hier Schlimmes von den Herren von Guise reden wollte; und da man dies hier besser weiß, als Ihr es zu wissen scheint, so tut man es auch nicht.« – »Dann werde ich nicht bedauern, gekommen zu sein, da ich das Glück habe, meinen König zu sehen und ihn in solcher Stimmung zu finden; nur muß ich gestehen, daß meine Eile unnötig war.«

»Oh! Herzog, Paris ist eine gute Stadt, von der man immer irgendeinen Nutzen zu ziehen hat.« – »Ja, Sire, aber unsere Aufgaben fesseln uns doch an Soissons.«

»Meine, Herzog?« – »Die Eurer Majestät, Sire.«

»Es ist wahr, Mayenne; fahrt also fort, sie zu erfüllen, wie Ihr angefangen habt; ich weiß die Haltung meiner Diener nach Gebühr zu schätzen und anzuerkennen.«

Der Herzog entfernte sich lächelnd, und der König kehrte, sich die Hände reibend, in sein Zimmer zurück.

Loignac machte Ernauton ein Zeichen; dieser sagte seinem Diener ein Wort und schickte sich an, den vier Reitern zu folgen. Der Diener lief in den Stall, und Ernauton folgte zunächst zu Fuß.

Es war keine Gefahr, Herrn von Mayenne zu verlieren; durch Perducas' Schwatzhaftigkeit war die Ankunft eines Prinzen vom Hause Guise in Paris bekannt geworden, und die guten Ligisten fingen an, ihre Häuser zu verlassen und seine Spur aufzusuchen.

Man war ihm bis zum Louvre gefolgt, und hier erwarteten ihn dieselben Leute, um ihn wieder bis zu den Pforten seines Hotels zu begleiten.

Vergebens suchte Mayneville die Eifrigsten zu entfernen, indem er zu ihnen sagte: »Nicht so viel Feuer, meine Freunde, beim wahrhaftigen Gott! Ihr gefährdet uns.«

Trotzdem hatte der Herzog ein Geleite von zwei- bis dreihundert Personen, als er zum Hotel Saint-Denis kam, das er zur Wohnung gewählt hatte.

Es war dadurch Ernauton sehr leicht gemacht, dem Herzog zu folgen, ohne bemerkt zu werden. In dem Augenblick, als der Herzog sich umkehrte, um zu grüßen, glaubte er in einem von den Edelleuten, die zu gleicher Zeit ihn grüßten, den Reiter zu erkennen, der den Pagen oder den der Page begleitete, den er durch die Porte Sainte-Antoine hereingebracht hatte.

Beinahe in demselben Moment und während Mayenne verschwand, durchschnitt eine Sänfte die Menge. Mayneville ging ihr voran, ein Vorhang wurde auf die Seite geschoben, und bei einem Lichtstrahl glaubte Ernauton sowohl seinen Pagen als die Dame von der Porte Sainte-Antoine zu erkennen.

Mayneville und die Dame wechselten ein paar Worte, und die Sänfte verschwand ebenfalls unter dem Torweg des Hotels;, Mayneville folgte der Sänfte und das Tor wurde wieder geschlossen. Einen Augenblick nachher erschien Mayneville auf dem Balkon, dankte den Parisern im Namen des Herzogs und forderte sie, da es spät war, auf, nach Hause zurückzukehren, damit Böswillige ihrer Ansammlung keine schlimme Deutung geben könnten. Darauf entfernten sich alle, mit Ausnahme von zehn Männern, die im Gefolge des Herzogs eingetreten waren. Ernauton entfernte sich wie die andern oder gab sich vielmehr den Anschein, als entfernte er sich. Die zehn Auserwählten, die blieben, waren die Abgeordneten der Lige, die bei Herrn von Mayenne erschienen, um ihm für seine Ankunft zu danken, zugleich aber, um ihn zu beschwören, er möge seinen Bruder zum Kommen bestimmen.

Diese würdigen Bürger hatten in ihren vorbereitenden Versammlungen eine Menge von Plänen ersonnen, denen nur noch die Zustimmung und Unterstützung eines Hauptes fehlte, auf das man zahlen konnte.

Bussy-Leclerc meldete, er habe drei Klöster in der Handhabung der Waffen eingeübt und fünfhundert Bürger eingereiht, das heißt eine Truppe von tausend Mann zur Verfügung gestellt. Lachapelle hatte die Beamten, die Schreiber und das ganze Volk von Paris bearbeitet. Er konnte zugleich den Rat und die Tat anbieten, den Rat in Gestalt von zweihundert Schwarzröcken, die Tat mit zweihundert Stadtbogenschützen.

Brigard hatte die Kaufleute der Rue des Lombards, die Pfeiler der Hallen und der Rue Saint-Denis gewonnen. Crucé hatte die Anwälte mit Lachapelle-Marteau bearbeitet und verfügte dabei noch über die Universität von Paris. Debar brachte die Schiffer und Hafenarbeiter, eine gefährliche Gattung, die etwa fünfhundert Mann zählte. Louchard verfügte über fünfhundert Roßtäuscher und Pferdehändler, wütende Katholiken. Ein Kannengießer namens Bollard und ein Speckhändler namens Gilbert machten sich für fünfzehnhundert Schlächter und Speckhändler der Stadt und der Vorstädte verbindlich. Meister Nicolas Poulain, Chicots Freund, bot die ganze Bevölkerung auf.

Als der Herzog in der Sicherheit seines verschlossenen Zimmers diese Mitteilungen und Anerbietungen vernommen hatte, sagte er: »Ich bewundere die Kräfte der Lige, aber ich sehe das Ziel nicht, das sie mir ohne Zweifel vorschlagen will.«

Meister Lachapelle-Marteau schickte sich an, eine Rede mit drei Teilen zu halten; er pflegte bekanntermaßen sehr weitschweifig zu sein; Mayenne sagte schaudernd: »Machen wir rasch!«

Bussy-Leclerc schnitt Marteau das Wort ab und sagte: »Gnädigster Herr, es verlangt uns nach einer Veränderung, wir sind die Stärkeren und wollen folglich diese Veränderung; das ist kurz, klar und bestimmt.«

»Aber wie werdet Ihr zu Werke gehen, um diese Veränderung zu erreichen?« – »Mir scheint,« antwortete Bussy-Leclerc freimütig, »da der Gedanke der Union von unseren Häuptern herrührt, so ist es an diesen und nicht an uns, das Ziel zu bezeichnen.«

»Meine Herren,« sagte Mayenne, »ihr habt vollkommen recht, das Ziel muß von denen bezeichnet werden, die die Ehre haben, eure Führer zu sein; aber der General hat auch zu beurteilen, in welchem Augenblick die Schlacht geliefert werden soll, und mag er seine Truppen in Reihe und Glied aufgestellt, bewaffnet und voll Eifer sehen, das Signal zum Angriff wird er nur dann geben, wenn er dies tun zu müssen glaubt.«

»Aber, gnädigster Herr,« erwiderte Crucé, »die Lige hat Eile, wie wir uns schon einmal zu sagen erlaubten.«

»Eile, was zu tun, Herr Crucé?« – »Anzukommen.«

»Wo?« – »Bei unserem Ziele; wir haben auch unsern Plan.« –

»Dann ist es etwas anderes,« versetzte Mayenne; »wenn ihr euren Plan habt, vermag ich nichts mehr zu sagen.« – »Ja, gnädigster Herr; doch können wir auf Eure Unterstützung rechnen?«

»Ganz gewiß, wenn dieser Plan mir und meinem Bruder genehm ist?« – »Das ist wahrscheinlich, Monseigneur.«

»So laßt euren Plan hören!«

Die Ligisten schauten sich an; zwei oder drei bedeuteten Lachapelle-Marteau durch ein Zeichen, er möge sprechen. Lachapelle-Marteau trat vor und schien den Herzog um Erlaubnis zu bitten, sich erklären zu dürfen.

»Sprecht!« sagte der Herzog.

»Hört!« begann Lachapelle-Marteau. »Der Gedanke ist Leclerc, Crucé und mir gekommen. Wir haben unsern Plan wohl überlegt, und es ist wahrscheinlich, daß sein Erfolg gewiß ist.«

»Zur Sache, Herr Marteau, zur Sache!«

»Es gibt mehrere befestigte Knotenpunkte in der Stadt, das kleine und das große Chatelet, den Palast des Temple, das Stadthaus, das Arsenal und den Louvre.« – »Das ist wahr,« sagte der Herzog. – »Alle diese Punkte werden durch stehende Garnisonen verteidigt, die jedoch zu überwinden sind, da sie nicht auf einen Handstreich gefaßt sein können.« – »Ich gebe auch dies zu.«

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