Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Прочая древняя литература » Das letzte Zeichen 02 - Die Verschwundenen
Das letzte Zeichen 02 - Die Verschwundenen - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das letzte Zeichen 02 - Die Verschwundenen

Электронная книга - «Das letzte Zeichen 02 - Die Verschwundenen». Краткое содержание книги:

Das letzte Zeichen 02 - Die Verschwundenen
1 ... 43 44 45 46 47 48 49 50 51 ... 70
Перейти на страницу:

»Lasst uns dieser großartigen Stadt danken.«

»Wir sagen alle Dank.« Die Stimmen waren jetzt lauter und eindringlicher.

»Und schließlich …« Der Bruder hielt inne, und sein Blick wanderte zu dem hinteren Teil des Saales, wo ein Mann saß, umgeben von ehemaligen Ds, die noch immer ihren Platz kannten und denen es hoch anzurechnen war, dass sie es nicht wagten, sich neben As oder Bs zu setzen, wie sie es getan hatten, als Lucas die Leute zusammengerufen hatte. Der Mann nickte und der Bruder ließ sich zu einem schwachen Lächeln herab. »Und schließlich lasst uns dem System danken, das von den Mächten des Bösen abgeschaltet wurde, aber das wir so bald wie möglich wiederherstellen werden, damit es uns beschützt und über uns wacht. Damit wir keines von unseren geliebten Kindern mehr verlieren. Damit wir vor dem Bösen geschützt sind, das da draußen umgeht und das sich auch in dieser Stadt ausbreiten wird, wenn wir nicht auf der Hut sind.«

»Wir sagen alle Dank.«

Der Bruder lächelte. Alles würde gut werden. Alles war wieder so, wie es sein sollte.

31

Kaum hatte Raffy sich zum Mittagessen hingesetzt, wusste er, dass der Mann wieder da war. Noch war nichts von ihm zu sehen, aber Raffy hatte die besondere Gabe, auf die kleinsten Dinge zu achten: den veränderten Gesang der Vögel, ein unbestimmtes Rascheln in den Zweigen der Bäume, Dinge, die andere nicht bemerken würden, Dinge, die ihm sagten, dass er auf der Hut sein musste.

Raffy holte sein Sandwich heraus und begann zu essen, aber eigentlich wartete er. Und ein paar Minuten später erschien der Mann tatsächlich. Raffy sah ihn nachdenklich an. »Sie hatten recht«, sagte er mit ausdrucksloser Stimme.

»Ja«, erwiderte der Mann. Er setzte sich ein paar Meter von Raffy entfernt hin. »Das tut mir leid. Ich dachte nur, du solltest es wissen.«

»Es tut Ihnen nicht leid«, sagte Raffy, und mit seinen dunkelbraunen Augen sah er dem Fremden frech ins Gesicht. »Sie haben es mir aus einem bestimmten Grund gesagt, und ich nehme an, Sie sind jetzt hier, um mir den Grund zu nennen. Sie wollen etwas von mir. Was ist es?«

Der Mann lächelte. »Dir entgeht fast nichts, oder?«

»Im Gegenteil«, meinte Raffy und blickte den Mann mit seinen großen braunen Augen an, die von den zerzausten Haaren halb verdeckt wurden. »Mir entgeht anscheinend eine ganze Menge. Erst durch Sie habe ich von der Uhr erfahren. Offenbar erfahre ich von vielen Dingen immer als Letzter. Also, warum sind Sie wirklich hier?«

»Meinst du mit den vielen Dingen deinen Bruder und die Lügen, die er dir die ganzen Jahre über aufgetischt hat?«

Raffy schwieg und biss in sein Sandwich, aber kurz darauf wünschte er, er hätte es nicht getan, denn er spürte, dass seine Kehle ganz ausgetrocknet war. Er hatte jetzt keine Lust zu essen und spuckte den letzten Bissen wieder aus.

»So schlimm?«, fragte der Mann. »Dann wirst du wahrscheinlich auch nicht erfreut sein, wenn ich dir sage, dass dein Bruder hierher unterwegs ist.«

Raffy sah jäh auf. »Was?«

Der Mann zuckte die Achseln. »Er will herkommen und dich mitnehmen. Dich und deine Freundin.«

Raffy verengte die Augen. »Wir gehen nirgendwohin«, sagte er mit leiser, drohender Stimme. »Lucas kann machen, was er will, aber ich bin fertig mit ihm.«

Der Mann verzog das Gesicht. »Sicher, Raffy. Aber kannst du das auch von Evie sagen? Jetzt, wo du von der Uhr weißt?«

Raffy antwortete nicht; der Mann sollte nicht merken, dass er kochte vor Wut.

»Sie hat sich für mich entschieden, nicht für Lucas. Und sie wird sich immer für mich entscheiden«, sagte er schließlich und stand auf. »War’s das? Ich muss nämlich wieder an die Arbeit.«

Der Mann nickte. »Du hast nicht gerade viel gegessen«, bemerkte er.

Raffy starrte ihn mit finsterem Blick an. »Ich habe keinen großen Hunger«, erwiderte er.

»Okay«, meinte der Mann mit einem Lächeln. »Du hast bestimmt recht. Wenn Lucas hierherkommt, wird Evie ihn wegschicken. Sie wird auf dich hören. Aber, und jetzt kommt ein großes Aber, wenn sie es nicht tut, wenn nicht alles ganz planmäßig läuft, dann hätte ich einen Vorschlag für dich.«

»Was für einen Vorschlag?«, fragte Raffy schroff. Seine Augen funkelten. »Wer sind Sie überhaupt? Sie haben sich nie darum bemüht, in die Siedlung aufgenommen zu werden. Ich habe mich erkundigt.«

Der Mann lachte. »Okay, du hast mich erwischt.« Er sah Raffy wachsam an und lehnte sich zurück. »Im Grunde genommen haben wir etwas gemeinsam. Du bist nicht gerade ein Freund von Lucas, und ich bin auch nicht zufrieden mit deinem Bruder und mit ein paar Dingen, die er getan hat. Ich denke, dass wir uns gegenseitig helfen könnten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du besonders begeistert bist, dass er hierherkommt, um dich von dem Ort wegzuholen, an dem du zum ersten Mal in deinem Leben glücklich bist, und dass er dir Evie wegnehmen will. Sieh mal, ich glaube nicht, dass man Lucas vertrauen kann. Ich meine, das hat er in der Vergangenheit doch zur Genüge bewiesen, oder? Also, wie wär’s, wenn du dich wieder hinsetzt und dir meinen Vorschlag anhörst? Nur für den Fall, dass Evie die Dinge nicht so sieht wie du. Hör mich an, und dann entscheide, was du tun willst. Na, wie klingt das?«

Hoffnungsvoll sah er zu Raffy auf. Raffy holte tief Luft. Er mochte diesen Mann nicht. Er traute ihm nicht über den Weg. Aber mit der Uhr hatte er recht gehabt. Wenn er jetzt auch mit Lucas recht hatte … wenn Lucas tatsächlich hierher unterwegs war … Raffy atmete tief aus, setzte sich wieder und sah den Mann an. »Gut«, sagte er. »Erzählen Sie mir Ihren Plan. Aber ich kann Ihnen nichts versprechen.«

»Das erwarte ich auch nicht«, meinte der Mann lächelnd und streckte Raffy die Hand hin. »Ich heiße übrigens Thomas. Schön, dich kennenzulernen.«

»Hier sind sie?« Lucas betrachtete den großen Zaun vor ihnen, der so ganz anders war als die Stadtmauer. Anscheinend diente er nur als Grenzmarkierung und nicht dazu, Leute draußen oder drinnen zu halten. »Hier leben sie jetzt?«

Linus nickte. »Warte hier«, sagte er. Sie waren nur ein paar Hundert Meter von der Umzäunung der Siedlung entfernt. Lucas beobachtete neugierig, wie Linus auf den Zaun zurannte, einen Moment wartete, dann offenbar etwas hinüberwarf und wieder zurückkam. Lucas fand Linus’ Verhalten zwar ziemlich irritierend, aber im Moment konnte er diesen Mann nur bewundern, der doppelt so alt war wie er, aber anscheinend so fit und gelenkig wie ein Teenager, der alles zu wissen schien und der immer für eine Überraschung gut war. Lucas, der sein Leben lang Anordnungen befolgt hatte, wurde nicht schlau aus Linus, aber als er ihn nun zurückrennen sah, konnte er nur bewundernd den Kopf schütteln. Obwohl er natürlich keine Ahnung hatte, was Linus vorhatte. Denn Linus hatte ihm wieder einmal nichts gesagt.

»Na?«, fragte er, obwohl er eigentlich keine Antwort erwartete, zumindest keine befriedigende.

»Na?«, wiederholte Linus verwirrt.

»Was sollte das alles?«, fragte Lucas und versuchte, seinen Ärger hinunterzuschlucken und daran zu denken, wie sehr er ihn bewunderte.

»Nur eine Nachricht für Benjamin«, erklärte Linus achselzuckend. »Das haben wir uns vor ein paar Jahren ausgedacht.«

»Wir? Du kennst Benjamin? Das hast du nie erwähnt«, sagte Lucas.

»Ich kenne ihn gar nicht«, erwiderte Linus. »Aber vor langer Zeit, als wir die Stadt aufgebaut haben, dachte ich mir, es könnte vorausschauend sein, sich mit den Führern der verschiedenen Kulturen von ganz England zu treffen und einen Code, ein Nachrichtensystem oder so etwas Ähnliches zu entwickeln.«

1 ... 43 44 45 46 47 48 49 50 51 ... 70
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)