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Электронная книга - «Cäsar Cascabel». Краткое содержание книги:

Dieser Roman ist den meisten Jules-VerneFreunden unbekannt, weil er in allen alten Gesamtausgaben fehlt. Der Artistenfamilie Cascabel wird nach einer Tournee durch die Vereinigten Satten das gesamte Vermögen gestohlen. Trotzdem wollen sie nach Frankreich zurückkehren und beschließen, den Weg über Alaska und das Packeis der Beringstraße zu nehmen. Unendlich viele Abenteuer müssen mit Indianern und Verbrechern bestanden werden, ehe es ein glückliches Ende gibt.
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»Trotzdem.« erwiderte Herr Sergius.

»Und am Ende. falls es nötig ist. werden Sie sich als Gaukler kleiden. wenn Sie sich dessen nicht etwa schämen.«

»O!. mein Freund!.«

»Und wer wird je auf den Gedanken kommen, daß Graf Narkine unter dem Personal der Familie Cascabel figuriere?«

»Sei es denn; ich willige ein, meine Freunde!. Ja!. ich willige ein!. Und ich danke Ihnen.«

»Schon gut! schon gut!« rief Herr Cascabel. »Dank!. Glauben Sie etwa, daß wir Ihnen nicht ebensoviel zu danken haben?. Also, Herr Graf.«

»Nennen Sie mich nicht Graf!. Für alle Welt. selbst für Ihre Kinder. muß ich einfach Herr Sergius bleiben.«

»Sie haben recht. Die Kinder brauchen nichts davon zu wissen. So ist es denn abgemacht, wir nehmen Sie mit, Herr Sergius!. Und ich, Cäsar Cascabel, mache mich anheischig, Sie nach Perm zu führen; ich setze meinen Namen daran, - und Sie werden zugeben, daß es ein unersetzlicher Verlust für die Kunst wäre, wenn ich ihn einbüßte!«

Was die Aufnahme betrifft, welche Herrn Sergius bei seiner Rückkehr in die Belle-Roulotte zuteil wurde, als Jean, Kayette, Xander, Napoleone und Clou vernahmen, daß er sie nach Europa begleiten werde, so kann man sich dieselbe auch ohne nähere Beschreibung vorstellen.

XVI. Der Abschied vom neuen Festlande

Jetzt erübrigte es nur noch, den verabredeten Plan zur Ausführung zu bringen.

Genau betrachtet, gewährte dieser Plan viele Aussichten auf Erfolg. Da die Zufälligkeiten ihres Wanderlebens die Familie Cascabel durch Rußland und noch dazu gerade durch das Gouvernement Perm führten, so konnte Graf Sergius Narkine wirklich nichts besseres thun, als sich ihnen anzuschließen.

Wer sollte ahnen, daß der politisch Verurteilte, der aus Jakutsk Entflohene, sich unter den Genossen einer Gauklerbande befinde? Wenn keine Indiskretion begangen wurde, so war der Erfolg sicher; und wenn er einmal in Perm war und den Fürsten Wassili Narkine wiedergesehen hatte, so würde Herr Sergius seinen Interessen entsprechend handeln. Wenn er über Asien hinaus kam, ohne irgend eine Spur zu hinterlassen, deren die Polizei sich bedienen konnte, so würde er einen den Umständen entsprechenden Entschluß fassen.

Sollte er wider alle Wahrscheinlichkeit auf seiner Reise durch Sibirien erkannt werden, so konnte das allerdings schreckliche Folgen für ihn und auch für die Familie nach sich ziehen. Indessen wollte weder Herr Cascabel noch seine Frau dieser Gefahr Rechnung tragen. und wenn sie ihre Kinder darüber befragt hätten, so würden diese ihr Vorgehen gebilligt haben. Aber das Geheimnis des Grafen Narkine sollte streng bewahrt werden; es war einfach Herr Sergius, der auch fernerhin ihr Reisegefährte sein wollte.

Später würde Graf Narkine die Ergebenheit dieser ehrlichen Franzosen gewiß anerkennen, wenngleich Herr Cascabel keinen anderen Lohn wollte als das Vergnügen, ihn verpflichtet und dabei die moskowitische Polizei genasführt zu haben.

Unglücklicherweise war, was keiner von ihnen ahnte, ihr Plan von Anbeginn ernstlich gefährdet. Sobald sie die andere Küste der Meerenge erreichten, würden sie unfehlbar den größten Gefahren ausgesetzt sein und von den russischen Beamten Sibiriens arretiert werden.

In der That, schon an dem Tage, nachdem jener Plan gefaßt worden war, besprachen sich zwei Männer miteinander, welche am äußersten Ende des Hafens, wo niemand ihr Gespräch belauschen konnte, spazieren gingen.

Es waren jene beiden bereits erwähnten Polizeibeamten, welche die Anwesenheit des Herrn Sergius unter den Insassen der Belle-Roulotte überrascht und neugierig gemacht hatte.

Seit mehreren Jahren in Sitka lebend und mit der Überwachung. der Provinz in politischer Hinsicht betraut, bestand ihre Mission bekanntlich darin, die Bewegungen der Geflüchteten an der kolumbischen Grenze zu beobachten, dem Gouverneur von Alaska darüber zu berichten und die Arretierung derer, welche sich auf russisches Gebiet wagten, zu bewerkstelligen. Das Bedenklichste dabei war, daß sie zwar den Grafen Narkine nicht persönlich kannten, sich aber im Besitze seiner Personalbeschreibung befanden, welche ihnen nach seiner Entweichung aus der Citadelle von Jakutsk zugestellt worden war. Als die Familie Cascabel in Port-Clarence anlangte, waren sie sehr erstaunt über die Erscheinung dieses Russen gewesen, der weder die Haltung noch die Manieren eines Jahrmarktskünstlers hatte. Was hatte er bei dieser Gauklerbande zu suchen, die von Sakramento kommend, eine so seltsame Reiseroute verfolgte, um nach Europa zurückzukehren?

Ihr Verdacht wurde rege und sie erkundigten sich, sie beobachteten - geschickt genug, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken; - sie verglichen Herrn Sergius mit der Personalbeschreibung des Grafen Narkine, und ihre Ahnung wurde zur Gewißheit.

»Ja! es ist wirklich Graf Narkine!« sagte einer von ihnen. Offenbar trieb er sich an der Grenze von Alaska herum, der Vollziehung der Annexion harrend, als er jener Marktschreierfamilie begegnete, die ihm zu Hilfe kam und mit der er sich jetzt anschickt, nach Sibirien hinüber zu gehen!«

Die Annahme war richtig, und wenn Herr Sergius auch anfangs nicht die Absicht gehabt hatte, sich über Port-Clarence hinaus zu wagen, so verspürten die beiden Beamten doch kein Erstaunen, als sie erfuhren, daß er sich zu der Reise nach Sibirien entschlossen habe.

»Das ist eine gute Chance für uns!« meinte der Beamte. »Der Graf hätte hier, nämlich auf amerikanischem Gebiete, bleiben können, und wir hätten nicht das Recht gehabt ihn zu arretieren.«

»Während er, sowie er den Fuß auf die jenseitige Küste der Meerenge setzt,« fuhr der erstere fort »auf russischem Boden steht und uns nicht mehr entgehen kann; denn wir werden auf seinen Empfang vorbereitet sein!.«

»Es ist eine Arretierung, die uns Ehre und Vorteil bringen wird!« versetzte der zweite Beamte. »Welch ein Meisterstreich bei unserer Heimkehr!.« Aber wie fangen wir die Sache an?«

»Nichts einfacher als das! Die Familie Cascabel wird baldmöglichst aufbrechen; und da sie den kürzesten Weg einschlagen wird, so ist es kein Zweifel, daß sie sich nach dem Hafen von Numana begiebt. Nun, wir werden dort vor oder zugleich mit dem Grafen Narkine eintreffen und brauchen dann nur mehr Hand an ihn zu legen.«

»Wohl, aber ich möchtelieber vor ihm in Numana sein, um die Küstenpolizei zu verständigen, damit sie uns nötigenfalls bewaffneten Beistand leiste!«

»Das werden wir thun, wenn keine unvorhergesehenen Ereignisse dazwischen kommen,« versetzte der erste Beamte. »Jene Gaukler werden warten müssen, bis das Eis stark genug ist, um ihren Wagen zu tragen; somit wird es uns leicht sein, ihnen einen Vorsprung abzugewinnen. Bleiben wir also in Port-Clarence und fahren wir fort, den Grafen Narkine zu beobachten, ohne seinen Verdacht zu erregen. Wenn er den aus Alaska heimkehrenden russischen Beamten auch nicht trauen mag, so kann er doch nicht vermuten, daß wir ihn erkannt haben. Er wird die Reise antreten; wir arretieren ihn in Numana und brauchen ihn dann nur mehr unter sicherer Bedeckung nach Petropawlowsk oder Jakutsk zu bringen.«

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