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Электронная книга - «Cäsar Cascabel». Краткое содержание книги:

Dieser Roman ist den meisten Jules-VerneFreunden unbekannt, weil er in allen alten Gesamtausgaben fehlt. Der Artistenfamilie Cascabel wird nach einer Tournee durch die Vereinigten Satten das gesamte Vermögen gestohlen. Trotzdem wollen sie nach Frankreich zurückkehren und beschließen, den Weg über Alaska und das Packeis der Beringstraße zu nehmen. Unendlich viele Abenteuer müssen mit Indianern und Verbrechern bestanden werden, ehe es ein glückliches Ende gibt.
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Neben dem Wagen schritten Herr Sergius und Cäsar Cascabel, mit Brillen versehen und gleich ihren Gefährten wohl vermummt, plaudernd einher.

Was den jungen Xander betrifft, so wäre es keine leichte Sache gewesen, ihm einen Platz anzuweisen, oder vielmehr, ihn zum Ausharren darauf zu bestimmen. Er ging und kam, lief und sprang wie die beiden Hunde, und gestattete sich sogar das Vergnügen langer Schleifpartieen. Indessen erlaubte sein Vater ihm nicht, die Eskimo-Schneeschuhe anzulegen, was ihn arg verdroß.

»Mit jenen Schlittschuhen,« sagte er, »könnte man in einigen Stunden über die Meerenge gelangen!«

»Was hilft uns das,« antwortete Cascabel, »da unsere Pferde sich nicht aufs Schlittschuhlaufen verstehen!«

»Ich werde sie's lehren müssen!« meinte der Junge, indem er einen Purzelbaum schlug.

Unterdessen waren Cornelia, Kayette und Napoleone in der Küche beschäftigt und ein leichter, vielverheißender Rauch stieg aus dem kleinen Ofenrohr in die Luft. Wenn sie im Innern der hermetisch verschlossenen Abteilungen nicht von der Kälte litten, so mußten sie um so sorglicher an die draußen Befindlichen denken. Das thaten sie denn auch, indem sie stets einige Schalen heißen Thees mit einem Zusatze von Wodka, jenem russischen Branntwein, der einen Toten neubeleben würde, bereit hielten.

Was die Pferde angeht, so war ihre Ernährung während des Überganges durch eine genügende Anzahl von Heubündeln gesichert, welche man sich von den Eingeborenen in Port-Clarence verschafft hatte. Wagram und Marengo erhielten reichlich Elentierfleisch, mit dem sie sich zufrieden zeigten.

Übrigens war das Eisfeld nicht so arm an Wild, als man glauben würde. Bei ihren Wettläufen stöberten die Hunde Tausende von Schnee- und Wasserhühnern und anderen, der Polarregion angehörenden Vögel auf. Sorgfältig zubereitet und seines öligen Geschmackes entledigt, vermag dieses Geflügel noch immer ein eßbares Gericht zu liefern. Da Cornelias Speisekammer aber reichliche Vorräte barg, wäre es mehr als überflüssig gewesen, dasselbe zu erlegen, und so beschloß man, die Flinten während der Reise nach Numana ruhen zu lassen.

Was die in diesen Breiten sehr zahlreichen Amphibien, Seehunde und ähnliche Tiere betrifft, so erblickte man während des ersten Tagemarsches kein einziges Exemplar davon.

Wenn die Abreise bei froher Laune vor sich gegangen war, so empfanden Herr Cascabel und seine Gefährten doch bald jene undefinierbare Wehmut, welche über grenzenlosen Ebenen, über unabsehbaren Schneeflächen schwebt. Schon gegen elf Uhr waren die hohen Felsen von Port-Clarence und sogar die Spitzen des Prince-of-Wales-Caps ihren Blicken in dunstiger Ferne entschwunden. Man vermochte nicht über eine halbe Meile hinaus zu sehen und folglich würde es lange dauern, bevor man die Höhen des Ostkaps auf der Tschuktschenhalbinsel erblickte. Und doch würden gerade diese Höhen einen vorzüglichen Orientierungspunkt für die Reisenden gebildet haben.

Die beinahe im Centrum der Meerenge gelegene Insel Diomedes wird von keiner felsigen Anhöhe beherrscht. Da ihre Masse sich kaum über die Meeresfläche erhebt, würde man sie erst in dem Augenblicke gewahr werden, wo die Räder durch die Schneeschicht hindurch auf dem felsigen Boden knirschten. Indessen lenkte Jean, seinen Kompaß zur Hand, die Belle-Roulotte ohne große Mühe, und wenn sie nicht schnell von der Stelle kam, so drang sie doch wenigstens in vollster Sicherheit vor.

Unterwegs plauderten Herr Sergius und Cäsar Cascabel mit Vorliebe über ihre gegenwärtige Lage. Dieses Überschreiten der Meerenge, das vor dem Aufbruche so einfach erschien, das nach der Ankunft nicht minder einfach erscheinen würde, war recht gefährlich, nun man darin begriffen war.

»Unser Unternehmen ist denn doch ein bißchen stark!« sagte Herr Cascabel.

»Ohne Zweifel,« antwortete Herr Sergius, »mit einem schweren Wagen über die Beringstraße setzen, das ist eine Idee, die nicht jedem gekommen wäre!«

»Ich glaub's, Herr Sergius! Aber was wollen Sie? Wenn man sich einmal in den Kopf gesetzt hat, in sein Vaterland zurückzukehren, so kann einen nichts zurückhalten. Ah! Wenn es sich bloß darum handelte, Hunderte von Meilen durch den

Far-West oder Sibirien zu ziehen, so würde ich kein Wort darüber verlieren!. Man geht auf festem Boden und riskiert nicht, daß er einem unter den Füßen einstürzt!. Aber zwanzig Meilen Eismeer mit Gespann, Material und allem möglichen passieren!. Teufel! Ich möchte, wir wären schon drüben!. Dann hätten wir den schwierigsten oder doch wenigstens den gefährlichsten Teil der Reise hinter uns.«

»Gewiß, mein lieber Cascabel, besonders wenn die Belle-Roulotte jenseits der Meerenge die südlichen Gebiete Sibiriens schnell zu erreichen vermag. Der Versuch, während der großen Winterkälte längs der Küste vorzudringen, wäre ein sehr unvernünftiger. So werden wir uns denn gleich von Numana aus nach Südwesten wenden müssen, um in einem der Marktflecken, die wir dort antreffen, ein gutes Winterquartier zu wählen.«

»Das ist unser Plan! Aber Sie müssen ja das Land kennen, Herr Sergius?«

»Ich kenne nur die Gegend zwischen Jakutsk und Ochotsk, durch die ich auf meiner Flucht gekommen bin. Was den Weg von der europäischen Grenze nach Jakutsk betrifft, so habe ich davon nur die Erinnerung an die entsetzlichen Anstrengungen behalten, welchen die Gefangenentransporte Tag und Nacht ausgesetzt sind! Welche Leiden!. Ich würde sie meinem ärgsten Feinde nicht wünschen!«

»Herr Sergius, haben Sie jede Hoffnung aufgegeben, in voller Freiheit, mit Bewilligung der Regierung, in Ihr Vaterland zurückzukehren?«

»Dazu müßte der Zar,« erwiderte Herr Sergius, »eine Amnestie proklamieren, die sich auf den Grafen Narkine und alle mit ihm verurteilten Patrioten erstreckte. Werden politische Ereignisse eintreten, welche einen derartigen Beschluß ermöglichen?. Wer weiß, mein lieber Cascabel!«

»Es ist doch traurig, in der Verbannung zu leben!. Man glaubt, aus seinem eigenen Hause gejagt worden zu sein!.«

»Jawohl!. fern von allen, die man liebt!. Und mein Vater, der schon sehr bejahrt ist. und den ich wieder sehen möchte.«

»Sie werden ihn wiedersehen, Herr Sergius! Glauben Sie einem alten Jahrmarktsfahrer, der beim Wahrsagen oft die Zukunft prophezeit hat! Sie werden mit uns in Perm einziehen!. Gehören Sie doch zu der Truppe Cascabel!. Es wird sich sogar bei Gelegenheit als nützlich erweisen, wenn ich Sie einige Taschenspielerstückchen lehre - abgesehen von dem, der moskowitischen Polizei durch die Finger zu schlüpfen!«

Und Cäsar Cascabel konnte nicht umhin, in schallendes Gelächter auszubrechen. Man denke doch! Graf Narkine, ein russischer Aristokrat, der Gewichte hebt, mit Flaschen jongliert, den Clowns repliziert - und damit Einnahmen erzielt!

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Главный герой
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