Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Zwerge
Die Zwerge - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Zwerge

Электронная книга - «Die Zwerge». Краткое содержание книги:

Tapfer bewachen die Zwerge des fünften Stammes den Steinernen Torweg, um das Geborgene Land, in dem Menschen, Zauberer und Elben in Frieden leben, vor den üblen Geschöpfen des Gottes Tion zu schützen. Doch eines Tages reicht die Kraft der Äxte nicht mehr aus: Orks und Oger stürmen in riesigen Horden das Tor. Das Tote Land drängt voran und bringt Siechtum und Tod über die tapferen Zwerge; wer auf seinem Boden stirbt, kehrt als untoter Sklave des Bösen zurück. Und zu allem gesellen sich die Albae, grausame Wesen voller Macht und Heimtücke. Der Steinerne Torweg fällt und mit ihm der letzte Zwerg aus dem Stamm der Fünften.
Tausend Sonnenzyklen später wehren sich die Menschen verzweifelt gegen die mörderischen Orks. Zwar haben die sechs großen Zauberer das Tote Land mithilfe von Magischen Schranken aufhalten können, aber unter den Herrschern des Geborgenen Landes befindet sich ein Verräter, und schon erobern Albae die Haine der Elben. In diesen unsicheren Zeiten macht sich der Zwerg Tungdil auf Geheiß des mächtigen Magiers Lot-Ionan, seines Ziehvaters, auf einen Botengang - der unversehens zu einem schicksalhaften Abenteuer auf Leben und Tod gerät...
1 ... 41 42 43 44 45 46 47 48 49 ... 174
Перейти на страницу:

Offenbar dachte er nicht daran, dass Tungdil etwas gegen seinen Vorschlag haben könnte, aber weil dieser zu sehr von der Neugier geplagt wurde, erhob er keinen Einspruch. Die Gruppe marschierte weiter, dann rasteten sie abseits des Weges.

»Es geht doch nichts über ein leckeres Essen nach einem gewonnenen Kampf.« Boїndil entfachte ein Feuer und begann, Käse an einem Stöckchen zu braten.

»Und wenn man den Kampf verloren hat, fastet man dann?«

»Nein, dann kann es einem gleichgültig sein. In Vraccas’ ewiger Schmiede gibt es leckere Sachen«, röhrte er und drehte seinen geschnitzten Spieß.

Der aufsteigende Geruch stellte Tungdil die Luft ab. »So etwas habe ich schon einmal gerochen. Das war ganz zu Beginn meiner Reise, als meine Füße nach einundzwanzig Umläufen in den Stiefeln furchtbar stanken.«

»Ho, ein Kostverächter?«, meinte Ingrimmsch und ahmte seinen Abscheu nach. »Es ist der beste Käse, den es im Zwergenreich gibt. Los, Boëndal, gib ihm was davon, damit sein Gaumen den rechten Geschmack findet. Die lange Zeit unter den Menschen hat ihn verdorben.«

Sein Bruder schnitt Brot mit Schinken ab, um es Tungdil mitsamt dem Käse zu reichen. »Ich erkläre es dir in wenigen Sätzen. Großkönig Gundrabur wird nicht mehr lange leben, und der Thron muss bald von einem Zwerg aus dem Stamm des Vierten besetzt werden. Der Großkönig erfuhr durch den Brief des Magus von deiner Existenz und deinem Geheimnis.«

»Jetzt habe ich auch noch ein Geheimnis«, stöhnte Tungdil auf, der es noch nicht über sich brachte, das Käsestück in den Mund zu schieben. Es wurde allmählich zu viel des Guten.

»Es ist wichtig, dass du es erfährst. Es waren keine Kobolde, die dich zu Lot-Ionan brachten. Der Kindsraub war eine Lüge des Langen...«

»Langen?«

»So nennen wir die Menschen im Scherz. Wegen ihrer Größe. Doch zurück zu dem Zauberer. Er wollte dich so lange vor der Wahrheit verschonen, bis die rechte Zeit kam«, erklärte ihm Boëndal und reichte ihm einen Schlauch mit Wasser. »Du gehörst zum Stamm der Vierten.«

Er erinnerte sich an die Landkarte. »Das kann ich nicht glauben. Das Reich liegt viel zu weit im Norden.«

»Das hat aber einen bestimmten Grund«, fuhr der Zwerg mit ernster Miene fort. »Der König der Vierten hinterließ mit dir einen unehelichen Spross, der verheimlicht werden sollte. Unmittelbar nach der Geburt gab man dich an eine befreundete Familie, die sich um dich kümmern sollte. Die Königin erfuhr von dir und verlangte deinen Tod, damit du als Bankert in den späteren Jahren keinen Anspruch auf den Thron erheben könntest.«

»Willst du deinen Käse noch?«, unterbrach Boїndil die Rede seines Bruders. »Wenn du noch ein bisschen wartest, fällt er ins Feuer und ist verloren.« Wortlos reichte er ihm das Stöckchen. »Danke.«

»Weil die Familie Mitleid empfand, reiste sie mit dir durch das Geborgene Land und erschien bei Lot-Ionan«, fuhr Boëndal fort. »Sie vertrauten den Neugeborenen dem Magus aus einem einfachen Grund an: Die Königin käme niemals auf den Gedanken, einen Zwerg bei einem Magus zu vermuten.«

»Du weißt doch hoffentlich, dass wir Zwerge von der Magie der Langen gar nichts halten?«, meinte Boїndil argwöhnisch.

»Sei still!«, rief sein Bruder maßregelnd. »Lass mich zu Ende erzählen.« Er wandte sich wieder an Tungdil. »So, nun weißt du, warum du in Ionandar und weit abseits aller Zwergenreiche aufgewachsen bist. Jetzt, nachdem wir von dir wissen, hat der Rat der Stämme die Pflicht, dich als zweiten Bewerber um das Amt des Oberhaupts der Zwerge anzuhören.«

Tungdil nahm einen langen Zug aus dem angebotenen Wasserschlauch. »Verzeih mir, aber ich glaube euch kein Wort«, stotterte er fassungslos. »Lot-Ionan hätte mir längst die Wahrheit gesagt.«

»Er wollte es dir sagen, wenn du von deiner Wanderung zurück gekehrt wärst«, antwortete ihm Boëndal. Er öffnete seinen Rucksack und zeigte ihm einen Brief, der eindeutig die Handschrift des Magus trug. »Er gab ihn uns mit, weil er dachte, dass du uns nicht vertraust.«

Mit zitternden Fingern öffnete Tungdil die Schriftrolle und überflog die Zeilen. Es stimmte. Es stimmte alles, was sie ihm sagten!

Ich wollte nichts weiter, als andere meines Volkes zu treffen, nun aber bin ich plötzlich Anwärter auf den Thron aller Zwergenclans? »Ich kann es nicht«, würgte er hervor. »Ich begleite euch gern, aber ich überlasse meinem Rivalen das Feld.« Er lachte unglücklich auf. »Wie sollte ich denn über die Stämme regieren? Ich bin in deren Augen nicht einmal ein echter Zwerg. Keiner würde mich dulden und...«

Das Stöckchen mit dem stinkenden Käse schwebte unvermittelt unter seiner Nase. »Hör auf zu jammern«, sagte Boїndil mürrisch. »Wir haben einen langen Weg zur Festung vor uns. Das wird reichen, um aus dir einen von uns zu machen.« Das Stöckchen wippte auffordernd. »Ich habe es mir anders überlegt, du wirst kosten«, verlangte er, und das fanatische Funkeln in seinen Augen war nicht gewichen. »Je eher du Zwerg wirst, desto besser.«

Tungdil zog das warme Stück Käse vom Spieß. Es schmeckte grauenvoll, seine Finger würden die nächsten Tage danach riechen und sein Mund vermutlich auch. »Es geht nicht«, wiederholte er stur. »Ich muss die Artefakte zu Gorén bringen.«

»Es dauert nicht mehr lange, bis du in der Siedlung von Grünhain bist. Wir warten«, meinte Ingrimmsch gönnerhaft, »bis du den Sack losgeworden bist.«

Sein Zwillingsbruder nickte. »Dein Magus ist eingeweiht. Er hat uns erlaubt, dich nach Ogertod zu bringen.«

»Was würde geschehen, wenn ihr ohne mich zurückkehrtet?«

Die Geschwister wechselten einen schnellen Blick.

»Vermutlich würde Gandogar als Großkönig eingesetzt, aber es würde stets der Makel an ihm haften, nicht der wahre Herrscher zu sein«, sprach Boëndal besonnen und gab seinem Bruder ein aufmunterndes Zeichen.

»Ja, genau!«, stieg der mit ein. »Daraus könnten... Unzufriedenheiten unter den Stämmen entstehen. Manche... könnten seine Regentschaft anzweifeln, das Lager der Zwerge würde sich spalten und...«, er blickte Hilfe suchend in die Flammen, dann hellte sich sein Gesicht auf, »vielleicht käme es zum Krieg zwischen den Clans und innerhalb der Stämme. Und du wärst schuld.« Er schaute sehr zufrieden drein.

Tungdil war durcheinander. Der Tag brachte zu viel. Zum ersten Mal in seinem Leben hatte er Orks getötet, und kurz darauf saß er mit einer Hälfte seines Hinterns auf dem königlichen Stuhl. Er musste dringend nachdenken. »Ich brauche Bedenkzeit.« Erschöpft rollte er sich neben dem Feuer zusammen und schloss die Augen.

Boїndil räusperte sich und begann leise zu singen. Es war eine Zwergenweise, die durch ihre Silben eine ganz eigene Anziehungskraft besaß und von den Zeiten vor den Zeiten sprach...

»Die Götter entstanden, weil es ihnen gefiel.

Einer schuf sich selbst aus einer Flamme, flüssigem Stein und Stahl. Das ist Vraccas der Schmied.

Eine erhob sich aus der Erde. Das ist Palandiell die Fruchtbare.

Einer bildete sich aus den Winden der Welt. Das ist Samusin der Rasche.

Eine wollte so zerstörerisch und schaffend sein wie das Wasser. Das ist Elria die Hilfreiche.

Eins vereinte Licht und Dunkelheit in sich. Das ist Tion das Zweigeschlecht.

Sie sind die Fünf...«

Mehr vernahm Tungdil nicht mehr. Die Worte in seiner Sprache, die er zum ersten Mal aus einem anderen Zwergenmund hörte, beruhigten ihn so sehr, dass er einschlief.

*

Mit dem Erwachen und dem Aroma des durchdringend riechenden Käses in der Nase stand sein Entschluss fest, die Zwillinge ins Reich der Zweiten zu begleiten. Die Neugier auf andere Angehörige seines Volkes siegte über die Vorbehalte.

1 ... 41 42 43 44 45 46 47 48 49 ... 174
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)