Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Zwerge
Die Zwerge - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Zwerge

Электронная книга - «Die Zwerge». Краткое содержание книги:

Tapfer bewachen die Zwerge des fünften Stammes den Steinernen Torweg, um das Geborgene Land, in dem Menschen, Zauberer und Elben in Frieden leben, vor den üblen Geschöpfen des Gottes Tion zu schützen. Doch eines Tages reicht die Kraft der Äxte nicht mehr aus: Orks und Oger stürmen in riesigen Horden das Tor. Das Tote Land drängt voran und bringt Siechtum und Tod über die tapferen Zwerge; wer auf seinem Boden stirbt, kehrt als untoter Sklave des Bösen zurück. Und zu allem gesellen sich die Albae, grausame Wesen voller Macht und Heimtücke. Der Steinerne Torweg fällt und mit ihm der letzte Zwerg aus dem Stamm der Fünften.
Tausend Sonnenzyklen später wehren sich die Menschen verzweifelt gegen die mörderischen Orks. Zwar haben die sechs großen Zauberer das Tote Land mithilfe von Magischen Schranken aufhalten können, aber unter den Herrschern des Geborgenen Landes befindet sich ein Verräter, und schon erobern Albae die Haine der Elben. In diesen unsicheren Zeiten macht sich der Zwerg Tungdil auf Geheiß des mächtigen Magiers Lot-Ionan, seines Ziehvaters, auf einen Botengang - der unversehens zu einem schicksalhaften Abenteuer auf Leben und Tod gerät...
1 ... 39 40 41 42 43 44 45 46 47 ... 174
Перейти на страницу:

Lothaire schaute auf die Zeichnung und betrachtete die Grenzen des Toten Landes, die noch keine Bedrohung für ihn darstellten. »Ich weiß nicht. In meinem Reich ist alles in schönster Ordnung...«

»Aber wie lange noch, Prinz?«, sagte Tilogorn und bemühte sich, seine Stimme beschwichtigend klingen zu lassen. »Sicher, Euer bergiges Reich ist leichter zu verteidigen als das flache Gauragar oder Idoslân, aber die Orks, die Albae und die ganzen Kreaturen, welche das Tote Land sonst noch beherbergt, lassen sich davon gewiss nicht lange aufhalten.«

»Ich stürze sie mit ihren schweren Rüstungen von meinen Gipfeln oder ertränke sie in meinen Seen«, blieb Lothaire bei seiner berüchtigten Überheblichkeit. »Meine Männer sind erfahren, wir kämpfen täglich gegen versprengte Trolle, die in den Bergen leben. Ich kann meine Pfade mit nur einem Mann gegen eine Hundertschaft sichern.«

»Vergleicht die Albae nicht mit den einfältigen Trollen. Ein gut gezielter Pfeil und Euer Mann ist tot, begreift das. Ihr Nachschub, der aus dem Norden kommt, ist unerschöpflich, Euch hingegen werden nach und nach die Soldaten ausgehen.« Tilogorn deutete auf die ehemaligen Elbenreiche. »Sie alle bestanden darauf, für sich allein zu kämpfen, und gingen unter. Soll uns das nicht eine Mahnung sein? Ein riesiges Heer, das es mit den Scheusalen aufnehmen kann, das benötigen wir!«

»Was ist mit den Kräften des Toten Landes? Die Toten sollen sich in seinem Namen erheben.«

»Ich habe auch davon gehört und mir überlegt, dass wir die Leichen sofort verbrennen, damit sie nicht als seelenlose Kreaturen zurückkehren können. Wir stellen eigene Abteilungen zusammen, die hinter den Linien entlang gehen und sich um die Toten kümmern.« Tilogorn verstand die Frage als Zeichen, dass sich Lothaire überreden ließ. »Ihr seid mit mir im Bunde, Prinz?«

»Ich führe das Heer«, verkündete Lothaire augenblicklich.

»Wir teilen uns die Aufgabe«, hielt der König Idoslâns dagegen. »Wir haben genügend Kampferfahrung, die sich gut ergänzen wird. Und außerdem würden meine Männer keinem Anführer folgen, der jünger ist als sie.« Er hielt ihm die Hand hin. »Seid Ihr einverstanden?«

Lothaire musste lachen. »Meinetwegen. Wir werden ein Heer aufstellen, wie es das Geborgene Land selten zu sehen bekam. Damit könnten wir in Dsôn Balsur einfallen und die Albae über den Steinernen Torweg jagen oder sie vollständig vernichten, was das Beste wäre«, teilte er begeistert seine Überlegungen mit. »Danach sind die Orks an der Reihe, und wir machen unsere Reiche zu friedlichen und geborgenen Ländern. Wahrlich, darauf freue ich mich.« Er schlug ein, doch im nächsten Augenblick nahm sein Gesicht einen besorgten Ausdruck an. »Ihr solltet noch etwas wissen. Erinnert Ihr Euch an Prinz Mallen von Ido?«

Tilogorn stieß die Luft aus. »Wer könnte den letzten Spross des Geschlechtes der Ido vergessen? Ich habe gehört, dass er auf Eurem Boden lebt.«

»Um genau zu sein, befehligt er meine Truppen«, verbesserte Lothaire. »Aber ich werde ihn aus meinen Diensten entlassen, sobald wir gegen die Orks in Eurem Land ziehen. Es soll nicht heißen, ich sei schuld an blutigen Zwischenfällen, weil ich den Letzten der Ido unter einem Vorwand zurück nach Idoslân schmuggelte.«

Das war keine sonderlich erfreuliche Neuigkeit. »Ich fürchte, dass die Unruhe früher ins Heer getragen wird. Er hat sicherlich eigene Anhänger in die Reihen der Soldaten aufgenommen.«

Lothaire nippte an seinem Wasser. »Im Grunde ist er ein vernünftiger Mensch. Meint Ihr, Ihr wärt in der Lage, ihn ebenso von unserer Sache zu überzeugen, wie Ihr es mit mir getan habt?« Ehe Tilogorn zu antworten vermochte, stand Lothaire auf und begab sich zum Ausgang. »Ich lasse ihn rufen. Wenn Ihr ihn überzeugen könnt, solltet Ihr mit den Königen und Königinnen des Geborgenen Landes leichtes Spiel haben.« Er verschwand.

Sein Gast lehnte sich vor und betrachtete die Karte des Geborgenen Landes.

»Ich grüße den König von Idoslân«, sagte eine schneidende Stimme. »Wer hätte gedacht, dass wir beide einmal Seite an Seite in eine Schlacht reiten? Das nenne ich eine Ironie des Schicksals.«

Der Herrscher wandte den Blick zur Seite, um in das durchschnittliche Gesicht eines Mannes um die dreißig Zyklen zu schauen, der zusammen mit Lothaire eintrat. Die aufwändig gearbeitete Rüstung mit dem Signum der Ido verriet seinen Reichtum, auch wenn sie nicht mehr dem neuesten Modell entsprach.

»Prinz Mallen von Ido?«, sagte Tilogorn mehr verwundert, als dass er ihn grüßte. »Ich hatte Euch anders in Erinnerung.«

»Ihr kennt also noch das Siegel des Geschlechts, dem der Thron des Landes in Wirklichkeit gebührt, König Tilogorn?«, merkte er sarkastisch an. »Sitzt Ihr bequem auf dem Kissen, das mir zusteht?«

»Danke der Nachfrage, Prinz Mallen. Euere Ränke haben es nicht erreicht, mich von dort zu vertreiben. Das Volk liebt meine Familie mehr als das Geschlecht der Ido«, erwiderte Tilogorn knapp. »Ihr dient dem Heer Urgons, wie ich hörte.«

»Irgendetwas muss ich ja tun, um mir meinen Unterhalt in der Verbannung zu verdienen.«

»Kämpfen konntet Ihr Ido schon immer gut. Meistens gegen Euch selbst. Die Selbstzerfleischung und das Leiden des Volkes kostete Eurer Sippe letztlich die Herrschaft über das Land.« Er biss sich auf die Lippen. Mit solchen Spitzen würde es ihm nicht gelingen, ihn zu überzeugen. »Es tut mir Leid, ich wollte...«

»Oh, bitte, König Tilogorn. Fangt nicht an, mir Geschichtsstunden erteilen zu wollen«, sagte Prinz Mallen herablassend und stellte sich vor ihn. »Aber ich rede gern mit Euch darüber, wie ich in Ehren in mein Land zurückkehren und einen Beitrag für seinen Wohlstand leisten kann.«

»Wenn Ihr einen Beitrag leisten wollt, dann begrabt den Streit unserer Familien so lange, bis wir das Geborgene Land vor der Bedrohung gerettet haben«, meinte Tilogorn beschwörend. »Ich entschuldige mich für meine harten Worte von eben«, unternahm er einen zweiten Anlauf.

»Ihr entschuldigt Euch also.« Mallens Gesicht blieb misstrauisch. »Nun, in einem habt Ihr Recht. Es bringt Idoslân nichts, wenn die Orks oder das Tote Land darüber herrschen. Darüber habe ich bereits mehr als einmal nachgedacht.« Er blickte auf die Karte. »Auch wenn es überraschend kommt, stimme ich Eurem Friedensangebot zu, wenn Ihr mir dafür erlaubt, Idoslân jederzeit betreten zu dürfen.«

Tilogorn zögerte.

»Ich möchte einfach nur mein Land und die wenigen Freunde meiner Familie wieder sehen, die dort leben«, erklärte der Ido ruhig. »Die Ränke sind vorerst vergessen, ich schwöre es bei Palandiell, König Tilogorn.«

Dieses Mal bot der König ihm eine Hand dar. »Ich werde Euren Worten Glauben schenken, weil ich die Sorge um das Land in Euren Augen sah.«

»Ich habe Euch keine Freundschaft geschworen, verwechselt das nicht«, warnte ihn Mallen offen. »Wie es nach unserem Krieg gegen die Horden mit uns beiden weitergeht, wissen die Götter, aber das soll uns derzeit nicht beschäftigen.«

Lothaire, der sich bis dahin absichtlich zurückgehalten hatte, ergriff das Wort. »Nun, die Vernunft hat gesiegt, wie mir scheint. Dann schlage ich vor, dass wir die anderen Herrscherinnen und Herrscher von unseren Absichten in Kenntnis setzen, damit wir die Truppen schon bald zusammenziehen können.« Er geleitete sie persönlich durch die Gänge seines Palastes.

Tilogorn blickte zur Seite, um in den Gesichtern der beiden lesen zu können.

Lothaire schien sich auf die bevorstehende Schlacht zu freuen; Mallens verschlossene Miene erlaubte keinerlei Vermutung über dessen Gedanken, sondern schuf lediglich die Gewissheit, dass auch er sich sehr sorgte.

Das Klappern ihrer Stiefelsohlen erklang auf dem harten Marmorboden plötzlich im Gleichschritt.

»Hört Ihr das?«, machte er sie darauf aufmerksam. »Seltsam, dass erst im Angesicht der Gefahr die Reiche, die benachbart sind und dennoch entzweit wie nie waren, an einem Strang ziehen und sich wie ein Land bewegen.«

1 ... 39 40 41 42 43 44 45 46 47 ... 174
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)