Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Триллеры » Der Regenmörder
Der Regenmörder - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Regenmörder

Электронная книга - «Der Regenmörder». Краткое содержание книги:

Der Regenmörder
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ... 25
Перейти на страницу:

Es war für Sekio Yamada schon schwer verständlich, warum irgend jemand überhaupt Menschen tötete, und erst recht, aus welchem Grund jemand völlig unschuldige Frauen umbrachte. Er selbst stammte aus einer glücklichen Familie. Er hatte drei Schwestern und liebevolle Eltern. Sie waren zuerst nach Amerika gegangen, wo Sekio sehr gerne gelebt hatte, bevor sie nach England zogen.

Er hatte damals alles über England gelesen, was er nur finden konnte, um über das neue Land, in das sie kamen, informiert zu sein. Engländer und Amerikaner waren recht verschieden. Bis in das 18. Jahrhundert hatte Amerika England gehört, das damals fast die ganze Welt beherrschte; Australien, Indien und Amerika waren alles englische Kolonien.

Aber in Amerika hatten sich Menschen angesiedelt, die ihre eigene Heimat verlassen hatten, um dort Freiheit zu finden. Die Amerikaner waren sehr selbstbewußt.

König George, der damals in England herrschte, hatte jedoch dafür wenig Verständnis. Er war in Geldnot und beschloß dem abzuhelfen, indem er eine Teesteuer einführte. Wenn die Amerikaner nun Tee aus England bekamen, sollten sie dafür diese Teesteuer bezahlen.

Als sie davon erfuhren, waren sie empört. Als dann ein Schiff mit Tee im Hafen von Boston eintraf, warfen sie die Teeballen, statt dafür die neue Steuer zu bezahlen, wütend ins Meer. Das nannte man später die Bostoner Tea-Party, und es war der Anfang der amerikanischen Revolution, der Unabhängigkeitsbewegung.

König George war außer sich. Er schickte sofort seine Truppen nach Amerika, um diese Aufrührer Mores zu lehren. Aber es kam ganz anders. Die Amerikaner besiegten trotz ihrer ungenügenden Waffen die britischen Rotröcke und erklärten ihre Unabhängigkeit von England. Damit hatte England eine seiner reichsten Kolonien verloren. Und alles wegen einer Teesteuer!

Sekio Yamada hatte diese Geschichte von jeher faszinierend gefunden. Er bemerkte immer stärker, welche großen Unterschiede zwischen Engländern und Amerikanern es gab. Die Amerikaner erschienen ihm offener und freundlicher. Dagegen kamen einem die Engländer mufflig und zurückhaltend vor - bevor man sie genauer kannte. Selbst die Sprache war anders, stellte er fest. Was in Amerika ein elevator war, ein Aufzug, hieß in England lift. Die Motorhaube wurde in England bonnet genannt, in Amerika aber hood. Wenn in Amerika ein Theaterstück bombte, war das ein Durchfall mit Pauken und Trompeten, in England aber ein Riesenerfolg. Die Amerikaner aßen potato chips, Kartoffelchips, aber in England sagten sie dazu crisps. In England war ein Lieferwagen ein van, aber in Amerika ein truck, und ein amerikanischer Apotheker oder Drogist -druggist - hieß in England chemist. Und so gab es noch eine Menge Verschiedenheiten.

Aber so sehr Sekio Amerika gemocht hatte, England mochte er genauso gern. In England gefiel ihm lediglich das Wetter nicht. In Amerika hatten sie schöne warme Sommer erlebt, wo die Sonne den ganzen Juni, Juli und August schien. Aber in England war es die meiste Zeit im Sommer kühl und regnerisch.

Das Wort regnerisch erinnerte ihn wieder an den Würger. Hatte dieser Mann je in seinem Leben Liebe erlebt? War er vielleicht als Kind geschlagen worden? Haßte er seine Mutter? Es muß Frauen gegeben haben, dachte Sekio, die ihm Schreckliches antaten, und deshalb rächt er sich jetzt dafür. Er setzte sich in seinem Stuhl zurück und dachte über den Mörder nach. Niemand hatte sein Gesicht gesehen, es gab keinerlei Beschreibung von ihm. Er hatte seine Opfer einfach angefallen, getötet und war wieder verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt. Nicht die kleinste Spur hinterließ er, nichts. Kein Wunder, daß die Zeitungen Zeter und Mordio schreien, dachte er. Bisher war dieser Mann wirklich sehr raffiniert gewesen.

An der Wand hinter ihm in dem Büro, das ihm zugeteilt worden war, befand sich ein Stadtplan. Mit Stecknadeln waren die Tatorte angezeigt.

„Sehen Sie sich das mal an", sagte er zu Detective Blake. „Fällt Ihnen da etwas auf?"

Blake sah genau hin. „Die Stecknadeln bilden einen Kreis in Whitechapel"

Whitechapel war eine eher verrufene Londoner Gegend mit heruntergekommenen Häusern und schäbigen Wohnungen.

Vielleicht wohnt der Täter in dieser Gegend, und vielleicht kannte er seine Opfer, dachte Sekio Yamada und beschloß einen Ortstermin als Augenschein. Vielleicht ergab sich dort ein Hinweis oder eine Spur.

Er fuhr in einem neutralen Dienstwagen in den Straßen von Whitechapel herum und versuchte, sich mit der Gegend vertraut zu machen. War dies wirklich das Viertel, wo der Würger lebte, oder kam er nur her, um sich hier wahllos seine Opfer zu suchen?

Zusammen mit Detective Blake erkundete er die Straßen samt ihren Lebensmittel- und Möbelgeschäften, Blumenläden und Eisenwarenhandlungen.

„Wonach suchen wir eigentlich?" fragte Blake. Genau dies war natürlich das Problem.. „Nach nichts und allem", sagte Yamada. Vielleicht ergab sich in der näheren Umgebung der Tatorte irgendein Hinweis. Doch nirgends gab es das geringste zu entdecken, was aufschlußreich oder verdächtig gewesen wäre. Der Mörder stand auch nicht auf der Straße und rief: „Hier!"

Wie sollte man einen anonymen, gesichtslosen Mann in einer Millionenstadt finden?

Es braucht einfach ein Quentchen Glück, dachte Sergeant Yamada. Vielleicht wird er unvorsichtig und macht mal einen Fehler.

Tatsache allerdings war, daß sich der Würger bis jetzt noch jeder Fahndungsannäherung entzogen hatte.

Detective Blake sagte: „Vielleicht hat er ja schon genug vom Morden und ist fort, und es gibt keine weiteren Morde von ihm."

Aber gerade da begann es zu regnen. Und der Mörder schickte sich zu einer neuen Tat an.

3. KAPITEL

Alan Simpson spürte den weichen Regen, und Freude stieg in ihm auf. Gott gab ihm zu verstehen, daß es Zeit war, die Welt von einer weiteren bösen Frau zu befreien. Er ging durch den Regen und eilte an den Ort, wo er seine Opfer immer fand. Die Zeitungen schrieben, es gäbe keinerlei Verbindungen zwischen seinen Opfern! Wo es doch natürlich eine gab! Sie würden es nie herausfinden. Der Mayfair-Supermarkt befand sich im Herzen von Whitechapel. Genau dort suchte er sich alle seine Opfer aus. Er ging in das Geschäft hinein, schlenderte langsam durch die Gänge und beobachtete die einkaufenden Frauen. Sie waren alle Huren, alle. Taten so, als seien sie treue Ehefrauen und besorgten die Sachen, um Essen für ihre nichtsahnenden Ehemänner und Liebhaber zuzubereiten! Aber ihm konnten sie alle nichts vormachen. Er wußte, was sie waren. Und eine von ihnen mußte heute abend sterben.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ... 25
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)