Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Триллеры » Der Regenmörder
Der Regenmörder - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Regenmörder

Электронная книга - «Der Regenmörder». Краткое содержание книги:

Der Regenmörder
1 ... 4 5 6 7 8 9 10 11 12 ... 25
Перейти на страницу:

Er sah sich um und musterte die wartende Menge, in der er selbst stand. Wenn die wüßten, dachte er, wer ich bin, würden sie alle kreischen und davonrennen. Ich bin mächtiger als sie alle zusammen. Ich bin genauso mächtig wie die Könige von einst.

Als dann die Tore geöffnet wurden und der Touristenstrom sich durch die Tore des Towers drängte, verspürte er eine gewisse Erregung. Ich hätte damals in dieser Zeit leben müssen, dachte er. Da wäre ich selbst König gewesen. Eine Frau streifte ihn im Vorbeigehen und entschuldigte sich. Alan Simpson lächelte freundlich. „Aber keine Ursache!"

Diese Frauen hier waren in keiner Gefahr. Er schlug nur nachts zu, und im Regen, wenn es sicher war. Er freute sich schon jetzt: Heute nacht wieder. Der Wetterbericht ist günstig. Regen ist angesagt.

Akiko war später beim Tee in einem kleinen Lokal in der Nähe des Britischen Museums. Sie liebte den englischen Tee. Zu diesem wurden immer auch kleine belegte Brötchen serviert. Und kleine Gläser mit Marmelade und kleines Gebäck. Das war herrlich. Sie achtete allerdings sehr darauf, nicht zuviel zu essen, weil alle diese guten Dinge dick machten, und sie war sehr stolz auf ihre Figur.

Nach dem Essen fühlte sie sich gleich viel besser. Jetzt sollte ich aber wieder zurück an die Arbeit, dachte sie. Ich muß diese Statue, an der ich arbeite, zu Ende kriegen. In der Galerie, wo sie ausgestellt hatte, sollte außerdem in zwei Wochen eine neue Ausstellung von ihr eröffnet werden, da wollte sie alles, was dafür vorgesehen war, fertigkriegen. Die Rechnung für ihren Tee betrug drei Pfund. London war auch ein sehr teures Pflaster. Sie bezahlte und fuhr mit dem Bus zurück nach Hause.

Sie arbeitete an ihrer neuen Skulptur, bis es dunkel wurde. Die Figur wurde sehr schön, das war schon zu erkennen. Vielleicht werde ich morgen schon damit fertig, dachte sie. Sie legte ihre Werkzeuge weg und wusch sich die Hände, um sie von dem Ton zu reinigen, mit dem sie modellierte. Sie hatte nun den ganzen Abend nichts weiter zu tun. Ich bleibe zu Hause und sehe ein bißchen fern, dachte sie, und mache mir etwas Gutes zu essen. Sie ging in die Küche und machte den Wandschrank auf. Aber darin war nicht viel. Ach, dann hole ich mir eben etwas, beschloß sie. Nur fünf Häuserblocks entfernt war ein Supermarkt. Er hieß Mayfair- Markt.

Der Mayfair-Markt war voller Leute. Akiko nahm sich einen Einkaufswagen, fuhr damit durch die Gänge und versuchte, sich zu entscheiden, was sie zum Essen kaufen sollte. Ein Hühnchen-Sukiyaki wäre vielleicht nicht schlecht, dachte sie. Sie legte sich Nudeln, Gemüse und Sojasoße in den Wagen und begab sich dann zur Fleischtheke. Der Verkäufer dort war sehr freundlich. „Was darf es sein?" „Ein Hühnchen zum Braten, bitte."

„Wir haben sehr schöne da." Er suchte eine Hühnchenbrust aus und zeigte sie ihr.

„Ja, gut, vielen Dank, die nehme ich. Wenn Sie die mir vielleicht gleich zurechtschneiden?" „Aber gewiß doch, Miß."

Dann hatte sie allmählich alles, was sie brauchte, und war dabei, den Supermarkt zu verlassen, als sie am Eingang stirnrunzelnd feststellte, daß es zu regnen begonnen hatte. Warum habe ich keinen Regenmantel mitgenommen, dachte sie. Ich werde jetzt durch und durch naß. Aber hier kann ich nicht ewig stehenbleiben. Na gut, dann eben los. In diesem Augenblick erschien ein freundlich aussehender junger Mann an ihrer Seite, der ebenfalls gerade aus dem Supermarkt kam, und sagte; „Oh, das regnet aber stark, was?" „Ja, ja."

„Haben Sie einen Wagen da?" „Nein", sagte Akiko.

Er sah sie mitfühlend an. „Da haben Sie aber Pech." Er hielt seinen Regenschirm hoch. „Ich habe wenigstens einen Regenschirm. Wohnen Sie hier in der Nähe?" „Ein paar Häuserblocks von hier", sagte Akiko und deutete in die Richtung.

„Na, ist doch prima, das ist auch meine Richtung. Kommen Sie doch mit unter meinen Schirm." „Sehr freundlich von Ihnen."

„Aber das ist doch selbstverständlich", sagte der junge Mann lächelnd.

Sie traten hinaus in den Regen. Akiko war froh, daß sie unter dem Schutz des Regenschirmes des unbekannten freundlichen Helfers war.

„Kommen Sie", sagte dieser nun auch noch, „ich helfe Ihnen Ihre Sachen tragen."

„Ach nein, das ist nicht nötig, vielen Dank. Das schaffe ich schon allein."

Als sie durch den strömenden Regen weitergingen, sagte er: „Was das Londoner Wetter angeht, wissen Sie: wenn man es nicht mag, braucht man auch nicht lange zu warten, und es ändert sich gleich wieder."

„Da haben Sie recht", sagte Akiko lächelnd. Sie merkte überhaupt nicht, wie der Unbekannte sie ständig von der Seite unauffällig musterte und dabei dachte: Du stirbst heute abend noch.

Statt dessen dachte sie: Ein wirklich netter junger Mann. Vielleicht sollte ich ihn, wenn wir bei mir angekommen sind, noch zu einer Tasse Kaffee einladen. So hilfsbereit, wie er ist, das ist ja wirklich nicht selbstverständlich. Am Ende des nächsten Häuserblocks überquerten sie die Straße, und dann waren sie genau an derselben Stelle, wo Alan Simpson auch sein letztes Opfer ermordet hatte. Er lächelte innerlich zufrieden. Wie diese hier erst schreien würde, wenn sie sich plötzlich bewußt wurde, was geschah! Warte nur, dauert keine Minute mehr!

Vor ihnen lag die dunkle Straße, in der die Straßenlaternen von mutwilligen Jugendlichen kaputtgeworfen waren. Genau dort sollte es nun wieder geschehen.

Noch etwas weiter, und Alan Simpson blieb kurz hinter Akiko zurück, die gleich danach einen plötzlichen scharfen Schmerz im Rücken verspürte. Ihre Einkaufstüte fiel zu Boden.

„Was ist denn ...?"

Da zog Alan Simpson bereits seinen Würgestrick aus der Tasche.

„Was machen Sie denn da ...?"

Aber ehe sie noch mehr sagen konnte, spürte sie schon die Schnur um ihre Kehle. Der Mann stand über ihr und grinste, während er die Schlinge weiter zuzog. Akiko versuchte, um Hilfe zu schreien, konnte sich aber nicht mehr bewegen. Der Strick zog sich immer enger um ihren Hals, und sie verlor das Bewußtsein. Ich sterbe, dachte sie. Ich sterbe...

5. KAPITEL

Ein helles Licht schien ihr ins Gesicht, und sie hörte lautes Schreien um sich her und dachte: Jetzt bin ich gestorben, ich bin tot und an irgend einem sehr seltsamen Ort „Sie lebt", hörte sie eine Stimme sagen. Da fand sie den Mut, die Augen aufzumachen. Sie lag auf dem Gehsteig im Regen, und jemand hatte ihr einen Mantel unter den Kopf gelegt. Ein Dutzend Leute standen um sie herum und schienen gleichzeitig zu reden.

1 ... 4 5 6 7 8 9 10 11 12 ... 25
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)