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Die Chronolithen [The Chronoliths - de]

Электронная книга - «Die Chronolithen [The Chronoliths - de]». Краткое содержание книги:

Aus dem Nichts taucht in Thailand plötzlich ein siebzig Meter hoher Obelisk auf und richtet in weitem Umkreis durch eine Druckwelle und einen extremen Temperatursturz große Verwüstungen an. Doch nicht Außerirdische haben das Artefakt geschickt, sondern es kommt aus der Zukunft. Es besteht aus einem fremdartigen, unzerstörbaren Stoft und trägt eine Inschrift, die den Sieg eines gewissen Kuin verkündet, der sich das Land unterworfen habe… Scott Warden. der als Aussteiger mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter ein sorgloses Leben am Strand führt, wird durch das Ereignis aus der Bahn geworfen: Als er heimlich das abgesperrte Gelände betritt, um den Obelisken zu untersuchen, wird er verhaftet und vom Geheimdienst verschleppt. Und als er dann später wieder freikommt, ist seine Familie außer Landes geflohen und in die USA zurückgekehrt. Denn inzwischen ist ein weiteres Kuin-Monument mitten in Bangkok aufgetaucht, mit verheerenden Folgen. Und noch mehr dieser Obelisken erscheinen, zerstören Istanbul und Jerusalem… Wer aber ist dieser Kuin? Ist er ein kommender Welteroberer? Oder ein Messias, der seine Schatten voraus wirft in die Vergangenheit? Doch wie sollte das möglich sein? Und warum ist Scott immer in der Nähe, wenn ein weiterer Chronolith emporsteigt?
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»Ich weiß mehr über die ›Hadsch-Sache‹ als die allermeisten. Ich war mitten drin. Und ich werde tun, was ich kann, um dir zu helfen.«

Ich lehnte mich zurück. Wollte ich das wirklich? War das klug?

»Weißt du«, sagte Hitch, »wenn ich an Kait denke, dann sehe ich sie so vor mir, wie sie damals in Chumphon war. Wie sie am Wasser entlang lief in diesem pinkroten Einteiler, den Janice ihr so gerne anzog, und diese winzigkleinen Fußabdrücke im Sand, wie von einem Vogel, Ferse-Zehen, Ferse-Zehen. Wir hätten besser auf sie aufpassen sollen, Scotty.«

Er sagte wir und meinte mich.

Hitch hielt sich nicht lange mit Erinnerungen auf und kam rasch zur Sache. Die Details hatte er bereits von Ramone Dudley, und ich steuerte, während wir die Speisekarte studierten, das wenige bei, das ich selbst in Erfahrung gebracht hatte.

Er sagte: »Mexiko ist ein guter Tipp. Aber solange wir nicht mehr wissen, ergehen wir uns nur in Spekulationen.«

Er schlug ein weiteres Gespräch mit Whit Delahunt vor. Ich war einverstanden, aber nur unter der Bedingung, Janice nicht unnötig zu ängstigen. »Und wir sollten auch mit Ashlee Mills reden. Wenn sie zu Hause ist, könnten wir sie mit zu Whit nehmen.«

»Zu viele Mitwisser sind nicht gut«, gab Hitch zu bedenken.

»Ashlee ist in derselben Lage wie ich. Sie war hilfreicher als die Polizei, aber wirklich.«

»Du verbürgst dich für sie, Scotty?«

»Ja.«

»Okay.« Er musterte mich skeptisch. »Du hast wohl in der letzten Zeit zu wenig gefuttert und geschlafen, was?«

»Sieht man das?«

»Steak mit Spiegelei, war das nichts?«

»Ich hab keinen Hunger.«

»Steak mit Spiegelei, Scotty. Kait zuliebe, na komm.«

Ich wollte nicht, aber als die Kellnerin das Essen brachte, sah es ziemlich gut aus. Es fiel mir erstaunlich leicht, den Teller leerzuputzen.

»Na, wie fühlst du dich?«, fragte Hitch anschließend.

»Ich fühle, wie sich meine Arterien verhärten.«

»Quatsch. Du brauchst die Proteine. Vor uns liegt viel Arbeit, und nicht bloß heute.«

Ich hörte mich sagen: »Was meinst du? Ob wir sie finden?«

»Wir finden sie. Verlass dich drauf.«

Ashlee musste schlucken, als sie Hitch Paley zum ersten Mal sah, dann schleuderte sie mir einen Blick zu, der sagte: Solche Freunde haben Sie?

Die Frage war verständlich. Hitch sah immer noch wie ein Gauner aus — man hätte ihn für einen Dealer äla Cheever Cox halten können oder einen von diesen bulligen Typen, die Schulden eintreiben. Ich skizzierte das eine oder andere aus unserer gemeinsamen Vergangenheit und wiederholte einiges von dem, was Hitch mir erzählt hatte. Ashlee nickte, schien aber den Verdacht nicht loszuwerden, Hitch sei mehr als nur Sue Chopras verdeckter Ermittler.

Sie nahm mich beiseite und sagte: »Kann er uns helfen, Kait und Adam zu finden? Mehr will ich gar nicht wissen.«

»Ich glaube schon.«

»Gut«, sagte sie. »Fahren wir also zu diesem Whitman Delahunt.«

Ich saß am Steuer. Es war Nachmittag, eine sanfte Brise wehte, hohe Wolken marmorierten den Himmel. Hitch war schweigsam. Ashlee summte eine Melodie, es war ein altes Lied von Lux Ebone, etwas Trauriges. Etwas aus der Zeit, als Lieder noch etwas galten, als alle dieselben Lieder kannten. In diesem Jahr hörten sich alle Popsongs wie Marschmusik an: Trommeln und Becken und Trompeten und alles ertrank im eigenen Echo. Vermutlich hat jede Dekade die Musik, die sie verdient.

Hitch hatte die Nikotinverfärbung an Ashlees Fingern bemerkt. »Nun rauchen Sie schon«, sagte er. »Bin Schlimmeres gewöhnt.«

Man konnte nicht gerade sagen, dass das Haus, in dem Whit und Janice lebten, mit Würde alt geworden war, so wenig wie das Viertel ringsherum, aber beides lag immer noch deutlich über dem amerikanischen Durchschnitt. Diese Leute konnten es sich leisten, den Müll trotz Streik abfahren zu lassen. Die Rasenflächen waren grün. Die rostgesprenkelten Landschaftsroboter, die hier und da zwischen den Hecken herumkrochen, erinnerten an träge Gürteltiere. Blinzelte man ein bisschen, sah es aus, als hätten die letzten zehn Jahre nicht stattgefunden.

Whitman machte auf und prallte förmlich zurück, als er mich sah. Auch der Anblick von Hitch und Ashlee machte ihm keine Freude. Dann verbannte er jeden Ausdruck aus seinem Gesicht und sagte: »Janice ist oben, Scott. Soll ich sie rufen?«

»Wir wollen dir nur ein paar Fragen stellen«, sagte ich. »Wir können Janice in Ruhe lassen.«

Uns hereinzubitten, ging ihm deutlich gegen den Strich, doch seine Copperheadansichten vor eventuellen Passanten zu vertreten, schien ihm auch nicht ratsam. Also traten wir in den kühlen Schatten des Hauses. Ich stellte ihm Hitch und Ashlee vor, ohne näher darauf einzugehen, warum ich sie mitgebracht hatte. Als wir weit genug von der Haustür entfernt waren, ergriff Hitch die Initiative und sagte: »Scotty hat mir von Ihrem Club erzählt, Mr. Delahunt. Was wir jetzt brauchen, ist eine Liste aller erwachsenen Mitglieder.«

»Die habe ich bereits der Polizei gegeben.«

»Schon klar, aber wir brauchten auch eine.«

»Sie haben kein Recht…«

»Richtig«, schnitt Hitch ihm das Wort ab, »und Sie sind auch nicht verpflichtet, uns diese Liste zu geben; aber sie würde uns helfen, Kaitlin zu finden.«

»Das möchte ich bezweifeln.« Whit nahm mich aufs Korn. »Ich hätte die Polizei vor dir warnen können, Scott. Schade, dass ich es nicht getan habe.«

»Da war ich schon«, sagte ich. »Die Polizei ist gewarnt.«

»Und du wirst dich da wiederfinden, wenn du nicht aufhörst…«

»Ihre Tochter zu suchen?«, fiel Hitch ihm ins Wort. »Ihre Tochter aus dem Schlamassel zu retten, in den sie sich selbst hineinmanövriert hat?«

Whit sah aus, als wolle er mit dem Fuß aufstampfen. »Ich weiß ja nicht einmal, wer Sie überhaupt sind! Was haben Sie mit Kaitlin zu tun?«

Hitch lächelte müde. »Früher hatte sie eine Narbe unter dem linken Knie, sie war in eine kaputte Flasche draußen vor dem Haat Thai gefallen. Hat sie die Narbe immer noch, Mr. Delahunt?«

Whit öffnete den Mund, um zu antworten, wurde aber unterbrochen…

»Ja.«

Janice. Sie hatte zugehört und kam jetzt die restlichen Stufen herunter, voller Anmut in ihrem Kummer. »Ja, sie hat sie immer noch. Aber sie ist kaum noch zu sehen. Hi, Hitch.«

Diesmal lächelte Hitch wirklich. »Janice«, sagte er.

»Du hilfst Scott bei der Suche nach Kaitlin?«

Hitch bejahte.

»Das ist gut. Whit, würdest du diesen Leuten die Informationen geben, die sie brauchen.«

»Das ist absurd. Die können doch nicht einfach herkommen und eine solche Forderung stellen.«

»Es hörte sich eher wie eine Bitte an. Vielleicht können sie Kait ja helfen, was willst du mehr?«

Whit schluckte einen Protest hinunter. In ihrer Stimme lag eine verhaltene Heftigkeit, ein alter und unbändiger Zorn. Mag sein, dass Hitch und Ashlee ihn nicht hörten, aber ich hörte ihn. Und Whit auch.

Es dauerte ein bisschen, aber dann gab er uns eine leidlich lesbare, handgeschriebene Liste mit Namen, Adressen und Terminalnummern.

»Haltet aber bitte meinen Namen aus der Sache heraus«, sagte er mürrisch.

Hitch nahm Janice in die Arme und Janice Hitch. Sie hatte nie viel um Hitch gegeben, aus gutem Grund vermutlich, doch die Tatsache, dass er hier war und sich an der Suche nach Kaitlin beteiligte, musste ihn in ihren Augen rehabilitiert haben. Sie nahm meine Hand zum Abschied und sagte: »Danke, Scott. Und ich meine das ernst. Was ich vor ein paar Tagen gesagt habe, tut mir Leid.«

»Dir muss nichts Leid tun.«

»Die Polizei sagt dauernd, Kait sei noch in der Stadt. Aber das stimmt nicht, oder?«

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