Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
Das flammende Kreuz: Roman (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)

Электронная книга - «Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
1 ... 351 352 353 354 355 356 357 358 359 ... 424
Перейти на страницу:

»Aye?«, sagte Roger lachend. »Na, dann hoffe ich, dass es funktioniert.« Unwillkürlich sah er Kenny und seine imposante Frau Rosamund zusammen im Bett und fragte sich, ob Alkohol eine große Rolle in ihrer merkwürdigen Ehe spielte.

»Oh, das wird es«, sagte Kenny zuversichtlich. »Sie frisst schrecklich gern Sauermaische. Das Problem ist nur, wenn man ihr genug davon gibt, um ihre Laune zu verbessern, kann sie nicht mehr besonders gut laufen. Wir werden stattdessen den Eber zu ihr bringen müssen, wenn Mac Dubh wieder auf den Beinen ist.«

»Ist sie denn heiß? Dann komme ich morgen mit dem Eber vorbei«, schlug Roger wagemutig vor. Kenny machte ein verblüfftes Gesicht, doch dann nickte er erfreut.

»Aye, das ist nett von dir, a Smeòraich.« Er hielt kurz inne, dann fügte er beiläufig hinzu: »Ich hoffe aber, Mac Dubh ist bald wieder auf den Beinen. Geht es ihm schon so gut, dass er mit Tom Christie gesprochen hat?«

»Nein, gesprochen nicht – aber ich habe es ihm erzählt.«

»Oh? Oh. Nun, dann ist es ja gut, nicht wahr?«

Roger kniff die Augen zusammen, doch Kenny wich seinem Blick aus.

Sein Gefühl der Beklommenheit in Bezug auf Christie ließ nicht nach, und einem plötzlichen Impuls folgend, beugte sich Roger über das Heu und nahm Kenny bei der Hand, was den älteren Mann völlig verblüffte. Ein Druck, ein Klopfen auf den Knöchel, dann ließ er los.

Kenny stand blinzelnd da und gaffte ihn an. Schließlich stellte er den leeren Eimer hin, wischte sich sorgfältig die Hand an seinem zerschlissenen Kilt ab und hielt sie Roger formell entgegen.

Als er losließ, war ihr Umgang nach wie vor freundschaftlich, doch ihre Beziehung hatte sich auf eine sehr subtile Weise verändert.

»Christie auch«, merkte Roger an, und Kenny nickte.

»Oh, aye. Wir alle.«

»Ihr alle in Ardsmuir? Und – Jamie?« Diese Vorstellung versetzte ihn in Erstaunen.

Kenny nickte erneut und bückte sich, um seinen Eimer hochzuheben.

»Oh, aye, Mac Dubh hat damit angefangen. Wusstest du das nicht?«

Es hatte keinen Sinn, Kenny etwas vorzuspielen. Er schüttelte den Kopf und ließ von diesem Thema ab. Er würde es Jamie gegenüber erwähnen, wenn er ihn das nächste Mal sah – vorausgesetzt, Jamies Zustand ließ Fragen zu. Er heftete den Blick direkt auf Kenny.

»Also. Christie? Stimmt etwas nicht mit dem Mann?«

Lindsays ursprüngliche Zurückhaltung war verschwunden, da man jetzt nicht mehr von ihm verlangte, mit einem Außenseiter über einen Logenbruder zu diskutieren. Er schüttelte den Kopf.

»Och, nein. Es hat mich nur ein wenig überrascht, ihn hier zu sehen. Er hat sich nicht besonders gut mit Mac Dubh verstanden, das ist alles. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er nach Fraser’s Ridge gekommen wäre, wenn er eine andere Möglichkeit gehabt hätte.«

Roger war im ersten Moment überrascht über die Enthüllung, dass es jemanden aus Ardsmuir gab, der Jamie Fraser nicht für den Nabel der Welt hielt, obwohl es bei näherer Betrachtung keinen Grund gab, warum das nicht so sein sollte; der Himmel wusste, dass der Mann das gleiche Talent besaß, sich Feinde zu schaffen, wie sich Freunde zu machen.

»Warum denn nicht?«

Es war eine ganz direkte Frage. Kenny sah sich im Ziegenstall um, als suchte er einen Fluchtweg, doch Roger stand zwischen ihm und der Tür.

»Keine große Sache«, sagte er schließlich und kapitulierte mit hängenden Schultern. »Nur, dass Christie Protestant ist, aye?«

»Aye, verstehe«, sagte Roger sehr trocken. »Aber man hat ihn mit den Jakobiten ins Gefängnis gesteckt. Willst du damit sagen, dass es deswegen Ärger gegeben hat?«

Wahrscheinlich genug war es ja, dachte er. Selbst in seiner eigenen Zeit gab es große Spannungen zwischen den Katholiken und den gestrengen, schottischen Söhnen von John Knox und Genossen. Nichts, was die Schotten mehr liebten als Streitereien aus Religionsgründen – und bei Licht betrachtet, war der ganze jakobitische Aufstand ja nichts anderes gewesen.

Man nehme ein paar gestandene Calvinisten, die fest überzeugt waren, dass der Papst durch den Kamin rauschen und ihnen in die Zehen beißen würde, wenn sie ihre Bettdecken nicht ordentlich feststeckten, und stopfe sie auf engstem Raum in ein Gefängnis voller Männer, die laut zur Jungfrau Maria beteten … aye, er konnte es sich vorstellen. Fußballkrawalle waren nichts dagegen.

»Was hat ihn denn nach Ardsmuir verschlagen – Christie, meine ich?«

Kenny machte ein überraschtes Gesicht.

»Och, er war Jakobit – man hat ihn mit den anderen in Culloden festgenommen, vor Gericht gestellt und ins Gefängnis geworfen.«

»Ein protestantischer Jakobit?« Es war alles andere als unmöglich, nicht einmal besonders weit hergeholt – die Politik schmiedete noch ganz andere Allianzen, das war schon immer so gewesen. Aber ungewöhnlich war es schon.

Kenny seufzte auf und spähte zum Horizont, wo die Sonne langsam hinter den Kiefern versank.

»Komm mit ins Haus, MacKenzie. Wenn Tom Christie nach Fraser’s Ridge gekommen ist, ist es wohl besser, wenn dir jemand die ganze Sache erzählt. Wenn ich mich beeile, kommst du noch rechtzeitig zum Abendessen.«

Wie angekündigt, war Rosamund nicht daheim, doch im Kühlhaus war kalte Buttermilch. Nachdem er zwei Stühle geholt und jedem von ihnen einen Becher Buttermilch eingeschenkt hatte, löste Kenny Lindsay sein Wort ein und kam zur Sache. Christie war Lowlander, sagte Kenny; das hätte sich MacKenzie ja sicher schon gedacht. Aus Edinburgh. Zur Zeit des Aufstandes war Christie dort Kaufmann gewesen und hatte ein gut gehendes Geschäft geführt, das er frisch von seinem äußerst fleißigen Vater geerbt hatte. Auch Tom Christie selbst war alles andere als faul. Er war entschlossen gewesen, den Sprung in die erleseneren Kreise zu schaffen.

So hatte Christie in dem Moment, als Prinz Tearlachs Armee die Stadt einnahm, seine besten Kleider angezogen und O’Sullivan, dem die Verpflegung der Armee oblag, einen Besuch abgestattet. »Niemand weiß, was zwischen ihnen vorgegangen ist – abgesehen von einem Gespräch –, doch als Christie wieder herauskam, hatte er einen Vertrag als Lebensmittellieferant der Highlandarmee in der Tasche und war für den Abend zum Tanz in Holyrood eingeladen.« Kenny trank einen großen Schluck süße Buttermilch und stellte dann den Becher ab. Sein Schnurrbart hatte einen dicken, weißen Überzug. Er nickte Roger wissend zu.

»Wir haben gehört, wie es dort zuging, auf diesen Bällen im Palast. Mac Dubh hat uns oft davon erzählt. Die große Galerie mit den Porträts aller schottischen Könige, und die Kamine mit den blauen Kacheln aus Holland, groß genug, um einen ganzen Ochsen darin zu braten. Der Prinz und all seine wichtigen Besucher, gekleidet in Seide und Spitze. Und das Essen! Lieber Herr Jesus, das Essen, von dem er uns erzählt hat.« Bei der bloßen Erinnerung an die Beschreibungen, die er mit leerem Magen gehört hatte, wurden Kennys Augen ganz rund und verträumt. Seine Zunge kam zum Vorschein, und er leckte sich geistesabwesend die Buttermilch von der Oberlippe.

Dann rüttelte er sich zurück in die Gegenwart.

»Nun denn«, sagte er nüchtern. »Als die Armee aus Edinburgh aufbrach, hat sich Christie ihr angeschlossen. Ich weiß nicht, ob er es aus Sorge um seine Investition getan hat oder ob er dem Prinzen im Gedächtnis bleiben wollte.«

Roger nahm im Stillen zur Kenntnis, dass die Möglichkeit, Tom Christie könnte aus patriotischen Motiven gehandelt haben, auf Kennys Liste nicht auftauchte. Ob aus Vorsicht oder Ehrgeiz, ganz gleich, was seine Gründe waren, Christie war geblieben – und er war zu lange geblieben. Er hatte sich am Vortag von Culloden in Nairn von der Armee getrennt und sich mit einem der Verpflegungswagen auf den Rückweg nach Edinburgh gemacht.

1 ... 351 352 353 354 355 356 357 358 359 ... 424
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)