Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott
- Автор: Раджниш Бхагван Шри
- Язык: немецкий
- Жанр: Эзотерика
Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
Achtet auf das Wort »hier«. Wir haben eben darüber gesprochen. Sekito erwiderte: »
Sie kommen alle von hier, und es mangelt an nichts.«
Sobald du hier bist, ist nichts in dir unerfüllt. Alles ist so erfüllt, so voll tiefer Zufriedenheit, dass du nichts mehr brauchst. Du hast dein Potential realisiert. Deine Blüten haben sich geöffnet, der Frühling ist gekommen.
Alles kommt aus dem Hier, alles kommt aus dem Jetzt. Weder Buddha noch sonst jemand kann es dir geben.
Nach Seigens Tod begab sich Sekito zum Mount Nangaku.
Dort fand er einen großen, flachen Felsen und baute sich darauf
eine Hütte. Von da an wurde er bekannt als »Stonehead«, und
später, als er zum Meister geworden war, als »Stonehead Osho«.
Dieser Mount Nangaku ist der Ort, wo er Meister Nangaku besucht hatte.
In Japan war es Tradition, dass der Kaiser einem Berg, auf dem ein Meister lebte, den Namen dieses Meisters gab, so dass der Berg für immer an ihn erinnerte. All die kommenden Jahrhunderte hindurch wissen dann die Menschen, dass dieser Mount Nangaku einmal der Tempel und Hort des großen Meisters Nangaku war.
Sekito war einmal zu Nangaku gegangen, um einen Brief, eine Botschaft von Seigen, dort abzuliefern. Zu jenem Zeit punkt muss er die Schönheit dieses Berges gesehen haben, auf dessen Gipfel Nangaku lebte. Als Seigen starb, ging Sekito also zum Mount Nangaku. Auf seinem Weg dorthin und wieder zurück muss er erkannt haben, dass dieser Ort einfach großartig war.
Nangaku war nicht der richtige Meister für ihn, was aber nicht bedeutet, dass er ein falscher Meister war. Es bedeutet einfach, dass zwischen ihnen keine Harmonie möglich war. Er konnte durchaus für jemand anderen der richtige Meister sein, aber er war nicht der richtige für ihn. Oder vielleicht war Sekito auch nicht der richtige Schüler für Nangaku – das ist dasselbe, doch es bedeutet nichts Negatives in Bezug auf Nangaku. Es bedeutet einfach, dass es zwischen zwei Menschen nichts gibt, was als Brücke dienen kann.
Doch Sekito muss den Berg gesehen haben, als er kam und wieder ging; es war ein wunderbarer Ort. Also suchte er sich einen Platz, einen flachen Felsen am Mount Nangaku, auf dessen Gipfel sich das Kloster befand. Er errichtete eine Hütte, und von da an wurde er als »Stonehead« bekannt, weil er immer auf diesem Felsen saß.
Und wie jeder buddhistische Mönch pflegte er sich den Kopf zu rasieren, so dass sein Kopf fast wie der Felsen wirkte, auf dem er saß.
Als Meister Nangaku hörte, dass Sekito dort auf einem Felsen
lebte, ließ er einen jungen Mönch kommen und sagte zu ihm:
»Geh nach Osten und schau dir den Mönch genau an, der dort
auf dem Felsen lebt. Wenn er der Mönch ist, der vor kurzem
einmal hier war, dann sprich ihn an. Und wenn er antwortet, sage
Folgendes zu ihm: >Du sitzt so stolz auf deinem Stein, doch
besser wäre es, du kämst zu mir.<«
Der junge Mönch ging also zu Sekito und zitierte diesen Satz.
Sekito antwortete: »Selbst wenn du Tränen des Leids vergießen
würdest, käme ich doch niemals über die Hügel zu dir.«
Sekito war sich absolut sicher, dass Nangaku nicht der richtige Meister für ihn war. Es gab kein Gefühl von Synchronizität, er hatte noch nicht einmal Seigens Brief bei ihm abgeliefert.
Der Mönch kehrte zurück und berichtete Nangaku davon.
Darauf meinte Nangaku: »Dieser Mönch wird gewiss über viele
Generationen hinweg die Menschen erzittern lassen.«
Nangakus Einschätzung war richtig. Er war diesem Mann bereits einmal begegnet, als jener kam, um den Brief abzuliefern, und erinnert ihr euch, was er sagte? Als Nangaku zu ihm gesagt hatte: »Du solltest deine Frage nicht so arrogant stellen, du solltest etwas gemäßigter, etwas bescheidener sein«, hatte Sekito geantwortet: »Eher würde ich auf ewig in der Hölle versinken, als meine Frage anders zu stellen.« Und der Grund dafür war, dass keine Frage jemals bescheiden sein kann. Jede Frage ist an ihrer tiefsten Wurzel ein Zweifel, und jede Frage ist eine Einmischung in die Stille des Meisters. Das ist arrogant. Also brach er sofort wieder auf, ohne den Brief abzuliefern.
Nangaku war diesem Mann bereits begegnet; als er den Boten schickte, sagte er also zu ihm: »Sei vorsichtig. Wenn es derselbe Mann ist, der vor kurzem vorbeikam, dann zitiere dieses Sutra. Sag ihm, er solle lieber zu mir kommen, als auf diesem Felsen zu sitzen, und berichte mir, was er darauf antwortet.« Und was antwortete er?
Er sagte: »Ich werde diesen Platz nicht verlassen, selbst dann nicht, wenn du mit Tränen in den Augen zu mir kommst.«
Nangaku muss sofort gewusst haben, dass das derselbe Mann war, der lieber auf ewig in der Hölle versinken würde, als seine Frage bescheidener zu stellen. Darum gab er diesen Kommentar ab:
»Dieser Mönch wird gewiss über viele Generationen hinweg
die Menschen erzittern lassen.«
Sekito wurde der Meister von Hunderten von Menschen, die alle die Erleuchtung erlangten. Er war ein sehr strenger Meister, fast schon gefährlich für seine Schüler, doch seine Härte entsprang einem liebevollen Herzen, einem tiefen Mitgefühl. Er wollte, dass sie erleuchtet wurden, er ließ sie nicht entkommen. Ab und zu versuchte ihm ein Schüler zu entfliehen, doch Sekito folgte ihm kilometerweit und brachte ihn zurück. »Wohin willst du? Komm zurück!« Und der Schüler sagte: »Vergib mir, doch ich bin es müde«, denn er schlug seine Schüler, er sprang sie geradezu an.
Einmal warf er einen Schüler aus einem Fenster im zweiten Stock und sprang dann auf ihn drauf. Der Schüler erlitt mehrfache Knochenbrüche, doch Sekito saß auf seiner Brust und fragte:
»Kapiert? « Und der Schüler verstand tatsächlich, er wurde er leuchtet. Wer macht sich schon etwas aus Knochenbrüchen, wenn es um Erleuchtung geht! Für sie ist kein Preis zu hoch.
Die Menschen waren noch nie jemandem wie Sekito begegnet, dessen Mitgefühl so groß war. Er war bereit, alles zu tun. Selbst im hohen Alter schlug er noch so hart zu, dass seine Hand ihm wehtat.
Seine Schüler sagten dann zu ihm:
»Du wirst jetzt langsam alt, Meister, du solltest nicht mehr so fest zuschlagen, denn diese Menschen sind jung, und du bist alt.
Jeden Tag wirst du gebrechlicher.«
Er antwortete: »Ich weiß. Meine Hand tut mir die ganze Nacht lang weh, doch ich kann es einfach nicht ertragen, wenn ich jemanden im Dunkeln herumtappen sehe. Wenn ein einfacher Schlag ihn aufwecken kann, dann spielt es keine Rolle, ob meine Hand mir die ganze Nacht lang weh tut. Früher oder später werden diese Hände in der Erde verwesen, doch solange sie dazu beitragen können, jemanden aufzuwecken ... Ihr glaubt, dass ich alt werde; das ist wahr, doch wenn es nach mir geht, werde ich sogar noch aus dem Grab kommen, wenn ich jemanden im Dunkeln stolpern sehe, und ihn so hart schlagen, wie ich nur kann.«
Er war ein ganz besonderer Meister, an der Oberfläche sehr hart, doch im Innern so weich, dass er bereit war, sogar noch aus dem Grab zurückzukehren. Ich glaube, wenn er das gemacht hätte – er hat es niemals getan –, dann hätte sein Skelett schon ausgereicht, um den entsprechenden Menschen zur Erleuchtung zu bringen. Er hätte ihn überhaupt nicht schlagen müssen. Der Mensch hätte sofort gerufen: