Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)
Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)

Электронная книга - «Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:

Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)
1 ... 304 305 306 307 308 309 310 311 312 ... 356
Перейти на страницу:

»Ich kann mir gar nicht vorstellen, wieso nicht.« Doch er setzte sich und griff nach einem Tuch, um sich das Gesicht abzuwischen.

»Nein, ich weiß, was du sagen willst«, sagte sie fest, »also gib dir keine Mühe. Kannst du es arrangieren, dass ich ihn sehen kann, bevor sie ihn nach Wilmington bringen? Und bevor du sagst, nein, mit Sicherheit nicht, frag dich, was ich tun werde, wenn du das sagst.«

Lord John schloss den Mund, den er schon geöffnet hatte, um »Nein, mit Sicherheit nicht« zu sagen, und betrachtete sie einen Augenblick schweigend.

»Ich nehme nicht an, dass du vorhast, mir erneut zu drohen, oder?«, fragte er im Konversationston. »Denn wenn es so ist …«

»Natürlich nicht.« Sie besaß so viel Anstand, bei diesen Worten leicht zu erröten.

»Also, dann muss ich gestehen, dass mir nicht ganz klar ist, wie du –«

»Ich werde meiner Tante erzählen, dass Stephen Bonnet der Vater meines Babys ist. Und ich erzähle es Farquard Campbell. Und Gerald Forbes. Und Richter Alderdyce. Und dann gehe ich zum Hauptquartier der Garnison – da muss er ja wohl sein – und erzähle es Sergeant Murchison. Wenn er mich nicht hineinlässt, bitte ich Mr. Campbell um eine schriftliche Verfügung, damit er mir Zutritt verschafft. Ich habe ein Recht darauf, ihn zu sehen.«

Er sah sie scharf an, doch er konnte sehen, dass es keine leere Drohung war. Sie saß so solide und unbeweglich wie eine Marmorstatue da – und genauso empfänglich für seine Überredungskünste.

»Du schreckst nicht davor zurück, einen monströsen Skandal heraufzubeschwören?« Es war eine rhetorische Frage; er versuchte nur, einen Augenblick zum Nachdenken zu gewinnen.

»Nein«, sagte sie ruhig. »Was habe ich zu verlieren?« Sie zog die Augenbrauen in einem halb humorvollen Zucken hoch.

»Ich nehme an, du müsstest unsere Verlobung auflösen. Aber wenn der ganze Bezirk weiß, wer der Vater ist, dann hätte das wohl denselben abschreckenden Effekt auf Männer, die mich heiraten wollen, wie unsere Verlobung.«

»Dein Ruf –«, begann er, obwohl er wusste, dass es hoffnungslos war.

»Ist sowieso nicht besonders. Obwohl, was das angeht, warum sollte es eigentlich schlimmer sein, wenn ich schwanger bin, weil mich ein Pirat vergewaltigt hat, als weil ich liederlich gewesen bin, wie mein Vater das so charmant formuliert hat?« Es lag ein leichter Unterton von Bitterkeit in ihrer Stimme, der ihn davon abhielt, noch mehr zu sagen.

»Wie auch immer, Tante Jocasta wird mich wohl nicht hinauswerfen, nur weil ich einen Skandal auslöse. Ich werde nicht verhungern und das Baby auch nicht. Und ich kann nicht sagen, dass es mich kümmert, ob die Damen MacNeill mich besuchen oder nicht.«

Er hob sein Glas und trank noch einen Schluck, diesmal vorsichtig, während er ein Auge auf sie hatte, um weiteren Schreckmomenten vorzubeugen. Er hätte gern gewusst, was zwischen ihr und ihrem Vater vorgefallen war – war aber nicht mutig genug, um sie zu fragen. Stattdessen stellte er das Glas hin und fragte: »Warum?«

»Warum?«

»Warum glaubst du, dass du mit Bonnet sprechen musst? Du sagst, ich weiß nicht, was du fühlst, was unleugbar wahr ist.« Er ließ einen Hauch von Ironie in seiner Stimme mitklingen. »Doch was es auch immer ist, es muss sehr dringlich sein, wenn es dich dazu bringt, solch drastische Schritte in Erwägung zu ziehen.«

Ein Lächeln keimte langsam auf ihren Lippen auf und breitete sich bis zu ihren Augen aus.

»Ich mag es wirklich, wie du dich ausdrückst«, sagte sie.

»Ich bin außerordentlich geschmeichelt. Wenn du es allerdings erwägen könntest, meine Frage zu beantworten …«

Sie seufzte so tief, dass die Kerzenflamme flackerte. Sie stand schwerfällig auf und fingerte an ihrem Rocksaum herum. Offensichtlich hatte sie eine Tasche hineingenäht, denn sie zog ein kleines Blatt Papier heraus, das zusammengefaltet und vom vielen Anfassen zerfleddert war.

»Lies das«, sagte sie und gab es ihm. Sie wandte sich ab und ging zum anderen Ende des Zimmers, wo ihre Farben und ihre Staffelei in einer Ecke am Kamin standen.

Beim Anblick der schwarzen Lettern durchfuhr ihn ein kleiner, vertrauter Ruck. Er hatte Jamie Frasers Handschrift erst einmal gesehen, doch einmal war genug; es war eine einmalige Schrift.

Tochter –

Ich kann nicht sagen, ob ich Dich wiedersehen werde. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass es so sein wird und dass alles zwischen uns wieder in Ordnung kommt, doch dies muss in Gottes Hand ruhen. Ich schreibe jetzt für den Fall, dass Er es anders will.

Du hast mich einmal gefragt, ob es recht ist, aus Rache für das große Unrecht zu töten, das Dir angetan wurde. Ich sage Dir, Du darfst es nicht. Um Deiner Seele willen, um Deines Lebens willen musst Du die Gnade der Vergebung finden. Die Freiheit ist schwer zu erringen, doch sie ist niemals die Frucht eines Mordes.

Hab keine Angst, dass er der Vergeltung entkommt. Ein solcher Mann trägt die Saat seiner eigenen Zerstörung in sich. Wenn er nicht von meiner Hand stirbt, dann durch die eines anderen. Doch es darf nicht Deine Hand sein, die ihn fällt.

Hör auf mich, um der Liebe willen, die ich für Dich empfinde.

Unter den Text des Briefes hatte er geschrieben Dein Dir höchst zugeneigter und Dich liebender Vater, James Fraser. Das war durchgestrichen, und darunter stand einfach nur Pa.

»Ich habe ihm nicht einmal auf Wiedersehen gesagt.«

Lord John blickte erschrocken auf. Sie hatte ihm den Rücken zugekehrt und starrte auf die halbfertige Landschaft auf der Staffelei, als wäre sie ein Fenster.

Er überquerte den Teppich und stellte sich neben sie. Das Feuer im Kamin war heruntergebrannt, und es wurde jetzt kalt im Zimmer. Sie wandte sich ihm zu und umklammerte ihre Ellbogen zum Schutz gegen die Kälte.

»Ich will frei sein«, sagte sie leise. »Ob Roger zurückkommt oder nicht. Egal, was geschieht.«

Das Kind war unruhig; er konnte sehen, wie es unter ihren verschränkten Armen trat und zappelte wie eine Katze im Sack. Er holte tief Luft und fühlte sich kalt und sorgenvoll.

»Du bist sicher, dass du Bonnet sehen willst?«

Sie warf ihm einen weiteren dieser langen, blauen Blicke zu.

»Ich muss eine Möglichkeit finden, ihm zu vergeben, sagt Pa. Seit ihrer Abreise habe ich es dauernd versucht, aber ich kann es nicht. Vielleicht kann ich es, wenn ich ihn sehe. Ich muss es versuchen.«

»Gut.« Er atmete in einem langen Seufzer aus und ließ kapitulierend die Schultern hängen.

Ein kleines Licht – Erleichterung? – erschien in ihren Augen, und er versuchte, das Lächeln zu erwidern.

»Du wirst es tun?«

»Ja. Weiß Gott, wie, aber ich werde es tun.«

Er löschte alle Kerzen bis auf eine, die er behielt, damit sie ihnen den Weg zum Bett beleuchtete. Er reichte ihr den Arm, und sie gingen schweigend durch den leeren Flur, und die menschenleere Stille umhüllte sie mit ihrem Frieden. Am Fuß der Treppe blieb er stehen und ließ sie vorgehen.

»Brianna.«

Sie drehte sich fragend auf der Treppe über ihm um. Er stand zögernd da und wusste nicht, wie er sie um das bitten sollte, was er sich plötzlich so sehr wünschte. Er streckte die Hand aus und hielt sie leicht in der Schwebe.

»Darf ich …?«

Wortlos nahm sie seine Hand und presste sie gegen ihren Bauch. Er war warm und sehr fest.

Einen Augenblick standen sie bewegungslos, während sie seine Hand mit der ihren umschloss.

Dann kam es, ein kleiner Stoß gegen seine Hand, bei dem ihn Aufregung durchfuhr.

»Mein Gott«, sagte er mit leisem Entzücken. »Da ist wirklich jemand.«

Ihr Blick traf den seinen voll reuiger Belustigung.

»Ja«, sagte sie. »Ich weiß.«

Es war längst dunkel, als sie neben dem Hauptquartier der Garnison vorfuhren. Es war ein kleines, wenig einnehmendes Gebäude, das im Vergleich mit dem Lagerhaus, das dahinter aufragte, zwergenhaft wirkte, und Brianna sah es schräg an.

1 ... 304 305 306 307 308 309 310 311 312 ... 356
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)