Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)
Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)

Электронная книга - «Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:

Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)
1 ... 295 296 297 298 299 300 301 302 303 ... 356
Перейти на страницу:

Ein Schrei erscholl hinter ihm. Er wirbelte herum und stieß mit aller Kraft zu, während er noch auf seinem Fußballen herumschwenkte. Der Schock des Aufpralls erschütterte seine Arme und seine Brust. Der Mann, den er getroffen hatte, klammerte sich an den Pfosten; er zuckte und vibrierte, und als der Mann umkippte, entwand er Roger die Waffe.

Er stolperte, fing sich wieder und wirbelte zum Feuer. Es war ein immenser Scheiterhaufen; Flammen blähten sich zu einer Wand von purem, heftigem Scharlachrot, ein lebhafter Kontrast in der Nacht. Durch die wogenden Köpfe der Zuschauer hindurch sah er die schwarze Gestalt im Herzen der Flamme, die Arme in einer segnenden Geste ausgebreitet, an den Balken gefesselt, von dem er herabhing. Langes Haar flatterte auf, Strähnen fingen Feuer in kleinen Eruptionen und umringten den Kopf mit einem goldenen Heiligenschein wie Christus beim Messopfer. Dann krachte etwas auf Rogers Kopf herab, und er fiel zu Boden wie ein Stein.

Er verlor das Bewusstsein nicht vollständig. Er konnte nichts sehen, sich nicht bewegen, doch er konnte immer noch dumpf hören. Es waren Stimmen in seiner Nähe. Das Kreischen erscholl immer noch, aber schwächer, beinahe ein Hintergrundgeräusch wie das Rauschen des Ozeans.

Er spürte, wie er sich in die Luft erhob, und das Knistern der Flammen wurde lauter, fast so laut wie das Rauschen in seinen Ohren … Sie würden ihn in das Feuer werfen! Ihm wurde schwindelig vor Anstrengung, und Licht flammte hinter seinen geschlossenen Augenlidern auf, doch sein sturer Körper weigerte sich, sich zu bewegen.

Das Rauschen ließ nach, doch paradoxerweise spürte er, wie warme Luft über sein Gesicht strich. Er schlug auf dem Boden auf, prallte ab, drehte sich um sich selbst und landete mit dem Gesicht nach unten, die Arme seitwärts gestreckt. Unter seinen Fingern war kühle Erde.

Er atmete. Mechanisch, einen Atemzug nach dem anderen. Ganz langsam begann das Schwindelgefühl zu verebben.

Weit weg erscholl Lärm, doch in seiner Nähe konnte er nichts hören außer seinem eigenen, lauten Atem. Ganz langsam öffnete er ein Auge. Feuerschein flackerte auf Pfosten und Paneelen, ein dumpfes Echo des Gleißens vor der Hütte. Langhaus. Er war wieder drinnen.

Sein Atem klang laut und abgehackt in seinen Ohren. Er versuchte, ihn anzuhalten, konnte es aber nicht. Dann wurde ihm klar, dass er die Luft bereits anhielt; die japsenden Geräusche kamen von jemand anderem.

Es war hinter ihm. Mit immenser Anstrengung schob er seine Hände unter sich, kam schwankend auf Hände und Knie hoch, die Augen zum Schutz gegen die Kopfschmerzen zusammengekniffen.

»Gott im Himmel«, murmelte er vor sich hin. Er rieb sich fest mit der Hand über die Augen und blinzelte, doch der Mann war immer noch da, zwei Meter entfernt.

Jamie Fraser. Er lag auf der Seite in einem Gewirr aus Gliedmaßen, ein rotes Plaid um seinen Körper gewickelt. Sein Gesicht war zur Hälfte mit Blut bedeckt, doch eine Verwechslung war ausgeschlossen.

Im ersten Augenblick sah Roger ihn nur verständnislos an. Monatelang hatte er den Großteil seiner wachen Momente damit verbracht, sich eine Begegnung mit diesem Mann auszumalen. Jetzt war sie da, und es kam ihm schlicht unmöglich vor. Er hatte keinen Platz für irgendein Gefühl außer einer Art dumpfen Erstaunens.

Er rieb sich noch einmal das Gesicht und drängte den Nebel aus Furcht und Adrenalin zurück. Was … was machte Fraser hier?

Als sich seine Gedanken wieder mit seinen Gefühlen verbanden, war sein erstes erkennbares Gefühl weder Wut noch Besorgnis, sondern ein absurder Ausbruch glücklicher Erleichterung.

»Sie war’s nicht«, murmelte er, und die Worte klangen ihm seltsam und heiser in den Ohren, nachdem er so lange kein Englisch mehr gesprochen oder gehört hatte. »Oh, Gott, sie war’s nicht!«

Jamie Fraser konnte nur aus einem Grund hier sein – um ihn zu retten. Und wenn es so war, dann deshalb, weil Brianna ihren Vater geschickt hatte. Ob es ein Missverständnis oder Böswilligkeit gewesen war, die ihn durch die Hölle der letzten paar Monate hatte gehen lassen, es hatte nicht an ihr gelegen.

»War’s nicht«, sagte er noch einmal. »Sie war’s nicht.« Er erschauerte vor Übelkeit nach dem Schlag und vor Erleichterung.

Er hatte geglaubt, er würde für immer hohl sein, doch plötzlich war etwas da; etwas Kleines, aber sehr Solides. Etwas, das er in seinem Herzen halten konnte. Brianna. Er hatte sie wieder.

Draußen erscholl erneut eine Reihe schriller Rufe; Klagelaute, die sich endlos hinzogen und ihn wie tausend Nadeln in die Haut stachen. Er fuhr zusammen und erschauerte wieder, als sich alle übrigen Gefühle seiner erneuten Erkenntnis unterordneten.

In dem sicheren Bewusstsein zu sterben, dass Brianna ihn liebte, war besser, als ohne das zu sterben – doch er hatte eigentlich nicht vorgehabt zu sterben.

Er erinnerte sich an das, was er draußen gesehen hatte, fühlte, wie ihm die Galle hochkam, und würgte sie herunter.

Mit zitternder Hand begann er das unvertraute Kreuzzeichen. »Im Namen des Vaters«, flüsterte er, und dann verließen ihn die Worte. »Bitte«, flüsterte er stattdessen. »Bitte gib, dass er nicht recht gehabt hat.«

Er kroch zittrig zu Frasers Körper hinüber und hoffte, dass der Mann noch lebte. Er lebte noch; Blut floss aus einer Wunde an Frasers Schläfe, und als er seine Finger unter das Kinn des Mannes schob, konnte er einen regelmäßigen Pulsschlag spüren.

In einem der Gefäße unter dem zertrümmerten Bettgestell war Wasser; glücklicherweise hatte er es nicht verschüttet. Er tauchte ein Ende des Plaids hinein und benutzte es, um Fraser das Gesicht abzuwischen. Nach ein paar Minuten dieser Behandlung begannen die Augenlider des Mannes zu flattern.

Fraser hustete, würgte heftig, drehte den Kopf zur Seite und übergab sich. Dann riss er die Augen weit auf, und bevor Roger etwas sagen oder sich bewegen konnte, hatte Fraser sich auf ein Knie hochgerollt, die Hand an dem Sgian Dhu in seinem Strumpf.

Blaue Augen funkelten ihn an, und Roger hob in instinktiver Abwehr den Arm. Dann blinzelte Fraser, schüttelte den Kopf, stöhnte und setzte sich schwer auf den Erdboden.

»Oh, Ihr seid es«, sagte er. Er schloss die Augen und stöhnte noch einmal. Dann fuhr sein Kopf hoch, die Augen blau und durchdringend, doch diesmal voll Sorge, nicht voll Wut.

»Claire!«, rief er aus. »Meine Frau, wo ist sie?«

Roger spürte, wie ihm der Kinnladen herunterfiel.

»Claire? Ihr habt sie hierher mitgebracht? Ihr habt eine Frau hier mit hineingezogen?«

Fraser warf ihm einen Blick extremer Abneigung zu, verschwendete aber keine Worte an ihn. Er nahm das Messer aus dem Strumpf in die Hand und blickte zur Tür. Der Vorhang war heruntergelassen; es war niemand zu sehen. Der Lärm draußen war erstorben, obwohl das Raunen der Stimmen immer noch zu hören war. Dann und wann stach eine von ihnen heraus, rufend oder mahnend erhoben.

»Da steht ein Wächter«, sagte Roger.

Fraser sah ihn an und erhob sich so geschmeidig wie ein Panther. Ihm lief immer noch Blut über die eine Gesichtshälfte, doch das schien ihn nicht zu stören. Geräuschlos presste er sich flach an der Wand entlang, glitt zum Rand des Türvorhangs und drückte ihn mit der Spitze des winzigen Dolches zur Seite.

Was auch immer er sah, es ließ ihn eine Grimasse schneiden. Er ließ die Tür zurückfallen, kam zurück und setzte sich hin, während er das Messer wieder in den Strumpf steckte.

»Ein gutes Dutzend von ihnen direkt vor der Tür. Ist das Wasser?« Er streckte die Hand aus, und Roger schöpfte schweigend ein Kürbisschälchen voll davon und reichte es ihm. Er trank in tiefen Zügen, spritzte sich Wasser ins Gesicht und goss sich dann den Rest über den Kopf.

Fraser wischte sich mit der Hand über sein zerschlagenes Gesicht, öffnete dann die blutunterlaufenen Augen und sah Roger an.

1 ... 295 296 297 298 299 300 301 302 303 ... 356
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)