Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Детская проза » Sophiechen und der Riese
Sophiechen und der Riese - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Sophiechen und der Riese

Электронная книга - «Sophiechen und der Riese». Краткое содержание книги:

Das Waisenkind Sophiechen beobachtet eines Nachts im Waisenhaus eine seltsame Szene: Ein Riese mit großen Ohren bläst mit einer Trompete in ein Kinderzimmer. Schlimmerweise bemerkt er, daß er beobachtet wurde und nimmt Sophiechen mit ins Land der Riesen. Dort muß Sophiechen Schreckliches entdecken: Während sie mit dem GuRie, dem Guten Riesen unterwegs ist, sind die andereren neun Riesen weniger nett: Jede Nacht ziehen sie auf der Suche nach Menschenfleisch aus und schlagen sich den Bauch voll. Sophiechen ist klar, daß etwas geschehen muß, doch was soll ein kleines Mädchen gegen riesige Monster ausrichten?
1 ... 22 23 24 25 26 27 28 29 30 ... 39
Перейти на страницу:

«Was ist los?» wisperte Sophiechen so leise, wie sie nur konnte.

«Ich bin ein bißchen durcheinanderlich», sagte er. «Du machst das doch ganz prima», flüsterte Sophiechen.

«O nein, ganz unprima», sagte er. «Nun bin ich völlig ver-dattelt. Ich hab mich verlauft.» «Wieso denn?»

«Weil eigentlich müßten wir jetzt mitten im Magen von London sein, aber nun sind wir plötzlich wieder mitten im Grünen.»

«Aber sei doch nicht so dumm», säuselte Sophiechen. «Wir sind hier im Herzen von London. Das ist doch der Hyde Park! Ich weiß jetzt genau, wo wir sind.» «Mach keine Witze!»

«Mach ich doch auch gar nicht: Ehrenwort. Gleich sind wir da.»

«Du meinst, wir sind fast da beim Ballast der Königin?» fragte der GuRie.

«Nur noch über diese eine Straße», wisperte Sophiechen. «Jetzt sag ich, wie wir laufen müssen.» « Also wie?» «Geradeaus.»

Der GuRie trabte durch den menschenleeren Park. «Halt!»

Der GuRie hielt an.

«Siehst du da vorne direkt neben dem Park diese große Kreuzung?» flüsterte Sophiechen. «Ja, seh ich da vorne direkt.» «Das nennt sich Hyde Park Corner.» Sogar um diese nachtschlafende Zeit, eine volle Stunde vor Tagesanbruch, herrschte auf der Kreuzung Hyde Park Corner ein lebhafter Kreisverkehr.

Als nächstes flüsterte Sophiechen: «In der Mitte der Kreuzung steht ein riesiges steinernes Tor mit einem Pferd und Reiter obendrauf. Kannst du das sehen?» Der GuRie peilte durch die Baumkronen. «Ja, seh ich», sagte er.

«Wenn du einen sehr großen Anlauf nimmst, meinst du, daß du dann mit einem Satz über die ganze Kreuzung wegspringen kannst? Über das steinerne Tor und das Pferd und den Reiter? Und landest dann auf dem Gehweg drüben auf der anderen Seite?» «Aber locker», sagte der GuRie. «Bist du sicher? Bist du dir absolut sicher?» «Garantierchen», sagte der GuRie.

«Denn auf keinen Fall darfst du mitten auf der Kreuzung runterkrachen.»

«Keine Wange!» sagte der GuRie. «Für mich ist das ein kleiner Hopser. Ist doch ein Klacks mit der Wichsbürste.»

«Dann los!» flüsterte Sophiechen.

Der GuRie rannte los. Sofort schnellstes Tempo. Mit einem Affenzahn preschte er durch den Park, und erst direkt vor dem Gitter am Straßenrand hob er ab. Ein Wahnsinnssprung war das! Er flog haushoch über die ganze Kreuzung hinweg und landete so weich wie eine Katze auf dem Gehweg drüben auf der anderen Seite.

«Klasse!» flüsterte Sophiechen. «Und jetzt schnell noch über die Mauer!»

Unmittelbar vor ihnen, gleich neben dem Gehweg, ragte eine rote Mauer empor mit angsterregenden Spießen und Stacheln obendrauf. Kurze Kniebeuge - schwups - und schon war der GuRie drüben.

«Geschafft!» flüsterte Sophiechen ganz aufgeregt. «Jetzt sind wir im Hintergarten der Königin!»

Der Palast

«Donnerschmetterling!» hauchte der Gute Riese. «Sind wir jetzt wirklich hinter der Königin?» «Da ist ihr Palast», hauchte Sophiechen zurück. Keine dreißig Meter entfernt, hinter hohen Bäumen, gepflegten Rasenflächen und schmucken Blumenrabatten zeichnete sich der wuchtige Bau des königlichen Palastes in der Dunkelheit ab. Er bestand aus weißlichen Steinen und war von so gewaltigen Ausmaßen, daß der GuRie platt war vor Staunen.

«Das Haus hat aber mindestens hundert Schlafzimmer, wenn nicht sogar aberhundert», sagte er. «Mindestens», flüsterte Sophiechen. «Das halte ich nicht aus», stöhnte der GuRie. «Wie soll ich denn das Zimmer finden, wo die Königin schläft?» «Komm, wir gehen etwas dichter ran und gucken mal», flüsterte Sophiechen.

Der GuRie glitt schwebend vorwärts durch die Bäume. Plötzlich blieb er ruckartig stehen. Das große Ohr, in dem Sophiechen saß, begann sich zu drehen. «Hey!» flüsterte Sophiechen. «Du kippst mich gleich runter!» «Pschscht!» flüsterte der GuRie zurück. «Ich hör was!» Hinter einem dichten Gebüsch ging er in Deckung und wartete ab. Das Ohr drehte sich noch immer, erst so herum, dann andersherum. Sophiechen mußte sich ganz fest am Ohrenrand anklammern, um nicht herauszukullern.

Der GuRie zeigte durch eine Lücke zwischen den Bü-schen, und was sah sie da? Keine zwanzig Meter entfernt sah sie einen Mann leise über den Rasen trotten mit einem großen scharfen Hund an der Leine. Der GuRie erstarrte zu Stein. Sophiechen auch. Der Mann und der Hund gingen weiter und verschwanden im Dunkel der Nacht.

«Du hast mir aber erzählt, es gibt keine Soldaten im Garten hinter dem Ballast», flüsterte der GuRie. «Das war auch kein Soldat», flüsterte Sophiechen. «Das war so etwas Ähnliches wie ein Nachtwächter. Wir müssen uns in acht nehmen.»

«Lieber in neun oder zehn nehmen», meinte der GuRie. «Aber zuviel Angst hab ich nicht. Meine tollen Ohren hören sogar, wenn am anderen Ende des Gartens ein Mann auch nur atmet!»

«Wie lange wohl noch, bis es hell wird?» flüsterte Sophiechen.

«Sehr kurz wohl noch», sagte der GuRie leise. «Wir müssen jetzt dalli machen!»

Damit glitt er weiter durch den großen Garten, und dem kleinen Sophiechen fiel es wieder auf, wie er beim Gehen scheinbar mit den Schatten verschmolz. Seine Füße bewegten sich vollkommen geräuschlos, sogar wenn er auf den Kieswegen lief.

Unversehens standen sie ganz dicht vor der Rückseite des großen Palastgebäudes. GuRies Kopf reichte bis zu den Fenstern der ersten Etage, und Sophiechen, die ja in seinem Ohr kauerte, hatte natürlich dieselbe Augenhöhe. Sämtliche Fenster hatten zugezogene Vorhänge. Nir-gendwo war Licht zu sehen. Aus der Ferne konnten sie das gedämpfte Rauschen des Verkehrs an der Hyde Park Corner hören.

Der GuRie blieb stehen und hielt sein anderes Ohr - das ohne Sophiechen - gegen das erste Fenster. «Nein», flüsterte er.

«Wonach horchst du denn?» flüsterte Sophiechen. «Nach Atmen», wisperte der GuRie. «Ich kann an der Atemstimme hören, ob es ein Männchen ist oder ein Weibchen. Das hier ist ein Männchen. Er grunzelt ein bißchen.»

1 ... 22 23 24 25 26 27 28 29 30 ... 39
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)