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Himmel in Flammen

Электронная книга - «Himmel in Flammen». Краткое содержание книги:

Nur sie würde seinen Schmerz heilen können. Sie allein hatte sich nie wirklich unterworfen. Sie war wild, so wie der eisige Norden, aus dem sie gekommen war: Nandalee. Und nun stand sie in seiner Höhle und zog die Klinge, die er einst selbst erschaffen hatte ...
Mit letzter Kraft flohen die Menschen aus dem ewigen Eis zurück in die südlicheren Gefilde Nangogs - besiegt und gedemütigt von den Kriegern der Daimonen. Erst als ein einzigartiger Wolkensammler mit einer mysteriösen Fracht über Volodis Palast vor Anker geht, schöpfen der Unsterbliche und sein bester Freund Aaron wieder Hoffnung. Es gibt eine Waffe gegen die scheinbar unbesiegbaren Drachen!
Doch auch die mächtigen Himmelsschlangen sind auf diese Waffe aufmerksam geworden. Während sie eine Armee von Zwergen in die Hafenstadt Asugar senden, um die Menschen endgültig zu schlagen, soll einer einzigen Drachenelfe, Nandalee, das Unmögliche gelingen: noch vor den Menschen die Waffe finden und bergen. Aber wird es Nachtatem, ihrem Herrn, wirklich gelingen, die Elfe noch einmal für seine Ziele in den Kampf zu schicken? Dieselbe Elfe, die ihm nahe kam wie niemand sonst und die zugleich sein Ende bedeuten könnte? Als aus dunklen Prophezeiungen Gewissheit wird, zeigt sich: Das Schicksal aller wird sich auf der magischen Welt Nangog entscheiden …
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Der Feind am Horizont war nur eine undeutliche, dunkle Masse. Sie kam langsam näher. Etwas stimmte mit der verdammten Daimonenflotte nicht. Sie war kleiner, als er erwartet hatte. Und die Schiffe flogen so dicht zusammen, dass sie wie ein Klumpen erschienen. Warum taten sie das?

Nervös trommelten seine Finger auf den Hals des Bären. Die Sonne stand hoch am Himmel. Gerade war die Mittagsstunde verstrichen. Er hasste es, einfach nur dazusitzen. Und er wusste, die meisten seiner Männer empfanden ähnlich.

Er sah zu den anderen Schiffen, die an den Ankertürmen lagen. Fast zweihundert Himmelsreiter warteten auf den Flaggschiffen der Unsterblichen darauf loszuschlagen. Sie waren die ungestümsten Krieger der sieben Königreiche. Volodi wünschte sich, dass endlich einer von ihnen die Befehle missachtete. Dann würde auch er losfliegen, ganz gleich, was der Große Bär von ihm verlangt hatte.

»Kommt schon«, murmelte er. »Einer von euch bricht jetzt den Befehl!«

Er suchte den Himmel mit Blicken ab. Kein Silber glänzte dort. Nun denn, auch so würde er die Ehre haben, als Erster zu kämpfen. Wenn die Angriffsflotte nicht im letzten Moment abschwenkte, würde sie genau in seinem Abschnitt über der Goldenen Stadt ankommen. Seine Schiffe würden als erste im Gefecht stehen. Seine … Etwas berührte ihn kühl und glitschig an der Wange. Ein Tentakel. Die Gedanken von Wind vor regenschwerem Horizont im Frühlingsmorgenlicht über dem Grünen Meer flossen in seinen Kopf.

Sie haben keine Wolkensammler. Sie greifen mit einer fliegenden Insel an. Weißt du, wie man einen großen Steinhaufen besiegt?

Volodi musste an das steinerne Schiff denken, von dem Arcumenna beim Treffen der Unsterblichen gesprochen hatte.

»Verdammter Bärenschiss!«, fluchte er erneut.

Wie sollen uns die Fäkalien von verfluchten Bären helfen, in dieser Schlacht zu gewinnen?, erkundigte sich Wind vor regenschwerem Horizont sehr ernsthaft. Der Wolkensammler mochte ein Philosoph und unglaublich intelligent sein, aber er hatte nie verstanden, dass er nicht alles, was Menschen sagten, wörtlich nehmen sollte.

»Es wird bestimmt genügen, wenn wir alle umbringen, die auf diesem Steinschiff hocken. Und natürlich auch die, die stehen«, ergänzte er, bevor es eine weitere Frage gab.

Dann werde ich das meinen Brüdern sagen und … Oh, sie haben auch schon Befehle erhalten. Subai will alle Daimonen mit Pfeilen spicken. Und Necahual fordert gerade seine Männer auf, ihm die Köpfe der Daimonen zu bringen.

»Da sehe ich keinen Widerspruch – Hauptsache, sie sind tot.« Volodi kniff die Augen zusammen, um das Ding am Horizont besser zu erkennen. Es war furchteinflößend groß. Aber groß waren ihre Wolkensammler auch. Sie würden siegen.

Der Feind war weniger als eine Meile entfernt. Deutlich konnte Volodi die Drachen erkennen, die um die schwebende Insel herum ihre Kreise zogen. Es sah so aus, als hätten auch sie den Befehl bekommen, nicht voranzustürmen.

Darf ich gleich den Ankerturm loslassen?

Spürte er da so etwas wie Angst bei Wind vor regenschwerem Horizont? Das kannte er bisher noch nicht von seinem Wolkensammler.

Ich fürchte mich nicht, aber diese fliegende Insel hat eine viel größere Masse als ich. Meine Tentakel werden zerreißen, der Ankerturm wird auf deinen Palast stürzen, und auch ich und dieses Schiff werden erheblich beschädigt werden, wenn wir zusammenstoßen. Und all das, ohne diese Insel in ihrem Flug nennenswert aufzuhalten. Steine nehmen in aller Regel sehr wenig Schaden, wenn man mit Fleisch auf sie einschlägt.

»Dann lass den Turm los«, sagte Volodi halblaut. Augenblicklich spürte er die Erleichterung des Wolkensammlers.

Die Insel war jetzt so nah, dass er erkennen konnte, dass sie aus verschiedenen Felsblöcken zusammengefügt war. Wahrscheinlich wurden sie von Tauen oder Ketten zusammengehalten. Etwas, das so hell in der Sonne funkelte, dass er es nicht erkennen konnte, ragte aus dem vordersten Felsblock. Auf den Steinen wuchsen Bäume. Und zwischen den Bäumen war etwas, das sich drehte. Windmühlenflügel? Er würde gar nicht erst versuchen zu verstehen, was die Daimonen dort in den Himmel gesetzt hatten. Er würde es einfach nur zerstören.

Volodi gab seinem Bären ein Zeichen, sich ein wenig zu drehen, sodass er nun auf seine Männer blicken konnte. Sie waren ein wilder Haufen! Angeber, Kraftprotze, großartige Säufer und Weiberhelden. Mit ihren prächtigen Bärten, den bronzenen Kürassen und den Helmen, die sie mit Vogelschwingen geschmückt hatten, boten sie einen großartigen Anblick. Sie waren die besten Männer, die je ein Fürst Drusnas befehligt hatte.

»Sieht so aus, als wären den Daimonen ihre Wolkensammler davongeflogen«, rief er über das Flugdeck. »Ein paar Drachen und ein Haufen schwebender Steine sind ihr letztes Aufgebot. Heute wird der Tag sein, an dem wir ihnen derart die Scheiße aus den Därmen prügeln, dass sie niemals wiederkehren. Ich weiß, ihr brennt darauf genauso sehr wie ich. Also zeigt es ihnen! Ich weiß, wir können siegen. Sie haben nur eine einzige Waffe, die euch gefährlich werden kann: hübsche Mädels, die euch bezaubernd anlächeln, um euch die Kehle durchzuschneiden, sobald ihr versucht, sie zu küssen. Also, Jungs, das Knutschen kommt nach der Schlacht mit den Schankmaiden, die in der Großen Halle auf euch Hurenböcke warten. Jetzt gilt es, Klinge gegen Klinge zu fechten!«

Zufrieden sah Volodi die Kampflust in den Augen seiner Männer. Sie würden ihm überallhin folgen. Er wendete seinen Bären. Das verdammte Steinschiff war nur noch hundert Schritt entfernt. Schon schwärmten ihnen die ersten Drachen entgegen. Länger zu warten würde heißen, seine Männer der Gefahr auszusetzen, dass ein Flammenstrahl sie auf dem engen Flugdeck erwischte. Er löste die Lanze aus der Halterung an der Flanke des Bären, stieß sie in die Luft und schrie aus Leibeskräften. »Los, ihr Bastarde! Ziehen wir ihnen die Schuppen über die Ohren!«

Er schlug seinem Bären mit der flachen Hand auf den Hals. »Los, Stinker! Auf in den Kampf.«

Schwerfällig und mit knirschenden Gelenken setzte sich sein metallener Kampfgefährte in Bewegung. Kaum machte er einen Schritt über die Kante des Flugdecks, war es wie immer. Er stürzte wie ein Stein der Stadt entgegen. Volodi schloss die Augen und stieß einen inbrünstigen Fluch aus, während Stinker schwerfällig mit seinen Flügeln schlug. Als der Bär sich fing, waren sie höchstens zwei Schritt über den flachen Häuserdächern der Stadt.

Er war sich nicht sicher, ob dieser verfluchte Bär das absichtlich machte oder ob er tatsächlich so ein lausiger Flieger war. Hart gegen die Schwerkraft ankämpfend, gewann Stinker wieder an Höhe. Flammenstrahlen schossen durch den wolkenlosen Himmel. Nur ein paar Schritt entfernt stürzte einer seiner Männer, zur Unkenntlichkeit verbrannt, der Stadt entgegen.

Ein Drache mit Augen wie aus Glas kam Volodi entgegen. Der Drusnier hielt die Lanze waagrecht neben dem Bären. Der Drache näherte sich ihm leicht von links. Vielleicht war ihm die Waffe noch nicht aufgefallen.

Als das Biest sein Maul mit dolchlangen Fängen aufriss, hob Volodi die Lanze quer vor den Körper. Nicht die ideale Position, einen Drachen abzustechen, dachte er noch, als die Lanzenspitze dem Biest in den Rachen drang. Der Schaft der Waffe wurde ihm so hart vor die Brust geschlagen, dass ihm pfeifend die Luft aus der Lunge entwich.

Der Ruck riss die Lanze aus seiner Hand. Der Drache stieß ein gurgelndes Geräusch aus. Blut spritzte aus seinem Schlund. Er stürzte der Stadt entgegen.

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