Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)
Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)

Электронная книга - «Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:

Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)
1 ... 212 213 214 215 216 217 218 219 220 ... 356
Перейти на страницу:

Sie hatte damit gerechnet, hilflos zu sein, ein Objekt der Begierde. Stattdessen hatte sie ihn festgehalten, gespürt, wie er vor Sehnsucht erzitterte, während er seine ganze Kraft zurücknahm aus Angst, ihr weh zu tun – und es ihr überließ, sie zu entfesseln, wie es ihr gefiel. Es ihr überließ, ihn zu berühren, zu erregen, ihn zu sich zu rufen, zu befehligen.

Auch hätte sie niemals geglaubt, dass eine solche Zärtlichkeit möglich war, mit der er in ihren Armen aufschrie und erzitterte, seine Stirn fest an die ihre presste, ihr jenen Moment anvertraute, in dem sich seine Stärke so plötzlich in Hilflosigkeit verwandelte.

»Es tut mir leid«, sagte er leise in ihr Ohr.

»Was?« Sie langte hinter sich, streichelte seinen Oberschenkel. Das konnte sie jetzt. Sie konnte ihn überall berühren, sich daran erfreuen, wie sich sein Körper anfühlte, wie er schmeckte. Sie konnte es kaum erwarten, dass es Tag wurde und sie ihn nackt sehen konnte.

»Das hier.« Er machte eine kleine Geste mit der Hand, die die Dunkelheit erfasste, die sie umgab, und das harte Stroh, auf dem sie lagen. »Ich hätte warten sollen. Ich hätte gern gehabt, dass es für dich … gut ist.«

»Es war sehr gut für mich«, sagte sie leise. Eine flache Furche lief an der Seite seines Oberschenkels entlang, dort, wo sein Muskel eingekerbt war.

Er lachte ein wenig reuevoll.

»Ich wollte, dass du eine richtige Hochzeitsnacht hast. Weiches Bett, saubere Laken … es hätte besser sein sollen, dein erstes Mal.«

»Weiche Betten und saubere Laken habe ich schon gehabt«, sagte sie. »Aber nicht das hier.« Sie drehte sich in seinen Armen um, griff nach unten und umfasste ihn, die faszinierend veränderliche Masse zwischen seinen Beinen. Er versteifte sich eine Sekunde lang überrascht, dann entspannte er sich und ließ sie machen, was sie wollte. »Es hätte nicht besser sein können«, sagte sie leise und küsste ihn.

Er erwiderte den Kuss, langsam und lässig erkundete er die Tiefen und Höhlungen ihres Mundes, während er ihr den seinen überließ. Er stöhne leise, tief in seiner Kehle, und griff nach unten, um ihre Hand wegzunehmen.

»O Gott, du bringst mich um, Brianna.«

»Tut mir leid«, sagte sie ängstlich. »Habe ich zu fest zugedrückt? Ich wollte dir nicht weh tun.«

Darüber lachte er.

»Das doch nicht. Aber lass das arme Ding doch einen Augenblick in Ruhe, hm?« Mit fester Hand drehte er sie wieder auf die andere Seite und schmiegte seinen Kopf an ihre Schulter.

»Roger?«

»Mm?«

»Ich glaube, ich bin noch nie so glücklich gewesen.«

»Aye? Na, das ist doch schön.« Er hörte sich schläfrig an.

»Selbst wenn – wenn wir nicht zurückkommen, solange wir zusammen sind, macht es mir nichts aus.«

»Wir kommen schon zurück.« Seine Hand legte sich um ihre Brust, sanft wie eine Alge, die um einen Felsen geschmiegt zur Ruhe kommt. »Ich habe dir doch gesagt, es gibt einen anderen Weg.«

»Ja?«

»Ich glaube schon.« Er erzählte ihr von dem Grimoire, jener Mixtur aus sorgfältigen Notizen und verrücktem Geschwafel – und von seiner eigenen Passage durch die Steine von Craigh na Dun.

»Beim zweiten Mal habe ich an dich gedacht«, sagte er leise und spürte im Dunkeln mit dem Finger ihren Gesichtszügen nach. »Ich hab’s überlebt. Und ich bin in der richtigen Zeit rausgekommen. Aber der Diamant, den Fiona mir gegeben hat, war nur noch eine Spur von Lampenruß in meiner Tasche.«

»Also könnte es möglich sein, irgendwie zu – zu navigieren?« Brianna konnte den Hoffnungsschimmer in ihrer Stimme nicht unterdrücken.

»Es könnte sein.« Er zögerte. »Da war ein – ich nehme an, es muss ein Gedicht gewesen sein, oder vielleicht sollte es ein Zauberspruch sein – in dem Buch.« Seine Hand fiel herab, als er es aufsagte.

»Ich erhebe meine Klinge gen Norden,

Wo meine Macht daheim ist,

Gen Westen,

wo die Feuerstelle meiner Seele ist,

Gen Süden,

Wo Freundschaft und Zuflucht leben,

Gen Osten,

Von wo sich die Sonne erhebt.

Dann lege ich meine Klinge auf meinen Altar.

Zwischen drei Flammen setze ich mich nieder.

Drei Punkte definieren eine Ebene, und ich bin gebannt,

Vier Punkte umschließen die Erde, und mein ist ihre Fülle.

Fünf ist die schützende Zahl; auf dass kein Dämon mich aufhält.

Meine linke Hand ist mit Gold bekränzt

Und hält die Kraft der Sonne.

Meine rechte Hand ist in Silber gehüllt,

Und der Mond regiert friedvoll.

Ich beginne.

Granatsteine ruhen in Liebe um meinen Hals.

Ich werde die Treue bewahren.«

Brianna setzte sich hin und legte die Arme um ihre Knie. Sie schwieg einen Augenblick.

»Das ist bekloppt«, sagte sie schließlich.

»Eine staatlich geprüfte Irre zu sein, heißt unglücklicherweise nicht, dass man automatisch unrecht hat«, sagte Roger trocken. Er räkelte sich stöhnend und setzte sich im Schneidersitz ins Stroh.

»Ein Teil davon ist ein traditionelles Ritual, denke ich – da es eine Tradition der alten Kelten ist. Die Stellen mit den Himmelsrichtungen; das sind die ›vier Winde‹, die sich schon lange durch die keltischen Legenden ziehen. Was die Klinge, den Altar und die Flammen angeht, das ist schlicht und ergreifend Hexenkult.«

»Sie hat ihren Mann ins Herz gestochen und ihn angezündet.« Brianna erinnerte sich immer noch genauso gut wie er an den Gestank nach Benzin und verbranntem Fleisch im Steinkreis von Craigh na Dun, und sie erschauerte, obwohl es in dem Schuppen warm war.

»Ich hoffe, wir werden nicht gezwungen sein, uns auch ein Menschenopfer zu suchen«, sagte Roger, doch sein Versuch zu scherzen schlug fehl. »Aber das Metall und die Edelsteine … hattest du irgendwelchen Schmuck an, als du durchgekommen bist, Brianna?«

Sie nickte als Antwort.

»Dein Armband«, sagte sie leise. »Und ich hatte die Perlenkette von meiner Großmutter in der Tasche. Aber den Perlen ist nichts passiert; sie sind heil mit durchgekommen.«

»Perlen sind keine Edelsteine«, sagte er. »Sie sind organisch – wie Menschen.« Er rieb sich mit der Hand über das Gesicht; es war ein langer Tag gewesen, und sein Kopf begann zu brummen. »Silber und Gold dagegen; du hattest das Silberarmband, und an der Perlenkette sind nicht nur die Perlen, sondern da ist auch Gold. Ah – und deine Mutter; sie hat auch Silber und Gold getragen, oder? Ihre Eheringe.«

»Ah-hah. Aber ›drei Punkte definieren eine Ebene, vier Punkte umschließen die Erde, fünf ist die schützende Zahl …‹«, murmelte Brianna vor sich hin. »Hat sie vielleicht gemeint, dass man Edelsteine braucht, um – um das zu tun, was sie vorhatte? Sind das die ›Punkte‹?«

»Könnte sein. Sie hatte Zeichnungen von Dreiecken und Pentagrammen und Listen von verschiedenen Edelsteinen und deren vermutlichen Zauberkräften. Sie hat sich nicht sehr detailliert über ihre Theorien ausgebreitet – das brauchte sie ja auch nicht, weil sie ein Selbstgespräch führte –, aber die Grundidee schien zu sein, dass es Energielinien gibt – sie nannte sie Flurlinien –, die in der Erdkruste verlaufen. Hier und dort verlaufen diese Linien nah aneinander und verknoten sich sozusagen, und überall, wo ein solcher Knoten ist, da ist eine Stelle, wo die Zeit im Wesentlichen nicht existiert.«

»Und wenn man in einen hineintritt, dann könnte man … jederzeit wieder heraustreten.«

1 ... 212 213 214 215 216 217 218 219 220 ... 356
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)