Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Feuer und Stein: 1 (German Edition)
Feuer und Stein: 1 (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Feuer und Stein: 1 (German Edition)

Электронная книга - «Feuer und Stein: 1 (German Edition)». Краткое содержание книги:

Feuer und Stein: 1 (German Edition)
1 ... 186 187 188 189 190 191 192 193 194 ... 245
Перейти на страницу:

»Es wird vorerst noch nicht schneien«, sagte er stirnrunzelnd. »Eine Woche noch, höchstens zwei. Vielleicht schaffen wir es bis dahin nach Beauly.« Tja, schön, meine Gedanken bestätigt zu finden, dachte ich nur.

»Du glaubst, er ist dort?«

Der hagere kleine Schotte zuckte mit den Achseln und zog sich das Plaid noch enger um die Schultern.

»Schwer zu sagen. Er wird nur langsam vorankommen; er muss sich ja tagsüber verstecken und kann keine Straßen nehmen. Und er hat kein Pferd.« Er kratzte sich nachdenklich über das stoppelige Kinn. »Wir können ihn nicht finden; wir sorgen besser dafür, dass er uns findet.«

»Wie denn? Mit Leuchtmunition?«, schlug ich sarkastisch vor. Eins musste man Murtagh lassen; meine Worte konnten so unpassend sein, wie sie wollten, ich konnte mich darauf verlassen, dass er sich verhielt, als hätte ich nichts gesagt.

»Ich habe dein Arzneiköfferchen mitgebracht«, sagte er und wies kopfnickend auf die Satteltaschen am Boden. »Und du hast in Lallybroch einen guten Ruf; die Leute in der Gegend werden wissen, dass du Heilerin bist.« Er nickte vor sich hin. »Aye, das wird gehen.« Und ohne jede weitere Erklärung legte er sich hin, rollte sich in sein Plaid und schlief seelenruhig ein, ohne den Wind in den Bäumen zu beachten, das leise Prasseln des Regens – oder mich.

Ich fand schnell heraus, was er meinte. Wir bewegten uns ganz offen – und langsam – über die größeren Straßen und hielten an jeder Kate, in jeder Siedlung und jedem Dorf an unserem Weg. Und bei jedem Halt verschaffte er sich rasch einen Überblick über die Anwohnerschaft, trieb alles zusammen, was krank oder verletzt war, und brachte mir die Leute zur Behandlung. Da es in dieser Gegend so gut wie keine Ärzte gab, fand sich immer jemand, der etwas auszukurieren hatte.

Während ich mit meinen Tränken und Salben zugange war, plauderte er beiläufig mit den Freunden und Verwandten der Betroffenen und versäumte es dabei nie, den Verlauf unseres Weges nach Beauly zu beschreiben. Wenn es einmal zufällig keine Patienten gab, übernachteten wir trotzdem in den Katen oder Wirtshäusern. Dort sang Murtagh zur Unterhaltung unserer Gastgeber und für unser Abendessen, denn er bestand hartnäckig darauf, dass ich mein Geld aufsparte für den Fall, dass es benötigt wurde, wenn wir Jamie fanden.

Da er von Natur aus ja nicht unbedingt redselig war, brachte er mir einige seiner Lieder bei, mit denen wir uns die Zeit vertrieben, während wir von einem Ort zum nächsten zogen.

»Deine Stimme ist ganz anständig«, stellte er eines Abends wohlwollend fest, nachdem ich mich mit einigem Erfolg an »The Dowie Dens of Yarrow« versucht hatte. »Nicht geschult, aber kräftig und klar. Versuch es noch einmal, dann singst du es heute Abend mit mir zusammen. Es gibt da ein kleines Wirtshaus in einem Ort namens Limraigh.«

»Meinst du wirklich, es wird funktionieren?«, fragte ich. »Was wir hier machen, meine ich.«

Er rutschte etwas im Sattel herum, ehe er antwortete. Er war kein geborener Reiter und sah immer aus wie ein Äffchen, das man dressiert hatte, ein Pferd zu reiten, brachte es aber trotzdem fertig, am Ende des Tages taufrisch aus dem Sattel zu steigen, während ich gerade noch in der Lage war, mein Pferd anzubinden, ehe ich davonstolperte und zusammenbrach.

»Oh, aye«, sagte er schließlich. »Früher oder später. Du bekommst doch immer mehr Kranke zu sehen, oder?«

Ich musste zugeben, dass das stimmte.

»Also«, sagte er. »Das heißt, dass sich dein Können herumspricht. Und das ist genau das, was wir wollen. Aber es geht vielleicht noch besser. Deshalb wirst du heute Abend singen. Außerdem …« Er zögerte, als ob ihm sein nächster Vorschlag widerstrebte.

»Außerdem was?«

»Verstehst du etwas von der Wahrsagerei?«, fragte er misstrauisch. Ich verstand den Grund für seine Zurückhaltung, er hatte das Toben der Hexenjagd in Cranesmuir schließlich erlebt.

Ich lächelte. »Ein bisschen. Willst du, dass ich es versuche?«

»Aye. Je mehr wir zu bieten haben, desto mehr Leute werden kommen, um uns zu sehen – und es anderen weitererzählen. Und es wird sich herumsprechen, bis der Junge von uns hört. Und dann finden wir ihn. Willst du es versuchen?«

Ich zuckte mit den Schultern. »Wenn es hilft, warum nicht?«

An diesem Abend absolvierte ich in Limraigh mein Debüt als Sängerin und Wahrsagerin, und das mit beträchtlichem Erfolg. Ich stellte fest, dass Mrs. Graham recht gehabt hatte – es waren die Gesichter, nicht die Hände, die einem die nötigen Hinweise gaben.

Unsere Berühmtheit verbreitete sich Stück für Stück, und in der folgenden Woche kamen die Leute schon aus den Häusern gelaufen, um uns zu begrüßen, wenn wir in ein Dorf hineinritten, und sie überhäuften uns mit Pennys und kleinen Geschenken, wenn wir davonritten.

»Weißt du, wir könnten damit tatsächlich Karriere machen«, stellte ich eines Abends fest, während ich unsere Einnahmen verstaute. »Schade, dass es hier nirgendwo ein Theater gibt – wir könnten eine richtige Varieténummer daraus machen: Murtagh, der Magier, und seine glamouröse Assistentin Gladys.«

Murtagh reagierte zwar nur mit seinem üblichen gleichgültigen Schweigen, doch es stimmte; wir arbeiteten wirklich gut zusammen. Vielleicht lag es ja daran, dass unser Ziel uns einte, obwohl wir zwei so grundlegend unterschiedliche Persönlichkeiten waren.

Das Wetter wurde zunehmend schlechter und unser Tempo noch langsamer, doch wir hatten immer noch kein Wort von Jamie gehört. In der Nähe von Belladrum begegneten wir eines Abends im strömenden Regen einer Gruppe echter Zigeuner.

Ich blinzelte ungläubig, als ich die bunt bemalten Wohnwagen auf der Lichtung an der Straße entdeckte. Es sah haargenauso aus wie das Zigeunerlager, das jedes Jahr nach Hampstead kam.

Die Menschen sahen ebenfalls genauso aus: dunkelhäutig, fröhlich, laut und herzlich. Eine Frau, die unser Zaumzeug klirren hörte, steckte den Kopf aus einem Wohnwagenfenster. Sie betrachtete uns einen Moment, dann stieß sie einen Ausruf aus, und es wimmelte plötzlich von grinsenden braunen Gesichtern unter den Bäumen.

»Lass mich deine Geldbörse aufbewahren«, sagte Murtagh ernst, während er den jungen Mann beobachtete, der munter auf uns zustolziert kam, ohne den Regen zu beachten, der ihm das farbige Hemd durchtränkte. »Und wende nie jemandem den Rücken zu.«

Ich war vorsichtig, doch man hieß uns mit weitschweifigen Gesten willkommen und lud uns zum Abendessen ein. Es roch köstlich – eine Art Eintopf –, und ich nahm die Einladung begeistert an, ohne auf Murtaghs mürrische Spekulationen zu achten, von welchem Tier wohl die Fleischeinlage stammen mochte.

Sie sprachen nur wenig Englisch und noch weniger Gälisch; wir verständigten uns weitgehend mit Hilfe von Gebärden und einer Art Räuberlatein, das seinen Ursprung vor allem im Französischen zu haben schien. Es war warm und gemütlich in dem Wohnwagen, in dem wir aßen; Männer, Frauen und Kinder bedienten sich zwanglos aus Schüsseln, hockten dort, wo sie gerade Platz fanden, und löffelten den köstlichen Eintopf mit Brotstücken auf. Es war das Beste, was ich seit Wochen zu essen bekommen hatte, und ich aß, bis ich aus den Nähten zu platzen drohte. Danach bekam ich zwar kaum Luft zum Singen, tat aber mein Bestes. An den schwierigen Stellen summte ich nur mit und überließ Murtagh die erste Geige.

Unser Auftritt wurde mit jubelndem Applaus aufgenommen, und die Zigeuner zeigten sich erkenntlich, indem ein junger Mann zur Begleitung einer betagten Geige ein inbrünstiges Klagelied sang. Ein kleines Mädchen von etwa acht Jahren schlug mit großem Ernst ein Tamburin dazu.

Während Murtagh in den Dörfern und Katen sehr vorsichtig mit seinen Fragen gewesen war, legte er bei den Zigeunern völlige Offenheit an den Tag. Zu meiner Überraschung erzählte er ihnen ganz unverhohlen, wen wir suchten; einen Hünen mit Haaren wie Feuer und Augen wie der Sommerhimmel. Überall im Wohnwagen wurden fragende Blicke gewechselt, doch die Zigeuner schüttelten ebenso einstimmig wie bedauernd die Köpfe. Nein, sie hatten ihn nicht gesehen. Doch … Und hier deutete ihr Anführer, der junge Mann mit dem purpurfarbenen Hemd, der uns anfangs willkommen geheißen hatte, pantomimisch die Entsendung eines Boten an, sollten sie dem Mann begegnen, den wir suchten.

1 ... 186 187 188 189 190 191 192 193 194 ... 245
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)