Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
Das flammende Kreuz: Roman (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)

Электронная книга - «Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
1 ... 182 183 184 185 186 187 188 189 190 ... 424
Перейти на страницу:

»Nun, sie sind ziemlich vulgär«, sagte ich skeptisch, »und fürchterliche Snobs, aber ich glaube, er ist wirklich reich. Er besitzt eine Brauerei, glaube ich. Aber frag Jocasta, sie wird es mit Bestimmtheit wissen.«

»Ziemlich vulgär«, äffte sie mich näselnd nach und grinste. »Wer ist denn hier der Snob?«

»Ich bin kein Snob«, sagte ich würdevoll. »Ich habe nur ein gutes Auge für gesellschaftliche Nuancen. Hast du deinen Vater und Duncan irgendwo gesehen?«

»Duncan nicht, aber Pa ist mit Mr. Campbell da unten bei den Bäumen.« Sie wies hilfsbereit in die entsprechende Richtung, und ich erspähte Jamies leuchtendes Haar und seinen roten Tartan, ein feuriger Glanz am unteren Ende des Rasens. Von Duncans scharlachrotem Rock war jedoch keine Spur zu sehen.

»Verflixter Kerl«, sagte ich. »Wo steckt er nur?«

»Ist zum Klo gegangen und hineingefallen«, meinte Brianna. »Okay, reiß dich am Riemen, wir gehen ja schon!«, fügte sie an Jemmy gewandt hinzu, der jammerte, als stünde er kurz vor dem Verhungern. Dann verschwand sie im Haus.

Ich zog mir mein Schultertuch zurecht und schlenderte über den Rasen, um mich Jamie anzuschließen. Gerade wurde den Gästen ein Picknicklunch serviert, und ich schnappte mir im Vorübergehen ein Mohnbrötchen und eine Scheibe Schinken vom Buffet und machte mir rasch ein improvisiertes Sandwich, um mein Magenknurren zur Ruhe zu bringen.

Die Luft war immer noch kühl, doch die Sonne stand jetzt hoch am Himmel und wärmte mir die Schultern; es war eine Erleichterung, zu den Männern in den Schatten des kleinen Eichenhains zu treten, der am unteren Ende des Rasens stand. Es waren Ziereichen, deren Blätter, die sich wie Babyhände entfalteten, bereits zu sprießen begannen. Was hatte Nayawenne mir über Eichen erzählt? Oh, ja; man pflanzte Mais, wenn die Eichenblätter die Größe eines Eichhörnchenohrs erreichten.

Demzufolge konnten die Sklaven jetzt täglich mit dem Anpflanzen des Maises im Gemüsegarten von River Run beginnen. Doch auf dem Berg würde es noch Wochen dauern, bis die Eichenblätter zum Vorschein kamen.

Jamie hatte offensichtlich gerade etwas Lustiges gesagt, denn Campbell machte das leise, krächzende Geräusch, das bei ihm für ein Lachen durchging, während er mich mit einem Kopfnicken begrüßte.

»Dann will ich Euch jetzt Euren eigenen Angelegenheiten überlassen«, sagte er zu Jamie, als er die Fassung zurückerlangte. »Aber lasst mich rufen, wenn es nötig ist.« Er hielt sich die Hand über die Augen und spähte zur Terrasse hinauf.

»Ah, der verlorene Sohn kehrt zurück. In Shillings, Sir, oder Brandyflaschen?«

Auch ich drehte mich um, und sah, wie Duncan die Terrasse überquerte und im Vorübergehen den Gratulanten schüchtern zulächelte. Ich muss ein verwirrtes Gesicht gemacht haben, denn Mr. Campbell verneigte sich vor mir, den trockenen Mund vor Belustigung verzogen.

»Ich habe Eurem Gatten eine kleine Wette vorgeschlagen, Madam.«

»Fünf gegen eins auf Duncan«, erklärte Jamie. »Dass er und meine Tante ein gemeinsames Bett haben, meine ich.«

»Ach du liebe Güte«, sagte ich ziemlich unwirsch. »Gibt es hier eigentlich irgendjemanden, der sich über etwas anderes unterhält? In euren Köpfen muss es ja aussehen wie in einer Sickergrube.«

Campbell lachte, dann wandte er sich ab, durch das Drängen eines seiner kleinen Enkel abgelenkt.

»Sag nicht, du hast dich das nicht auch schon gefragt.« Jamie stieß mich sanft an.

»Selbstverständlich nicht«, sagte ich streng. Das stimmte auch – aber nur, weil ich es schon wusste.

»Oh, selbstverständlich«, sagte er, und einer seiner Mundwinkel kräuselte sich. »Dabei steht dir die Lüsternheit doch ins Gesicht geschrieben wie einer Katze die Schnurrhaare.«

»Was willst du denn damit sagen?«, fragte ich herausfordernd, öffnete aber für den Fall, dass er Recht hatte, den Fächer und verdeckte meine untere Gesichtshälfte. Ich blinzelte über die elfenbeinfarbene Spitze hinweg und klimperte in gespielter Unschuld mit den Wimpern.

Er gab einen verächtlichen, schottischen Kehllaut von sich. Dann sah er sich rasch um, bückte sich und flüsterte mir ins Ohr.

»Ich will damit sagen, dass du so wie jetzt aussiehst, wenn du möchtest, dass ich zu dir ins Bett komme.« Ein warmer Atemhauch bewegte das Haar über meinem Ohr. »Möchtest du das?«

Ich schenkte Mr. Campbell, der uns über den Kopf seines Enkels hinweg interessiert betrachtete, ein strahlendes Lächeln, ließ den Fächer ganz aufschnappen, um ihn als Schutzschild zu benutzen, und stellte mich auf die Zehen, um meinerseits Jamie etwas ins Ohr zu flüstern. Ich sank wieder auf meine Fersen zurück, lächelte ihn sittsam an und fächelte vor mich hin, was das Zeug hielt.

Jamie machte ein leicht schockiertes, aber definitiv erfreutes Gesicht. Er warf einen Blick auf Mr. Campbell, doch dieser hatte sich zum Glück abgewandt und sich anderswo in ein Gespräch verwickeln lassen. Jamie rieb sich die Nase und betrachtete mich voll intensiver Spekulation, und seine dunkelblauen Augen verweilten auf dem tiefen Ausschnitt meines neuen Kleides. Ich senkte den Fächer geziert vor mein Dekolleté.

»Äh … wir könnten …« Sein Kopf ruckte blitzartig hoch, und er suchte unsere Umgebung abschätzend nach abgeschiedenen Stellen ab, dann senkte er sich wieder, von meinem Fächer angezogen, als sei dieser ein Magnet.

»Nein, könnten wir nicht«, informierte ich ihn und verbeugte mich lächelnd in Richtung der ältlichen Damen MacNeil, die hinter ihm vorbeischlenderten. »Jede Ritze im Haus ist mit Menschen gefüllt. Dasselbe gilt für die Scheunen und Nebengebäude. Und falls du an ein Rendezvous unter einem Busch am Ufer gedacht hattest, vergiss es. Dieses Kleid hat ein verflixtes Vermögen gekostet.« Ein Vermögen in illegalem Whisky, aber dennoch ein Vermögen.

»Oh, das weiß ich sehr wohl.«

Sein Blick wanderte langsam an mir entlang, von den Locken meines aufgesteckten Haars zu den Spitzen meiner neuen Kalbslederschuhe. Das Kleid war aus heller, bernsteinfarbener Seide; Mieder und Saum waren mit seidenen Blattmotiven in Braun- und Goldtönen bestickt, und es passte mir wie angegossen.

»Und das ist es auch wert«, sagte er leise und beugte sich nieder, um mich zu küssen. Ein kühler Luftzug bewegte die Eichenäste über uns, und ich trat dichter an ihn heran und suchte seine Wärme.

Bedingt durch die lange Anreise aus Fraser’s Ridge und das Gedränge der Gäste, die von der bevorstehenden Feier angelockt worden waren, hatten wir selbst seit über einer Woche das Bett nicht mehr geteilt.

Ich war gar nicht so sehr auf eine amouröse Begegnung aus – obwohl ich mit Sicherheit nicht nein gesagt hätte, wenn sich die Gelegenheit ergeben hätte. Was mir fehlte, war einfach nur das Gefühl, seinen Körper dicht bei mir zu haben; in der Dunkelheit die Hand ausstrecken und sie auf die lange Wölbung seines Oberschenkels legen zu können, mich am Morgen zu ihm umdrehen zu können und seine runden, perfekten Pobacken mit Bauch und Oberschenkeln berühren zu können; beim Einschlafen meine Wange an seinen Rücken pressen und den Geruch seiner Haut einatmen zu können.

»Verdammt«, sagte ich. Ich lehnte meine Stirn kurz gegen die Falten seines Spitzenkragens und atmete sehnsuchtsvoll seine Duftmischung aus Kleiderstärke und Mann ein. »Weißt du, wenn deine Tante und Duncan das Bett nicht brauchen, vielleicht …«

»Oh, also hast du es dich doch gefragt.«

»Nein, habe ich nicht«, sagte ich. »Außerdem, was geht dich das eigentlich an?«

»Oh, gar nichts«, sagte er unbeeindruckt. »Ich bin nur heute Morgen schon von vier Männern gefragt worden, ob sie es wohl tun werden – oder schon getan haben. Und das ist doch ein ziemliches Kompliment für meine Tante, oder?«

Das stimmte; Jocasta MacKenzie musste weit über sechzig sein, und doch war es alles andere als undenkbar, dass sie das Bett eines Mannes teilte. Ich hatte schon häufig Frauen kennen gelernt, die dankbar jeden Gedanken an Sex verworfen hatten, sobald ihnen das Ende des gebärfähigen Alters dies ermöglichte – doch Jocasta gehörte nicht dazu. Andererseits …

1 ... 182 183 184 185 186 187 188 189 190 ... 424
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)