Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Feuer und Stein: 1 (German Edition)
Feuer und Stein: 1 (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Feuer und Stein: 1 (German Edition)

Электронная книга - «Feuer und Stein: 1 (German Edition)». Краткое содержание книги:

Feuer und Stein: 1 (German Edition)
1 ... 153 154 155 156 157 158 159 160 161 ... 245
Перейти на страницу:

Lange Zeit später sagte er: »Also gut. Dann erzähle es mir.«

Ich erzählte es ihm. Erzählte ihm alles, stockend, aber zusammenhängend. Ich fühlte mich taub vor Erschöpfung, aber froh, wie ein Kaninchen, das den Fuchs abgehängt hat und vorübergehend Schutz unter einem Baumstamm gefunden hat. Es ist zwar keine endgültige Zuflucht, aber zumindest Raum zum Atemholen. Und ich erzählte ihm von Frank.

»Frank«, sagte er leise. »Dann ist er also noch gar nicht tot.«

»Er ist noch gar nicht geboren.« Wieder spürte ich eine kleine Woge der Hysterie unter meinen Rippen aufsteigen, doch es gelang mir, sie niederzukämpfen. »Genauso wenig wie ich.«

Er brachte mich streichelnd zum Schweigen und murmelte mir beruhigend etwas auf Gälisch zu.

»Als ich dich in Fort William von Randall befreit habe«, sagte er plötzlich, »hast du versucht zurückzukommen. Zu den Steinen. Und … Frank. Darum hast du das Wäldchen verlassen.«

»Ja.«

»Und ich habe dich dafür bestraft.« Seine leise Stimme war voller Bedauern.

»Das konntest du ja nicht wissen. Und ich konnte es dir nicht sagen.« Allmählich wurde ich wirklich sehr schläfrig.

»Nein, ich schätze, das konntest du nicht.« Er zog mir das Plaid enger um die Schultern und steckte es vorsichtig fest. »Schlaf jetzt, a nighean donn. Niemand wird dir etwas tun; ich bin hier.«

Ich vergrub mich an seiner warmen Schulter und ließ meinen ausgelaugten Verstand in das Vergessen sinken. Noch einmal kämpfte ich mich an die Oberfläche, um zu fragen: »Glaubst du mir wirklich, Jamie?«

Er seufzte und lächelte reumütig auf mich hinunter.

»Aye, ich glaube dir, Sassenach. Aber es wäre um einiges leichter gewesen, wenn du einfach nur Hexe wärst.«

Ich schlief wie eine Tote und erwachte kurz nach Tagesanbruch mit furchtbaren Kopfschmerzen und völlig steifen Gliedern. Jamie hatte einen kleinen Beutel Hafer in seinem Sporran und zwang mich, etwas davon mit kaltem Wasser zu essen. Es blieb mir zwar im Hals stecken, doch ich würgte es herunter.

Er ging geduldig und sanft mit mir um, sprach aber nur sehr wenig. Nach dem Frühstück packte er unser kleines Lager schnell zusammen und sattelte Donas.

Nach den jüngsten Ereignissen war ich so betäubt, dass ich gar nicht fragte, wohin wir unterwegs waren. Ich saß hinter ihm und begnügte mich damit, mein Gesicht an seinen breiten Rücken zu legen und mich von den Bewegungen des Pferdes in einen Zustand seliger Trance wiegen zu lassen.

In der Nähe von Loch Madoch kamen wir wieder ins Tal und schoben uns durch den kühlen Morgennebel zum Ufer einer reglosen grauen Fläche. Aus dem Schilf stiegen Wildenten auf, um in ungeordneten Schwärmen über dem Marschland zu kreisen und quakend die letzten Schläfer am Boden zu wecken. Wie als Kontrast zog ein Keil von Gänsen diszipliniert über uns hinweg, und ihre Rufe klangen nach Schmerz und Herzeleid.

Am Mittag des zweiten Tages hob sich der graue Nebel, und eine wässrige Sonne fiel auf Wiesen voller dunkler Ginsterbüsche. Schließlich erreichten wir eine schmale Straße und wandten uns nach Nordwesten. Wieder führte uns der Weg bergauf, erst durch sanfte Hügel, die nach und nach Türmen aus Granit wichen. Unterwegs begegneten wir nur wenigen Reisenden und versteckten uns in weiser Voraussicht im Unterholz, wenn wir Hufschläge hörten.

Die Vegetation verwandelte sich in Kiefernwälder. Ich holte tief Luft und erfreute mich am scharfen Duft des Harzes, obwohl es gegen Abend kalt wurde. Unser Nachtlager schlugen wir auf einer kleinen Lichtung auf, die ein Stück von der Straße entfernt lag. Dort bauten wir uns ein Nest aus Kiefernnadeln und Decken und drängten uns unter Jamies Plaid und seiner Decke dicht aneinander, um uns zu wärmen.

Irgendwann in der Nacht weckte er mich und schlief mit mir, langsam, sanft und wortlos. Ich sah die Sterne durch das Geflecht der Äste blinzeln und schlief unter seinem tröstenden, warmen Gewicht wieder ein.

Am Morgen kam Jamie mir fröhlicher vor, oder zumindest friedlicher, als sei er zu einem schwierigen Entschluss gelangt. Er versprach mir heißen Tee zum Abendessen, ein kleiner Trost in der Kälte. Ich folgte ihm verschlafen zurück auf den Weg und strich mir die Kiefernnadeln und ein paar kleine Spinnen von meinem Rock. Im Lauf des Morgens versiegte der schmale Pfad zu einer schwachen Spur im groben Schwingelgras, die sich im Zickzack zwischen den Felsen hindurchwand.

Ich hatte kaum auf meine Umgebung geachtet, weil ich verträumt die zunehmende Wärme der Sonne genoss, doch plötzlich fiel mein Blick auf eine vertraute Felsformation, und ich schrak aus meiner Erstarrung auf. Ich wusste, wo wir waren. Und warum.

»Jamie!«

Bei meinem Ausruf drehte er sich um.

»Das wusstest du nicht?«, fragte er neugierig.

»Dass wir hierhin gehen? Nein, natürlich nicht.« Mir wurde übel. Der Hügel Craigh na Dun war weniger als eine Meile von uns entfernt; ich konnte seinen buckeligen Umriss durch die letzten Fetzen des Morgennebels sehen.

Ich schluckte krampfhaft. Seit fast sechs Monaten versuchte ich, an diesen Ort zu gelangen. Jetzt, da ich endlich hier war, wäre ich lieber an jedem anderen Ort gewesen. Der Steinkreis auf dem Hügel war von hier unten aus nicht zu sehen, doch er schien ein leises Grauen auszuströmen, das seine Fühler nach mir ausstreckte.

Ein ganzes Stück unterhalb des Gipfels wurde das Terrain zu unsicher für Donas. Wir stiegen ab, banden ihn an eine struppige Kiefer und setzten unseren Weg zu Fuß fort.

Ich keuchte und schwitzte, als wir die Baumgrenze erreichten; Jamie legte keine Anzeichen der Erschöpfung an den Tag, abgesehen von einer leichten Röte über seinem Hemdkragen. Es war still hier oberhalb der Kiefern, doch der Wind pfiff unablässig leise in den Felsspalten. Schwalben schossen über die Klippen, um sich auf der Jagd nach Insekten vom Aufwind tragen zu lassen und dann mit ausgebreiteten Flügeln wieder in die Tiefe zu schießen.

Jamie nahm meine Hand, um mich den letzten Schritt auf das breite Felsplateau hinaufzuziehen. Er ließ sie nicht los, sondern zog mich an sich und betrachtete mich sorgfältig, als prägte er sich meine Gesichtszüge ein. »Warum …?«, begann ich und schnappte nach Luft.

»Hier ist es doch«, sagte er schroff. »Oder?«

»Ja.« Ich starrte den Steinkreis wie hypnotisiert an. »Es sieht alles noch genauso aus.«

Jamie folgte mir ins Innere des Kreises. Er nahm meinen Arm und führte mich entschlossen zu dem gespaltenen Stein.

»Ist er das?«, wollte er wissen.

»Ja.« Ich versuchte, mich ihm zu entziehen. »Vorsicht! Geh nicht zu nah heran!« Sichtlich skeptisch blickte er von mir zu dem Stein. Möglicherweise hatte er ja recht. Ich zweifelte auf einmal selbst an der Wahrheit meiner Geschichte.

»Ich … ich weiß nichts darüber. Vielleicht hat sich das … was immer es ist … ja hinter mir geschlossen. Vielleicht funktioniert es nur zu gewissen Zeiten im Jahr. Beim letzten Mal war es kurz nach Beltane.«

Jamie sah sich nach der Sonne um, die hinter einer dünnen Wolkenschicht als flache Scheibe am Himmel hing.

»Jetzt haben wir fast Samhain«, erwiderte er. »Halloween, der Tag vor Allerheiligen. Das passt doch, oder?« Es war zwar ein Scherz, doch er erschauerte unwillkürlich. »Als du … es durchquert hast. Was hast du getan?«

Ich versuchte, mich zu erinnern. Mir war eiskalt, und ich legte die Hände in meine Achselhöhlen.

»Ich bin durch den Kreis gewandert und habe ihn mir angesehen. Einfach so; es gab keinen festen Weg. Und dann bin ich in die Nähe des Steins mit der Spalte gekommen und habe ein Summen gehört, wie von Bienen …«

Es klang immer noch wie Bienen. Ich fuhr zurück, als hätte ich eine Klapperschlange rasseln gehört.

»Es ist noch da!« Panisch warf ich die Arme um Jamie, doch er schob mich entschlossen von sich, leichenblass, und drehte mich wieder dem Stein zu.

»Was dann?« Der Wind heulte mir scharf in den Ohren, doch Jamies Stimme klang noch schärfer.

»Ich habe die Hand auf den Stein gelegt.«

»Dann tu das.« Er schob mich dichter heran, und als ich nicht reagierte, packte er mein Handgelenk und legte meine Hand fest auf die gefleckte Oberfläche.

1 ... 153 154 155 156 157 158 159 160 161 ... 245
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)