Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Zwerge
Die Zwerge - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Zwerge

Электронная книга - «Die Zwerge». Краткое содержание книги:

Tapfer bewachen die Zwerge des fünften Stammes den Steinernen Torweg, um das Geborgene Land, in dem Menschen, Zauberer und Elben in Frieden leben, vor den üblen Geschöpfen des Gottes Tion zu schützen. Doch eines Tages reicht die Kraft der Äxte nicht mehr aus: Orks und Oger stürmen in riesigen Horden das Tor. Das Tote Land drängt voran und bringt Siechtum und Tod über die tapferen Zwerge; wer auf seinem Boden stirbt, kehrt als untoter Sklave des Bösen zurück. Und zu allem gesellen sich die Albae, grausame Wesen voller Macht und Heimtücke. Der Steinerne Torweg fällt und mit ihm der letzte Zwerg aus dem Stamm der Fünften.
Tausend Sonnenzyklen später wehren sich die Menschen verzweifelt gegen die mörderischen Orks. Zwar haben die sechs großen Zauberer das Tote Land mithilfe von Magischen Schranken aufhalten können, aber unter den Herrschern des Geborgenen Landes befindet sich ein Verräter, und schon erobern Albae die Haine der Elben. In diesen unsicheren Zeiten macht sich der Zwerg Tungdil auf Geheiß des mächtigen Magiers Lot-Ionan, seines Ziehvaters, auf einen Botengang - der unversehens zu einem schicksalhaften Abenteuer auf Leben und Tod gerät...
1 ... 150 151 152 153 154 155 156 157 158 ... 174
Перейти на страницу:

»Jeder würde vor ihm flüchten, Bestie oder nicht.« Narmora stand auf, um weiter zu üben.

Er beobachtete, wie Balyndis eine Esse mit gewöhnlichem Feuer in Gang setzte, das Kettenhemd und das Lederwams auszog und sich eine Lederschürze vor Bauch und Brust band; die Unterwäsche verdeckte wenig von ihrer Haut. Er schlenderte zu ihr, die Neugier trieb ihn. »Was machst du?«

»Stahl.« Sie bat ihn, die Bändel hinter ihrem Rücken zu verknoten. Er trat hinter sie und erhaschte zum ersten Mal einen Blick auf die nackte Haut einer Zwergin. Sie war rosig und von einem dünnen, hellen Flaum überzogen. Da sie wie alle unterwegs kaum Gelegenheit gehabt hatte, sich zu waschen, ging ein intensiver, aber keineswegs schlechter Duft von ihr aus, weniger sauber, aber sehr anregend. »Da wir nicht an die Hochöfen kommen, um aus dem Roheisen Stahl zu machen, behelfe ich mich mit einem einfachen Kniff.«

Seine Hände hatten den Knoten schon lange fertig gebunden, doch nun legten sich seine Finger wie von selbst an ihre kräftige Hüfte. Die Haut fühlte sich glatt und warm an, er ertastete die feinen Härchen.

»Komm nach vorn, damit du siehst, was ich mache.« Er folgte ihrem Wunsch. »Um die Verunreinigungen auszutreiben, gebe ich das Metall in eine flache Pfanne und erhitze es. Der größte Teil der Verunreinigungen verbrennt dabei. Der Nachteil ist, dass wir so nur geringe Mengen Stahl herstellen können. Für einen Axtkopf sollte es genug sein.« Geduldig stand sie da und beobachtete, wie die Temperatur höher wurde und das Metall schmolz. »Hast du so etwas nicht gemacht?«

»Nein«, sagte er bedauernd. »Ich war nur Schmied.«

»Wie viele Schläge brauchst du für einen Hufnagel?«

»Wenn ich mich anstrenge, sieben, wenn ich gedankenlos bin, neun.«

»Das ist sehr gut, Tungdil«, lächelte sie ihn an, und er schmolz wie das Eisen. »Du bist darin so gut wie ich.«

»Und wie lange brauchst du für eine Axt?«

»Wenn ich mich anstrenge, sieben, wenn ich gedankenlos bin, neun«, antwortete sie. »Umläufe natürlich, nicht Schläge. Aber da wir wenig Zeit haben und ich keine Pause machen werden, müsste es in fünf Umläufen zu schaffen sein, ohne dass die Güte darunter leidet.« Sie deutete zum Portal. »Giselbart möchte etwas von dir. Er steht da und winkt.«

Tungdil hob die Hand zum Zeichen, dass er sich auf den Weg machte. »Findest du es nicht auch seltsam, Zwergen zu begegnen, die älter als alles sind, was wir kennen, von den Gebirgen einmal abgesehen?«

»Ich finde es seltsam, dass sie ihre Seelen an das Tote Land verloren haben«, entgegnete sie. »Seltsam und traurig. Ich wünschte, wir könnten ihnen helfen, ihre Seelen zurückzubekommen.«

»Das vermag Vraccas, wir nicht. Und ich bedauere es sehr.« Er lief zu Giselbart, der mit sorgenvoller Miene auf ihn wartete.

»Die Bestien bereiten sich auf einen Angriff vor.«

Tungdil betrachtete die massiven Türen aus Eisen und Bändern, die von den Runen ihres Gottes zusätzlich geschützt wurden. »Sagtest du nicht, die Esse sei sicher?«

»Sie war es, weil sie wohl keinen Grund hatten, sie unbedingt einnehmen zu wollen. Aber da ihr hier seid und die Waffe schmiedet, die Nôd’onns und ihren Fall bedeutet, haben sie ihre Ansichten geändert.« Er zeigte ihm ein verborgenes Guckloch, und Tungdil spähte hinaus.

Aus dem ungeordneten Haufen war innerhalb eines Sonnenumlaufs ein organisiertes Heer geworden, das von Albae geleitet wurde.

Die Oger schafften umgerissene Säulen und Stalaktiten herbei, um sie als Rammböcke zu benutzen. Hinter ihnen rotteten sich verschiedene Abteilungen zusammen, die an Apparaten herumschraubten, aus denen Seilzüge werden könnten.

»Das sieht nicht gut aus. Ich berichte es meinen Freunden«, entschied er. »Welche Verteidigungseinrichtungen haben wir?«

Wortlos hob Giselbart seine Axt.

»Mehr nicht?«

Er hob eine zweite Axt und grinste böse. »Ich verstehe, dass dir das nicht ausreicht. Wir...«

Plötzlich hörten sie gedämpfte Schreie und das Scheppern von Rüstungen; die Oger brüllten auf, die Orks quiekten alarmiert, und die Bogglins kreischten in heller Aufregung.

Was geht da draußen vor? Schnell presste Tungdil sein Auge ans Guckloch und sah, wie die Feuer des Lagers erstarben und zwergengroße Krieger mit aschweißen Gesichtern zwischen den Ungeheuern umhersprangen und etliche niederstreckten; sie zielten dabei auf die Köpfe, um keine Untoten zu schaffen.

Der Überfall währte nicht lange. Sobald die Flammen von neuem entfacht waren, fand sich von den Angreifern keine Spur mehr.

Die Geister der gestorbenen Zwerge! Er erinnerte sich ganz genau an die bleichen Erscheinungen, die ihnen die rätselhafte Warnung gesendet hatten. Dieses Mal fielen sie über diejenigen her, die ihre Ermahnung missachteten und sich weiterhin in ihrem Reich aufhielten. »Weißt du etwas über die Geister der Ahnen?«

»Geister? Nein. Aber solange sie auf unserer Seite kämpfen, habe ich nichts gegen sie«, meinte er und ging los, um den anderen von dem bevorstehenden Angriff der Truppen Nôd’onns zu berichten. Diejenigen, die nichts mit dem Schmieden und den Vorbereitungen zu tun hatten, begannen damit, Steine aus den Wänden zu brechen und sie vor dem Portal aufzustapeln.

Zuerst ging es darum, die Orks draußen zu halten. Darüber, wie sie mit der Feuerklinge hinausgelangen würden, würden sie sich später Gedanken machen.

*

Furgas schaffte es, die in ihn gesetzten Erwartungen noch zu übertreffen. Er hatte nur einen Sonnenumlauf gebraucht, um hinter die Funktionsweise der Ausgleichgewichte des Blasebalgs zu kommen, und verglich das System gern mit dem des Bühnenvorhangs.

Die schadhaften Stellen hatte er bald entdeckt; beim Ausbessern improvisierte er so sicher, wie er es sonst unter den Brettern des Podiums tat, falls eine Vorrichtung während der Theateraufführung versagte. Auch die Schleifsteine drehten sich wieder.

Währenddessen schichteten die anderen Stein um Stein auf, denn die Ungeheuer unternahmen bereits den ersten Eroberungsversuch, wobei sich die Stalaktiten als zu fragil erwiesen und an dem Portal barsten.

Am zweiten Umlauf beschäftigte sich Gandogar unter den widrigsten Umständen mit dem Schleifen der Diamanten; die Werkzeuge Goїmgars halfen ihm dabei immerhin ein wenig. Bavragor hockte an einem Tisch und formte mit seinen Arbeitsgeräten die Widerhaken aus dem Stein; seine Hände bewegten sich mechanisch und ruckartig wie die einer Puppe.

Giselbart bereitete die Schmelzformen für die Edelmetalle vor, während Balyndis sich anschickte, die Axt samt der unterarmlangen Halterung zu formen.

Dazu hatte sie sich in den mittleren Teil begeben, wo die Esse Drachenbrodem stand. Mit jedem Seufzer des mechanisch betriebenen Blasebalgs fauchten die Kohlen, und gelegentlich zuckten weiße Flämmchen auf.

Die Zwergin nutzte drei unterschiedlich geformte Ambosse gleichzeitig; zielsicher wählte sie aus der Reihe von Wolfsmaulzangen, Biberzangen, Winkelzangen und etwa siebzig weiteren die passende aus, um die in der Glut erhitzten Stahlstücke herauszuziehen, sie grob in Form zu schlagen und wieder in ihr heißes Bett zu schieben, wenn die Temperatur nicht mehr passte.

Eine solche Schmiede hatte Tungdil noch nie gesehen. Hatte er sich bei Lot-Ionan mit vier unterschiedlichen Hämmern zufrieden gegeben, so hingen hier fünfzig mit den unterschiedlichsten Köpfen. Dazu kamen Meißel, Feilen, Eisensägen und weitere Werkzeuge, mit denen die Zwergin als Meisterin sicher hantierte.

»Komm, hilf mir«, verlangte sie unerwartet und drückte ihm eine Zange in die Hand. »Schlage das Stahlstück flach, ungefähr so dick wie eine Messerklinge. Danach trennst du es mit dem Keil und schmiedest die Stücke übereinander zusammen.«

Tungdil tat, wie ihm geheißen, ergriff eine der langen Zangen und näherte sich den weiß leuchtenden Kohlenstücken, die eine nie gekannte Hitze ausstrahlten.

1 ... 150 151 152 153 154 155 156 157 158 ... 174
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)