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READ-E-BOOK » Космическая фантастика » Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]
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Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]

Электронная книга - «Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]». Краткое содержание книги:

Seit längerer Zeit wird vom besiedelten Teil der Galaxis aus ein rätselhafter Stern beobachtet: Nicht nur, dass er auf einer engen Bahn um den Mittelpunkt der Milchstraße läuft und hoch in den galaktischen Halo aufsteigt, nach jeweils 215 Jahren Dunkelperiode strahlt er auch plötzlich für 35 Jahre hell auf, um sich dann wieder zu verdunkeln. Als man feststellt, dass der einzige Planet, der ihn umkreist, von intelligenten Wesen bewohnt ist, rüsten die Dschöng Ho, eine friedliche Händlerzivilisation, ein Raumschiff aus, um Kontakt zu der fremden Spezies aufzunehmen. Zugleich jedoch startet das Schiff einer skrupellosen Aufsteiger-Zivilisation — Menschenabkömmlinge, die während der Isolation in die Barbarei abgesunken waren und inzwischen wieder zu Hochtechnologie und Raumfahrt fähig sind. Doch sie sind Barbaren geblieben: Sie überrumpeln die Händler, töten etliche von ihnen und versklaven den Rest. Und genau so gedenken sie mit der Bevölkerung des Planeten zu verfahren, um ihr wissenschaftliches Know-how zu erbeuten. Sie gehen in eine orbitale Lauerstellung und warten ab, bis die Sonne erneut in die Lichtphase tritt und die Bewohner in ihren ›Tiefen‹ aus dem Kälteschlaf erwachen. Aber sie ahnen nicht, dass auf dem Planeten auch jemand lebt, der von ihrer Anwesenheit weiß…
›Eine Tiefe am Himmel‹ wurde mit dem Hugo Gernsback Award und dem John W. Campbell Award als bester Roman des Jahres ausgezeichnet.
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Unnerbei lächelte sie an. »Natürlich. Sonst wäre bei Ihnen der Groschen sofort gefallen. Trotzdem… die Kupfermine ist nur ein Unternehmen am Rande. Und meine Physikerin kennt sich aus. Je länger ich darüber nachdachte, umso mehr kam ich zu dem Schluss, es wäre nett, zu sehen, was da vor sich geht.« Er deutete auf den Beutel mit Gesteinsmehl. »Was ihr hier seht, stammt aus dem dritten Raffinerie-Durchlauf. Die Bergleute der Sinnesgleichen hatten etliche hundert Tonnen äquatorianischen Schiefer durchzuarbeiten, um dieses kleine Päckchen herauszufiltern. Ich vermute, sie filtern es nochmals hundertfach, ehe sie ihr Endprodukt erhalten.«

Schmid nickte. »Und ich wette, dass es in festeren Gewölben als die heiligen Kleinodien der Basser aufbewahrt wird.«

»Klar. Thrakts Gruppe ist nicht an das Endprodukt herangekommen.« Hrunkner tippte mit der Spitze einer Hand auf das Gesteinspulver. »Ich hoffe, das genügt, damit ihr nachweisen könnt, dass wir etwas gefunden haben.«

»O ja, es genügt!«

Unnerbei starrte Scherk überrascht an. »Du hast es seit kaum vier Stunden!«

»Du kennst mich, Hrunk. Dies mag ja ein Ferienort sein, aber ich habe meine Hobbies.« Und ein Laboratorium, um ihnen nachzugehen, kein Zweifel. »In der richtigen Beleuchtung wiegt dein Gesteinsmehl fast ein halbes Prozent weniger als sonst… Glückwunsch, Feldwebel, du hast die Antigravitation entdeckt.«

»Ich…« Triga Tiefschacht war sich ihrer Sache so sicher gewesen, doch bis eben hatte Unnerbei es nicht wirklich geglaubt. »In Ordnung. Herr Sofortanalyse, wie funktioniert es?«

»Keine Ahnung!« Scherk zitterte geradezu vor Entzücken. »Du hast etwas echt Neues entdeckt. Ja, nicht einmal die…« Er schien nach Worten zu suchen, sagte es dann so: »Aber es ist eine vertrackte Sache. Ich habe eine Probe des Staubs noch feiner zermahlen — und weißt du, es schwebt nichts nach oben weg, man kann den ›Antigravitations-Anteil‹ nicht abscheiden. Ich glaube, wir haben eine neue Art von Gruppeneffekt vor uns. Mein Labor hier bringt nicht mehr zustande. Ich werde gleich morgen früh damit nach Weißenberg zurückfliegen. Außer dem magischen Gewicht habe ich noch etwas Seltsames gefunden. Diese Hochlandschiefer haben immer einen Anteil an Diamant-Forams, aber in diesem Zeug sind die kleinsten Forams — die Hexene im Nanometerbereich — um einen Faktor von über tausend angereichert. Ich möchte nach Anzeichen für klassische Felder in dem Staub suchen. Vielleicht vermitteln diese Foramteilchen etwas. Vielleicht…« Und schon verlor sich Scherkaner Unterberg in ein Dutzend Spekulationen und Pläne für ein Dutzend mal Dutzend Tests, um die Wahrheit aus diesen Spekulationen zu extrahieren. Während er sprach, schienen die Jahre von ihm abzufallen. Er hatte noch das Zittern, doch alle seine Hände hatten sich von der Leine seines Geleitkäfers gelöst, und seine Stimme war voller Freude. Es war der Enthusiasmus, der seine Studenten und Unnerbei und Viktoria Schmid angetrieben hatte, eine neue Welt zu erschaffen. Während er sprach, stand Viktoria auf und kam zu ihm, um nahe bei ihm zu sitzen. Sie legte ihre rechten Arme um seine Schultern und knuddelte ihn kurz und heftig.

Unnerbei wurde gewahr, dass er Scherkaner angrinste, von seinen Worten gefesselt. »Erinnerst du dich an all die Schwierigkeiten, in die du dich in der ›Kinderstunde der Wissenschaft‹ gebracht hast? Als du sagtest, der ganze Himmel könne unsere Tiefe sein?

Bei Gott, Scherk, mit diesem Zeug — wer braucht da noch Raketen? Wir können richtige Schiffe in den Weltraum schicken. Wir können endlich herausfinden, was jene Lichter verursacht hat, die wir im Dunkel gesehen haben! Vielleicht können wir dort draußen sogar andere Welten finden.«

»Ja, aber…«, begann Scherkaner, doch plötzlich schwächer, fast, als lasse ihn der erwiderte Enthusiasmus all die Probleme gewahr werden, die zwischen Traum und Wirklichkeit standen. »Aber… hm… wir müssen immer noch mit der Geehrten Pedure und den Sinnesgleichen konkurrieren.«

Hrunkner erinnerte sich an seinen Gang durch den Grundwald. Und wir müssen noch lernen, im Dunkel zu leben.

Die Jahre schienen wieder über Scherkaner gekommen zu sein. Er streckte einen Arm aus, um Mobiy zu streicheln, und legte zwei weitere Hände an die Leine des Tiers. »Ja, es gibt so viele Probleme.« Er zuckte die Achseln, als wolle er sein Alter und die Entfernung zu seinen Träumen eingestehen. »Aber ich kann weiter nichts für die Rettung der Welt tun, bis ich nach Weißenberg komme. Dieser Abend wird für einige Zeit meine beste Gelegenheit sein, zu sehen, wie Mengen von Leuten auf das Dunkel reagieren. Was hast du von unserem Ersten Tag des Dunkels gehalten, Hrunk?«

Herab von den Höhen der Hoffnung, gleichauf mit den Beschränkungen der Spinnheit. »Es war… Furcht einflößend, Scherk. Wir haben alle Regeln eine nach der anderen aufgegeben, und was übrig ist, habe ich heute Nachmittag dort unten gesehen. Sogar… sogar wenn wir gegen Pedure gewinnen, bin ich mir nicht sicher, was uns danach bleibt.«

Das alte Grinsen wanderte über Scherkaner. »So schlimm ist es nicht, Hrunk.« Er kam langsam auf die Füße, und Mobiy führte ihn zur Tür. »Die meisten Leute, die jetzt noch in Calorica sind, sind törichte Reiche, altes Geld… Man muss ein wenig Ausschweifung erwarten. Aber man kann trotzdem noch etwas lernen, wenn man sie beobachtet.« Er winkte der Generalin zu. »Ich werde einen Spaziergang um den Grund des Ringwalls machen, meine Liebe. Diese jungen Leute haben vielleicht ein paar interessante Erkenntnisse.«

Schmid stand von ihren Kissen auf, ging um Mobiy herum, um ihren Gatten kurz zu drücken. »Du nimmst die übliche Sicherheitsgruppe? Keine Tricks?«

»Natürlich.« Und Hrunkner hatte das Gefühl, ihre Forderung sei todernst — dass seit dem Ereignis vor zwölf Jahren Scherkaner und alle Unterberg-Kinder Schutz sehr gut akzeptieren konnten.

Die Jadetür schloss sich sacht hinter Scherkaner, und Unnerbei und die Generalin waren allein. Schmid kehrte zu ihrem Sitzgitter zurück, und das Schweigen dehnte sich lange. Wie viele Jahre war es her, dass er mit der Generalin persönlich gesprochen hatte, ohne dass das Zimmer ringsum voll Personal war? Sie tauschten regelmäßig elektronische Post aus. Unnerbei gehörte nicht offiziell zu Schmids Stab, aber das Kernkraftwerks-Programm war der wichtigste zivile Teil ihres Programms, und er nahm ihren Ratschlag als Befehl, reiste entsprechend ihrem Zeitplan von Stadt zu Stadt, tat sein Bestes, beim Bauen ihre Spezifikationen und ihre Termine einzuhalten — und trotzdem die Geschäftspartner bei Laune zu halten. Fast jeden Tag telefonierte Unnerbei mit ihrem Stab. Mehrmals jährlich trafen sie sich auf Stabsbesprechungen.

Seit den Entführungen… war die Barriere zwischen ihnen ein Festungswall. Die Barriere hatte vorher schon existiert, war Jahr für Jahr mit ihren Kindern gewachsen, doch vor Goknas Tod konnten sie sich immer darüber hinweg die Hand reichen. Jetzt war es ein sehr seltsames Gefühl, mit der Generalin allein hier zu sitzen.

Das Schweigen dehnte sich, die beiden starrten einander an und taten so, als sei das nicht der Fall. Die Luft war schal und kalt, als sei das Zimmer lange Zeit verschlossen gewesen. Hrunkner zwang seine Aufmerksamkeit, über die barocken Tische und Schränkchen zu wandern, alle mit einem Dutzend farbiger Lacke bemalt. Praktisch jedes Stück Holz sah mehrere Generationen alt aus. Sogar die Kissen und ihr bestickter Stoff hatten den übertriebenen Stil der Generation 58. Dennoch sah er, dass Scherk wirklich hier arbeitete. Das Sitzgitter zu seiner Rechten stand bei einem Schreibtisch, der mit Apparaten und Papieren überhäuft war. Er erkannte Unterbergs zittrige Handschrift bei einem Titeclass="underline" ›Videomantie für Hochleistungs-Steganographie‹.

Unvermittelt brach die Generalin das angespannte Schweigen. »Sie haben es gut gemacht, Feldwebel.« Sie stand auf und kam durchs Zimmer, um sich näher zu ihm zu setzen, auf das Gitter vor Scherks Schreibtisch. »Mir war völlig entgangen, was die Sinnesgleichen hier entdeckt hatten. Und wir hätten immer noch keinen Ansatz, wenn Sie nicht zusammen mit Thrakt die Sache in Gang gesetzt hätten.«

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