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READ-E-BOOK » Космическая фантастика » Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]
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Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]

Электронная книга - «Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]». Краткое содержание книги:

Seit längerer Zeit wird vom besiedelten Teil der Galaxis aus ein rätselhafter Stern beobachtet: Nicht nur, dass er auf einer engen Bahn um den Mittelpunkt der Milchstraße läuft und hoch in den galaktischen Halo aufsteigt, nach jeweils 215 Jahren Dunkelperiode strahlt er auch plötzlich für 35 Jahre hell auf, um sich dann wieder zu verdunkeln. Als man feststellt, dass der einzige Planet, der ihn umkreist, von intelligenten Wesen bewohnt ist, rüsten die Dschöng Ho, eine friedliche Händlerzivilisation, ein Raumschiff aus, um Kontakt zu der fremden Spezies aufzunehmen. Zugleich jedoch startet das Schiff einer skrupellosen Aufsteiger-Zivilisation — Menschenabkömmlinge, die während der Isolation in die Barbarei abgesunken waren und inzwischen wieder zu Hochtechnologie und Raumfahrt fähig sind. Doch sie sind Barbaren geblieben: Sie überrumpeln die Händler, töten etliche von ihnen und versklaven den Rest. Und genau so gedenken sie mit der Bevölkerung des Planeten zu verfahren, um ihr wissenschaftliches Know-how zu erbeuten. Sie gehen in eine orbitale Lauerstellung und warten ab, bis die Sonne erneut in die Lichtphase tritt und die Bewohner in ihren ›Tiefen‹ aus dem Kälteschlaf erwachen. Aber sie ahnen nicht, dass auf dem Planeten auch jemand lebt, der von ihrer Anwesenheit weiß…
›Eine Tiefe am Himmel‹ wurde mit dem Hugo Gernsback Award und dem John W. Campbell Award als bester Roman des Jahres ausgezeichnet.
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Und sie lächelte ihn an. »Hallo, Ezr. Benny dachte, du würdest noch etwas haben wollen.« Sie ließ den Container in Haftkontakt mit dem Tisch vor ihm gleiten. Ezr nickte, außerstande, ihr in die Augen zu sehen.

Rita plapperte inzwischen schon auf sie ein; vielleicht bemerkte niemand, wie peinlich ihm die Situation war. »Ohne nach Insider-Neuigkeiten zu fragen, Qiwi, aber wie lautet die neueste Schätzung für der Zeitpunkt der Offenbarung?«

Qiwi lächelte. »Meine Schätzung? Höchstens zwölf Jahre. Der Fortschritt der Spinnen in der Raumfahrt könnte uns zwingen, vorher aktiv zu werden.«

 »Ja.« Rita warf Jau einen Blick zu. »Also, wir haben uns Folgendes gefragt: Angenommen, wir kriegen nicht alles über ihr Computernetz in den Griff. Angenommen, wir müssen Partei ergreifen, einen Mächteblock gegen den anderen ausspielen. Wen würden wir unterstützen?«

Fünfunddreissig

Diamant Eins war über zweitausend Meter lang und fast ebenso breit, bei weitem der größte Felsen im Haufen. Im Laufe der Jahre war der Kristall direkt unter Hammerfest in ein Höhlenlabyrinth verwandelt worden. Die oberen Etagen waren die Labors und Büros. Darunter lagen Tomas’ Privaträume. Unterhalb davon befand sich die jüngste Ergänzung der umgekehrten Architektur: ein linsenförmiger Hohlraum von über zweihundert Metern Durchmesser. Seine Herstellung hatte die meisten Thermograbmaschinen verschlissen, doch Qiwi hatte nichts dagegen eingewandt; es war sogar teilweise ihre Idee gewesen.

Die drei menschlichen Gestalten verloren sich fast in den Dimensionen des Ortes. »Also, ist das beeindruckend, oder ist es nicht beeindruckend?«, fragte Qiwi und lächelte Tomas an.

Nau starrte geradewegs empor, das Gesicht vor Staunen erschlafft. Das kam nicht oft vor. Er hatte es noch nicht bemerkt, doch er hatte sein Gleichgewicht verloren und kippte langsam nach hinten. »Ich… ja. Nicht einmal die Simulation in der Datenbrille ist dem gerecht geworden.«

Qiwi lachte und klopfte ihn sacht zurück in die Senkrechte. »Ich gestehe. In der Simulation habe ich die Lichter nicht gezeigt.« Farbig gleißende Bögen waren in echofreie Höhlungen an der Decke versenkt. Die Lampen verwandelten den Himmel in ein funkelndes Juwel. Indem man ihre Strahlung regelte, war fast jeder Beleuchtungseffekt zu erzielen, immer aber mit einer Regenbogen-Schattierung.

Zu ihrer Rechten starrte auch Papa, doch nicht voller Entzücken und nicht nach oben. Ali Lin stand auf den Händen. Er ignorierte die feine Andeutung von Schwerkraft, während er mit dem Finger gegen die wie Kies geformte Oberfläche stukte, die die Grabmaschinen in dem Diamantfußboden zurückgelassen hatten. »Hier lebt nichts, überhaupt nichts.« Sein Gesicht verzog sich zu einem Stirnrunzeln.

»Das wird der größte Park sein, den du jemals gemacht hast, Papa. Eine Tabula rasa, auf der du arbeiten kannst.« Das Stirnrunzeln ging zurück. Wir werden zusammen daran arbeiten, Papa. Du kannst mich neue Dinge lehren. Dies hier müsste groß genug sein für richtige Tiere, sogar für Flugkätzchen. Die waren eher Traum als Erinnerung, von der Zeit her, die Mama und Papa und Qiwi im Abflug-Temp der Triländer verbracht hatten.

Und Tomas sagte: »Ich bin so froh, dass du mich dazu gedrängt hast. Ich wollte nur ein bisschen mehr Sicherheit, und du hast mir etwas Wunderbares gegeben.« Seine Hände strichen ihren Rücken hinab bis knapp über den Hüften.

»Das wird ein großer Park, sogar nach Dschöng-Ho-Maßstäben. Nicht der größte, aber…«

»Aber wahrscheinlich wird es der beste sein.« Er beugte sich an ihr vorbei, um Ali Lin sacht auf die Schulter zu klopfen.

»Ja.« Ja, wahrscheinlich wird es der beste sein. Papa war immer ein erstklassiger Parkarchitekt gewesen. Und jetzt war er seit fünfzehn Jahren seines Lebens auf sein Fachgebiet fokussiert. In dieser Zeit hatte er jedes Jahr neue Wunder hervorgebracht. Seine Bonsais und Mikroparks waren bereits besser als die besten von Namqem. Sogar die fokussierten Aufsteiger-Biologen waren so gut wie die besten von der Dschöng Ho, da sie nun Zugang zur Biobibliothek der Flotte hatten.

Und wenn das Exil vorüber ist, Papa, wenn du endlich frei bist, dann wirst du wirklich wissen, welche Wunder du vollbracht hast.

Naus Blick ging hin und her über die leere, glitzernde Höhle. Er stellte sich wohl einige von den Landschaften vor, die sie enthalten konnte — Savanne, kühler Regenwald, Wiesenland im Gebirge. Selbst Alis Magie konnte hier nicht mehr als ein Ökosystem gleichzeitig erschaffen, doch es gab Wahlmöglichkeiten… Sie lächelte: »Möchtest du einen See?«

»Was?«

»Code ›Nasswasser‹, in meiner Entwurfsbibliothek.« Und Qiwi stellte ihre eigene Brille auf den Entwurf ein.

»Uhm… davon hast du mir nichts gesagt!«

Über die Diamant-Wirklichkeit der Höhle überblendet war einer von Alis Waldland-Plänen — doch jetzt war der Mittelpunkt der Höhle ein See, der sich immer weiter in die Ferne dehnte, bis er zu Inselbergen gelangte, die Kilometer entfernt zu sein schienen. Ein Segelboot hatte gerade von der baumumstandenen Anlegestelle am Fuße des Hanges unter ihnen abgelegt.

Tomas schwieg einen Augenblick. »Gott. Das ist auf dem Grundstück meines Onkels bei Nordpfote. Ich habe etliche Sommer dort verbracht.«

»Ich weiß. Ich habe es aus deiner Biographie.«

»Es ist schön, Qiwi, auch wenn es unmöglich ist.«

»Nicht unmöglich! Wir haben oben reichlich Wasser; dies hier gibt ein gutes Nebenlager für einen Teil davon ab.« Sie winkte zur Ferne hin, wo sich der See ausbreitete. »Wir graben an der anderen Seite der Höhle noch ein Stück weg und lassen den See bis an die Wand gehen. Wir kriegen genug Bildtapete zusammen, um ein realistisches Fernbild zu erzeugen.« Das stimmte vielleicht nicht. Die Bildtapete von den Schiffswracks hatte unter dem Vakuum erheblich gelitten. Egal. Tomas trug gern Datenbrillen, und die ferne Szenerie konnten sie für die Leute ausmalen, die nicht an den Brillenbildern teilhatten.

»Das ist nicht, was ich meine. Wir können keinen richtigen See haben, nicht bei Mikroschwerkraft. Jedes kleine Felsbeben würde ihn die Wände hochschicken.«

Qiwi ließ ihr Lächeln breiter werden. »Das ist die eigentliche Überraschung. Ich kriege das hin, Tomas! Wir haben Tausende von Servoventilen in den Schiffswracks, mehr, als wir für alle anderen Zwecke gebrauchen können. Wir bringen sie auf Grund des Sees unter und betreiben sie mit einem Netzwerk von Ortern. Es wäre leicht, die Wasserwellen zu dämpfen und den See an Ort und Stelle zu halten.«

Tomas lachte. »Dir gefällt es wirklich, das von Natur aus Unstabile zu stabilisieren, nicht wahr, Qiwi! Nun ja… du hast es beim Felshaufen geschafft, vielleicht kannst du es auch hier.«

Sie zuckte die Achseln. »Klar kann ich das. Bei einer begrenzten Uferlinie könnte ich es sogar mit den Aufsteiger-Ortern.«

Tomas wandte sich ihr zu und schaute sie an, und jetzt sah sie keine Visionen vor seinen Augen. Er war wieder in der harten sterilen Welt der Diamanthöhle. Doch er hatte das Wunder gesehen, und sie wusste, dass es ihm gefallen hatte. »Es wäre wunderbar… eine Menge Ressourcen allerdings, und eine Menge Arbeit.« Arbeit von Nicht-Blitzköpfen, meinte er. Selbst Tomas betrachtete die Fokussierten nicht als richtige Menschen.

»Es würde die wichtigen Sachen nicht behindern. Die Ventile sind Schrott. Orter haben wir im Überfluss. Und Leute schulden mir eine Menge Gefälligkeiten.«

Nach einer Weile führte Nau seine Frau und den Blitzkopf aus der Höhle. Wieder einmal hatte ihn Qiwi überrascht, diesmal auf spektakulärere Weise als üblich. Und verdammt. Das war noch ein Grund, warum sie in Hammerfest die Orter brauchten. Reynolts Leute hatten die Geräte noch nicht freigegeben, aber wie kompliziert konnten die denn sein? Lassen wir das für später. Qiwi hatte gesagt, sie könnte sogar mit Aufsteiger-Ortern eine Art See hinkriegen.

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