Der Splitter im Auge Gottes
- Автор: Нивен Ларриё, Пурнель Джерри
- Год: 2013
- Язык: немецкий
- Год: Wilhelm Heyne
- ISBN: 3-453-21532-X
- Переводчик: Yoma Cap
- Жанр: Космическая фантастика
Электронная книга - «Der Splitter im Auge Gottes». Краткое содержание книги:
Der Splitter ist ein Werk über die Begegnung von Menschen mit einer anderen hochentwickelten Spezies. Niven und Pournelle haben dafür ein schlüssiges Universum generiert und sich weitgehend an die Erkenntnisse der Physik und Astronomie gehalten.
Whitbreads Split trillerte und pfiff ihm etwas zu. »Nennt sie am besten Charlie«, sagte es. »Ihren richtigen Namen könnt ihr nicht aussprechen. Charlie vertritt einen Befehlsgeber, der bereit ist, euch zu helfen. Vielleicht. Auf jeden Fall ist das unsere einzige Chance …«
»Und was unternehmen wir jetzt?« wollte Staley wissen.
»Wir versuchen, Charlies Meister zu erreichen. Dort wird man euch schützen. (Pfiff, Klick, Pfiff.) Äh … ihr könnt ihn König Peter nennen. Wir haben keine Könige, aber dieser Meister ist zur Zeit männlich. Er ist einer der mächtigsten Befehlsgeber, und wenn er mit euch geredet hat, wird er euch vermutlich helfen, sicher heimzukommen.«
»Vermutlich«, sagte Horst bedächtig. »Hör mal, was ist das eigentlich für ein Geheimnis, das ihr so ängstlich hütet?« »Später. Wir müssen hier fort.«
Horst Staley zog seine Laserpistole. »Nein, gleich jetzt. Potter, gibt’s irgend etwas in diesem Museum, mit dem man mit der Lenin Verbindung aufnehmen könnte? Such mal.«
»Aye, aye — ist die Waffe denn wirklich nötig?«
»Such uns ein Funkgerät!«
»Horst, hör doch«, drängte Whitbreads Split. »Die Befehlsgeber wissen, dass ihr irgendwo hier in der Gegend gelandet seid. Wenn ihr zu funken versucht, werden sie das Signal blockieren. Und wenn ihr doch eine Nachricht durchbekommt, werden sie die Lenin vernichten.« Staley versuchte etwas zu sagen, aber das Split fuhr beharrlich fort.
»Oh, ja, das können sie. Es wäre nicht leicht, zugegeben. Dieses Schutzfeld von euch ist recht wirkungsvoll. Aber ihr habt bisher nur gesehen, zu was unsere Techniker imstande sind, ihr habt nie gesehen, wozu die Krieger fähig sind. Wir haben beobachtet, wie eines eurer besten Schiffe zerstört wurde. Wir wissen jetzt, wie das zu machen ist.
Glaubst du, ein kleines Kriegsschiff kann sich gegen die Flotten von hier und den Asteroidenstationen behaupten?«
»Herrgott, Horst, es hat vielleicht recht«, sagte Whitbread.
»Wir müssen den Admiral informieren.« Staley wirkte nicht mehr so sicher, aber seine Waffe schwankte nicht einen Augenblick. »Mr. Potter, fuhren Sie Ihre Befehle aus.«
»Ihr werdet Gelegenheit bekommen, die Lenin zu verständigen, sobald wir in Sicherheit sind«, rief Whitbreads Split, und für einen Momentklang seine Stimme fast schrill vor Aufregung. Dann sagte es ruhiger: »Glaub mir, Horst, es ist der einzige Ausweg.
Außerdem würdet ihr nie imstande sein, irgendeins unserer Kommunikationsgeräte ohne unsere Hilfe zu bedienen. Und wir werden euch nicht helfen, eine Dummheit zu machen. Wir müssen jetzt endlich hier raus!«
Das andere Split trillerte etwas. Whitbreads Split antwortete, und sie unterhielten sich kurz in ihrer seltsamen Zwitschersprache. Schließlich übersetzte Whitbreads Split.
»Wenn nicht die Truppen meines Meisters bald hier sind, dann auf jeden Fall die Krieger des Museumsbewahrers. Ich weiß nicht, auf welcher Seite der Bewahrer in dieser Angelegenheit steht. Charlie weiß es auch nicht. Bewahrer sind steril und nicht ehrgeizig, aber sie wachen sehr eifersüchtig über die ihnen anvertrauten Dinge.«
»Würden sie uns bombardieren?« »Nicht, solange wir hier drin sind. Nein. Dabei würde das Museum zerstört, und Museen sind — wichtig. Aber der Bewahrer wird Truppen herschicken — wenn nicht die meines Meisters vorher hier sind.«
»Warum ist jetzt noch keiner da?« wollte Staley wissen. »Ich höre auch nichts.«
»Um Himmels willen, sie können bereits unterwegs sein! Passt auf, mein Meister — mein früherer Meister — hat die Entscheidungsgewalt über die Menschenforschung gewonnen. Die will sie natürlich nicht verlieren, deshalb wird sie niemand anderen zuziehen. Sie wird versuchen, die hiesigen Machthaber herauszuhalten, und da ihre Domäne die Region um das Schloss ist, dauert es einige Zeit, Krieger hierher zubringen.
Es sind fast zweitausend Kilometer.«
»Euer Flugzeug war ziemlich schnell«, sagte Staley ausdruckslos.
»Ein Vermittler-Flugzeug für Notfälle. Die Meister lassen es nicht zu, dass einer von ihnen solche Flugzeuge einsetzt. Schon euer Auftauchen in unserem System hat beinahe einen Kompetenzen-Krieg ausgelöst. Würde ein Meister seine Krieger ein solches Flugzeug benutzten lassen, würde es gewiss Krieg geben …«
»Haben eure Befehlsgeber denn keine Militärflugzeuge?« fragte Whitbread.
»Sicher, aber die sind langsamer. Trotzdem könnten sie uns zwingen, Deckung zu suchen. Unter diesem Gebäude verläuft eine … Untergrundbahn …«
»Untergrundbahn?« wiederholte Staley misstrauisch. Die Ereignisse folgten einfach zu rasch aufeinander. Er hatte das Kommando ihres kleinen Trupps, aber er wusste nicht, was er tun sollte.
»Natürlich. Hin und wieder kommen doch Besucher in das Museum. Mit der Untergrundbahn dauert es ziemlich lange, vom Schloss hierher zu gelangen. Und wer weiß, was der Bewahrer inzwischen unternimmt? Er könnte sogar die Einmischung meines Meisters verbieten. Wenn er das tut, dann könnt ihr sicher sein, dass er euch töten lässt, damit nicht andere Meister noch hier um euch kämpfen.«
»Etwas gefunden, Gavin?« brüllte Staley.
Potter trat aus dem Eingang eines der modern wirkenden Pfeiler aus Glas und Stahl.
»Nichts, womit ich umgehen könnte. Nichts, das ich auch nur im entferntesten als Funkgerät erkennen könnte. Und das sind die neuesten Bauten. In den älteren ist wahrscheinlich alles komplett verrostet.«
»Horst, wir müssen von hier fort!« drängte Whitbreads Split von neuem. »Wir haben keine Zeit für Unterhaltungen …«
»Diese Krieger könnten mit Flugzeugen bis zur nächsten Station fliegen und nur für den Rest der Strecke die Untergrundbahn benutzen«, gab Whitbread zu bedenken. »Wir sollten wirklich etwas unternehmen, Horst.«
Staley nickte langsam. »Na gut. Wie kommen wir fort? In eurem Flugzeug?« »In dem haben wir nicht alle Platz«, sagte Whitbreads Split. »Aber zwei könnten mit Charlie fliegen, und ich würde …«
»Nein«, unterbrach Staley entschieden. »Wir bleiben beisammen. Könntest du ein größeres Flugzeug herbeirufen?«
»Ich kann nicht einmal sicher sein, dass eines bis zu uns durchkäme. Du hast wahrscheinlich recht. Es wäre besser, beisammen zu bleiben. Also, dann ist die Untergrundbahn der einzige Ausweg.«
»Der bereits voller Feinde sein könnte.« Staley überlegte einen Augenblick lang. Die Kuppel war ziemlich bombenfest, und die verspiegelte Oberfläche ein guter Schutz gegen Laserwaffen. Sie konnten sich hier verschanzen — aber für wie lange? Wie jeder Soldat in Feindesland begann er sich als Gejagter zu fühlen und die nötige misstrauische Vorsicht zu entwickeln.
»Wohin müssen wir, um eine Nachricht zur Lenin durchzubekommen?« erkundigte er sich. Das war auf jeden Fall das Wichtigste.
»In König Peters Domäne. Es sind tausend Kilometer bis dorthin, aber das ist der einzige Ort, wo ihr die Geräte bekommen könntet, um einen nicht auffangbaren Funkspruch abzusenden. Ob es tatsächlich klappt, können wir nicht garantieren, aber es ist die einzige Möglichkeit.«
»Und das Flugzeug können wir nicht benutzen — also gut. Wo ist die Untergrundbahn?
Wir müssen einen Hinterhalt errichten.«
»Hinterhalt?« Das Split nickte zustimmend. »Natürlich. Horst, ich habe wenig Ahnung von Taktik und solchen Dingen. Vermittler kämpfen nicht. Ich versuche nur, euch zu Charlies Meister zu bringen. Du wirst dich darum kümmern müssen, wenn man uns unterwegs umbringen will. Wie gut sind eure Waffen?« »Wir haben nur Handwaffen.
Nicht sehr wirkungsvoll.«
»Im Museum sind noch andere. Das gehört mit zum Zweck eines Museums. Ich weiß aber nicht, welche noch funktionieren.«
»Das wäre einen Versuch wert. Whitbread. Potter. Seht euch nach Waffen um. Also, wo ist diese Untergrundbahn?«