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Электронная книга - «Cäsar Cascabel». Краткое содержание книги:

Dieser Roman ist den meisten Jules-VerneFreunden unbekannt, weil er in allen alten Gesamtausgaben fehlt. Der Artistenfamilie Cascabel wird nach einer Tournee durch die Vereinigten Satten das gesamte Vermögen gestohlen. Trotzdem wollen sie nach Frankreich zurückkehren und beschließen, den Weg über Alaska und das Packeis der Beringstraße zu nehmen. Unendlich viele Abenteuer müssen mit Indianern und Verbrechern bestanden werden, ehe es ein glückliches Ende gibt.
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Betäubt von Kayettens Mitteilung, stand Herr Cascabel mit schlaff herabhängenden Armen und offenem Munde da. Nach einiger Überlegung sagte er:

»Ich bedauere, daß Ortik und Kirschef dieses Geheimnis kennen. Aber da der Zufall es ihnen ausgeliefert hat, so bin ich überzeugt, daß sie es nicht verraten werden!«

»Es ist kein Zufall, der es in ihre Gewalt gegeben hat,« sagte Kayette, »und sie werden es verraten.«

»Sie!. Ehrliche Seeleute!.«

»Herr Cascabel,« erwiderte Kayette, »Graf Narkine schwebt in größter Gefahr!«

»Wie?«

»Ortik und Kirschef sind zwei Verbrecher, welche der Karnossschen Bande angehört haben. Sie sind es, die den Grafen Narkine an der alaskischen Grenze überfielen. Als sie sich in Port-Clarence nach Sibirien eingeschifft hatten, wurden sie auf die Liakhossinseln verschlagen, wo wir ihnen begegnet sind. Was sie vom Grafen Narkine wollen, dessen Leben gefährdet ist, wenn er auf russischem Gebiete erkannt wird, das ist ein Teil seines Vermögens; verweigert er ihnen denselben, so werden sie ihn anzeigen!. Dann ist Herr Sergius verloren, und Sie vielleicht auch!.«

Während Herr Cascabel, von dieser Enthüllung zu Boden geschmettert, Schweigen bewahrte, setzte Kayette ihm auseinander, wie die beiden Matrosen ihr stets verdächtig vorgekommen seien. Es sei nur zu wahr, daß sie Kirschefs Stimme bereits einmal gehört habe. Sie erinnere sich jetzt. Es sei an der alaskischen Grenze gewesen, in dem Augenblick, wo die beiden Bösewichter den Grafen Narkine überfielen, ohne übrigens zu wissen, daß er ein nach Amerika geflüchteter Russe sei. Und dann, in einer der letzten Nächte, während sie mit der Bewachung des Lagers betraut gewesen, habe Kayette sie mit einem fremden Manne davongehen gesehen; sie sei ihnen gefolgt; sie habe einer Unterredung zwischen ihnen und sieben bis acht von ihren früheren Spießgesellen angewohnt. Ortiks sämtliche Pläne seien ihr klar geworden. Indem er die Belle-Roulotte durch den Petschorapaß führte, wo er gewiß war, einer Anzahl von Banditen zu begegnen, sei er entschlossen gewesen, Herrn Sergius und die ganze Familie Cascabel niederzumetzeln. Aber seit er erfahren, daß Herr Sergius Graf Narkine sei, halte er es für besser, demselben mittelst der Drohung, ihn der moskowitischen Polizei zu verraten, eine bedeutende Geldsumme zu erpressen. Man werde warten, bis er in Perm angelangt sei. Weder Ortik noch Kirschef würden bei dieser Angelegenheit figurieren, um im Falle des Mißlingens ihre Stellung zu bewahren. Ihre Genossen würden Herrn Sergius in einem Briefe warnen, ihn um eine Unterredung ersuchen, und so weiter.

Es gelang Herrn Cascabel nur sehr schwer, seine Entrüstung zu zügeln, während er Kayettens Erzählung lauschte. Solche Schufte, denen er so viele Dienste geleistet, die er befreit, genährt, in ihre Heimat zurückgeführt hatte!. Nun, das war ein hübsches Geschenk, eine schöne Rückerstattung, die er da dem Zarenreiche machte!. Wenn es noch Engländer gewesen wären, so würde er wenigstens kein so großes Bedauern empfinden, sie England zurückzugeben!. Ah, die Elenden!. Ah, die Lumpen!

»Und was werden Sie nun thun, Herr Cascabel?« fragte Kayette.

»Was ich thun werde?. Das ist sehr einfach, kleine Kayette!. Ich werde Ortik und Kirschef beim ersten Kosakenposten, auf den wir stoßen, anzeigen und man wird sie hängen.«

»Überlegen Sie, Herr Cascabel,« erwiderte das junge Mädchen. »Sie können das nicht thun!«

»Weshalb nicht?«

»Weil Ortik und Kirschef dann nicht zögern werden, den Grafen Narkine anzuzeigen und mit ihm diejenigen, welche ihm die Rückkehr nach Rußland ermöglicht haben!«

»Zum Teufel, was mich betrifft!« rief Herr Cascabel. »Wenn es sich nur um mich handelte!. Aber Herr Sergius, das ist etwas anderes!. Du hast recht, Kayette, man muß überlegen!.. «

Sehr aufgeregt und ratlos, that er einige Schritte und schlug sich mit der geballten Faust vor den Kopf, um demselben eine

Idee zu entlocken. Dann kam er zu dem jungen Mädchen zurück und fragte sie:

»Du sagst, daß Ortik unsere Ankunft in Perm abwarten und dort seine Helfershelfer handeln lassen will?«

»Ja, Herr Cascabel; und er hat ihnen ernstlich anempfohlen, vor diesem Zeitpunkt nichts zu unternehmen. Daher glaube ich, daß man warten und einstweilen die Reise fortsetzen sollte.«

»Das ist aber hart,« rief Herr Cascabel, »sehr hart!. Die Schurken bei sich behalten, sie nach Perm führen, ihnen nach wie vor die Hand drücken und ein freundliches Gesicht zeigen!. Bei meinen Vätern! Ich habe Luft, sie beim Kragen zu packen und gegen einander zu schlagen. so. so!«

Und Herr Cascabel fuchtelte mit seinen kräftigen Händen hin und her, als ob er in einem Jahrmarktsorchester Cymbel spiele.

»Sie werden sich bemeistern müssen, Herr Cascabel,« begann Kayette von neuem. »Sie gelten für ahnungslos.«

»Du hast recht, mein Kind.«

»Ich möchte nur wissen, ob Sie es für ratsam erachten, Herrn Sergius zu warnen?.«

»Nein. meiner Treu. nein!« antwortete Herr Cascabel. »Es scheint mir vernünftiger, zu schweigen!. Was könnte Herr Sergius machen?. Nichts!. Ich bin da, um für ihn zu wachen. und ich werde wachen!. Überdies, ich kenne ihn!. Um uns nicht weiter zu kompromittieren, wäre er im stande, links abzubiegen, während wir rechts gingen!. Nein!. entschieden nein!. Ich werde schweigen!.«

»Und werden Sie,« fragte Kayette, »Jean nichts davon sagen?.«

»Jean. kleine Kayette?. Ebensowenig!. Er ist feurig!. Er würde sich in Gegenwart jener zwei abscheulichen Banditen nicht bemeistern können!. Er besitzt nicht die Kaltblütigkeit seines Vaters!. Er würde sich gehen lassen!. Nein!. Jean ebensowenig wie Herrn Sergius!«

»Und Frau Cascabel, werden Sie sie nicht in Kenntnis setzen?« fragte Kayette noch.

»Frau Cascabel?. O, das ist etwas anderes!. Eine so hervorragende Frau, die so guten Rat zu erteilen weiß. und bei Gelegenheit auch eine feste Hand hat!. Ich habe nie ein Geheimnis vor ihr gehabt; und dann weiß sie auch so gut wie ich, daß Herr Sergius Graf Narkine ist. ein Flüchtling.«

»Also Frau Cascabel?.«

»Ja, ich werde mit ihr sprechen!. Jener Frau könnte man ein Staatsgeheimnis anvertrauen!. Sie würde sich eher die Zunge abbeißen, als es verraten, und das ist das größte Opfer, dessen eine Frau fähig ist!. Ja!. ich werde mit ihr sprechen!.«

»Kehren wir jetzt in die Belle-Roulotte zurück,« sagte Kayette. »Man darf unsere Abwesenheit nicht bemerken.«

»Du hast recht, kleine Kayette, du hast immer recht!«

»Vor allem, Herr Cascabel, beherrschen Sie sich in Gegenwart von Ortik und Kirschef!«

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Главный герой
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