Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Триллеры » Die Pflicht zu schweigen
Die Pflicht zu schweigen - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Pflicht zu schweigen

Электронная книга - «Die Pflicht zu schweigen». Краткое содержание книги:

San Francisco. Dr. Paige Taylor, eine junge Ärztin, wird wegen Sterbehilfe an einem krebskranken Patienten vor Gericht gestellt. Und - sie gesteht. Doch sie ist keineswegs die gewissenlose, geldgierige Mörderin, die man nach Meinung des Staatsanwalts in ihr vermuten muß. Sie liebt ihren Beruf über alles - trotz der untragbaren Zustände, die an ihrem Arbeitsplatz im Embarcadero County Hospital herrschen. Brutale Zeitpläne und egoistischer Karriereneid verschärfen Paiges Lage und zwingen sie oft zu Entscheidungen am Rande der Legalität. Aber sie handelt immer zum Wohl der Patienten. Die Aussagen ihres Vorgesetzten lauten nicht günstig für die Ärztin. Der Staatsanwalt fordert die Todesstrafe, und das Urteil scheint so gut wie festzustehen...

Über den Autor
Sidney Sheldon, geboren 1917, war ein absolutes Phänomen in der internationalen Buchwelt. Erst mit fünfzig schrieb er seinen ersten Roman Das nackte Gesicht. Seither sind von zahlreiche Bücher erschienen, jedes ein Weltbestseller, jedes in viele Sprachen übersetzt und alle verfilmt. Sidney Sheldon lebte abwechselnd in Los Angeles, Palm Springs und London. 2007 verstarb der Autor.

Ungekürzte Ausgabe Titel der Originalausgabe: Nothing Lasts Forever Originalverlag: William Morrow and Company, Inc., New York
1 ... 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91
Перейти на страницу:

»Doch.«

Gus Venable fühlte sich gleich ein wenig wohler. »Na also«, meinte er herablassend. »Wie können Sie dann aber behaupten, sie sei eine brillante Ärztin?«

»Weil es zufällig die Wahrheit ist.« Barker drehte sich um, so daß er Paige anschauen konnte, und als er von neuem das Wort ergriff, da sprach er auf eine Weise, als befände er sich allein mit ihr im Gerichtssaaclass="underline" »Es gibt Menschen, die dazu geboren sind, Arzt zu werden. Zu diesen seltenen Menschen gehören Sie. Ich habe Ihre Fähigkeiten von Anfang an erkannt. Ich war Ihnen gegenüber hart - zu hart vielleicht -, weil Sie so gut sind. Ich bin so hart mit Ihnen umgesprungen, weil ich erreichen wollte, daß Sie härter gegen sich selbst werden. Ich wollte alles tun, damit Sie vollkommen werden. In unserem Beruf ist für Irrtümer und Fehler kein Platz. Nicht der geringste.«

Paige starrte ihn wie hypnotisiert an; um sie drehte sich alles. Das kam viel zu schnell.

Im Gerichtssaal herrschte gebanntes Schweigen.

»Ich hätte Sie nie und nimmer gehen lassen.«

Gus Venable spürte, wie ihm der Sieg entglitt. Sein Traumzeuge war zum schlimmsten Alptraum seines Lebens geworden. »Dr. Barker - hier ist die Aussage gemacht worden, daß Sie Dr. Taylor beschuldigten, Ihren Patienten Lance Kelly getötet zu haben. Wie ...«

»Das habe ich ihr gegenüber gesagt, weil sie für die Operation letztendlich verantwortlich war. Tatsächlich war der Narkosearzt schuld an Lance Kellys Tod.«

Paige war überwältigt.

Dr. Barker sprach langsam und mit sichtlicher Anstrengung. »Und was John Cronin betrifft und das Geld, das er ihr vermacht hat, so hat Dr. Taylor davon nichts gewußt. Ich persönlich habe mit Mr. Cronin gesprochen. Er hat mir erzählt, daß er Dr. Taylor das Geld hinterlassen wollte, weil er seine Familie haßte, und er hat mir auch mitgeteilt, daß er Taylor bitten wollte, ihn aus seinem Elend zu erlösen. Ich habe dem zugestimmt.«

Die Zuschauer tobten. Gus Venable stand völlig verloren da, mit einem Ausdruck totaler Fassungslosigkeit im Gesicht.

Alan Penn sprang auf. »Euer Ehren, ich beantrage, das Verfahren einzustellen.«

Die Richterin ließ ihren Hammer niedersausen und brüllte: »Ruhe!« Sie musterte die beiden Anwälte. »In meine Räume.«

Richterin Young, Alan Penn und Gus Venable hatten in den Amts-räumen der Richterin Platz genommen.

Gus Venable befand sich in einem Schockzustand. »Ich. ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Er ist ganz augenscheinlich ein kranker Mann, Euer Ehren. Er ist geistig verwirrt. Ich möchte ihn von einer Reihe von Psychiatern begutachten lassen und.«

»Sie können es nicht mal so, mal so haben, je nachdem, wie es Ihnen persönlich gerade paßt, Gus. Sieht ganz so aus, als ob sich Ihr Plädoyer mitsamt all Ihren Argumenten soeben in Rauch aufgelöst hätte. Ich glaube, wir sollten Ihnen weitere Peinlichkeiten ersparen, ja? Ich werde dem Antrag auf Einstellung des Verfahrens stattgeben. Irgendwelche Einwände?«

Langes Schweigen.

»Wohl kaum«, sagte Venable schließlich.

»Eine gute Entscheidung«, kommentierte die Richterin. »Ich will Ihnen noch einen guten Rat geben. Rufen Sie niemals - ich wiederhole: niemals - einen Zeugen auf, es sei denn, Sie wissen vorher, was er aussagen wird.«

Das Gericht tagte erneut. Die Richterin gab eine Erklärung ab: »Meine Damen und Herren Geschworenen, ich danke Ihnen für Ihre Zeit und für Ihre Geduld. Das Gericht stellt das Verfahren in allen Punkten ein. Die Angeklagte ist frei.«

Paige drehte sich um und warf Jason eine Kußhand zu, dann eilte sie zu Dr. Barker, ließ sich auf die Knie nieder und umarmte ihn.

»Ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen danken soll«, flüsterte sie.

»Sie hätten überhaupt nicht in diesen Schlamassel geraten dürfen«, brummte er. »Verdammt töricht von Ihnen. Machen wir, daß wir hier wegkommen, damit wir uns irgendwo in Ruhe unterhalten können.«

Die Richterin hatte es mitgehört. Sie erhob sich und sagte: »Sie dürfen, wenn Sie wollen, für Ihr Gespräch gern meine Amtsräume

benutzen. Das ist das mindeste, was wir für Sie tun können.«

Paige, Jason und Dr. Barker waren in den Räumen der Richterin allein.

Dr. Barker sagte: »Tut mir leid, daß man mir nicht früher gestattet hat, Ihnen zu helfen. Aber Sie wissen ja, wie die gottverdammten Ärzte so sind.«

Paige war den Tränen nahe. »Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie.«

»Dann lassen Sie's bleiben«, knurrte er.

Paige musterte ihn nachdenklich. Plötzlich kam ihr ein Gedanke. »Wann haben Sie mit John Cronin gesprochen?« »Was?«

»Sie haben mich genau verstanden. Wann haben Sie mit John Cronin gesprochen?« »Wann?«

Paige sagte ganz langsam: »Sie sind John Cronin überhaupt nie begegnet. Sie haben ihn gar nicht gekannt.«

Auf Dr. Barkers Lippen zeigte sich der Anflug eines Lächelns. »Nein. Aber ich kenne Sie.« Paige beugte sich vor und warf ihm die Arme um den Hals. »Werden Sie bloß nicht sentimental«, brummte er, mit einem Blick zu Jason. »Sie ist nämlich manchmal sentimental. Geben Sie bloß auf sie acht, sonst bekommen Sie's mit mir zu tun.« »Keine Sorge, Sir«, sagte Jason. »Ich werde auf sie aufpassen.«

Paige und Jason wurden am folgenden Tag getraut. Trauzeuge war Dr. Barker.

Epilog

Paige Curtis eröffnete eine Privatpraxis und ist als Chirurgin am angesehenen North Shore Hospital tätig. Mit der Dollarmillion aus John Cronins Vermächtnis gründete sie in Südafrika eine medizinische Stiftung, die nach ihrem Vater benannt wurde.

Lawrence Barker teilt sich die Praxisräume mit Paige und fungiert als fachärztlicher Berater für Chirurgie.

Arthur Kane wurde von der medizinischen Aufsichtsbehörde Kaliforniens die Lizenz entzogen.

Jimmy Ford ist völlig wiederhergestellt und hat Betsy geheiratet. Ihre erste Tochter nannten sie Paige.

Honey Taft ist mit Sean Reilly nach Irland gezogen und arbeitet als Krankenschwester in Dublin.

Sean Reilly ist ein erfolgreicher Künstler und zeigt bis heute keine Symptome von Aids.

Mike Hunter wurde wegen bewaffneten Raubüberfalls zu Zuchthaus verurteilt und sitzt seine Strafe noch ab.

1 ... 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)