Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне

Электронная книга - «Die Gebrüder Kip». Краткое содержание книги:

Hinter diesem harmlosen Titel verbirgt sich ein aufregender Kriminalfall, bei dem die Brüder Kip zu Unrecht beschuldigt werden. Aber wie wollen sie ihre Unschuld an dem Mord am Kapitän ihres Schiffes beweisen? Alles spricht gegen sie, bis der Reeder Hawkins seine detektivischen Nachforschungen aufnimmt und verblüffende Details entdecken kann, die schließlich zur Ermittlung der Täter führen.
1 ... 83 84 85 86 87 88 89 90 91 ... 113
Перейти на страницу:

Nach seiner Besichtigung wollte Skirtle mit der ganzen Familie schon den Wagen wieder besteigen, als von der, die Landenge abschließenden Pfahlreihe her laute Rufe ertönten. Gleichzeitig wurde auch ein wütendes Bellen hörbar, das von den Hunden herrührte, die dort angebunden waren.

Einer davon hatte seine Kette gesprengt und war, von den Rufen der Wachtposten noch wütender gemacht, nach der Seite des Waldes gestürmt, während die übrige Meute ihm laut nachbellte.

Anfänglich hätte man vermuten können, daß die Dogge sich auf die Sträflinge stürzen würde, deren gelbe Tracht dem Tiere ja bekannt war. Durch die Rufe erschreckt, sprang es aber dem Walde zu, ehe die Wachtposten es hatten aufhalten können.

Dem Kapitän kam es nun darauf an, schnell den Wagen zu besteigen und davonzufahren, ehe die Pferde durch die wütende Dogge vielleicht scheu gemacht würden. Leider erschraken diese gar zu schnell, und ohne daß der Kutscher sie bändigen konnte, rasten sie mit dem leeren Wagen in der Richtung auf Port-Arthur davon.

»Hierher!, Hierher!« rief Skirtle seiner Gattin und seinen Kindern zu, die er in ein nahes Dickicht bringen wollte wo er eine Zufluchtsstätte zu finden hoffte.

Plötzlich tauchte da der Hund mit schäumendem Maule und glühenden Augen vor diesen auf. Wie ein Raubtier brüllend, stürzte er sich auf den jungen Skirtle, den er an der Kehle packte und zu Boden warf.

Schon ließen sich wieder die Rufe der Aufseher vernehmen, die vom Strande her herbeieilten.

Als Skirtle die Gefahr erkannte, in der sein Sohn schwebte, wollte er sich auf das Tier stürzen, wurde aber von zwei kräftigen Armen zurückgedrängt.

Einen Augenblick später war der junge Skirtle gerettet und der Hund überfiel seinen Retter, in dessen linken Arm er sich festgebissen hatte und den er wütend zerfleischte.

Der Überfallene hatte aber den eisernen spitzen Teil einer Hacke in der Hand und schlug ihn tief in den Leib des Hundes ein, so daß dieser röchelnd zurücksank.

Frau Skirtle hatte ihr Söhnchen auf den Arm genommen, das sie mit Liebkosungen überschüttete, während der Kapitän sich dem mutigen Helfer - einem Galeerensträfling in gelber Jacke - zuwendete.

Das war Karl Kip. Er hatte zufällig in der Nähe gearbeitet, als er das Rufen der Aufseher vernahm und den losgekommenen Hund nach dem Walde springen sah. Ohne an eine Gefahr zu denken, hatte er die Fährte des Tieres verfolgt.

Der Kapitän Skirtle erkannte den Mann wieder, der aus einer schrecklichen Wunde blutete. Er ging schon auf ihn zu, seinen Dank abzustatten und ihm so viel wie möglich zu helfen, als er von Pieter Kip überholt wurde.

Auf den Lärm vom Strande und aus dem Walde her, waren die Sträflingsrotten gleichzeitig mit den Aufsehern herbeigelaufen.

An Ort und Stelle angelangt, sah Pieter Kip seinen verletzten Bruder neben der getöteten Dogge auf der Erde liegen. Da stürmte er auf ihn zu und rief schmerzerschüttert dessen Namen.

Die Aufseher hatten ihn zurückhalten wollen, doch auf ein Zeichen Skirites, dem seine Gattin die Hände bittend entgegenstreckte und dessen Mitleid für den unerschrockenen Retter in der Not sein kleiner Sohn erflehte, zogen sich die rauhen Männer scheu zurück.

So kam es, daß die beiden Brüder nach sieben Monate langer Trennung, nach so vielen Qualen und stummer Verzweiflung einander zum ersten Male wieder weinend in den Armen lagen.

Neuntes Kapitel.

Vereinigt

Karl Kip, der im Wagen des Kapitän-Kommandanten nach der Anstalt zurückbefördert worden war, wurde hier in einem der Krankensäle untergebracht, wo sein Bruder, den man bei dem Verletzten zu bleiben gestattet hatte, sich sehr bald zu ihm gesellte.

Wie dankbar mußten auch Skirtle und seine Gattin dem opferfreudigen Manne sein! Dank seinem Mute, war ihrem kleinen Sohne ein gräßlicher Tod erspart geblieben. In der ersten Aufwallung des jungen Herzens hatte sich William Skirtle seinem Vater zu Füßen geworfen und von Schluchzen unterbrochen gebeten:

»Gnade für ihn, Vater, Gnade für ihn!«

Frau Skirtle schloß sich ihrem Sohne hierin an, und beide flehten den Kapitän an, als ob dieser berechtigt wäre, ihrer Bitte zu willfahren, als ob er es allein in der Hand hätte, Karl Kip der Freiheit wiederzugeben.

Konnte er aber vergessen, wegen welches Verbrechens die zuerst gar zum Tode verurteilten Brüder in die Strafanstalt eingeliefert worden waren? Wie hätte Skirtle, bei seiner Unkenntnis des heimlichen, gemeinen Streiches Flig Balts und Vin Mods an der Schuld der Verurteilten zweifeln können? Hatte auch der eine von ihnen sein Leben eingesetzt, das des kleinen Knaben zu retten, so blieben sie doch noch immer die Mörder des Kapitäns Gibson, die als solche ihre Strafe erlitten.

Die mutige, selbstlose Tat Karl Kips, so rühmenswert sie auch war, konnte das schreckliche Verbrechen doch nicht ungeschehen machen.

»Mein Lieber, begann Frau Skirtle, als ihr Mann, der noch den Arzt zu dem Verwundeten gerufen hatte, in die Villa zurückgekehrt war, was wirst du für den Unglücklichen tun können?

- Nichts, antwortete der Kapitän, nichts anderes, als daß ich ihn dem Wohlwollen der Verwaltung empfehle, den Gefangenen in Zukunft weniger streng zu behandeln und ihn mit gar so schweren Arbeiten zu verschonen.

- Nun, wenigstens muß der Gouverneur von dem heutigen Vorfalle unterrichtet werden.

- Er wird noch vor heut Abend alles erfahren, antwortete Skirtle. Höchstens ist danach aber eine Milderung, doch keine Abkürzung der Strafe zu erwarten. Karl Kip und sein Bruder haben ihm schon viel zu verdanken, sehr viel, da er sie vom Galgen gerettet hat.

- Und ich danke dafür dem Himmel ebenso, wie dem wackeren Manne, der nun wieder zum Retter meines armen Kindes wurde.

- Höre, liebe Frau, fuhr der Kapitän fort, ich werde für Karl Kip schon aus Dankbarkeit gewiß alles tun, was in meiner Macht steht. Übrigens haben sich die beiden Brüder seit ihrem Eintreffen in Port-Arthur musterhaft geführt und die ganze Strenge des Reglements eigentlich nie zu kosten bekommen. Vielleicht erreiche ich es bei der vorgesetzten Behörde, daß sie von den Arbeiten im Freien entbunden werden, da diese für Leute dieser Art desto peinlicher sein müssen, und dann könnten sie wohl in den Bureaux der Strafanstalt beschäftigt werden. Das wäre für sie als Sträflinge schon eine große Erleichterung ihres Loses. Du weißt aber, wegen welcher Freveltat sie vor dem Kriminalgerichte gestanden haben und auf Grund welcher unanfechtbaren Beweise sie verurteilt worden sind,

- Liebster Mann, unterbrach ihn Frau Skirtle, sollte ein Mann, der eine so menschenfreundliche Tat ausführte, ein Mörder sein können?

1 ... 83 84 85 86 87 88 89 90 91 ... 113
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)