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Mord im Garten des Sokrates

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Mord im Garten des Sokrates
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• Der Strategenpalast befand sich unterhalb des Areopag, nicht gegenüber.

• Der Parthenon-Fries zeigt nicht die olympischen Sportarten, sondern die Panathenäen-Prozession.

• Die Agora durfte von Kindern und Jugendlichen wohl nicht besucht werden.

• Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass Kritias versucht hätte, Alkibiades mit dem Hermen-Frevel zu belasten. Wohl aber gibt es Autoren, die behaupten, auch Kritias sei wegen dieser Tat angeklagt worden.

• Die Rolle der Frau im antiken Athen war weitaus eingeschränkter, als die Person Aspasias dies vermuten lässt. Eine zumindest im Haus so selbstständig und sicher agierende Frau hätte die damalige Zeit kaum geduldet. Mir ist die eifersüchtige, dabei aber liebevolle und lebenskluge Gestalt aber so ans Herz gewachsen, dass ich ihr eine untergeordnetere Rolle einfach nicht zudenken konnte.

Sonst aber ist (fast) alles wahr ...

Personen

Agis, spartanischer König, führte zusammen mit Lysander den Feldzug gegen Athen.

Alkibiades, 450-404 v. u. Z., athenischer Politiker und Feldherr. Erzogen im Haus seines Onkels Perikles, trat er 422 an die Spitze der radikalen Demokraten und betrieb die Isolierung Spartas. 415 drängte er zum Sizilienfeldzug und wurde dessen Leiter. Im Hermokopidenprozess in Abwesenheit angeklagt und verurteilt, floh er nach Sparta und beriet nun den früheren Feind. Bemühungen der Oligarchen, seine Rückkehr zu vermitteln, schlugen fehl, bis ihn die demokratische Athener Flotte 411 nach dem ersten oligarchischen Umsturz zu ihrem Oberbefehlshaber wählte. So gelang ihm 408 die Rückkehr nach Athen, wo er zum Hegemon autokratos gewählt, aber schon 407 wieder abgesetzt wurde. 404 floh er vor den Spartanern und wurde - wohl auf Veranlassung Lys-anders - ermordet. Alkibiades' Schönheit war legendär. Über seinen Versuch, Sokrates zu verführen, berichtet Platon im Symposion.

Antisthenes, 444-366 v. u. Z., griechischer Philosoph. Gemeinsam mit Aristippos wird er zu den kleinen Sokratikern gezählt. Er ist der Begründer der Kynischen Schule, die in Entsagung und Bedürfnislosigkeit den Weg zum guten, tugendhaften und glücklichen Leben sucht. Er gilt als der Erste, der «den Mantel doppelt» trägt, damit er darin nachts auch schlafen kann. Der bekannteste Vertreter der Kyniker ist Diogenes.

Aristippos, 435-355 v. u. Z., griechischer Philosoph. Wie Antisthenes wird er zu den kleinen Sokratikern gerechnet, bildet aber gleichsam sein Gegenstück. Suchten die Kyniker ihr Glück in der völligen Bedürfnislosigkeit bis hin zur Selbstkasteiung, sieht die von Aristippos begründete Kyrenaische Schule das Glück in der Genussfähigkeit, sofern man sich nur nicht zum Sklaven seiner Lüste macht. Aristippos begegnet uns in zahlreichen Schriften als großzügiger und geistreicher Lebemann.

Aristoteles, 384-322 v. u. Z. Neben Sokrates und Platon gehört Aristoteles zu den bedeutendsten griechischen Denkern. Geboren im mazedonischen Stageira als Sohn eines Arztes, verließ er seine Heimat mit siebzehn Jahren und trat in die Platonische Akademie ein, wo er zwanzig Jahre lang lernte, forschte und lehrte. Gleichwohl wurde er nach Platons Tod nicht deren Leiter. Er verließ Athen und wurde der Erzieher Alexanders des Großen. Um 335 kehrte Aristoteles nach Athen zurück. Dort gründete er eine eigene Schule im sogenannten Lykeion. Aristoteles hat in zahlreichen Abhandlungen fast alle Bereiche der Natur und der Gesellschaft behandelt und die sich gerade aus der Philosophie herauslösenden Einzelwissenschaften zum Teil fundamental geprägt.

Aspasia, geistreiche und offenbar schöne zweite Ehefrau des Perikles. Da sie aus Milet stammte, genoss sie in Athen kein Bürgerrecht. Selbst ihre Ehe wurde nicht vollständig anerkannt, und die gemeinsamen Kinder galten nicht als Vollbürger. Um Perikles politisch zu schaden, wurde sie 432 wegen Gottlosigkeit angeklagt, jedoch freigesprochen. Von den Sokratikern sehr geschätzt, soll sie Vorbild für die Figur der Diotima sein, die Platon im Symposion beschreibt.

Aristokles, bürgerlicher Name Platons.

Charmides, um 440-404 v. u. Z., griechischer Politiker, Onkel Platons und Cousin des Kritias, der ihm während der Herrschaft der Dreißig den Oberbefehl über Piräus anvertraut. Platon schildert ihn in dem gleichnamigen Dialog als blühenden Epheben, Xenophon in den Erinnerungen an Sokrates als begabten, aber zurückhaltenden jungen Mann.

Epitadas, spartanischer General, fiel bei der Schlacht um Py-los.

Eratosthenes, griechischer Politiker und Mitglied der Dreißig Tyrannen. Auf ihn geht die Verfolgung und Ermordung des Polemarchos zurück, wegen der er von dessen Bruder Lysias nach der Herrschaft der Dreißig angeklagt wird. Eine nach dem Sturz der Tyrannen vereinbarte Amnestie dürfte seine Verurteilung verhindert haben.

Glaukon, Bruder Platons, der ihn im Dialog Politeia auftreten lässt. Xenophon schildert ihn in den Erinnerungen an Sokrates als Aufschneider.

Hippodamos, vermutlich 485-405 v. u. Z., bedeutender griechischer Städteplaner. Das Schema seiner Planungen sah regelmäßig vier Haupt- und drei Nebenstraßen vor, die ein schachbrettartiges Muster bildeten.

Hippokrates, 460-370 v. u. Z., griechischer Arzt und Ahnherr der modernen, wissenschaftlich orientierten Medizin. Es sind zahlreiche medizinische Schriften erhalten (u. a. eine Abhandlung über Kopfverletzungen), die Hippokrates zugeschrieben werden, jedoch letztlich nicht sicher zuzuordnen sind.

Kephalos, Vater des Redners und Logographen Lysias; reicher Kaufmann aus Syrakus, der sich aufgrund seiner Freundschaft mit Perikles in Athen niederließ, wo er eine Manufaktur für Schilde betrieb.

Kodros, sagenhafter letzter König Athens und angeblicher Vorfahr der Familie des Kritias.

Konon, Athener Admiral.

Kritias, um 460-403 v. u. Z., griechischer Politiker und Aristokrat, Onkel Platons, betätigte sich als Dichter und Philosoph und war der Anführer der Dreißig Tyrannen. Seinen gemäßigten Parteigänger Theramenes beseitigte er, um ungehindert eine Gewalt- und Willkürherrschaft zu errichten. Als Thrasybulos die oligarchische Ordnung stürzte, fiel er in Munichia, einem der Athener Häfen. Der Dialog, in dem Platon das sagenhafte Atlantis beschreibt, ist nach ihm benannt.

Lais, bekannte Athener Hetäre.

Lykon, Name eines der Ankläger des Sokrates.

Lysander, spartanischer Feldherr und Stratege, entschied durch die Vernichtung der Athener Flotte den Peloponnesischen Krieg. Danach liquidierte er die Reste des Attischen Seebundes und erzwang die Einsetzung der Dreißig Tyrannen. Die Finanzierung des Baus der spartanischen Flotte durch Persien ist bei Xenophon belegt.

Lysias, um 445-380 v. u. Z., Sohn des Kephalos, berühmter Redner und Redenschreiber, der - abweichend von der Darstellung in diesem Roman - seine Tätigkeit als Logograph vermutlich erst nach der Herrschaft der Dreißig aufgenommen hat, und zwar mit der Anklage gegen Eratosthenes. Von Lysias erhalten sind 34 Reden, die sich durch brillante Einleitungen und große Klarheit in der Argumentation auszeichnen.

Pasion, Athener Bankier.

Pausanias, 408-394 v. u. Z., spartanischer König, kommandierte die spartanischen Fußtruppen beim Angriff 405 gegen Athen. Im Gegensatz zu Lysander steht Pausanias allgemein für eine gemäßigte Politik, die bereit ist, mit den Demokraten in Athen zu verhandeln.

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