Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Das Erbe der Phaetonen [Сестра Земли. Наследство фаэтонцев - de]
Das Erbe der Phaetonen [Сестра Земли. Наследство фаэтонцев - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das Erbe der Phaetonen [Сестра Земли. Наследство фаэтонцев - de]

Электронная книга - «Das Erbe der Phaetonen [Сестра Земли. Наследство фаэтонцев - de]». Краткое содержание книги:

Menschlicher Forschergeist sind keine Grenzen gesetzt. Kurz vor dem Jahre 2000 sind Mond und Mars bereits bezwungen.
Die Venus dagegen, der Schwesterplanet der Erde, hütet hinter einer dichten Wolkenhülle auch vor den stärksten irdischen Teleskopen ihre Geheimnisse.
Deshalb startet die SSSR-KS 3“, ein sowjetisches Raumschiff, mit zwölf Wissenschaftlern an Bord in Richtung Venus. Die Landung gelingt, doch heftige Gewitter und sintflutartige Regen erschweren die Erkundung des Planeten.
Alle bewegt die Frage: Gibt es hier vernunftbegabte Wesen? Sollen es die aufrecht gehenden schildkrötenartigen Geschöpfe sein, die dreien der Kosmonauten zum Verhängnis werden?
Phantasiereich und glaubhaft gestaltet der Autor die Begegnung des Erdenmenschen mit Bewohnern einer anderen Welt und mit der ans Wunderbare grenzende Technik eines fremden Raumschiffs, das vor Jahrtausenden auf der Venus niedergegangen ist.
1 ... 81 82 83 84 85 86 87 88 89 ... 136
Перейти на страницу:

Der See blieb zurück. Unter den Tragflächen des Raumschiffes strömte in der Tiefe der breite Fluß.

Nirgends waren Spuren von Leben zu entdecken. Man sah nichts als Pflanzen. Kein Wunder, daß die Menschen, die als erste die Venus besucht hatten, zu falschen Vermutungen gelangten. Auch die Besatzung der „SSSR-KS 3“ hätte dieser Täuschung erliegen können. Nichts wies darauf hin, daß der Planet bewohnt war.

Die Venus war ein Rätsel! Ein verschlossenes Buch, das erst die nachfolgenden Expeditionen würden lesen lernen.

Wissenschaftler sind zähe. Die Arbeit von Belopolskis Expedition ging dem Ende zu. Ihr Raumschiff würde bald zur Erde zurückkehren. Aber an seiner Statt werden andere zur Venus fliegen. Zwei-, drei-, viermal. Sooft wie nötig.

Der Mensch muß alles wissen!

Schnell fliegt das Schiff. Deutlich spiegelt sich in den Wassern des Flusses die geflügelte Zigarre mit dem langen, feurigen Schweif. Kilometer um Kilometer rast sie dahin. Vorwärts, immer vorwärts! Zu neuen Entdeckungen, zu neuen Gipfeln des Wissens!

Ohne Ende und schwer, aber herrlich ist der steile Aufstieg menschlichen Wissens!

1957

DAS ERBE DER PHAETONEN

Die metallene Röhre

Das Raumschiff flog den Bergen entgegen. Dort mußte sich, wenn Konstantin Jewgenjewitsch Belopolski die „Zeichnungen“ der Venusbewohner richtig gedeutet hatte, der See befinden, für den sich die Expedition interessieren sollte. Die Venusianer anders zu verstehen war unmöglich. Sie hatten wiederholt eindeutig auf diesen See hingewiesen und ihre Gäste nachdrücklich „eingeladen“, ihn aufzusuchen. Was mochte es dort geben? In wenigen Stunden würde es sich herausstellen.

Endlich tauchte die Gebirgskette auf. Ihre Gipfel waren von einer dichten Wolkendecke verhüllt.

Das Raumschiff stieg bis zur unteren Grenze der Wolken empor. Von hier, aus einer Hohe von anderthalb Kilometern, war der See leichter zu entdecken, wenn er wirklich existierte.

„Da ist er!“ sagte Belopolski.

Hoch in den Bergen dehnte sich ein riesiger See, ähnlich dem Goktscha*. Er war fast kreisrund und hatte einen Durchmesser von etwa acht Kilometern. Und ebenso wie dem Goktscha die Sanga entströmte auch diesem See ein Fluß.

Beim Näherkommen stellten die Astronauten fest, daß die Ufer günstige Landeplätze besaßen. Im Osten und Süden war der See von Wald umgeben, davor aber lagen große Lichtungen, die, so weit man von oben sehen konnte, mit genau solchem gelbbraunen Gras bewachsen waren, wie sie es am Wehr vorgefunden hatten.

„Das ist prächtig“, sagte Belopolski. „Auf dem Wasser möchte ich nämlich nicht gern niedergehen.“ Melnikow nickte. Zum zweitenmal mußte er das schwierige * Goktscha oder Sewan-See, in der Armenischen SSR, etwa 2000 m über dem Meeresspiegel.

und gefährliche Manöver vollführen, das riesige Raumschiff auf festem Boden zu landen. Angespannt starrte er auf den Bildschirm, ohne dabei die zahlreichen Instrumente auf dem Steuerpult außer acht zu lassen.

„Dort drüben!“ Belopolski bezeichnete die Richtung. „Da, wo der See eine kleine Bucht bildet, siehst du? Meiner Meinung nach ist das ein günstiger Landeplatz.“ Die Geschwindigkeit verringerte sich, das Raumschiff näherte sich immer mehr dem Boden.

„Eins!“ sagte Belopolski.

„Die ‚Pfoten‘!“ Eine Sekunde, noch eine, und sie waren gelandet.

Wie schon beim erstenmal lief alles mit automatischer Präzision ab.

„Was mag uns hier erwarten!“ sagte Melnikow nachdenklich.

In der Bucht war es ruhig, aber draußen auf dem See riß der Wind an den Wellenkämmen und zerfetzte sie zu weißem Gischt, der im Feldstecher deutlich zu erkennen war. Etwa dreihundert Meter von ihnen entfernt begann der Wald, der aus Bäumen bestand, wie sie sie noch nicht gesehen hatten; sie waren kleiner als die an den Stromschnellen. Ungefähr einen Kilometer hinter ihnen ragten die Berge steil auf. Das Gras am Ufer war dicht und halbmannshoch.

Der sturmgepeitschte See, über dem niedrig die Wolken hingen, machte einen wilden und unfreundlichen Eindruck.

„Da unten war es irgendwie gemütlicher“, bemerkte Knjasew.

Eine von Melnikow und Korzewski durchgeführte Erkundung ergab, daß der Boden unter dem dichten Gras trocken und fest war.

„Konstantin Wassiljewitsch“, sagte Belopolski, „setzen Sie das Flugzeug zusammen. Wir müssen die Gegend von oben näher untersuchen.“ „Auch einen Hangar sollten wir wieder bauen“, antwortete Saizew. „Es ist Tag, da wird es tüchtig gewittern.“ Und wie zur Bestätigung seiner Worte zog eine mächtige Gewitterwolke über dem See herauf. Dieser Landeplatz lag höher, näher den Wolken als der erste, und infolgedessen war auch das Gewitter hier heftiger als in der Ebene.

Auf das erste Gewitter folgte ein zweites, dann ein drittes und ein viertes.

Zwei Tage lang konnten die Astronauten das Raumschiff nicht verlassen. Es war, als gäben sich sämtliche Gewitterfronten der Venus ein Stelldichein.

Endlich, am 6. August, klarte der Himmel etwas auf.

Belopolski entschloß sich, den Wald in Augenschein zu nehmen. An der Exkursion nahmen Korzewski und Wtorow teil.

Die Vermutung des Biologen, daß die Venusianer am Tage schliefen, war zwar offenbar richtig; dennoch wurde beschlossen, den größten Geländewagen zu benutzen. Nur der anscheinend dichte Wald stimmte die Männer bedenklich, da sie nicht wußten, ob es dort Schneisen gab und ob das große Fahrzeug überhaupt würde eindringen können.

Das Raupenfahrzeug wurde auf das Ufer hinabgelassen, und die drei Astronauten nahmen, gut ausgerüstet, darin Platz. Die sieben im Schiff Zurückbleibenden versammelten sich im Funkraum vor dem Bildschirm.

Die Gegend schien völlig unbewohnt zu sein, doch die Erfahrung lehrte, dem ersten Eindruck nicht zu trauen.

Das hohe gelbbraune Gras neigte sich unter dem Druck der Raupenketten. Hinter dem Fahrzeug richtete es sich jedoch gleich wieder auf, und nichts verriet, daß gerade ein Geländewagen von zweiunddreißig Tonnen darübergefahren war.

„Wieder ein Rätsel, wieder eine unbekannte Eigenschaft!“ sagte Korzewski. „Wie reich an Überraschungen doch die Natur der Venus ist.“ Die Bäume des Waldes waren bedeutend kleiner als diejenigen in der Ebene, und ihre Rinde war rauher. Aber die Stämme verwuchsen auch hier miteinander, bildeten regelrechte Bogengänge. Doch während im Tiefland kein Geländewagen in das Dickicht einzudringen vermochte, war das hier oben ziemlich leicht. Die Bäume standen nicht sehr dicht. Zwischen ihnen lagen überall Haufen gestürzter Stämme, wuchsen junge Schößlinge. Alles war von üppigem Gras überwuchert, genau solchem wie am Seeufer.

Langsam und vorsichtig drang der Geländewagen in den Wald ein; was ihm in den Weg kam, walzte er nieder, preßte es an den Boden und zerbrach es. Belopolski war bemüht, einen geraden Kurs zu halten. Das fiel nicht schwer, da die Zwischenräume zwischen den Baumstammen etwa fünfmal die Länge des Wagens betrugen.

Sie waren schon zweihundert Meter vom Ufer entfernt. Plötzlich blitzte vor ihnen etwas auf. Noch einmal! Ein Irrtum war ausgeschlossen — dieser charakteristische Glanz war ihnen zu gut bekannt.

Der Strahl des Scheinwerfers glitt über eine glatte, metallene Oberfläche.

Noch ein paar Meter, und eine halbrunde Wand versperrte ihnen den Weg. Eine riesige Röhre erstreckte sich nach beiden Seiten tief in den Wald.

Belopolski bremste.

Die drei im Geländewagen und die sieben vor dem Bildschirm im Funkraum trauten ihren Augen nicht. Die Venusianer konnten über keine metallurgische Industrie verfügen. Alles, was man von ihnen wußte, sprach dagegen. War dieses unwahrscheinliche Bild etwa nur ein Traum?

Die Röhre, deren Durchmesser annähernd vier Meter betrug, bestand aus einem unbekannten gelbgrauen Metall von mattem Glanz. Es schien noch ganz neu zu sein, denn es wies keinerlei Rostspuren auf.

1 ... 81 82 83 84 85 86 87 88 89 ... 136
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)