Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Das Erbe der Phaetonen [Сестра Земли. Наследство фаэтонцев - de]
Das Erbe der Phaetonen [Сестра Земли. Наследство фаэтонцев - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das Erbe der Phaetonen [Сестра Земли. Наследство фаэтонцев - de]

Электронная книга - «Das Erbe der Phaetonen [Сестра Земли. Наследство фаэтонцев - de]». Краткое содержание книги:

Menschlicher Forschergeist sind keine Grenzen gesetzt. Kurz vor dem Jahre 2000 sind Mond und Mars bereits bezwungen.
Die Venus dagegen, der Schwesterplanet der Erde, hütet hinter einer dichten Wolkenhülle auch vor den stärksten irdischen Teleskopen ihre Geheimnisse.
Deshalb startet die SSSR-KS 3“, ein sowjetisches Raumschiff, mit zwölf Wissenschaftlern an Bord in Richtung Venus. Die Landung gelingt, doch heftige Gewitter und sintflutartige Regen erschweren die Erkundung des Planeten.
Alle bewegt die Frage: Gibt es hier vernunftbegabte Wesen? Sollen es die aufrecht gehenden schildkrötenartigen Geschöpfe sein, die dreien der Kosmonauten zum Verhängnis werden?
Phantasiereich und glaubhaft gestaltet der Autor die Begegnung des Erdenmenschen mit Bewohnern einer anderen Welt und mit der ans Wunderbare grenzende Technik eines fremden Raumschiffs, das vor Jahrtausenden auf der Venus niedergegangen ist.
1 ... 79 80 81 82 83 84 85 86 87 ... 136
Перейти на страницу:

„Und man kann gar nichts machen?“ „Nichts. Es ist zu spät.“ „Aber eine Operation wurde ihn retten? Sind Sie dessen sicher?“ Andrejew ließ den Kopf hangen.

„Wir hoffen es“, antwortete er kaum hörbar.

Belopolski wandte sich schweigend ab und ging hinaus.

Die Operation begann.

Vor der verschlossenen Tür der Ambulanz versammelte sich die ganze Besatzung. Niemand verlor ein Wort.

Endlich öffnete sich die Tür.

Im weißen Kittel und mit blutbenetzten Gummihandschuhen trat Korzewski auf die Schwelle. Er war totenbleich.

„Sinowi Serapionowitsch ist gestorben“, sagte er.

Zu den Ufern des Bergsees

Balandins Tod war ein schwerer Schlag für die Besatzung, eine harte Probe auf ihre Tapferkeit, Energie und Zähigkeit. Voller Sorge beobachtete der Kommandant die Männer. Er befürchtete, der tragische Ausgang des im Grunde ersten Versuches, in die Geheimnisse des Planeten einzudringen, könnte ihnen den Glauben an den Sieg der großen Arbeit nehmen. Tief befriedigt und stolz überzeugte er sich davon, daß alle neun einen klaren Kopf behielten.

Keiner ließ den Mut sinken.

Um Mitternacht wurde der stählerne Sarg, den Knjasew aus Reserveplatten gebaut hatte, am Waldrand in eine tiefe Grube hinabgelassen. Das Grab wurde sorgfältig eingeebnet, damit es die Venusianer nicht entdeckten. So würde die Erde der Venus den Leichnam bis zum Eintreffen der nächsten Expedition bewahren.

Ein gesunder und normaler Mensch denkt gewöhnlich nicht ans Sterben. Auch bei der Vorbereitung der Expedition hatte niemand bedacht, was die Besatzung der „SSSR-KS 3“ tun solle, wenn jemand tödlich verunglückte. Nirgends an Bord konnte der Leichnam bis zur Rückkehr auf die Erde geborgen werden.

Den toten Kameraden zu den Musterstücken aus Fauna und Flora der Venus in die Kühlkammer zu tragen, empfanden alle als unwürdig. Sie hielten es für besser, daß Balandins und — auf der Arsena — Orlows Leichnam bis zur nächsten Expedition an Ort und Stelle blieben.

Nachdem die Astronauten Sinowi Serapionowitsch beigesetzt hatten, führten sie unter der Leitung Paitschadses, der an Balandins Stelle trat, die wissenschaftliche Forschungsarbeit mit doppelter Energie fort. Es blieb ihnen nicht mehr viel Zeit.

Schnell und unmerklich vergingen die Stunden der Venusnacht. Die angestrengte Arbeit half vergessen. Nicht den Menschen, aber den Schmerz, den sein Tod verursachte.

Mehrmals beobachtete die Besatzung das zauberhafte Nordlicht der Venus. Alle bedauerten, daß es auf der Erde ein solch unvergleichlich schönes Schauspiel nicht gab. Wtorows Aufnahmen konnten nur eine unvollkommene Vorstellung von der Phantasmagorie der Farben vermitteln.

Je näher der Morgen rückte, desto seltener und matter leuchtete das Nordlicht auf.

Der Verkehr mit den Venusianern war völlig abgebrochen.

Nur noch einmal kamen sie in großer Zahl — es mochten etwa hundert sein — zum Schiff. Sie standen etwa eine Stunde am Waldrand und sahen sich offenbar das Schiff genau an, traten aber nicht näher.

Konstantin Jewgenjewitsch war überzeugt, daß die Expedition am Bergsee den Venusianern erneut begegnen würde.

Die Erlebnisse Belopolskis und seiner Begleiter in der unterirdischen Stadt und auch die Begegnung mit den Venusianern auf der Schneise waren Gegenstand endloser, hitziger Auseinandersetzungen.

Romanow äußerte die Vermutung, daß die Venusianer ihre Gefangenen gar nicht gewaltsam zu den Bergen hatten verschleppen wollen. Vielleicht legten sie ihnen ganz einfach nahe, dorthin aufzubrechen. Belopolski sträubte sich lange gegen diese Auffassung, gelangte aber allmählich doch zu einer anderen Einschätzung der stummen Unterhaltung in der Höhle.

Wenn man es sich richtig überlegte, hatten die Venusianer die Menschen von Anfang an nicht bedroht. Sie waren ihnen sogleich freundschaftlich entgegengekommen. Was die Menschen der Erde als Vergewaltigung empfanden — die Verschleppung des Geländewagens und die dreitägige Gefangenschaft —, konnte in den Augen der Venusianer eine ganz andere Bedeutung haben.

Es konnte sogar ein Ausdruck von Gastfreundschaft sein. Woher sollte jemand die Sitten und Gebräuche dieses Volkes kennen?

Was sich am Raumschiff zugetragen hatte, als sich die Venusianer weigerten, das Schiff zu besteigen, nachdem sie zuvor selber gewünscht hatten, es zu besichtigen, wurde nach langen Erörterungen auch anders beurteilt. Alle faßten es nun so auf, daß die Venusianer ihre Gaste einfach „nach Hause“ begleitet und sie zum Schluß nochmals aufgefordert hätten, sie wieder in der Höhle zu besuchen. An eine Besichtigung des Raumschiffes hätten sie gar nicht gedacht.

Aber ungeachtet dieser erfreulichen Schlußfolgerungen erklärte Belopolski, man dürfe der Einladung der Venusianer nicht leichtfertig folgen, und er lehnte Wtorows Bitte, in die Höhle zu gehen, um dort zu filmen, kategorisch ab.

„Die Gesten der Venusianer bei unserem letzten Zusammentreffen mit ihnen“, sagte er, „können auch bedeuten, daß man uns nicht nur nicht einlädt, die Höhle zu besuchen, sondern im Gegenteil uns den Besuch verbietet. Wir überlassen das also lieber der nächsten Expedition, die für eine derartige Exkursion entsprechend ausgerüstet sein wird.“ Diese Worte machten den Besatzungsmitgliedern klar, daß der Kommandant ihre Meinung nicht teilte.

Er traute den Venusianern offenbar nicht und fürchtete neue Opfer.

Wtorow mußte sich fügen. Ganz überraschend machte er sich bald darauf durch andere wertvolle Aufnahmen verdient.

Schon am Tag nach Balandins Beisetzung beobachteten die Astronauten an den Stromschnellen Bewegung. Wie sich herausstellte, leisteten die Venusbewohner ihre nächtliche Arbeit.

Belopolski schlug vor, sich dies aus der Nähe anzusehen.

Daß der mächtige Geländewagen an den Baumstapeln vorfuhr, schien die Seebewohner gar nicht zu stören. Sie setzten ihre Arbeit fort, ohne sich um ihn zu kümmern. Die Menschen waren klug genug, die Scheinwerfer nicht einzuschalten, und Wtorow konnte durch die Fenster des Wagens hindurch soviel fotografieren, wie er wollte, was er natürlich auch tat. Die überempfindlichen Filme, die eigens für ihn hergestellt worden waren, ermöglichten sogar bei Nacht ziemlich klare Aufnahmen.

Es war ein ungewöhnlich reizvolles Bild. Tag für Tag fuhr der große Geländewagen für mehrere Stunden zu dem Wehr.

Außer Wtorow fuhren nacheinander alle Besatzungsmitglieder einmal mit; alle wollten die Venusianer arbeiten sehen. Die aufmerksame Beobachtung des Arbeitsprozesses ließ auch außerordentlich wichtige Schlüsse über die geistige Entwicklung der Seebewohner zu.

Die Arbeit wurde hauptsächlich von den Reptilen geleistet.

Bei ihnen standen einige Venusianer, die offenbar Befehle erteilten und Anweisungen gaben. Wie sie dies taten, konnten die Menschen nicht erkennen. Keine Gesten, keine Laute. Es entstand der Eindruck, daß die Venusianer die Weisungen durch Gedankenübertragung erteilten und die Schildkröten sich ihrem Gedankenbefehl unterordneten. Aber das war natürlich unmöglich. Hinter dem ganzen verbarg sich ein Geheimnis.

Während Belopolski die Reptile beobachtete, sah er immer wieder das Bild vor sich, wie ihr Geländewagen verschleppt worden war. Die Handlungsweise der Reptile hatte an jenem verhängnisvollen Abend durchdacht gewirkt. Sie hatten das Kettenfahrzeug nach allen Regeln der Kriegskunst erobert. Das ließ sich einzig und allein damit erklären, daß auch Venusianer zugegen gewesen waren, obwohl weder Belopolski noch Balandin welche bemerkt hatten.

Ein noch schwierigeres Manöver hatten die Reptile bei dem Überfall auf Knjasews Wagen ausgeführt. Zwar waren sie dabei ganz gewiß von den Venusianern geleitet worden; trotzdem ging ihre Leistung über die Grenzen gewöhnlicher Dressur weit hinaus. Auf der Erde waren selbst Affen, Elefanten und hochentwickelte Tiere solcher Handlungen nicht fähig. Die Venusianer hatten ja die Begegnung mit dem Geländewagen nicht voraussehen und die Reptile zuvor „unterrichten“ können, wie sie sich in solch überraschender Situation zu verhalten hätten.

1 ... 79 80 81 82 83 84 85 86 87 ... 136
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)