Die Pflicht zu schweigen
- Автор: Шелдон Сидни
- Год: 1994
- Язык: немецкий
- Жанр: Триллеры
Электронная книга - «Die Pflicht zu schweigen». Краткое содержание книги:
Über den Autor
Sidney Sheldon, geboren 1917, war ein absolutes Phänomen in der internationalen Buchwelt. Erst mit fünfzig schrieb er seinen ersten Roman Das nackte Gesicht. Seither sind von zahlreiche Bücher erschienen, jedes ein Weltbestseller, jedes in viele Sprachen übersetzt und alle verfilmt. Sidney Sheldon lebte abwechselnd in Los Angeles, Palm Springs und London. 2007 verstarb der Autor.
Ungekürzte Ausgabe Titel der Originalausgabe: Nothing Lasts Forever Originalverlag: William Morrow and Company, Inc., New York
Mallory nickte. »Total.« Er behielt sie im Auge. »Wie fühlst du dich?« »Herrlich. Ich hatte mir um uns solche Sorgen gemacht, Ken. Aber jetzt nicht mehr.«
»Prima«, sagte Mallory. »Du hast auch gar keinen Grund, dir Sorgen zu machen.«
Kat konnte die Augen kaum mehr offenhalten. »Nein«, sagte sie. »Es gibt keinen Grund zur Sorge.« Sie begann plötzlich, undeutlich zu sprechen. »Ken, mir ist so komisch.« Alles begann, sich um sie zu drehen.
»Du hättest niemals schwanger werden dürfen.« Sie sah ihn verständnislos an. »Was?« »Du hast alles verdorben, Kat.«
»Verdorben.?« Sie hatte allmählich Mühe, sich zu konzentrieren.
»Du bist mir in die Quere gekommen.«
»Was.?«
»Niemand hat mir in die Quere zu kommen.« »Ken, mir ist so schwindlig.«
Er stand neben dem Bett und blickte von oben auf sie herab. »Ken. hilf mir doch, Ken .« Ihr Kopf fiel nach hinten aufs Kissen.
Mallory schaute auf die Uhr. Er hatte noch viel Zeit.
34. Kapitel
Es war Honey, die zuerst nach Hause kam und über Kats verstümmelten Körper stolperte, der in einer Blutlache auf den weißen Badezimmerfliesen lag; daneben eine blutbefleckte Kürette. Das Blut kam aus Kats Schoß.
Honey war vor Schreck wie versteinert. »O mein Gott!« flüsterte sie erstickt. Honey kniete sich neben den Körper und hielt zitternd einen Finger gegen Kats Halsschlagader. Kein Puls. Honey stürzte ins Wohnzimmer, nahm den Hörer ab und wählte.
Eine Männerstimme antwortete: »Neun-eins-neun Notfall.«
Honey war wie gelähmt und brachte kein Wort heraus.
»Neun-eins-neun Notfall. Hallo?«
»H... Hilfe! Ich. Da liegt.« Die Worte blieben ihr im Hals stecken. »S. Sie ist tot.«
»Wer ist tot, Miss?«
»Kat.«
»Ihre Katze ist tot?«
»Nein!« kreischte Honey. »Kat ist tot. Schicken Sie sofort jemand her.«
»Meine Dame.«
Honey knallte den Hörer auf die Gabel. Mit bebenden Fingern wählte sie das Krankenhaus an. »Dr. T.Taylor, bitte.« Ihre Stimme erstarb.
»Augenblick.«
Honey umklammerte das Telefon. Sie mußte zwei Minuten warten, bis sie die Stimme von Paige hörte. »Hier Dr. Taylor.«
»Paige! Du. du mußt sofort nach Haus kommen!«
»Honey? Was ist geschehen?«
»Kat. sie ist tot.«
»Was!?« Sie schien es nicht glauben zu können. »Wie?«
»Es. es sieht so aus, als ob sie versucht hätte abzutreiben.«
»O mein Gott! In Ordnung. Ich komm' so schnell ich kann.«
Als Paige in der Wohnung ankam, waren dort bereits zwei Polizisten, ein Kriminalbeamter und ein Leichenbeschauer eingetroffen. Honey, die unter starken Beruhigungsmitteln stand, befand sich in ihrem Zimmer. Der ärztliche Leichenbeschauer war über Kats nackte Leiche gebeugt. Bei Paiges Eintreten hob der Kriminalbeamte den Kopf.
»Wer sind Sie?«
Paige starrte auf den leblosen Körper am Boden. Sie war erblaßt. »Ich bin Dr. Taylor. Ich wohne hier.«
»Vielleicht können Sie mir weiterhelfen. Ich bin Inspector Burns. Ich habe versucht, mit der anderen Dame zu sprechen, die hier wohnt, sie war jedoch völlig hysterisch. Der Arzt hat ihr ein Beruhigungsmittel gegeben.«
Paige wandte den Blick von dem gräßlichen Anblick auf dem Boden ab. »Was. was möchten Sie wissen?«
»Die Tote hat hier gewohnt?«
»Ja.« Ich werde das Baby von Ken behalten!
»Es sieht so aus, als hätte sie versucht, das Baby loszuwerden, und hat's vermasselt«, meinte der Kriminalbeamte.
Paige stand regungslos da. Um sie drehte sich alles. »Das glaube ich nicht«, sagte sie schließlich.
Inspector Burns musterte sie kurz. »Und warum glauben Sie das nicht, Frau Doktor?«
»Weil sie das Baby unbedingt bekommen wollte.« Sie konnte allmählich wieder klar denken. »Es war der Vater, der es nicht gewollt hat.«
»Der Vater?«
»Dr. Ken Mallory. Er arbeitet am Embarcadero County Hospital. Er wollte sie auch nicht heiraten. Hören Sie, Kat ist - war -«, dieses war auszusprechen, tat weh, »Ärztin. Falls sie abtreiben wollte, hätte sie es nie selber in einem Badezimmer versucht.« Paige schüttelte den Kopf. »Da stimmt etwas nicht.«
Der ärztliche Leichenbeschauer richtete sich auf. »Vielleicht hat sie's selber versucht, weil sie nicht wollte, daß jemand von dem Baby erfuhr.«
»Das ist nicht wahr. Sie hat es uns erzählt.«
Inspector Burns beobachtete Paige nachdenklich. »Ist sie an diesem Abend allein in der Wohnung gewesen?«
»Nein. Sie hatte eine Verabredung mit Dr. Mallory.«
Ken Mallory lag im Bett und ließ die Ereignisse des Abends noch einmal Revue passieren. Er ging jeden Schritt noch einmal in Gedanken durch, vergewisserte sich, daß er nichts vergessen hatte. Perfekt, sagte er sich zu guter Letzt. Er fragte sich, warum die Polizei wohl so lange brauchte; und während er noch darüber nachdachte, klingelte es an der Wohnungstür. Mallory ließ es dreimal läuten, bevor er aufstand, sich einen Morgenmantel überzog und ins Wohnzimmer ging.
Er kam an die Tür. »Wer ist da?« Er gab seiner Stimme einen verschlafenen Ton.
»Dr. Mallory?«
»Ja.«
»Inspector Burns. Kriminalpolizei.«
»Kriminalpolizei?« Die Überraschung in seiner Stimme war genau richtig dosiert. Mallory öffnete die Tür.
Der Mann auf dem Flur zeigte seine Dienstmarke. »Darf ich eintreten?«
»Ja. Worum geht's denn?«
»Ist Ihnen eine Frau Dr. Hunter bekannt?«
»Selbstverständlich.« Sein Gesicht zeigte Beunruhigung. »Ist Kat etwas passiert?«
»Sind Sie heute abend mit ihr zusammengewesen?«
»Ja. Mein Gott, nun sagen Sie schon, was geschehen ist! Ist ihr etwas zugestoßen?«