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Электронная книга - «Der Hypnotiseur». Краткое содержание книги:

Der Hypnotiseur
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»Ich möchte, dass du mir erzählst, wie du zu dem Bild gekommen bist.«

Sie setzte sich auf die Couch, knöpfte sachlich ihre Bluse auf und zeigte mir ihre Brüste.

»Steck deinen Schwanz rein«, sagte sie, »dann bist du hoffentlich endlich zufrieden.«

»Du bist bei mir zu Hause gewesen«, sagte ich.

»Du bist bei mir zu Hause gewesen«, antwortete sie trotzig. »Du hast mich gezwungen, die Tür zu öffnen …«

»Eva, ich habe versucht, dich zu hypnotisieren, das ist etwas anderes als ein Einbruch.«

»Ich bin nicht eingebrochen«, entgegnete sie schnell.

»Du hast unser Fenster eingeschlagen …«

»Der Stein hat das Fenster eingeschlagen.«

Ich fühlte mich ganz matt und spürte, dass ich kurz davor stand, die Fassung zu verlieren und mit Wut auf einen kranken und verwirrten Menschen zu reagieren.

»Warum hast du mir dieses Bild weggenommen?«

»Du nimmst! Du nimmst und nimmst und nimmst! Was zum Teufel würdest du sagen, wenn ich dir Sachen abnehmen würde? Was denkst du, wie würdest du dich dabei fühlen?«

Sie verbarg das Gesicht in den Händen und sagte, dass sie mich hasste, sie wiederholte es immer wieder, vielleicht hundert Mal, bis sie sich beruhigte.

»Du musst schon verstehen, dass ich wütend auf dich werde«, sagte sie schließlich gefasst, »wenn du behauptest, dass ich dir Sachen wegnehme. Ich habe dir doch ein ganz tolles Bild geschenkt.«

»Ja.«

Sie lächelte breit und leckte sich die Lippen.

»Du hast etwas von mir bekommen«, fuhr sie fort. »Jetzt möchte ich etwas von dir haben.«

»Was möchtest du haben?«, fragte ich ruhig.

»Jetzt komm schon«, sagte sie.

»Sag einfach, was …«

»Ich möchte, dass du mich hypnotisierst«, antwortete sie.

»Warum hast du eine Rute vor meine Haustür gelegt«, fragte ich. Sie starrte mich ausdruckslos an.

»Was ist eine Rute?«

»Man züchtigt Kinder mit solchen Ruten«, sagte ich verbissen.

»Ich habe nichts vor deine Tür gelegt.«

»Du hast eine alte …«

»Lügner«, schrie sie.

Sie stand auf und ging zur Tür.

»Eva, wenn du nicht begreifst, welche Grenzen du nicht übertreten darfst, wenn du nicht kapierst, dass du mich und meine Familie in Ruhe lassen musst, werde ich mit der Polizei sprechen müssen.«

»Und was ist mit meiner Familie?«, erwiderte sie.

»Du hörst mir jetzt zu!«

»Faschistenschwein«, schrie sie und verließ den Raum.

Meine Patienten saßen in einem Halbkreis vor mir. Diesmal war es leicht gewesen, sie zu hypnotisieren. Wir waren ganz sanft durch das perlende Wasser gesunken. Ich arbeitete weiter mit Charlotte. Ihr Gesicht war so traurig entspannt, die Ringe unter den Augen ganz tief, die Kinnspitze ein wenig faltig.

»Entschuldige«, flüsterte Charlotte.

»Mit wem spricht du?«, fragte ich.

Ihr ganzes Gesicht verzerrte sich kurz.

»Entschuldige«, wiederholte sie.

Ich wartete. Sie war ganz offensichtlich in einer tiefen Hypnose. Sie atmete schwer, aber lautlos.

»Du weißt, dass du bei uns sicher bist, Charlotte«, sagte ich. »Es kann dir nichts passieren, dir geht es gut, und du fühlst dich angenehm entspannt.«

Sie nickte traurig, und ich wusste, dass sie mich hörte und meinen Worten folgte, ohne die Realität der Hypnose noch von der Wirklichkeit unterscheiden zu können. In ihrem tiefen hypnotischen Zustand war es, als sähe sie sich einen Film an, in dem sie selber mitwirkte. Sie war Publikum und Handelnde zugleich, aber nicht in zwei unterschiedliche Parts aufgeteilt, sondern in einer Person vereint.

»Sei nicht wütend«, flüsterte sie. »Entschuldige, bitte, entschuldige. Ich werde dich trösten, ich verspreche es, ich werde dich trösten.«

Ich hörte die Gruppe ringsum schwer atmen und begriff, wir waren im verwunschenen Schloss, wir hatten es in Charlottes schrecklichen Raum geschafft, und ich wollte, dass sie dort blieb, ich wünschte mir, dass sie die Kraft haben würde, aufzublicken und etwas zu sehen, einen ersten Blick darauf zu werfen, wovor sie solch furchtbare Angst hatte. Ich wollte ihr helfen, hütete mich diesmal jedoch, den Prozess voranzutreiben, den Fehler der Vorwoche zu wiederholen.

»In Großvaters Turnhalle ist es kalt«, sagte Charlotte plötzlich.

»Siehst du etwas?«

»Lange Dielen, einen Eimer, ein Kabel«, hauchte sie fast lautlos.

»Tritt einen Schritt zurück«, sagte ich.

Sie schüttelte den Kopf.

»Charlotte, du trittst jetzt einen Schritt zurück und legst deine Hand auf die Türklinke.«

Ich sah ihre Lider zittern, Tränen schossen durch die Wimpern heraus. Ihre Hände lagen nackt und leer auf ihrem Schoß wie bei einer alten Frau.

»Du spürst die Klinke und weißt, dass du das Zimmer jederzeit verlassen kannst, wenn du dies möchtest«, sagte ich.

»Darf ich das?«

»Du drückst die Klinke hinunter und gehst hinaus.«

»Es ist bestimmt das Beste, wenn ich jetzt einfach gehe …«

Sie verstummte, hob das Kinn und drehte anschließend mit kindlichem, halb offenem Mund den Kopf.

»Ich bleibe doch noch ein bisschen«, sagte sie leise.

»Bist du allein?«

Sie schüttelte den Kopf.

»Ich höre ihn«, murmelte sie, »aber ich kann ihn nicht sehen.«

Sie runzelte die Stirn, als versuchte sie irgendetwas besser zu erkennen, das gleichwohl schemenhaft blieb.

»Hier ist ein großes Tier«, sagte sie plötzlich.

»Was ist das für ein Tier?«, fragte ich.

»Papa hat einen großen Hund …«

»Ist dein Vater im Raum?«

»Ja, er ist hier, er steht in der Ecke, an der Sprossenwand, er ist traurig, ich sehe seine Augen. Ich habe Papa wehgetan, sagt er. Papa ist traurig.«

»Und der Hund?«

»Der Hund bewegt sich vor seinen Beinen und schnüffelt. Er kommt näher und entfernt sich wieder. Jetzt steht er ganz still neben Papa und hechelt. Papa sagt, der Hund soll auf mich aufpassen … Ich will das nicht, er soll das nicht tun dürfen, er ist nicht …«

Charlotte schnappte hastig nach Luft. Sie riskierte, aus der Hypnose zu erwachen, wenn sie zu schnell weitermachte.

Ein furchtbarer Schatten zog über ihr Gesicht, und ich dachte, dass es das Beste sein würde, aus der Trance, dem schwarzen Meer aufzusteigen. Wir hatten den Hund gefunden – sie war stehen geblieben und hatte ihn gesehen. Das war ein sehr großer Fortschritt. Wir würden das Rätsel noch früh genug lösen, wer dieser Hund in Wahrheit war.

Als wir durch die Wassermassen aufstiegen, sah ich Marek Charlotte zugewandt die Zähne fletschen. Lydia streckte eine Hand durch eine dunkelgrüne Wolke aus Tang und Seegras aus und versuchte Pierres Wange zu erreichen und zu streicheln, Sibel und Jussi schlossen die Augen und stiegen auf, und wir begegneten Eva Blau, die kurz unter der Oberfläche hing.

Wir waren fast wach. Die Grenze, an der sich die Wirklichkeit durch die Hypnose auflöste, war stets unscharf, und für die Strecke, die zum Territorium des bewussten Seins zurückführte, galt das Gleiche.

»Wir machen eine Pause«, sagte ich und wandte mich Charlotte zu. »Geht es dir gut?«

»Danke«, antwortete sie und schlug die Augen nieder.

Marek stand auf, bat Sibel um eine Zigarette und ging mit ihr hinaus. Pierre blieb neben Jussi sitzen. Er blickte zu Boden und strich sich hastig über die Augen, als hätte er geweint. Lydia stand auf, streckte langsam die Arme über den Kopf und gähnte. Ich überlegte, dass ich Charlotte sagen sollte, wie froh ich darüber war, dass sie sich entschlossen hatte, ein wenig in ihrem verwunschenen Schloss zu bleiben, aber ich sah sie nicht mehr im Raum.

Ich nahm mein Notizbuch, um ein paar Dinge festzuhalten, wurde jedoch von Lydia unterbrochen. Ihr Schmuck klirrte sanft, und ich roch ihr Moschusparfüm, als sie sich neben mich stellte und fragte:

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