Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Die drei Musketiere - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die drei Musketiere

Электронная книга - «Die drei Musketiere». Краткое содержание книги:

Der junge, draufgängerische d’Artagnan aus der Gascogne macht sich 1625 auf den Weg nach Paris und wird zum Freund dreier Musketiere. Diese sind der prahlsüchtige, naiv-heldische Porthos, der undurchschaubare Athos, ein edler Ritter, dessen Ehe gescheitert ist, sowie Aramis, ein ehemaliger Geistlicher. Alle vier kämpfen gegen die Leibgarde des Staatsmanns und Kardinals Armand-Jean Richelieu (1585 bis 1642) und dessen Spionin Mylady de Winter.
Mylady jedoch ist Athos’ Ex-Frau, die sich zu einem intrigenreichen Kampf gegen die Musketiere rüstet: Sie soll im Auftrag Richelieus die Königin Anna von Österreich und spanische Gemahlin Ludwigs XIII. bloßstellen. Ihr wird ein Liebesverhältnis mit dem Herzog von Buckingham nachgesagt. Dieser soll auf Geheiß des eifersüchtigen Richelieu durch Mylady de Winter ermordet werden, weil er sich zuvor mit den Protestanten von La Rochelle, wo die Musketiere zu Helden aufgestiegen waren, verbündet hatte. Richelieu fädelt daraufhin weitere Intrigen ein …
1 ... 75 76 77 78 79 80 81 82 83 ... 179
Перейти на страницу:

Aramis' Auge funkelte unwillkührlich.

«Ah!«sprach er, die Bewegung in seinem Innern unter einer geheuchelten Gleichgültigkeit verbergend,»sprecht mir nicht von solchen Dingen! Ich an dergleichen Dinge denken! Ich Liebeskummer haben! Vanitas vanitatum! Ich sollte mir, Eurer Meinung nach, das Hirn verdreht haben! Und für wen? Für eine Kammerjungfer oder irgend eine Bürgerdirne, der ich in einer Garnison den Hof gemacht hätte? Pfui!«—»Verzeiht, mein lieber Aramis, aber ich glaubte, Eure Blicke wären etwas höher gerichtet.«—»Höher, und was bin ich, was berechtigte mich, zu einem solchen Stolze? Ein bettelarmer, unbekannter Musketier, der die Sklaverei haßt und sich in der Welt durchaus nicht an seinem Platze sieht.«—»Aramis, Aramis!«rief d'Artagnan und schaute seinen Freund mit zweifelhafter Miene an. — »Staub, kehre ich in den Staub zurück, «fuhr Aramis fort.»Das Leben ist voll von Demüthigungen und Schmerzen, «sagte er düster werdend;»alle Fäden, die es mit dem Glücke verknüpfen, brechen nach einander in der Hand des Menschen ab, und besonders die goldenen Fäden. Oh! mein lieber d'Artagnan, «fuhr er mit einem leichten Anflug von Bitterkeit fort,»verbergt Eure Wunden wohl, wenn Ihr welche habt. Das Stillschweigen ist die letzte Freude der Unglücklichen. Hütet Euch wohl, irgend Jemand auf die Spur Eurer Schmerzen zu bringen. Die Neugierigen pumpen unsere Thränen aus, wie die Fliegen das Blut eines verwundeten Hirsches.«—»Ach! mein lieber Aramis, «sprach d'Artagnan ebenfalls einen Seufzer ausstoßend.»Was Ihr da sagt, ist gerade meine Geschichte.«—»Wie?«—»Ja, eine Frau, die ich liebte. die ich anbetete, ist mir mit Gewalt entführt worden. Sie ist vielleicht eingekerkert, vielleicht todt.«—»Aber Ihr habt doch wenigstens den Trost, Euch sagen zu können, daß sie Euch nicht freiwillig verlassen hat, daß ihr, wenn Ihr keine Kunde von ihr erhaltet, alle Verbindung mit Euch untersagt ist, während…«—»Während?«—»Nichts, «erwiederte Aramis,»nichts.«—»Also entsagt Ihr der Welt für immer? Das ist Euer fester, unwiderruflicher Entschluß?«»Für immer. Ihr seid heute mein Freund, morgen werdet Ihr für mich nur ein Schatten sein, oder vielmehr Ihr werdet gar nicht für mich bestehen. Was die Welt betrifft, so ist sie ein Grab und nichts Anderes.«—»Teufel! das ist sehr traurig, was Ihr mir da sagt.«—»Was wollt Ihr? Mein Beruf zieht mich fort, reißt mich hin.«

D'Artagnan lächelte und antwortete nicht. Aramis fuhr fort:

«Und dennoch hatte ich, während ich noch an der Welt halte, gerne mit Euch über Euch und über unsere Freunde gesprochen.«

«Und ich, «sagte d'Artagnan,»hätte gerne über Euch selbst gesprochen; aber ich sehe Euch so sehr von Allein losgeschält. Die Liebe behandelt Ihr mit Pfui, die Freunde sind Schatten, die Welt ist ein Grab.«—»Ach, Ihr werdet es an Euch selbst erfahren, «sprach Aramis mit einem Seufzer. — »Es sei also unter uns nicht mehr die Rede davon, «sagte d'Artagnan,»und wir wollen diesen Brief verbrennen, der Euch ohne Zweifel eine neue Treulosigkeit von Eurer Grisette oder von Eurer Kammerjungfer ankündigte.«—»Welchen Brief?«rief Aramis lebhaft. — »Einen Brief, der in Eurer Abwesenheit für Euch eingetroffen ist, und den man mir für Euch übergeben hat.«—»Aber von wem ist dieser Brief?«—»Von irgend einer thränenreichen Zofe, von einer verzweiflungsvollen Grisette, vielleicht von der Kammerjungfer der Frau von Chevreuse, welche genöthigt gewesen sein wird, mit ihrer Gebieterin nach Tours zurückzukehren, und ohne Zweifel aus eitel Gefallsucht parfümiertes Papier genommen und ihren Brief mit einer Herzogskrone versiegelt hat.«—»Was sagt Ihr da?«—»Ich werde ihn wohl verloren haben, «sprach der junge Mann, indem er sich den Anschein gab, als suchte er das Schreiben.»Zum Glück ist die Welt ein Grab, die Menschen und folglich die Frauen nur Schatten, die Liebe ist ein Gefühl, über das Ihr Pfui macht.«—»Ah, d'Artagnan!«rief Aramis,»Du tödtest mich.«—»Da ist er endlich, «sprach d'Artagnan und zog den Brief aus seiner Tasche.

Aramis sprang auf, nahm den Brief und las oder vielmehr verschlang ihn; sein Antlitz strahlte.

«Die Zofe scheint einen hübschen Styl zu haben, «sagte d'Artagnan nachlässig.

«Ich danke, d'Artagnan!«rief Aramis beinahe außer sich.»Sie hat sich genöthigt gesehen, nach Tours zurückzukehren, Sie ist mir nicht ungetreu; sie liebt mich noch. Komm, mein Freund, komm, daß ich Dich umarme, das Glück erstickt mich!«

Und die zwei Freunde fingen an, um den ehrwürdigen Sankt Chrysostomus zu tanzen, und stampften mit den Füßen auf die Blätter der These, welche auf den Boden gefallen waren.

In diesem Augenblick trat Bazin mit dem Spinat und dem Eierkuchen ein.

«Fleuch, Unglücklicher!«rief Aramis, und warf ihm seine Calotte ins Gesicht.»Kehre dahin zurück, wo Du hergekommen bist, bringe dieses furchtbare Gemüse und die abscheuliche Beilage weg! Verlange einen gespickten Hasen, einen fetten Kapaun, eine Hammelskeule mit Knoblauch und vier Flaschen alten Burgunder.«

Bazin, der seinen Herrn anschaute und diese Veränderung durchaus nicht begreifen konnte, ließ schwermüthig den Eierkuchen in den Spinat und den Spinat auf den Boden fallen.

«Das ist der Augenblick, Euer Dasein dem König der Könige zu opfern, «sprach d'Artagnan,»wenn Ihr ihm eine Artigkeit erzeigen wollt. Non inutile desiderium in oblatione.«

«Geht zum Teufel mit Eurem Latein! Laßt uns trinken, lieber d'Artagnan, Tod und Teufel! laßt uns trinken und erzählt mir ein wenig, was da unten vorgefallen ist.«

XXVII. Die Frau von Athos

«Wir müssen uns nun noch Kunde von Athos verschaffen, «sagte d'Artagnan dem munter gewordenen Aramis, als er ihn von dem, was seit ihrer Abreise in der Hauptstadt vorgefallen war, in Kenntniß gesetzt, und nachdem ein vortreffliches Mittagsbrod den Einen seine These, den Andern seine Müdigkeit vergessen gemacht hatte.

«Glaubt Ihr also, es könnte ihm ein Unglück widerfahren sein?«fragte Aramis.»Athos ist so kaltblütig, so muthig und weiß seinen Degen so geschickt zu handhaben.«—»Allerdings, und Niemand ist mehr geneigt, als ich, den Muth und die Geschicklichkeit von Athos anzuerkennen, aber ich lasse mich lieber mit Lanzen als mit Knitteln angreifen. Ich fürchte, Athos ist von dem Bedientenvolk gestriegelt worden. Die Knechte sind Leute, welche gewaltig schlagen und nicht so bald aufhören. Das ist der Grund, warum ich so schnell als möglich abzureisen wünsche.«—»Ich werde es versuchen, Euch zu begleiten, «sagte Aramis,»obgleich ich mich kaum im Stande fühle, zu Pferd zu steigen. Gestern versuchte ich die Geißel, welche Ihr dort an der Wand seht, und der Schmerz nöthigte mich diese fromme Übung zu unterbrechen.«—»Man hat auch noch nie gesehen, mein lieber Freund, daß Büchsenschüsse mit Geißelhieben geheilt werden. Aber Ihr wäret krank, und Krankheit schwächt, weßhalb ich Euch entschuldige.«—»Und wann gedenkt Ihr abzureisen?«—»Morgen mit Tagesanbruch. Ruhet diese Nacht so gut als möglich, und morgen, wenn Ihr könnt, reisen wir mit Tagesanbruch.«—»Morgen also, «sagte Aramis,»denn so sehr Ihr auch von Eisen seid, so müßt Ihr doch wohl der Ruhe bedürfen.«

Als d'Artagnan am andern Morgen bei Aramis eintrat, stand dieser an seinem Fenster.

«Was betrachtet Ihr da?«fragte d'Artagnan. — »Meiner Treu! ich bewundere diese drei prächtigen Pferde, welche die Stallknechte am Zaume halten; es ist ein fürstliches Vergnügen, auf solchen Pferden zu reisen.«—»Nun, mein lieber Aramis, Ihr werdet Euch dieses Vergnügen machen, denn eines von den drei Pferden gehört Euch.«—»Ah! ah! und welches?«—»Dasjenige, welches Ihr auswählt. Ich gebe keinem den Vorzug.«—»Und die reiche Decke gehört auch mir?«—»Allerdings.«—»Ihr scherzt, d'Artagnan.«—»Ich scherze nicht mehr, seitdem Ihr wieder französisch sprecht.«—»Also gehören mir diese vergoldeten Halfter, diese Sammetschabracke, dieser silberbeschlagene Sattel?«—»Euch selbst, wie jenes sich bäumende Pferd mir, und das andere tänzelnde Athos gehört.«—»Teufel, das sind drei herrliche Thiere!«—»Es freut mich, daß sie Eurem Geschmack entsprechen.«—»Also der König hat Euch dieses Geschenk gemacht?«—»Sicherlich nicht der Kardinal, aber kümmert Euch nicht darum, woher sie kommen, und denkt nur daran, daß eines derselben Euch gehört.«—»Ich nehme das, welches der rothe Bediente hält.«—»Vortrefflich.«—»Bei Gott, «rief Aramis,»das befreit mich von dem Rest meines Schmerzes. Ich würde es mit dreißig Kugeln im Leibe besteigen. Ah, bei meiner Seele, die schönen Steigbügel! Hollah! Bazin, komm hieher; sogleich!«

1 ... 75 76 77 78 79 80 81 82 83 ... 179
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)