Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Полицейские детективы » Das Dorf der verschwundenen Kinder
Das Dorf der verschwundenen Kinder - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das Dorf der verschwundenen Kinder

Электронная книга - «Das Dorf der verschwundenen Kinder». Краткое содержание книги:

Über dieses Buch
Als in der Grafschaft Yorkshire ein siebenjähriges Mädchen entführt wird, reißt bei den Bewohnern des kleinen Ortes Danby eine tiefe Wunde wieder auf: Schon einmal, vor fünfzehn Jahren, verschwanden im Nachbarort Dendale drei kleine Mädchen spurlos. Aber auch der Hauptverdächtige, der damals 19jährige Benny Lightfoot, verschwand von einem Tag auf den anderen. Das war in dem Jahr, als die Bewohner ihre Häuser aufgaben, weil das Dorf einem Stausee weichen musste. Nun prangt ein Graffiti an einer Eisenbahnbrücke: »Benny ist wieder da!«
Über Reginald Hill
Reginald Hill, geboren 1936, lebt seit vielen Jahren in der englischen Grafschaft Yorkshire, wo die allermeisten seiner Romane auch spielen. Er hat sich den Ruf erworben, »einer der herausragenden lebenden Krimiautoren« zu sein (Sunday Telegraph) und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Diamond Dagger der britischen Crime Writers’ Association, den er für sein Lebenswerk erhielt.
1 ... 72 73 74 75 76 77 78 79 80 ... 117
Перейти на страницу:

Und danach? Nachdem ich hier zu Tante Chloe gekommen bin? Ich mußte was tun, das werden Sie verstehen. Die Dinge hören nicht auf und fangen einfach wieder an, als sei nix passiert. Aber man kann die Dinge ändern. Ich hab in einem Buch über diese Sängerin Callas gelesen, wie häßlich und was für ’n Fettbrocken sie gewesen ist und sich dann verändert hat, und das wollte ich auch, mich verändern; so kam es, daß ich meinen Kopf verätzt hab und alles. Wie Mary? Oja, ich wollte wie Mary sein. Und Madge. Und Jenny. Ich wollte wie alle die sein, die vermißt und herbeigesehnt wurden …

Das ist alles. Sie haben gesagt, ich soll nur über die alten Zeiten reden, nicht über jetzt, wenn ich nicht will. Tja, ich will nicht. Und ich will auch nicht, daß Tante Chloe das alles hier hört, auf keinen Fall. Aber er oja, ihm können Sie’s zeigen, wenn Sie wollen. Lassen Sie ihn ruhig hören, wie es ist, ich zu sein. Ich hätte gern, daß er das versteht, ja, sicher. Denn wer ist sonst noch auf der Welt, der das verstehen kann?

Vierter Tag

Kindertotenlieder

Eins

Die »Kindertotenlieder« werden normalerweise in ihrer Originalsprache Deutsch gesungen, doch die junge Mezzosopranistin Elizabeth Wulfstan befürchtete, daß dem englischen Publikum bei einem Konzert Wesentliches verlorengeht, weil die meisten Zuhörer den Inhalt nur anhand eines Programmhefts verstehen können. Da sie keine Übersetzung des Liederzyklus fand, die ihr gefiel, dichtete sie selbst eine, wobei sie nicht zögerte, hin und wieder auf ihr Yorkshire-Idiom zurückzugreifen.

Die Texte stammen ursprünglich von dem deutschen Dichter Friedrich Rückert (1788–1866), der nach dem Tod seines Sohnes über vierhundert Klagegedichte verfaßte – manche davon handeln speziell von seinem Schicksal, manche vom Tod allgemein. Gustav Mahler wählte fünf der Gedichte für seinen Liederzyklus aus. Sein Interesse bei der Bearbeitung galt in erster Linie der Kunst und Phantasie. Als er im Jahre 1901 damit begann, war er unverheiratet und kinderlos. Als er den Zyklus 1905 beendete, hatte er Alma Schindler geheiratet und zwei Kinder mit ihr. Nach ihrer Geburt konnte Alma seine fortwährende Besessenheit von den Rückert-Gedichten nicht verstehen, und abergläubisch sah sie darin eine leichtsinnige Versuchung des Schicksals. Der Tod ihrer ältesten Tochter durch Scharlach im Jahr 1907 schien ihre schlimmsten Befürchtungen zu bestätigen.

I

Nun will die Sonn’ so hell aufgeh’n,

Als sei kein Unglück die Nacht gescheh’n.

Das Unglück geschah nur mir allein,

Die Sonne, sie scheinet allgemein.

Du mußt nicht die Nacht in dir verschränken,

Mußt sie ins ew’ge Licht versenken.

Ein Lämplein verlosch in meinem Zelt,

Heil sei dem Freudenlicht der Welt!

And now the sun will rise as bright

As though no horror had touched the night.

The horror affected me alone.

The sunlight illumines everyone.

You must not dam up that dark infernal,

But drown it deep in light eternal!

So deep in my heart a small flame died.

Hall to the joyous morningtide!

II

Nun seh’ ich wohl, warum so dunkle Flammen

Ihr sprühet mir in manchem Augenblicke,

O Augen!

Gleichsam um voll in einem Blicke

Zu drängen eure ganze Macht zusammen.

Doch ahnt’ ich nicht, weil Nebel mich umschwammen,

Gewoben von verblendendem Geschicke,

Daß sich der Strahl bereits zur Heimkehr schicke,

Dorthin, von wannen alle Strahlen stammen.

Ihr wolltet mir mit eurem Leuchten sagen:

Wir möchten nah dir bleiben gerne,

Doch ist uns das vom Schicksal abgeschlagen.

Sieh uns nur an, denn bald sind wir dir ferne!

Was dir nur Augen sind in diesen Tagen,

In künft’gen Nächten sind es dir nur Sterne.

At last I think I see the explanation

Of those dark flames in many glances burning.

Such glances!

As though in just one look so burning

You’d concentrate your whole soul’s conflagration.

I could not guess, lost in the obfuscation

Of blinding fate which hampered all descerning,

That even then your gaze was homeward turning,

Back to the source of all illumination.

You tried with all your might to speak this warning:

Though all our love is focused on you,

Yet our desires must bow to Fate’s strict bourning.

Look on us now for soon we must go from you.

These eyes that open brightly every morning

In nights to come as stars will shine upon you.

III

Wenn dein Mütterlein

Tritt zur Tür herein

Und den Kopf ich drehe,

Ihr entgegensehe,

Fällt auf ihr Gesicht

Erst der Blick mir nicht,

Sondern auf die Stelle

Näher nach der Schwelle,

Dort wo würde dein

Lieb Gesichtchen sein,

Wenn du freudenhelle

Trätest mir herein

Wie sonst, mein Töchterlein.

Wenn dein Mütterlein

Tritt zur Tür herein

Mit der Kerze Schimmer,

Ist es mir, als immer

Kämst du mit herein,

Huschtest hinterdrein

Als wie sonst ins Zimmer.

O du, des Vaters Zelle,

Ach zu schnelle

Erlosch’ner Freudenschein!

When your mother dear

to my door draws near,

And my thoughts all centre

1 ... 72 73 74 75 76 77 78 79 80 ... 117
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)