Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Историческая проза » Schamanenfeuer. Das Geheimnis von Tunguska.
Schamanenfeuer. Das Geheimnis von Tunguska. - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Schamanenfeuer. Das Geheimnis von Tunguska.

Электронная книга - «Schamanenfeuer. Das Geheimnis von Tunguska.». Краткое содержание книги:

Sommer 2008. Hundert Jahre sind vergangen, seit in Sibirien eine verheerende Explosion stattgefunden hat. Viktoria Vandenberg versucht mit zwei anderen deutschen Forschern dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Hat es sich um den Einschlag eines Meteoriten gehandelt? Leo, ein junger Hirte, erzählt Viktoria von seiner neunzigjährigen Großmutter, deren Vater zu den ersten Wissenschaftlern vor Ort gehörte. Die Alte beschwört Viktoria, ihre Nachforschungen einzustellen: Geister, böse Schamanen seien am Werk. Als sämtliche Stromgeneratoren ausfallen, scheinen die Prophezeiungen in Erfüllung zu gehen, erst recht als eine Serie von geheimnisvollen Todesfällen über die Forschergruppe hereinbricht. Doch Viktoria gibt nicht auf. Sie begreift, dass Leo den Schlüssel zu einer Wahrheit besitzt, die weitaus unglaublicher erscheint als ein Meteoriteneinschlag.
1 ... 65 66 67 68 69 70 71 72 73 ... 152
Перейти на страницу:

»So ähnlich.« Leonid kniff die Lider zusammen, als ob er von ihrer Seite einen tätlichen Angriff erwartete. »Bist du mir böse?«

Viktoria begann lauthals zu lachen, bis sie sich schließlich, immer noch von Lachsalven geschüttelt, auf seinem Bett niederließ und zu ihm aufschaute. »Hast du noch was von dem Zeug? Dann sofort her damit.«

»Ich wusste es«, stieß sie atemlos hervor, »es geht auch ohne Tee.« Splitternackt lag sie in Leonids Armen. Sie hatten ein wenig herumgealbert, und dann hatte er sie plötzlich geküsst. Ein Gefühl, noch viel intensiver als am Morgen zuvor, hatte ihr jegliche Scham genommen. Sie löste seinen Zopf und strich über seine schwarz glänzenden Haare, während er unter die weiche Wolfsfelldecke abgetaucht war, um genüsslich an ihren Brustwarzen zu saugen.

Ajaci lag am Kamin, den Kopf auf die ausgestreckten Pfoten gelegt, und dabei ließ er die fremde Frau und sein Herrchen nicht aus den Augen. Viktoria hätte schwören können, dass sein Blick Missbilligung ausdrückte.

Ihre feuchte Haut rieb sich an Leonids Bauch, und an ihrem Oberschenkel konnte sie spüren, dass er, selbst nachdem er sie in einer seltsam anmutenden Hast genommen hatte, immer noch bereit war, es jederzeit wieder zu tun. Sie zog sein Gesicht in das dämmerige Licht des Kaminfeuers zurück und bedeckte es mit Küssen, während sie bereitwillig ihre Schenkel spreizte. Es musste reines Glück sein, was sie empfand, als er behutsam in sie eindrang und er sie gleichzeitig lange und innig küsste.

»Ich liebe dich«, hauchte er auf Deutsch, als er mit klopfendem Herzen neben ihr zu liegen kam. »Das war der erste Satz, den mir meine Großmutter auf Deutsch beigebracht hat. Das wollte ich immer schon einmal zu einer Frau sagen. Ich meine nicht einfach so, sondern aus voller Überzeugung. Nur wusste ich bisher leider nie zu wem.« Ihr Kopf lag auf seinem ausgestreckten Oberarm. Im Schein des Feuers schaute sie mit leicht geröteten Wangen überrascht zu ihm auf.

»Deine Großmutter ist Deutsche?«

»Sie hatte einen deutschen Vater, den sie sehr geliebt hat.«

Instinktiv spürte Viktoria, dass es keine Floskeln waren. Er meinte es tatsächlich ernst. Und das machte ihr Angst. Nicht etwa, weil sie etwas dagegen gehabt hätte - ganz im Gegenteil.

»Was ist das mit uns, Leonid?« Ihr Blick verriet Ratlosigkeit, während sie ihm in die grauen Augen schaute. »So etwas habe ich noch nicht erlebt. Denkst du nicht, das geht alles viel zu schnell? Und dann all die merkwürdigen Umstände?«

Sie stemmte sich auf ihren Ellbogen und schaute ihn beunruhigt an.

»So etwas gibt es im richtigen Leben eigentlich nicht. Ich habe noch für keinen Menschen soviel empfunden wie für dich und schon gar nicht nach so kurzer Zeit. Wir kennen uns doch kaum.«

»Wir sind in Sibirien«, sagte er ausweichend und lächelte sie an. »Hier ticken die Uhren anders als im Westen. Hier sind Dinge möglich, die nirgendwo sonst möglich sind.«

»Was meinst du damit?« Sie hatte sich aufgerichtet und saß aufrecht im Bett, den Blick immer noch auf Leonids amüsiertes Gesicht gerichtet. Er hob seine schwielige Hand und spielte mit ihren Brüsten.

»Ich meine es ernst, Schamane«, sagte sie und fuhr mit ihren Fingern genussvoll durch sein langes, glattes Haar. »Du hast mich verhext. Gib es zu!« Sie lachte ihn an, und er lachte zurück, doch dann war sie wieder ernst. »Irgendwas stimmt hier nicht. Nicht nur die Sache zwischen uns. Kein Mensch weiß genau, was hier genau vor einhundert Jahren passiert ist. Es gibt unzählige Spekulationen. Dazu kommt, dass du offensichtlich ein Problem mit unserem Auftraggeber hast, und ich wüsste gerne warum.«

Hatte Leonid bisher verträumt mit ihren Brüsten gespielt, so horchte er nun auf und setzte sich ebenfalls aufrecht hin.

»Ich habe noch eine Rechnung mit Bashtiri und auch mit Lebenov zu begleichen. Das heißt: Solange alle Welt denkt, dass ich bei einem Helikopterabsturz gestorben bin, werde ich ihnen tunlichst nicht über den Weg laufen. Es ist ein dummer Zufall, dass sie ausgerechnet hierher gekommen sind, um sich neue Jagdgründe zu erschließen.«

Er bedachte Viktoria mit einem ernsten Blick und küsste sie dann auf den Mund. »Es hat nichts mit dir zu tun«, fügte er leise hinzu. »Es ist eine alte Geschichte. Wir waren vor ein paar Jahren gemeinsam in Tschetschenien. Die beiden waren in dunkle Geschäfte verwickelt. Es gab da jemanden, der ihnen in die Quere gekommen ist. Sie haben ihn und fünf andere liquidieren lassen, bevor die russische Regierung davon Wind bekam. Dass ich zu den Toten gehörte, war wohl nicht beabsichtigt. Viel weniger, dass ich den Anschlag überlebt habe.«

Viktoria sah ihn erschrocken an. »Aber ...«

»Russland.« Er strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. »Hier ticken die Uhren anders«, wiederholte er mit einem entschuldigenden Lächeln.

17.

Juni 1905, Sibirien - Zwischenwelten

»Ist er tot?«

Die Stimme der Frau klang ängstlich und schien Leonard aus großer Ferne zu kommen. Gerne hätte er ihr geantwortet, doch so sehr er sich mühte, es war ihm nicht möglich, etwas zu sagen oder auch nur die Lider zu heben.

Allein mit seinen Gedanken und einer Flut von unerträglichen Schmerzen, die seinen Schädel durchzuckten, lag er da.

»Es ist allein meine Schuld«, jammerte die weibliche Stimme. »Ich hätte nie .« Schluchzend verstummte sie.

Kissanka? Leonard rätselte einen Moment, doch dann war er sich sicher. Es musste Kissanka sein, die neben ihm stand.

»Wenn er stirbt, werden sie meinen Vater zur Hinrichtung führen«, flüsterte sie dumpf.

»Selbst wenn Leonard ins Leben zurückkehrt, wirst du daran nichts mehr ändern können!«, zischte jemand in verächtlichem Ton. Dem harten Dialekt nach war es Aslan. Der Turkmene sagte nicht oft etwas, doch wenn, hatte es meist einen unfreundlichen Charakter.

»Wie meinst du das?« Das Mädchen klang erschrocken.

»So wie ich es sage, du hinterlistiges Luder«, knurrte Aslan.

»Nur weil du es nicht lassen konntest, den Kosaken schöne Augen zu machen, sitzt Leonard jetzt in der Scheiße. Und als wenn das noch nicht genug gewesen wäre, ziehst du auch noch deinen ewig besoffenen Vater in die Sache hinein. Ich habe Leonard damals gleich gesagt, er solle sich nicht einmischen und dich diesen Hurenböcken überlassen. Dann hätten sie dich in aller Ruhe durchgevögelt, und dein verrückter Vater hätte es kaum gewagt, sich hinterher mit drei Kosaken gleichzeitig anzulegen.«

Dem Mädchen hatte es offenbar die Sprache verschlagen.

Aslan schnaubte verärgert. »Gesetzt den Fall, du wärst bei der Wahrheit geblieben.«

1 ... 65 66 67 68 69 70 71 72 73 ... 152
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)