Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Zwerge
Die Zwerge - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Zwerge

Электронная книга - «Die Zwerge». Краткое содержание книги:

Tapfer bewachen die Zwerge des fünften Stammes den Steinernen Torweg, um das Geborgene Land, in dem Menschen, Zauberer und Elben in Frieden leben, vor den üblen Geschöpfen des Gottes Tion zu schützen. Doch eines Tages reicht die Kraft der Äxte nicht mehr aus: Orks und Oger stürmen in riesigen Horden das Tor. Das Tote Land drängt voran und bringt Siechtum und Tod über die tapferen Zwerge; wer auf seinem Boden stirbt, kehrt als untoter Sklave des Bösen zurück. Und zu allem gesellen sich die Albae, grausame Wesen voller Macht und Heimtücke. Der Steinerne Torweg fällt und mit ihm der letzte Zwerg aus dem Stamm der Fünften.
Tausend Sonnenzyklen später wehren sich die Menschen verzweifelt gegen die mörderischen Orks. Zwar haben die sechs großen Zauberer das Tote Land mithilfe von Magischen Schranken aufhalten können, aber unter den Herrschern des Geborgenen Landes befindet sich ein Verräter, und schon erobern Albae die Haine der Elben. In diesen unsicheren Zeiten macht sich der Zwerg Tungdil auf Geheiß des mächtigen Magiers Lot-Ionan, seines Ziehvaters, auf einen Botengang - der unversehens zu einem schicksalhaften Abenteuer auf Leben und Tod gerät...
1 ... 57 58 59 60 61 62 63 64 65 ... 174
Перейти на страницу:

Er tunkte ein ordentliches Stück Brot in die Soße und klappte die Kiefer weit auseinander, um sich seine Vorspeise mit einem Schlag in den Mund zu schieben.

»Boїndil, nein!«

Der warnende Ruf seines Bruders brachte ihn dazu, in seinem Tun inne zu halten. »Was denn?«, fauchte er unfreundlich. Sein Magen knurrte und rebellierte gegen die Vernachlässigung. »Du störst mich beim Essen.«

Boëndal stand neben der Tür, in der Linken hielt er den Krähenschnabel. Es sah aus, als bereitete er sich auf einen Angriff vor. »Du wirst gleich nichts mehr essen wollen. Sieh in die Ecke.«

Boїndil schaute in die angegebene Richtung. Auf dem Schlachtblock, den der Koch zum Ausbeinen und Zerkleinern benutzte, lagen Knochen, die zu keinem ihm bekannten Tier passen wollten, und die vier abgezogenen Schädel, die daneben lagen, konnten ihrer Form nach nur Langen gehört haben.

Es dauerte eine Weile, bis er begriff, was er sich um ein Haar als Essen gegönnt hätte. Angewidert schleuderte er das Brot weg und sprang auf den Boden zurück; dabei zog er seine Beile.

»Wenn ich den Magus in die Finger bekomme, wird ihm sein Hokuspokus nicht mehr helfen«, versprach er angeekelt.

»Ich habe noch nie gehört, dass Menschen oder Hexer so etwas tun«, gab Boëndal zu bedenken. »Es gibt neue Bewohner, wenn du mich fragst. Das offene Tor stammt von einem Überfall.« Er spähte aufmerksam zur Tür. »Wir müssen sofort zu unserem Gelehrten.«

Rücken an Rücken liefen sie durch die unheimlichen leeren Gänge, um zu ihrem Ausgangsort zurückzukehren.

*

Tungdil saß auf dem Schemel, der vor Lot-Ionans Ohrensessel stand, und wartete ungeduldig auf die Rückkehr seines Ziehvaters. Dabei wischte er sich den gröbsten Staub von den Kleidern. Er war gespannt, was der Magus zu seinen Berichten sagen würde. Mit dem Wichtigsten würde er zuerst anfangen und ihm sofort die Bücher Goréns überreichen. Zwar nahm er nicht an, dass der Zauberer ihn in die Geheimnisse um die mysteriösen Bücher einweihen würde, hoffte es im Stillen aber.

Leise Schritte ertönten auf dem Gang. Es waren nicht die Geräusche, die Boїndil und Boëndal verursachten, sondern eine leichte, ungepanzerte Person.

Tungdil erhob sich und huschte hinter die Tür, um sich zu verstecken und dem Famulus einen Schrecken einzujagen; diesen Spaß wollte er sich wenigstens erlauben. Seinen Rucksack und den Beutel mit den Artefakten ließ er stehen, spähte hinter der Tür hervor und wartete voller Vorfreude.

Ein junger Mann mit kurzen schwarzen Haaren betrat das Zimmer. Er trug eine malachitfarbene Robe, die ihn als Famulus von Nudin dem Wissbegierigen auswies, und schnüffelte sich mit einer solchen Selbstverständlichkeit durch die Unterlagen und persönlichen Sachen Lot-Ionans, als kennte er keinen Respekt.

Was, bei Vraccas, macht er da? Der Zwerg blieb vorerst in seinem Versteck und beobachtete, wie der Lange die Aufzeichnungen sortierte. Demnach war er für die entstandene Ordnung verantwortlich. Er nahm am Schreibtisch des Magus Platz und sichtete die Aufzeichnungen und Bücher mit kritischem Blick, ehe er sie auf die verschiedenen Stapel legte und ihre Namen in eine Liste eintrug.

Was suchen denn die Schüler Nudins im Stollen?, staunte Tungdil. Und vor allem: Wer hat ihnen erlaubt, sich so ungebührlich und frech zu benehmen? Wenn Lot-Ionan jemanden zum Aufräumen benötigte, stünden ihm genügend eigene Helfer zur Verfügung, aber diese Schriften, das wusste der Zwerg ganz genau, gehörten zu den Dingen, die sein Ziehvater als sehr persönlich betrachtete. Die eigenen Famuli durften nicht hineinschauen, da sollte es Fremden schon gar nicht erlaubt sein.

Schlurfende Schritte näherten sich vom Gang her, eine zweite Person betrat die Schwelle zur Kammer. Der Famulus blickte auf, ungehalten über die Störung. »Was gibt es?«

Tungdil presste sein Gesicht dicht an die Tür, um durch den schmalen Spalt einen Blick auf den Neuankömmling zu werfen. Er sah nur den breiten Rücken, der von einem einfachen Hemd bedeckt wurde.

»Ich habe meine Arbeiten in der Küche erledigt«, sagte eine tiefe Stimme schleppend. Der Zwerg erkannte sie sofort wieder. Der Mann war Eiden, Handlanger und Knecht für alle möglichen Aufgaben des Magus.

»Schön. Setz dich in irgendeine Ecke und störe mich nicht weiter«, befahl ihm der Famulus unwirsch.

Eiden regte sich nicht, sondern verharrte wie ein menschliches Standbild in der Tür. »Ich habe Hunger«, sprach er monoton.

»Geh in die Küche und sauge ein paar Knochen aus, aber lass die Finger vom Fleisch. Das ist für unsere Aufpasser«, erhielt er die harsche Anweisung. »Geh. Verschwinde.«

»Ich will Fleisch«, beharrte der Mann dumpf.

»Raus!« Der Famulus nahm den Brieföffner und schleuderte ihn nach Eiden. Ob Zufall oder nicht, die Spitze bohrte sich in die Brust des Knechts. Er stöhnte auf, bevor er sich umwandte, um die Kammer zu verlassen.

Der Zwerg sah das vollkommen zerstörte, aschfarbene Gesicht, dem ein Kolbenhieb die rechte Schädelseite eingedrückt hatte. Die Verletzung machte ihn zu einem grotesken Abbild eines Menschen.

Tungdil stockte der Atem, als er an ihm herabblickte. Der einst weiße Stoff seines Hemdes war größtenteils von getrocknetem Blut gefärbt; es musste aus den beiden klaffenden Wunden über dem Herzen und dem Schlüsselbein stammen. Die Wundränder zeigten erste Anzeichen von Zersetzung, und der Leib unter dem zerrissenen Stoff schimmerte fahl und bleich.

Tungdil dachte sogleich an die Erlebnisse im Wald der Elbin und die lebenden Toten. Aber das kann nicht sein! Die Barrieren gegen das Tote Land halten doch noch. Lot-Ionan und die anderen Magi speisten die magischen Sperren mit neuer Kraft, sodass ein Vordringen unmöglich war; die Grenze zum unheimlichen Schrecken aus dem Norden lag zudem vierhundertfünfzig Meilen vom Stollen entfernt. Was ist hier nur geschehen?

Ein Windstoß jagte durch das Zimmer. Neben dem Famulus erschien ein bläuliches Flirren, aus dem sich die Umrisse eines Menschen formten. Es war Nudin der Wissbegierige.

Sein Famulus stand auf und verneigte sich vor dem magisch erschaffenen Abbild. »Ich suche, ehrenwerter Magus«, begrüßte er ihn. »Aber ich konnte die Sachen noch nicht finden, nach denen Ihr verlangt habt.« Er hob seinen Schopf, um in das feiste Antlitz seines Herrn zu blicken. »Die Stollen sind weitläufig. Der alte Mann hatte viele Laboratorien und Bibliotheken«, entschuldigte er sich vorsichtshalber. »Es ist für einen einzelnen Menschen eine schwierige Aufgabe, ehrenwerter Magus.«

»Das ist der Grund, weshalb ich dir bald Gesellschaft leiste«, krächzte er.

Der Zwerg verhielt sich mucksmäuschenstill, um sich nicht zu verraten. Vraccas schien ihn dazu auserkoren zu haben, Gesprächen als ungewollter Zuhörer beizuwohnen. Er hatte Nudin in den ganzen Jahren nur einmal gesehen, meinte aber sich zu erinnern, dass der Magus besser, schlanker und vor allem freundlicher aussah. Dieser Nudin wirkte wie eine schlechte Imitation, die von einem Neider angefertigt worden war, um den Zauberer zu verspotten.

»Lot-Ionan sagte in Porista zu mir, er habe meine Artefakte in einem Schrank vergessen«, fuhr der Magus fort und drehte sich langsam im Kreis, um die Kammer genauestens zu inspizieren. Die Stimme klang hoch und dunkel zugleich. »Hast du dich schon genauer umgesehen?«

»Nein, Herr«, entschuldigte sich der Schüler. »Ich dachte, Ihr wolltet die Bücher zuerst haben, deswegen suchte ich danach.«

Nudin ging auf das große Möbelstück zu, aus dem Tungdil damals den Sack mit den Artefakten genommen hatte. »Es ist nicht sicher, dass die Werke tatsächlich bei meinem alten Freund ankamen.

Die Albae berichteten, dass eine Kriegertruppe in Grünhain auftauchte und die Bücher Goréns raubte, nachdem die Orks die Siedlung erobert hatten. Sie meinten, es seien Zwerge gewesen.«

1 ... 57 58 59 60 61 62 63 64 65 ... 174
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)