Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Zwerge
Die Zwerge - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Zwerge

Электронная книга - «Die Zwerge». Краткое содержание книги:

Tapfer bewachen die Zwerge des fünften Stammes den Steinernen Torweg, um das Geborgene Land, in dem Menschen, Zauberer und Elben in Frieden leben, vor den üblen Geschöpfen des Gottes Tion zu schützen. Doch eines Tages reicht die Kraft der Äxte nicht mehr aus: Orks und Oger stürmen in riesigen Horden das Tor. Das Tote Land drängt voran und bringt Siechtum und Tod über die tapferen Zwerge; wer auf seinem Boden stirbt, kehrt als untoter Sklave des Bösen zurück. Und zu allem gesellen sich die Albae, grausame Wesen voller Macht und Heimtücke. Der Steinerne Torweg fällt und mit ihm der letzte Zwerg aus dem Stamm der Fünften.
Tausend Sonnenzyklen später wehren sich die Menschen verzweifelt gegen die mörderischen Orks. Zwar haben die sechs großen Zauberer das Tote Land mithilfe von Magischen Schranken aufhalten können, aber unter den Herrschern des Geborgenen Landes befindet sich ein Verräter, und schon erobern Albae die Haine der Elben. In diesen unsicheren Zeiten macht sich der Zwerg Tungdil auf Geheiß des mächtigen Magiers Lot-Ionan, seines Ziehvaters, auf einen Botengang - der unversehens zu einem schicksalhaften Abenteuer auf Leben und Tod gerät...
1 ... 60 61 62 63 64 65 66 67 68 ... 174
Перейти на страницу:

Der Gnom hustete. »Habt Dank, Meister. Ihr schenktet mir einen weiteren sonnigen Tag an Eurer Seite«, keuchte er und schleppte sich auf einen Stuhl. »Euer gemeiner Plan schlug fehl. Der Thronanwärter ist noch am Leben, wie ich hörte. Dafür sind es unsere Kopfgeldjäger nicht mehr«, begann er mit seinem Bericht. »Ich konnte in der Eile keine neuen Mannen mehr auftreiben, die Euren feigen Anschlag in die Tat umsetzen wollen. Die Zeiten im Geborgenen Land haben sich geändert.«

Bislipur überhörte die Spitzen in den Worten seines gezwungenen Handlangers. Swerd machte das, seit er in seinen Diensten stand, weil er hoffte, sein Herr würde ihn in einem Anfall von Zorn erschlagen, doch diesen Gefallen würde er ihm nicht tun. Er sollte leiden. »Was ist geschehen?«

»Ich folgte ihm und den beiden Zwillingen bis zum Stollen Lot-Ionans, wo sie auf Orks trafen...«

Das Geborgene Land, Ionandar

im Jahr des 6234sten Sonnenzyklus,

Spätsommer

Die rasselnden und klappernden Rüstungen verrieten die Bestien auf einhundert Schritt. Ihre widerlichen Stimmen quiekten durcheinander: Sie hatten den getöteten Untoten entdeckt.

Als die Zwerge um die Ecke des Ganges bogen, standen sie ihren Feinden gegenüber. Der Ausgang befand sich dreihundert Schritt von ihnen entfernt, und der Tunnel, so hatte es zumindest für Tungdil den Anschein, wurde bis zum Tor von den Orks ausgefüllt. Ein Wald aus Waffen stand zwischen ihnen und der Freiheit.

»Herrlich!«, freute sich Ingrimmsch und senkte angriffslustig das Haupt. »Schau, Bruder, wie eng der Gang ist. So wird uns keiner entkommen.« Er wirbelte die Beile hin und her. »Oink, oink! Vraccas, das wird ein Schlachtfest!«

»Du wirst heute zum ersten Mal mit uns zusammen kämpfen, Gelehrter«, eröffnete Boëndal dem Thronanwärter ernst. »Stell dich mit dem Rücken zu uns, dein Hintern muss unsere Kehrseiten immer spüren, so geben wir uns gegenseitig Deckung.« Die braunen Augen suchten Tungdils Blick. »Vertraue uns, wie wir dir vertrauen. Du wirst es schaffen, du bist ein Kind des Schmiedes.«

Mit pochendem Herzen begab sich Tungdil in Position und spürte die Körper in seinem Rücken. Vertrauen, rief er sich in Erinnerung.

Vraccas stehe mir bei. Er schluckte, und seine Angst schwand. Für Lot-Ionan, Frala und das Geborgene Land!

»Hört auf zu reden!«, jubelte Boїndil mit irrem Funkeln in den Pupillen. »Lasst uns Köpfe spalten und Knie zertrümmern!«

Die Brüder eröffneten den Tanz des Todes. Tungdil setzte sich ein wenig ungelenk in Bewegung, um sie nicht zu verlieren und die Deckung aufreißen zu lassen.

*

Anfangs, nach den ersten drei, vier Drehungen, nahm Tungdil durchaus Einzelheiten wahr. Er bemerkte Orkfratzen, erkannte die unterschiedlichen Rüstungen, mit denen sie sich vor den Waffen der Zwerge schützten, sah die Stützbalken zwischen dem Beingewirr hervorschauen oder einen der langen schwarzen Zöpfe vorbeihuschen.

Doch bald verwischte alles, es ging unglaublich schnell. Sein Verstand konzentrierte sich auf die niederzuckenden Schwerter, Dolche und Keulen, um ihnen auszuweichen oder sie zu parieren. Seine Axt traf mehr als einmal auf Widerstand, und weil sich die Schneide irgendwann grün färbte, nahm er an, dass er in dem Durcheinander tatsächlich Gegner getroffen hatte.

Die Zwillinge verfolgten die gleiche Taktik wie damals in Grünhain. Sie kreiselten vorwärts, schraubten sich in die gegnerischen Attacken hinein, schlugen und standen einen Herzschlag später an einer anderen Stelle, um es den Widersachern unmöglich zu machen, einen guten Schlag anzubringen.

Tungdil war froh über seinen Kettenschutz. Da er nicht über die Geübtheit seiner Begleiter verfügte, erhielt er manchen Schlag und manchen Stich, die jedoch nicht durch sein Eisenhemd drangen. Quetschungen, blaue Flecken, vielleicht sogar Brüche waren zu ertragen, wenn er dafür am Leben blieb und es Nôd’onn nicht gelang, die Bücher und Artefakte in die feisten Finger zu bekommen.

Er hörte das grimmige Lachen Ingrimmschs, dem stets ein orkischer Aufschrei folgte. Boëndal dagegen kämpfte ruhiger und sparte sich seinen Atem auf.

Tungdils Arme wurden allmählich schwerer. Nicht nur, dass ihnen Feinde im Weg standen, auch die Gegner hinter ihnen, die nicht Opfer der Zwergenwaffen wurden, drängten nach und setzten ihnen zu. Die Not gebar ihm einen Gedanken.

»Zickzack«, schrie er, um die Brüder aufmerksam zu machen und das Klingen des Stahls zu übertönen. »Zu den Stützbalken.«

»Guter Einfall, Gelehrter«, rief Boëndal zurück, parierte einen Schlag mit dem Krähenschnabel und verletzte den Ork mit der flachen Seite. Kurz darauf krachte seine mächtige Waffe gegen den Holzpfosten und drosch ihn zur Seite.

Die Querstrebe löste sich augenblicklich von der Decke, Gesteinsbrocken und Dreck regneten herab. Die drei wiederholten dieses Manöver noch mehrmals, bis der ungestützte Fels hinter ihnen zusammenbrach. Die Scheusale Tions verschwanden in einer Lawine aus tonnenschwerem Geröll, der eingestürzte Stollen hielt ihnen den Rücken frei.

Aus Angst, ebenfalls verschüttet zu werden, flüchteten die Orks hinaus, während Boїndil ihnen tobend folgte und etliche niederschlug. Erst als sie kurz vor den Toren standen, hielt er inne und wartete auf die anderen beiden Zwerge.

»Los«, keuchte er glücklich. »Draußen warten noch mindestens zwanzig Schweinchen auf uns. Es wäre schade, wenn sie dem Schlachtfest entkämen.«

Die beiden schlossen zu ihm auf. Bei allem Hass wünschte sich Tungdil, dass die übrigen Gegner geflohen waren; er zweifelte, seine müden Arme höher als bis zur Gürtelschnalle heben zu können.

Sie nahmen ihre Kleeblattformation ein und verließen die Behausung. Das Sternlicht begrüßte sie mit silbrigem Schimmer und beleuchtete die Orks. Die Augen der lauernden Bestien glommen grün und verrieten, wo sie standen. Es mussten noch einmal hundert sein, die ihnen leise schnüffelnd, grunzend und knurrend gegenübertraten.

»Zwanzig, ja?«, murmelte Tungdil, und sein Mut sank.

»Ich gebe zu, dass es eine Hand voll mehr sind, als ich vorgesehen habe«, gab Boїndil zurück. Seine Stimme klang jedoch nicht so, als machte er sich trotz der Übermacht ernsthaft Sorgen. »Dann ist es eben eine der großen Herausforderungen, von denen ich sprach.«

»Laufen wir links oder rechts an ihnen vorbei?«, fragte Tungdil nach der Vorgehensweise.

»Mitten durch«, grollte Boїndil. »So behindern sie sich gegenseitig, und wir haben die besten Aussichten, einigermaßen unbeschadet zu bleiben. Ich nehme mir ihren Anführer vor. Danach können wir sie über die Flanken angreifen und sie fertigmachen.«

»Tungdil ist noch nicht bereit dazu«, gab Boëndal zu bedenken. »Es geht nicht darum, Orks zu töten, sondern ihn sicher ins Gebirge zu bringen, Bruder.«

Tungdil war über den Beistand sehr glücklich. Er hätte es nicht gewagt, Einspruch zu erheben, weil er die Zwillinge nicht enttäuschen wollte, aber Boëndal besaß Umsicht und gute Augen, die seine Erschöpfung sehr wohl registrierten.

»Na gut, dann brechen wir eben nur durch die Mitte«, meinte Boїndil halb beleidigt, »und lassen ihre Flanken in Ruhe.«

Kaum hatten sie es beschlossen, setzten sie ihren Plan in die Tat um, ehe die Orks auf die Idee kamen, mit Pfeilen nach ihnen zu schießen. Ihre bewährte Kreiseltaktik ging anfangs auf. Sie hätten es wohl auch geschafft, wenn die Feinde keinen unerwarteten Beistand erhalten hätten.

Die gegnerischen Reihen lichteten sich plötzlich. Die Orks wichen vor ihnen zurück und gaben scheinbar den Weg frei.

1 ... 60 61 62 63 64 65 66 67 68 ... 174
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)