Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Альтернативная история » Die Kriegerin der Himmelsscheibe
Die Kriegerin der Himmelsscheibe - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Kriegerin der Himmelsscheibe

Электронная книга - «Die Kriegerin der Himmelsscheibe». Краткое содержание книги:

Die Kriegerin der Himmelsscheibe
1 ... 52 53 54 55 56 57 58 59 60 ... 132
Перейти на страницу:

»Die bärtigen Barbaren mit den riesigen Holzkeulen haben uns überfallen«, fuhr Torgon ärgerlich fort. »Wir hätten deine Unterstützung wirklich gut brauchen können!«

»Ja, aber ich ...«, Lexz zerrte an Torgons Hand, aber diesmal schien der Dicke darauf vorbereitet zu sein, und offensichtlich war er nicht bereit, ihn so einfach davonkommen zu lassen, »ich habe ... ich bin ... nun lass mich doch endlich los!«

»Ich habe, ich bin!« Torgon schüttelte den Kopf. »Dein Vater hat dir unser Leben in die Hände gelegt! Nun verhalte dich endlich auch entsprechend!«

Lexz versuchte sich erneut aus dem festen Griff zu winden. »Ja, das tue ich doch. Ich muss jetzt aber ... nur der Frau hinterher ...«

»Der Frau hinterher?« Torgon ächzte auf seine typische Art. »Willst du schon wieder einfach davonrennen? Und dann auch noch wegen eines Dorfmädchens?«

»Nein, natürlich nicht«, widersprach Lexz heftig. »Ich bin ja gleich wieder da!«

»Wenn sich ein Fünfjähriger bei seiner Jungjäger-Prüfung so verhielte wie du jetzt gerade, dürfte er anschließend noch nicht einmal mehr die Waffen der anderen pflegen!«, brüllte ihm Torgon ins Ohr und verdrehte dabei seinen Arm so kräftig, dass ein scharfer Schmerz durch Lexz’ Schulter fuhr.

»Aber was faselst du da von irgendeinem Dorfmädchen!«, empörte sich Lexz. »Du spinnst doch! Wir suchen wie wild nach einer Spur von Dragosz’ Leuten - und dann taucht ein Mädchen auf, das mit ihm gezogen ist. Und du lässt es so einfach entkommen?«

»Ich lasse überhaupt niemanden entkommen«, hielt Torgon dagegen. »Aber erstmal geht es darum, dass du nicht wieder wie ein kleiner Rotzjunge wegrennst!«

»Du verstehst ja überhaupt nicht, worum es geht«, fuhr ihn Lexz an - und das, obwohl er dies selbst nicht begriff, wenn er ehrlich war. »Und jetzt lass mich endlich los!«

»Das werde ich nicht tun«, schimpfte Torgon. »Wir hätten gestern Abend unbedingt zusammenbleiben müssen. Zu dritt wären wir viel eher in der Lage gewesen, uns unserer Haut zu erwehren!«

»Ja!«, schrie Lexz. »Und jetzt lass los!«

»Einen Dreck werde ich tun!«, gab Torgon in der gleichen Lautstärke zurück. »Jedenfalls nicht, solange du dich nicht endlich zusammenreißt und die Ehre deines Vaters nicht weiter mit Füßen trittst!«

Seine Worte trafen Lexz heftig, und das wohl deshalb, weil viel mehr Wahrheit in ihnen lag, als er im Augenblick vertragen konnte. Nur mit Mühe und Not konnte er sich zusammenreißen und verhindern, dass ihm etwas sehr, sehr Dummes herausrutschte.

»Lass mich durch, bitte«, sagte er stattdessen in einem fast sanften Tonfall. »Ich bin gleich wieder da.«

Zu seiner Verblüffung gab ihn Torgon tatsächlich frei. »Du musst ja wissen, was du tust«, brüllte er hinter ihm her, als er schon losgespurtet war. »Aber erwarte nicht, dass ich das anschließend vor deinem Vater beschönige!«

Lexz hörte die Worte. Doch sie interessierten ihn im Augenblick überhaupt nicht.

Irgendein Dorfmädchen? Torgon war wohl verrückt geworden. Das war nicht irgendein Dorfmädchen. Das war die Liebe seines Lebens.

Mit einem Satz war er bei den Bäumen und tauchte ins Unterholz ein.

»Das ist dafür, dass du einfach hast fliehen wollen«, brüllte Taru und verpasste Arri eine so heftige Ohrfeige, dass ihr Kopf zur Seite flog. »Und wenn du das noch einmal tust, werde ich dich an Ort und Stelle töten!«

In seiner Stimme schwang so viel Hass mit, dass Arri auch nicht einen Augenblick lang an seinen Worten zweifelte. Sie fuhr sich mit dem Handrücken über den Mund, um sich davon zu überzeugen, dass ihre Lippen nicht aufgeplatzt waren, und sah Taru herausfordernd an.

»Ich dachte immer, du würdest deinem Vater Ehre machen wollen«, zischte sie. »Aber wie es aussieht, bist und bleibst du nicht mehr als ein kleiner, mieser Raufbold!«

Mit einem kurzen spitzen Aufschrei stürzte sich Taru auf sie. Doch statt sie zu schlagen - worauf Arri vorbereitet gewesen wäre -, krallte er sich in ihre Haare ein und zerrte sie mit sich. »Und wenn ich dich den ganzen Weg bis zum See zurück an den Haaren schleifen muss«, schrie er. »Du wirst mir nicht noch einmal entkommen!«

»Lass das sein«, donnerte Amar, und aus den Augenwinkeln sah Arri, dass er seinen Männern einen Wink gab.

Taru war nur ganz kurz abgelenkt, aber das reichte. Arri rammte ihm mit voller Wucht das rechte Knie zwischen die Beine. Taru stieß ein überraschtes Grunzen aus, ließ ihre Haare los und machte einen unbeholfen torkelnden Schritt zur Seite, bevor er mit einer schon fast lächerlich langsamen Bewegung in die Knie ging und die Hände viel zu spät schützend vor den Unterleib brachte.

Da waren auch schon zwei von Amars Kriegern herangekommen. Ihre Mäntel wehten ebenso wie ihre langen Haare, und Arri erwartete, dass sie ihre Waffen ziehen und sie auf der Stelle erschlagen würden. Mit einer Mischung aus ruhiger Gefasstheit und Angst starrte sie ihnen entgegen - und zuckte zusammen, als sie wie auf ein geheimes Kommando noch im letzten Augenblick die Richtung änderten, Taru unter die Arme griffen, um ihn hochzureißen und mit sich zu zerren.

»Tu das nie wieder«, sagte Amar mit Zorn in der Stimme. Und etwas leiser fuhr er fort: »Wenn du deine Unbeherrschtheit nicht in den Griff bekommst, wird deine Herrschaft nicht einmal ein paar Tage währen.«

Es dauerte eine Weile, bis Arri begriff, dass Amar gar nicht sie angesprochen hatte, sondern Taru, den die beiden Krieger jetzt wieder von sich stießen. Dragosz’ Sohn taumelte ein paar Schritte weiter, bis er vor Amar in die Knie ging. Es war ein Bild des Jammers.

Aber auch Arri kam nicht ungeschoren davon.

»Solltest du jemals so etwas mit mir versuchen«, sagte Amar, während er sich zu ihr umwandte und sie mit einem Blick maß, aus dem jede Wärme verschwunden war, »schneide ich dir die Kehle durch.«

Es dauerte nicht lange, bis Lexz auf das Mädchen stieß. Es hockte an einem kleinen Seitenarm des im Sonnenlicht flirrenden Baches und kühlte die nackten Füße im frischen Wasser, das so unbekümmert und verschwenderisch über flache Kiesel und gefallenes Gezweig hinweggluckste, als hätte es in letzter Zeit nicht einmal im Entferntesten das Anzeichen für einen lebensbedrohenden Wassermangel gegeben. Auch hier fiel Lexz wieder auf, wie viel Laub die Bäume bereits verloren hatten. Dies allerdings aus einem ganz besonderen Grund.

Das Mädchen hockte mit ihrem Rock auf einem Bett aus rotgelben Blättern. Es sah so malerisch und verführerisch aus, dass Lexz’ Herz einen kleinen Sprung machte.

»Ach, Lexz«, sagte sie, als er hinter ihr stehen geblieben war. Sie wandte ihm den Kopf zu und lächelte ihn an. »Willst du dich nicht zu mir setzen?«

Und ob Lexz das wollte! Trotzdem zögerte er. Es erschien alles ... so unwirklich. Als würde gerade ein alter, immer wieder geträumter Traum Realität werden, als wären die Grenzen zwischen dem täglichen Überlebenskampf und dem in unruhigen Nächten verspürten Verlangen nach Liebe plötzlich aufgehoben.

»Wer bist du?«, fragte er, und ehe er es sich versah, setzte er mit der entscheidenden Frage nach: »Bist du Arri?«

»Arri?« Über das Gesicht des Mädchens lief ein Schatten. »Wie kommst du gerade auf sie? Du kannst sie doch nicht einmal kennen!«

Diese Antwort verwirrte Lexz vollständig. Wenn das Mädchen nicht Arri war - und so verstand er ihre Worte -, dann kannte es aber trotzdem diesen Namen? Wie sollte das möglich sein? Arri war nicht von seinem Volk, sondern lebte irgendwo ganz anders. Wenn ihm Dragosz nicht von ihr und ihrer Mutter Lea erzählt hätte, hätte sich ihr Name auch niemals in seinem Kopf festgesetzt.

»Du stehst da und starrst mich an, als sei ich ein Gespenst«, schmollte das Mädchen.

»Wie ...?« Lexz schüttelte leicht den Kopf. »Entschuldige. Ich wollte dich nicht anstarren.«

1 ... 52 53 54 55 56 57 58 59 60 ... 132
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)