Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Ambulanzschiff - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Ambulanzschiff

Электронная книга - «Ambulanzschiff». Краткое содержание книги:

ORBIT HOSPITAL ist ein Klinikum im All, das allen raumfahrenden Lebensformen der Galaxis medizinische Hilfe leistet. Es nimmt alle Geschöpfe auf, ob sie ein Dutzend Gliedmaßen haben oder gar keine, ob sie sich von Radioaktivität ernähren oder Wasser atmen — von anderen exotischen Gewohnheiten und Bedürfnissen ganz zu schweigen. Es ist ein ökologisches Tollhaus und ein organisatorischer Irrwitz, aber es ist für alle da und es funktioniert. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes — lebensnotwendig.
1 ... 48 49 50 51 52 53 54 55 56 ... 69
Перейти на страницу:

„Ich verstehe. Wir treffen uns in fünfzehn Minuten an der Schleuse“, entgegnete Fletcher.

Die Gespräche der Gruppe, die vorhatte, das Alienschiff zu untersuchen, sollten auf das Unfalldeck übertragen und im Kontrollraum von Dodds mitgeschnitten werden, der auch die räumliche Darstellung des Schiffs nach jedem Neueingang von Daten auf den aktuellen Stand bringen würde. Aber als sich das Untersuchungsteam in der Schleuse der Rhabwar befand und gerade mit Hilfe der Anzugdüsen zum Alienschiff hinüberfliegen wollte, drückte Fletcher seinen Helm an den von Conway und gab damit den Wunsch nach einem nicht über Anzugfrequenz belauschten Gespräch zu verstehen.

„Ich hab noch mal über die Anzahl der Teammitglieder bei diesem ersten Betreten und vorläufigen Untersuchen des Schiffs nachgedacht“, erklärte der Captain, wobei seine Stimme durch das Material der beiden Helme gedämpft und etwas verzerrt klang. „Bei dieser Sache ist ein gewisses Maß an Vorsicht angebracht. Das Schiff scheint unbeschädigt und funktionstüchtig zu sein. Meinem Eindruck nach befindet sich eher die Besatzung als das Schiff in desolatem Zustand. Außerdem haben die Insassen möglicherweise keine gesundheitlichen, sondern psychologische Probleme und sind in geistig gestörter Verfassung und nicht mehr bei klarem Verstand. Womöglich sind die so verwirrt, daß sie heftig reagieren und vielleicht sogar einen Sprung in den Hyperraum durchführen, wenn zu viele seltsame Wesen auf ihrem Schiffsrumpf herumkraxeln.“

Jetzt leidet er auch noch an der Wahnvorstellung, ein Xenopsychologe zu sein! dachte Conway und entgegnete: „Da ist sicherlich etwas dran, Captain. Aber Prilicla und ich werden nicht herumkraxeln, sondern uns vielmehr vorsichtig umsehen und keinen einzigen Fund berühren, ohne Ihnen zuvor Bericht erstattet zu haben.“

Sie begannen mit der Untersuchung der Unterseite des scheibenförmigen Schiffs. Jedenfalls handelte es sich nach Fletchers fester Überzeugung um die Unterseite, denn rings um den Teilkreisdurchmesser des Zentrums befanden sich dicht hintereinander vier Öffnungen, und wegen der sie umgebenden Hitzeverfärbung und leichten Korrosionsschäden hegte er keinen Zweifel, daß es sich bei diesen Löchern um die Mündungen von Antriebsdüsen handelte. Nach Lage und Richtung der Triebwerke verlief die Flugrichtung des Schiffs ganz deutlich entlang der Vertikalachse, obwohl es der Captain auch für denkbar hielt, daß das Schiff zum aerodynamischen Manövrieren mit der Kante voran in eine Atmosphäre eintreten konnte.

Neben den verbrannten Stellen an den Düsenöffnungen befand sich in der Mitte der Unterseite eine große, runde Stelle aus rauhem Metall, die sich fast bis zu einem Viertel des Schiffsradius' erstreckte. Darüber hinaus gab es zahlreiche andere rauhe Stellen unterschiedlicher Formen und Größen, die über die Unterseite und am Rand entlang verstreut waren und fast alle nur wenige Zentimeter Durchmesser hatten. Diese rauhen Stellen verwunderten Fletcher außerordentlich, denn sie waren wirklich rauh — sie schürften seine Handschuhe auf und stellten für jeden, der nur einen leichten Raumanzug trug, eine ernsthafte Gefahr dar. Was ihn aber am meisten verwirrte, war, daß der Rest des Schiffs so aussah, als sei es Stück für Stück von Uhrmachern zusammengesetzt worden.

Es gab drei rauhe Stellen, die mit den drei Ausbuchtungen am Schiffsrand übereinstimmten, die höchstwahrscheinlich als Gehäuse für die Hyperantriebsgeneratoren dienten.

Als die Mitglieder des Rettungsteams die Schiffsoberseite in Augenschein nahmen, entdeckten sie weitere kleine Verunstaltungen, die leicht über die sie umgebende Oberfläche vorstanden und die eine Art Materialfehler in der Metallverkleidung zu sein schienen. Fletcher sagte, sie erinnerten ihn an Korrosionsschäden, wenn man davon absehen würde, daß es zwischen diesen ›Roststellen‹ und dem unangegriffenen Metall keinen farblichen Unterschied gab.

Nirgendwo waren Anzeichen für den Einsatz von transparenten Materialien bei der Schiffskonstruktion zu sehen. Die Funkantennen oder Sensorfühler waren nicht ausgefahren — folglich hatte man sie vermutlich vor dem Aussetzen der Notsignalbake eingeholt und unter einigen der unglaublich gut schließenden Luken oder Klappen des Schiffs versteckt.

Von diesen Luken konnte man nämlich nur ein paar erkennen, und das auch nur wegen des leichten Farbunterschieds zwischen Metalldeckel und Außenhaut. Nachdem sie sich auf der Suche beinahe zwei Stunden lang die Augen aus dem Kopf geguckt hatten, gab es noch immer keinen Anhaltspunkt, daß irgend etwas einem äußeren Öffnungsmechanismus für eine dieser Luken auch nur ansatzweise geähnelt hätte. Das Schiff war und blieb fest verschlossen, und Fletcher konnte nicht einmal schätzen, wie lange es dauern würde, eine Einstiegsmöglichkeit zu finden.

„Das hier sollte eigentlich ein Rettungsversuch und keine langfristige wissenschaftliche Untersuchung werden“, sagte Conway verzweifelt.

„Können wir nicht irgendwie mit Gewalt reinkommen?“

„Nur wenn alle Stricke reißen“, entgegnete Fletcher. „Wir sollten es nicht riskieren, die Insassen auf diese Weise womöglich zu beleidigen, bevor wir uns über die Hoffnungslosigkeit ihres Zustands nicht ganz sicher sind. Wir sollten uns jetzt bei der Suche nach einer Einlaßschleuse mehr auf den Rand konzentrieren. Schließlich liegt es bei der flachen, scheibenartigen Schiffsform und der beim Flug nach vorn gewandten Oberseite nahe, daß die Besatzung irgendwo am Rand an Bord geht. Unter der Schiffsoberseite müßten sich der Kontrollraum und die Kabinen befinden, da bin ich mir ganz sicher — und hoffentlich auch die Überlebenden.“

„Gut“, erwiderte Conway. „Prilicla, Sie begeben sich auf die Oberseite und konzentrieren sich allein auf emotionale Ausstrahlungen aus dem Schiffsinnern, während wir am Rand weitersuchen. Also, auf ein neues!“

Die Minuten flogen dahin, doch niemand meldete etwas anderes als negative Ergebnisse. Voller Ungeduld flog Conway mit seinen Anzugdüsen um den Rand des Schiffs herum, bis er nur ein paar Meter von Priliclas Position auf der Oberseite entfernt schwebte. Aus einem Impuls heraus aktivierte er die Fuß- und Handgelenkmagneten. Nachdem sie ihn sanft auf den Rumpf gezogen hatten, hob er einen Fuß und trat damit dreimal fest gegen die Metallhaut.

Sofort kam über die Frequenz des Anzugfunks nur noch ein einziges Pfeifen, weil alle Teammitglieder gleichzeitig melden wollten, daß ihre tragbaren Sensoren Geräusche und Schwingungen registriert hatten.

Conway wartete, bis wieder Ruhe eingekehrt war.

„Tut mir aufrichtig leid, ich hätte Ihnen vorher Bescheid sagen sollen“, sagte er mit nur scheinbarem Bedauern. Hätte er nämlich vorher Bescheid gegeben, wäre eine endlose Diskussion mit dem Captain entstanden, an deren Ende Fletcher ihm sowieso verboten hätte, was er gerade getan hatte. „Aber wir brauchen viel zuviel Zeit. Das hier ist eine Rettungsaktion, verdammt noch mal, und wir haben nicht die leiseste Ahnung, ob es überhaupt jemanden zu retten gibt. Wir brauchen einfach irgendeine Reaktion aus dem Schiffsinnern. Prilicla, haben wir schon eine ausgelöst?“

„Nein, mein Freund“, antwortete der Empath. „Es gibt weder eine Reaktion auf Ihre Tritte gegen den Rumpf noch irgendwelche Anzeichen von bewußten Gedanken oder Emotionen. Aber ich kann im Moment trotzdem nicht mit Sicherheit sagen, ob deshalb keine Überlebenden im Schiff sind. Es kommt mir nämlich fast so vor, als würde die emotionale Gesamtausstrahlung in der Nähe des Schiffs nicht nur von den vier anwesenden Terrestriern und mir selbst herrühren.“

„Aha“, entgegnete Conway. „Sie wollen uns also in Ihrer gewohnt höflichen und zurückhaltenden Art mitteilen, daß wir emotional zu viel Staub aufwirbeln und aus der Gegend verschwinden sollen, damit sie ohne Störungen arbeiten können. Welche Entfernung brauchen Sie denn, Doktor?“

1 ... 48 49 50 51 52 53 54 55 56 ... 69
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)