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Электронная книга - «Die Gebrüder Kip». Краткое содержание книги:

Hinter diesem harmlosen Titel verbirgt sich ein aufregender Kriminalfall, bei dem die Brüder Kip zu Unrecht beschuldigt werden. Aber wie wollen sie ihre Unschuld an dem Mord am Kapitän ihres Schiffes beweisen? Alles spricht gegen sie, bis der Reeder Hawkins seine detektivischen Nachforschungen aufnimmt und verblüffende Details entdecken kann, die schließlich zur Ermittlung der Täter führen.
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»Sollte sich Gibson, bemerkte Zieger, auf dem Wege verirrt haben?

- Das ist fast unmöglich, antwortete Hamburg. Der Fußpfad verläuft ganz gerade, und er kennt ihn, denn er ist schon mehrmals in meiner Wohnung gewesen.

- Was meinen Sie: wenn wir nun meinem Vater entgegengingen? schlug Nat Gibson vor.

- Ja, das wollen wir tun,« sagte Hawkins.

Herr Hamburg rief einen Diener herbei, der eine Laterne mitnahm, und begleitet von seinen Gästen machte er sich nach dem Walde zu auf den Weg.

Unter dem dichten Laube, das ein völliges Dach über dem Pfade bildete, herrschte bereits tiefe Dunkelheit.

Alle lauschten, ob sich vom Hafen her Schritte vernehmen ließen.

Nichts. gar nichts war zu hören.

Man rief laut.

Keine Antwort.

Dieser Teil des Waldes schien gänzlich vereinsamt zu sein. Nach Zurücklegung einer halben Seemeile gelangten alle auf den Hauptplatz von Kerawara.

Aus der erleuchteten, großen Schenke schallte das Gröhlen übermütiger Trinkgenossen heraus. War ein Teil der Mannschaft der Brigg auch schon an Bord der Brigg zurückgekehrt, so saßen doch noch einige der Matrosen an einem Tische der Taverne, darunter Len Cannon mit seinen Kameraden.

Pieter und Karl Kip hatten nach der Heimkehr von ihrem Spaziergange auf dem Hinterdeck des »James-Cook« Platz genommen.

Kurz vor ihnen hatten sich auch schon Flig Balt und Vin Mod nach kaum einstündiger Abwesenheit an Bord zurückbegeben.

Am Kai angelangt, rief Nat Gibson mit ängstlicher Stimme:

»Wo ist denn der Kapitän?.

- Der Kapitän, Herr Gibson? antwortete Vin Mod. Ist er denn nicht bei Herrn Hamburg?

- Nein, erwiderte der Gouverneur.

- Er verließ aber die Brigg, um sich zu Ihnen zu begeben, erklärte der Matrose Burnes.

- Und ich habe ihn den Weg dahin einschlagen sehen setzte Hobbes hinzu.

- Seit wann ist er denn fortgegangen? fragte Herr Zieger.

- Etwa seit einer Stunde, antwortete Vin Mod.

- Sollte ihm ein Unfall zugestoßen sein?« rief Hawkins erregt.

Darauf zerstreuten sich seine Gefährten und er in den Straßen des Hafenortes, gingen von Kontor zu Kontor, suchten alle Gasthäuser ab.

Nirgends hörte man, daß der Kapitän dagewesen sei.

Jetzt galt es, den Weg durch den Wald in seiner Umgebung zu durchsuchen.

Vielleicht war Gibson jetzt doch auf einem Umwege nach der Wohnstätte des Gouverneurs gekommen.

Die Mühe erwies sich vergeblich. Nach mehreren Stunden mußten Hamburg, Zieger, Hawkins, Nat Gibson und die Gebrüder Kip, die sich auch bei der Nachsuchung beteiligt hatten, unverrichteter Sache an Bord zurückkehren.

Mit welcher Herzensangst verbrachten alle diese Nacht! Der Kapitän erschien nicht wieder. Der Pfad zwischen dem Hafen und der Wohnung des Herrn Hamburg wurde noch mehrmals mit Laternen und Fackeln abgeleuchtet. von Harry Gibson fand sich keine Spur.

Nat Gibson war eine Beute der Verzweiflung, und Hawkins, dem die Sache ebenso nahe ging, vermochte es nicht, den jungen Mann zu beruhigen, der seinen Vater niemals wiederzusehen befürchtete.

Diese Ahnung täuschte ihn nicht.

Bei Tagesanbruch verbreitete sich wie ein Lauffeuer die Meldung, daß der Leichnam des Kapitän Gibson eine halbe Seemeile vom Hafen im Walde gefunden worden sei.

Dreizehntes Kapitel.

Der Mord

Über das Ereignis verlautete das folgende:

Sobald der Kapitän Gibson die letzten Anordnungen getroffen hatte, damit der »James-Cook« am nächsten Morgen frühzeitig zur Abfahrt bereit wäre, hatte er das Schiff verlassen und sich nach dem Kontore begeben.

Eine kleine Ledertasche, die er bei sich trug, enthielt in Goldstücken die zweitausend Piaster, die er an Herrn Hamburg auszahlen wollte.

Ein Teil der Mannschaft war nach ihm ebenfalls von der Brigg fortgegangen, und die Gebrüder Kip lustwandelten schon in der Nähe des Hafens umher.

Als Gibson in das Kontor gekommen war, gab ihm einer der dort Angestellten seine Papiere, sein Konnossement und andere zurück.

Noch zwei Stunden lang sollte jetzt die Sonne die Höhen des Eilandes Kabokon beleuchten. Dem Kapitän war übrigens der Weg nach der Villa so gut bekannt, daß er gar nicht zu befürchten brauchte, sich dabei zu verirren.

Vom Hintergrund des Hafens aus unter den Bäumen verschwindend. schritt Gibson gut eine halbe Seemeile ungestört dahin, und wollte eben nach links abweichen, als er mit Gewalt zu Boden geschleudert wurde.

Zwei Männer hatten sich über ihn gestürzt, von denen der eine ihn an der Kehle würgte.

Durch den heftigen, gegen die Brust erhaltenen Stoß betäubt, erkannte er die Angreifer nicht sogleich und verlor bald darauf überhaupt die Besinnung.

Die beiden Männer packten ihn dann an den Schultern und an den Füßen und schleppten ihn etwa fünfhundert Schritt weit seitwärts durch das Dickicht.

Am Rande einer Waldblöße angekommen, legten sie ihr Opfer wieder auf die Erde.

»Jetzt heißt's, der Sache ein Ende machen,« sagte der eine.

Gerade bei diesen Worten schlug Gibson die Augen wieder auf.

»Flig Balt!. Vin Mod!« stieß er mühsam hervor.

Es waren der Bootsmann und Vin Mod, die das Verbrechen begangen hatten. Vin Mod mußte sich endlich Harry Gibsons in der gerechtfertigten Hoffnung entledigen, daß er dann Flig Balt als Kapitän bekommen werde. Unter Führung des neuen Befehlshabers würde die Brigg, statt nach Hobart-Town zurückzusegeln, dann einen ganz anderen Kurs einschlagen, und ehe Hawkins sich darüber Rechenschaft geben könnte, nach Osten in die Gegend der Salomonsinseln kommen.

Dort würde man schon sehen, wie der Reeder, Nat Gibson, die Gebrüder Kip, und von der Mannschaft die, die sich dem Seeräuberzuge anzuschließen weigerten, auf die eine oder andere Weise bei Seite zu schaffen wären. Was also nicht zwischen Neuseeland und dem Bismarck-Archipel geschehen war, sollte nach der Abfahrt von Port-Praslin ausgeführt werden.

Als Gibson die Namen der beiden Mörder genannt hatte, rief er noch keuchend:

»Ihr Elenden!. Ihr Schurken!«

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