Congo. Romanvorlage zum Film.
- Автор: Крайтон Майкл
- Язык: немецкий
- Жанр: Триллеры
Электронная книга - «Congo. Romanvorlage zum Film.». Краткое содержание книги:
Das Nebeneinander von technischen Superwundern und ungebändigter Natur erzeugt eine grandiose Wirkung. Dieses Buch ist Seite für Seite eine Klasse für sich... New York Times
Über den Autor
Michael Crichton wurde 1942 in Chicago geboren und studierte in Harvard Medizin. Alle seine Romane Andromeda, Der große Eisenbahnraub, Jurassic Park, Enthüllung, Die Wiege der Sonne und viele mehr wurden auch als Filme weltweite Erfolge. Crichton ist Autor der weltweit erfolgreichen Fernsehserie ER Emergency Room.
Wenn ihre Berechnungen stimmten, mußte der Schnittpunkt unmittelbar über der toten Stadt Zinj liegen.
Elliot fragte, ob sie nicht möglicherweise unbeabsichtigt dem Konsortium Hilfsdienste leisteten, aber Karen Ross schüttelte den Kopf. »Davon hätten sie nur nachts etwas«, sagte sie, »wenn sie lagern. Tagsüber können sie sich nicht auf unsere Sendungen auf schalten, das ist das schöne an der Sache.« Bald rochen sie vulkanische Schwefeldämpfe, die vom Gipfel, der noch gut fünfhundert Meter über ihnen lag, zu ihnen hinabtrieben. Hier oben wuchs nichts mehr - es gab nur nackten, harten Fels und einzelne, von Schwefel gelbgefärbte kleine Schneefelder. Der Himmel war klar, von dunklem Blau, und sie hatten eine großartige Aussicht auf die südliche Virunga-Kette -auf den großen Kegel des Nyiragongo, der sich steil aus dem tiefen Grün der Kongo-Wälder erhob, und dahinter den von Nebel verhangenen Muhavura.
Die letzten dreihundert Meter waren die schwierigsten, vor allem für Amy, die sich ihren Weg barfuß durch die scharfen Lavabrokken suchen mußte. Oberhalb von dreitausendsiebenhundert Meter bestand der gesamte Untergrund aus lockerem vulkanischem Geröll.
Um fünf Uhr nachmittags erreichten sie den Gipfel und konnten über den dreizehn Kilometer breiten Lavasee und den rauchenden Krater des Vulkans hinwegblicken. Elliot war enttäuscht von dieser Landschaft aus schwarzem Fels und grauen Dampfwolken. »Warten Sie, bis es dunkel wird«, sagte Munro. In jener Nacht glühte die Lava, und es sah aus, als breite sich ein dunkelrotes Netz über die schwarze Kruste. Der zischende rötliche Dampf verlor seine Farbe, während er zum Himmel aufstieg. Ihre kleinen Zelte am Kraterrand reflektierten den tiefroten Widerschein der Lava.
Im Westen glänzten vereinzelte Wolken silbern im Mondlicht, und unter ihnen dehnte sich der Dschungel. Sie sahen die pfeilgeraden Laserstrahlen, die sich über dem schwarzen Wald schnitten. Mit etwas Glück würden sie morgen diesen Schnittpunkt erreichen.
Karen Ross richtete ihre Sendeanlage her, um ihren abendlichen Bericht nach Houston durchzugeben. Nach der üblichen Verzögerung von sechs Minuten ging ihr Signal direkt nach Houston durch, ohne daß sie zur Intervallverschlüsselung oder zu anderen Tricks Zuflucht nehmen mußte. »Verdammt!« sagte Munro. »Was bedeutet das?« fragte Elliot.
»Es bedeutet«, sagte Munro mit düsterer Miene, »daß das Konsortium unsere Funkverbindung nicht mehr stört.« »Ist das denn nicht gut?«
»Nein«, sagte Karen Ross. »Das ist schlimm. Sie müssen bereits dort sein und die Diamanten gefunden haben.« Sie schüttelte den Kopf und justierte die Anzeige auf dem Bildschirm.
HUSTN BESTAETGT KONSRTUM »LANGT MIT WAR-SCHEINLKEIT 1.000 NACH ZINJ LAGE AUSSICHTSL WEITRE RISIKN VEBMBIDN.
»Ich kann es nicht glauben«, sagte Karen Ross. »Alles aus und vorbei.«
Elliot seufzte. »Mir tun die Füße weh«, sagte er.
»Ich bin müde«, sagte Munro.
»Zum Teufel damit«, sagte Karen Ross.
Zutiefst erschöpft legten sie sich alle schlafen.
8.Tag
Kanyamagufa
20. Juni 1979
1. Abstieg
Am Morgen des 20. Juni schliefen sie alle lange und frühstückten dann gemütlich - sie nahmen sich sogar die Zeit, sich eine warme Mahlzeit zuzubereiten. Sie aalten sich in der Sonne und spielten mit Amy, die entzückt war über diese unerwartete und unverhoffte Aufmerksamkeit.
Erst nach zehn Uhr begannen sie mit dem Abstieg vom Muhavura in den Dschungel.
Da die Westhänge des Muhavura steil abfallen und unpassierbar sind, stiegen sie im rauchenden Vulkankrater etwa achthundert Meter tief ab. Munro, der sie führte, trug die Last Asaris, des kräftigsten Trägers, auf dem Kopf, da dieser Amy tragen mußte -die Felsen waren für ihre bloßen Füße zu heiß. Amy hatte Angst und hielt die Menschen für verrückt, die im Gänsemarsch im Kraterinneren abstiegen. Elliot überlegte, ob sie nicht recht hatte. Als sie den Kratersee erreichten, war die Hitze unerträglich. Beißender Rauch ließ ihre Augen tränen und brannte ihnen in der Nase. Sie hörten die Lava unter der schweren schwarzen Kruste blubbern und zischen. Dann erreichten sie die Formation, die Naragema genannt wurde - das Auge des Teufels. Es war ein natürlicher Felsbogen von fünfundvierzig Meter Höhe, dessen Steine auf der Innenseite so glatt waren, daß sie wie poliert wirkten. Durch diesen Bogen blies eine frische Brise, und sie sahen den grünen Dschungel unter sich. In dem Bogen machten sie Rast, und Karen Ross untersuchte die glatte Innenfläche. Sie gehörte zu einer Lavaröhre, die sich bei einem früheren Ausbruch gebildet haben mußte. Der größte Teil davon war weggeschleudert worden, so daß nur noch der schmale Bogen blieb.
»Er heißt Auge des Teufels«, sagte Munro, »weil er bei einem Vulkanausbruch von unten fast so aussieht wie ein rotglühendes Auge.«
Vom Teufelsauge stiegen sie rasch durch einen Bergwald ab und von da quer durch eine Fläche voller Steinzacken, die bei einem kürzlich erfolgten Lavaausbruch entstanden sein mußte und aussah, als sei sie nicht von dieser Welt. Hier kamen sie an schwarze Krater verbrannter Erde, manche eineinhalb bis zwei Meter tief. Munro dachte zuerst, die Streitkräfte von Zaire hätten dieses Gebiet als Schießplatz benutzt. Bei näherem Hinsehen aber stellten sie fest, daß ein Muster verbrannter Stellen in den Felsen geätzt war, das wie Tentakel von den Kratern nach außen reichte. So etwas hatte Munro noch nie gesehen. Karen Ross stellte sogleich ihre Antenne auf, schloß den Computer an und setzte sich mit Houston'in Verbindung. Sie schien sehr erregt. Während sie die Daten auf dem kleinen Bildschirm durchging, rastete die Gruppe. Munro sagte: »Was fragen Sie die eigentlich?«
»Den Zeitpunkt des letzten Ausbruchs hier und das Wetter damals. Er war im März - kennen Sie jemanden namens Seamans?«
»Ja«, sagte Elliot. »Tom Seamans schreibt die Programme für das Projekt Amy. Warum?«
»Er hat eine Mitteilung für Sie«, sagte sie und zeigte auf den Bildschirm.
Elliot trat näher und las: SEAMANS MITLNG FR ELYT WARTN. »Was besagt sie?« fragte Elliot. »Drücken Sie auf den Sendeknopf«, erwiderte sie. Er drückte ihn, und die Mitteilung erschien: ORGNALBARTD IN HUSTN UEBRPRUEFT NEU M.
»Das verstehe ich nicht«, sagte Elliot. Karen Ross erklärte ihm, das >M< bedeute, daß die Mitteilung noch weitergehe. Er müsse noch einmal auf den Sendeknopf drücken. Er mußte ihn mehrfach drücken, bis er die gesamte Mitteilung zusammen hatte, die vollständig lautete: ORGNALBAND IN HUSTN UEBRPRUEFT NEUS ERGBNS ZM T ON SIGNLINF O-COMPUTR AN AL YSN FERTG VERMÜTL SPRACH.
Elliot merkte, daß er die verkürzte und gedrängte Schrift besser lesen konnte, wenn er sie sich laut vorsprach: »Originalband in Houston überprüft, neues Ergebnis zum Tonsignal, Info-ComputerAnalysen fertig, vermutlich Sprache.« Er runzelte die Stirn. »Sprache?«
Karen Ross sagte: »Haben Sie ihn nicht gebeten, unser ursprüngliches Bandmaterial aus dem Kongo zu überprüfen?« »Ja, aber da ging es nur um eine Identifikation des Tiers, das auf dem Schirm zu sehen ist. Ich habe nie etwas über Toninformationen gesagt.« Elliot schüttelte den Kopf. »Ich wollte, ich könnte mit ihm reden.«
»Kein Problem«, sagte Karen Ross. »Wenn es Ihnen nichts ausmacht, ihn zu wecken.« Sie drückte den Einfangknopf. Fünfzehn Minuten später gab Elliot ein: Hallo, Tom, wie geht's? Auf dem Schirm erschien: HLO TOM WIGEZ? »Normalerweise verschwenden wir keine Satellitenzeit mit solchem Kram«, sagte Karen Ross. Auf dem Schirm erschien MUEDE WOBISTU. Er gab ein: Virunga.
VIRNGA.
»Wenn Travis die Mitschrift sieht, kriegt er einen Schreikrampf«, sagte Karen Ross. »Wissen Sie eigentlich, was eine solche Sendung kostet?« Aber Karen Ross hätte sich keine Sorgen zu machen brauchen, die Unterhaltung wandte sich bald dem Beruflichen zu: