Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Триллеры » Die Pflicht zu schweigen
Die Pflicht zu schweigen - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Pflicht zu schweigen

Электронная книга - «Die Pflicht zu schweigen». Краткое содержание книги:

San Francisco. Dr. Paige Taylor, eine junge Ärztin, wird wegen Sterbehilfe an einem krebskranken Patienten vor Gericht gestellt. Und - sie gesteht. Doch sie ist keineswegs die gewissenlose, geldgierige Mörderin, die man nach Meinung des Staatsanwalts in ihr vermuten muß. Sie liebt ihren Beruf über alles - trotz der untragbaren Zustände, die an ihrem Arbeitsplatz im Embarcadero County Hospital herrschen. Brutale Zeitpläne und egoistischer Karriereneid verschärfen Paiges Lage und zwingen sie oft zu Entscheidungen am Rande der Legalität. Aber sie handelt immer zum Wohl der Patienten. Die Aussagen ihres Vorgesetzten lauten nicht günstig für die Ärztin. Der Staatsanwalt fordert die Todesstrafe, und das Urteil scheint so gut wie festzustehen...

Über den Autor
Sidney Sheldon, geboren 1917, war ein absolutes Phänomen in der internationalen Buchwelt. Erst mit fünfzig schrieb er seinen ersten Roman Das nackte Gesicht. Seither sind von zahlreiche Bücher erschienen, jedes ein Weltbestseller, jedes in viele Sprachen übersetzt und alle verfilmt. Sidney Sheldon lebte abwechselnd in Los Angeles, Palm Springs und London. 2007 verstarb der Autor.

Ungekürzte Ausgabe Titel der Originalausgabe: Nothing Lasts Forever Originalverlag: William Morrow and Company, Inc., New York
1 ... 39 40 41 42 43 44 45 46 47 ... 91
Перейти на страницу:

Mitten im Traum wachte sie auf. Sie wäre fast aus dem Bett gefallen.

Am folgenden Morgen wartete Paige mit dem Oberassistenzarzt Joel Philips und fünf Kollegen im Flur des zweiten Stockes, als ein kleiner, sauertöpfisch dreinblickender Mann auf sie zueilte, den Oberkörper schräg nach vorne gelehnt, als ob er gegen eine steife Brise ankämpfen müßte.

»Zum Teufel, stehen Sie nicht untätig rum!« knurrte er. »An die Arbeit!«

Paige war so schockiert, daß sie eine Weile brauchte, um sich zu fangen, und dann mußte sie rennen, um die Gruppe einzuholen. »Sie haben sich täglich um dreißig bis fünfunddreißig Patienten zu kümmern«, raunzte Dr. Barker im Flur weiter unten. »Machen Sie sich über jeden ausführliche Notizen. Ist das klar?«

Allgemeines Gemurmeclass="underline" »Ja, Sir.«

Als Dr. Barker dann im ersten Krankenzimmer ans Bett des Patienten trat, war sein barsches, abweisendes Wesen auf einen Schlag wie weggeblasen. Er streichelte dem Patienten freundlich über die Schulter. »Guten Morgen. Ich bin Dr. Barker.«

»Guten Morgen, Doktor.« »Und wie fühlen Sie sich heute morgen?«

»Die Brust tut mir weh.«

Dr. Barker las aufmerksam das Krankenblatt am Fußende des Bettes und wandte sich an Dr. Philips. »Was zeigen die Röntgenaufnahmen?«

»Keine Veränderung. Die Heilung verläuft gut.«

»Wir machen ein zweites Brustbild.«

Dr. Philips notierte es.

Dr. Barker tätschelte dem Mann den Arm. »Es sieht gut aus. In einer Woche werden wir Sie soweit haben, daß Sie wieder nach Hause können.« Er drehte sich zu den Assistenzärzten um. »Weiter. Wir haben noch eine Menge Patienten vor uns.«

Mein Gott! dachte Paige. Und da reden die Leute über Dr. Jekyll und Mr. Hyde!

Die nächste Patientin, eine fettsüchtige Frau, hatte einen Herzschrittmacher bekommen. »Guten Morgen, Mrs. Shelby«, grüßte Dr. Barker, nachdem er ihr Krankenblatt studiert hatte, in einem beruhigenden Ton. »Ich bin Dr. Barker.«

»Wie lange werden Sie mich hier festhalten?«

»Also, Sie sind so charmant, daß ich Sie ja am liebsten für immer hierbehalten möchte - nur bin ich leider verheiratet.«

Mrs. Shelby kicherte. »Ihre Frau hat wirklich Glück!«

Barker sah sich das Krankenblatt ein zweites Mal gründlich an. »Ich denke, daß Sie bald heim können.«

»Wunderbar!«

»Ich werde heute nachmittag noch einmal vorbeischauen.«

Und schon herrschte Lawrence Barker die Assistenten wieder an. »Weiter.«

Sie liefen folgsam hinter ihm her, in ein Privatkrankenzimmer, wo der Patient, ein guatemaltekischer Junge, von besorgten Verwandten umringt war.

»Guten Morgen«, grüßte ihn Dr. Barker fröhlich, während er be-reits die Krankengeschichte des Jungen las. »Wie fühlst du dich heute morgen?«

»Ich fühl' mich wohl, Herr Doktor.«

An die Assistenten: »Irgendwelche Veränderungen bei den Elektrolyten?«

»Nein, Doktor.«

»Das ist eine gute Nachricht.« Er klopfte dem Jungen ermutigend auf die Schulter. »Du bleibst mir schön brav im Bett, Juan.«

»Wird mein Sohn wieder gesund?« erkundigte sich die Mutter bang.

Dr. Barker strahlte. »Wir werden alles für ihn tun, was in unserer Macht steht.«

»Danke, Herr Doktor.«

Dr. Barker trat auf den Flur, die andern folgten ihm. Er blieb stehen. »Der Patient hat eine Herzmuskelentzündung, Fieber, Kopfschmerzen und ein lokal begrenztes Ödem. Kann mir einer von euch Genies die häufigste Ursache für diese Symptome sagen?«

Schweigen.

»Ich glaube«, Paige meldete sich nach sichtlichem Zögern zu Wort, »das ist angeboren. Erblich.«

Dr. Barker warf ihr einen aufmunternden Blick zu.

Paige, hocherfreut, fuhr fort: »Die Krankheit überspringt. Augenblick.« Sie suchte in ihrem Gedächtnis. »Sie überspringt eine Generation und wird mit den Genen der Mutter übertragen.« Sie brach ab. Sie war richtig stolz auf sich.

Dr. Barker durchbohrte sie mit einem Blick. »Bockmist! Es handelt sich um die sogenannte Chagas-Krankheit. Sie trifft Menschen aus Lateinamerika.« Er musterte Paige ablehnend. »Mein Gott! Wer hat Ihnen erlaubt, sich Arzt zu nennen?«

Paige lief knallrot an.

Während der restlichen Visite war Paige wie benommen; sie gewann so den Eindruck, als ob Dr. Barker sie den ganzen Morgen

über nur zu demütigen versuchte. Er richtete seine Fragen immer nur an sie, hakte nach, bohrte und gab nie ein Zeichen von Anerkennung, wenn sie recht hatte; sagte sie jedoch einmal etwas Falsches, brüllte er sie an. Einmal fuhr er sie mit Stentorstimme an: »Ich würde nicht mal meinen Hund von Ihnen operieren lassen!«

Als schließlich alles vorbei war, teilte der Oberassistenzarzt mit: »Die nächste Visite beginnt um zwei Uhr. Bringen Sie Ihre Notizbücher mit, machen Sie zu jedem Patienten Aufzeichnungen. Und lassen Sie kein Detail weg.«

Er schenkte Paige einen mitleidigen Blick, setzte an, um etwas zu sagen, drehte sich dann jedoch sofort um und folgte Dr. Barker.

Diesen Fiesling will ich nie mehr sehen! schoß es Paige durch den Kopf.

Paige hatte Nachtdienst. Sie rannte von einer Krise zur nächsten und mühte sich verzweifelt, die Flut von Katastrophen einzudämmen, die in die Räume der Notfallstation hereingeschwemmt wurde.

Als sie endlich zum Schlafen kam, war es ein Uhr nachts. Sie hörte weder das Gellen der Sirene noch die Ambulanz, die vor den Eingang der Unfallaufnahme brauste. Zwei Sanitäter rissen die Tür auf, hoben den bewußtlosen Patienten von der Bahre auf ein Rollbett und schoben ihn im Eilschritt in den Notfallraum 1.

Das Personal der Unfallaufnahme war bereits über Funk verständigt worden. Eine Schwester lief an der Seite des Patienten mit; eine zweite wartete schon oben an der Rampe. Sechzig Sekunden später wurde der Patient vom Rollbett auf den Untersuchungstisch gehoben.

Der Patient, ein junger Mann, war so blutüberströmt, daß sein Gesicht kaum zu erkennen war.

Eine Schwester machte sich an die Arbeit: Sie schnitt ihm mit einer großen Schere die zerrissenen Kleider vom Leib.

»Bei dem scheint alles gebrochen.«

»Er blutet wie ein abgestochenes Schwein.«

»Ich kann seinen Puls nicht spüren.«

1 ... 39 40 41 42 43 44 45 46 47 ... 91
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)