Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Прочая древняя литература » Percy Jackson 01 - Diebe Im Olymp
Percy Jackson 01 - Diebe Im Olymp - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Percy Jackson 01 - Diebe Im Olymp

Электронная книга - «Percy Jackson 01 - Diebe Im Olymp». Краткое содержание книги:

Percy Jackson 01 - Diebe Im Olymp
1 ... 35 36 37 38 39 40 41 42 43 ... 77
Перейти на страницу:

Ich starrte den orangefarbenen Himmel an und versuchte zu begreifen, wie Grover einen so hoffnungslosen Traum verfolgen konnte. Aber war ich auch nur eine Spur anders?

»Wie werden wir in die Unterwelt gelangen?«, fragte ich ihn. »Welche Chance haben wir überhaupt gegen die Gottheiten?«

»Weiß ich nicht«, gab er zu. »Aber bei Medusa, als du ihr Büro durchsucht hast, da hat Annabeth mir gesagt …«

»Ach, wie konnte ich das vergessen. Annabeth hat natürlich schon einen Plan.«

»Sei nicht so streng mit ihr, Percy. Sie hat ein schweres Leben gehabt, aber sie ist in Ordnung. Sie hat mir sogar verziehen …« Seine Stimme versagte.

»Was meinst du?«, fragte ich. »Was hat sie dir verziehen?«

Plötzlich schien es Grover sehr wichtig zu sein, seiner Flöte Töne zu entlocken.

»Moment mal«, sagte ich. »Deinen ersten Posten als Hüter hattest du vor fünf Jahren. Annabeth ist seit fünf Jahren im Camp. Sie war nicht … ich meine … dein erster Einsatz, der schiefgegangen ist?«

»Ich kann nicht darüber reden«, sagte Grover, und seine zitternde Unterlippe deutete an, dass er in Tränen ausbrechen würde, wenn ich ihn unter Druck setzte. »Aber wie gesagt, vorhin, bei der Medusa, haben Annabeth und ich uns überlegt, dass bei diesem Auftrag irgendetwas seltsam ist. Irgendetwas ist nicht so, wie es aussieht.«

»Ist ja wohl klar. Ich soll einen Blitzstrahl geklaut haben, den in Wirklichkeit Hades hat.«

»Das habe ich nicht gemeint«, sagte Grover. »Die Fu… die Wohlgesinnten haben sich in gewisser Weise zurückgehalten. Wie Mrs Dodds in der Yancy Academy … Warum hat sie so lange damit gewartet, dich zu töten? Und vorhin im Bus, da waren sie nicht so aggressiv wie sonst.«

»Mir hat es auch so schon gereicht.«

Grover schüttelte den Kopf. »Sie haben uns angeschrien: ›Wo steckt es? Wo?‹«

»Und damit war ich gemeint«, sagte ich.

»Vielleicht … Aber Annabeth und ich hatten das Gefühl, dass es ihnen nicht um eine Person ging. Sie haben gefragt: Wo steckt es? Als ob sie einen Gegenstand meinten.«

»Das ergibt doch keinen Sinn.«

»Weiß ich. Aber wenn wir bei diesem Auftrag etwas falsch verstanden haben und uns nur noch neun Tage bleiben, um den Herrscherblitz zu finden …« Er schaute mich an, als hoffe er auf Antworten, aber ich wusste keine.

Ich dachte daran, was Medusa gesagt hatte: dass die Götter mich benutzten. Was mir bevorstand, war schlimmer als Versteinerung. »Ich war nicht ehrlich zu dir«, sagte ich zu Grover. »Der Herrscherblitz ist mir eigentlich egal. Ich habe mich bereit erklärt, in die Unterwelt zu gehen, weil ich meine Mutter zurückholen will.«

Grover spielte auf seiner Flöte einen sanften Ton. »Das weiß ich, Percy. Aber bist du sicher, dass das der einzige Grund ist?«

»Ich mach es nicht, um meinem Vater zu helfen. Der interessiert sich nicht für mich. Und ich interessiere mich nicht für ihn.«

Grover schaute von seinem Ast auf mich herab. »Hör mal, Percy. Ich bin nicht so intelligent wie Annabeth. Ich bin nicht so tapfer wie du. Aber Gefühle kann ich ziemlich gut lesen. Du freust dich darüber, dass dein Vater noch lebt. Du freust dich darüber, dass er sich zu dir bekannt hat, und irgendwie willst du, dass er stolz auf dich ist. Deshalb hast du den Medusenkopf an den Olymp geschickt. Du willst, dass er weiß, was du getan hast.«

»Ach ja? Na, vielleicht funktionieren bei Satyrn die Gefühle anders als bei Menschen. Denn das ist Quatsch. Mir ist es egal, was er denkt.«

Grover zog seine Füße hoch auf den Ast. »Na gut, Percy. Wie du meinst.«

»Außerdem hab ich nun wirklich nichts getan, womit ich prahlen könnte. Wir haben gerade erst New York verlassen und jetzt sitzen wir hier ohne Geld und wissen nicht, wie wir in den Westen kommen sollen.«

Grover schaute zum Nachthimmel hoch und schien über diese Frage nachzudenken. »Soll ich vielleicht doch die erste Wache übernehmen und du schläfst eine Runde?«

Ich wollte widersprechen, aber dann spielte er Mozart, sanft und süß, und ich drehte mich mit brennenden Augen um. Nach einigen Takten des Klavierkonzertes Nr. 12 schlief ich tief und fest.

In meinem Traum stand ich in einer dunklen Höhle vor einer klaffenden Grube. Graue Nebelgeschöpfe drängten sich um mich zusammen, flüsternde Dampffetzen, von denen ich auf irgendeine Weise wusste, dass es sich um die Geister der Toten handelte.

Sie zupften an meiner Kleidung, versuchten mich zurückzuhalten, aber ich fühlte mich gezwungen, bis an den Rand der Grube weiterzugehen.

Als ich hinunterschaute, wurde mir schwindlig.

Die Grube klaffte so weit und war so durch und durch schwarz, dass ich wusste, dass sie keinen Boden haben konnte. Und doch hatte ich das Gefühl, dass etwas versuchte, sich tief unten zu erheben, etwas Riesiges und Böses.

Der kleine Held, rief eine hallende Stimme unten in der Dunkelheit belustigt. Zu schwach, zu jung, aber vielleicht schaffst du es doch.

Die Stimme kam mir uralt vor – kalt und schwer. Sie wickelte sich um mich wie Häute aus Blei.

Sie haben dich in die Irre geführt, Knabe, sagte die Stimme. Mach einen Handel mit mir. Ich gebe dir, was du willst.

Ein schimmerndes Bild schwebte über dem Abgrund: meine Mutter, erstarrt in dem Moment, in dem sie sich in goldenes Licht aufgelöst hatte. Ihr Gesicht war schmerzverzerrt, als drücke der Minotaurus ihr noch immer den Hals zu. Ihre Augen schauten mir ins Gesicht und schienen zu bitten: Geh!

Ich wollte aufschreien, aber meine Stimme gehorchte mir nicht.

Kaltes Lachen hallte in der Grube wider.

Eine unsichtbare Kraft zog mich weiter. Sie würde mich in den Abgrund reißen, wenn ich nicht standhalten konnte.

Hilf mir, mich zu erheben, Knabe. Die Stimme klang hungrig. Bring mir den Blitzstrahl. Versetz den verräterischen Göttern einen Schlag!

Die Geister der Toten um mich herum flüsterten: Nein! Wach auf!

Das Gesicht meiner Mutter wurde undeutlicher. Das Wesen in der Grube verstärkte seinen unsichtbaren Griff um mich.

Mir ging auf, dass es mich gar nicht nach unten ziehen wollte. Es wollte sich selbst an mir nach oben ziehen.

Gut, murmelte es. Gut.

Wach auf!, flüsterten die Geister der Toten. Wach auf!

Irgendetwas schüttelte mich.

Ich machte die Augen auf und es war heller Tag.

»Sieh an«, sagte Annabeth. »Der Zombie lebt.«

Ich zitterte noch wegen meines Traums. Ich konnte noch immer den Griff des Wesens in der Grube um meine Brust spüren. »Wie lange habe ich geschlafen?«

»Lange genug, damit ich Frühstück machen konnte.« Annabeth warf mir eine Tüte Maischips mit Nachogeschmack aus Tante Ems Imbiss zu. »Und Grover hat sich die Gegend angesehen. Sieh mal, er hat einen Freund gefunden.«

Ich konnte kaum klar sehen.

Grover saß mit verschränkten Beinen auf einer Decke und auf seinem Schoß hatte er etwas Wuscheliges, ein schmutziges, unnatürlich rosafarbenes ausgestopftes Tier.

Nein. Es war kein ausgestopftes Tier. Es war ein rosa Pudel.

Der Pudel kläffte mich misstrauisch an. Grover sagte: »Nein, das tut er nicht.«

Ich kniff die Augen zusammen. »Du redest … du redest mit diesem Ding?«

Der Pudel knurrte.

»Dieses Ding«, sagte Grover vorwurfsvoll, »ist unsere Fahrkarte nach Westen. Sei nett zu ihm.«

»Du kannst mit Tieren sprechen?«

Grover ignorierte die Frage. »Percy, das ist Gladiola. Gladiola, Percy.«

Ich starrte Annabeth an und nahm an, sie werde sich jetzt ausschütten vor Lachen, weil sie mir einen Streich gespielt hatten, aber sie machte ein ernstes Gesicht.

»Ich werde keinen rosa Pudel begrüßen«, sagte ich. »Vergiss es.«

1 ... 35 36 37 38 39 40 41 42 43 ... 77
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)