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Watership Down. Unten am Fluß

Электронная книга - «Watership Down. Unten am Fluß». Краткое содержание книги:

Die weltbekannte Saga vom Exodus der Kaninchen enthält in ungewöhnlicher Frische alles, was die Abenteuer eines wandernden Volkes ausmacht: Bedrohung der alten Heimat, Prophezeiung des Untergangs, Auszug unter einem jungen Heißsporn, Abenteuer ohne Zahl im feindlichen wie im gelobten Land, Meuterei, Treuebruch und Heldenmut, Schlachten mit hohem Blutzoll - und schließlich Einzug ins Land der Freiheit, des Friedens und allgemeinen Glücks. »Richard Adams erzählt glänzend«, schrieb Sybil Gräfin Schönfeldt in der Zeit. »Es ist ein Vergnügen, diese Geschichte zu lesen.« Die Frankfurter Allgemeine Zeitung nannte diesen Weltbestseller »lecker wie frische Salatblätter« und empfahl ihn den Liebhabern behaglicher Erzählkunst und trockenen englischen Humors.
Auch der Zeichentrickfilm von Martin Rosen mit dem Titelsong von Art Garfunkel wurde ein weltweiter Erfolg.
Der Autor
Richard Adams, 1920 in Berkshire geboren, studierte in Oxford Literatur und Geschichte. Auf den häufigen Fahrten zwischen seiner Londoner Wohnung, seinem kleinen Landhaus in den Downs südwestlich von London und Stratford-on-Avon unterhielt er seine Töchter Juliet und Rosamond mit Geschichten über Kaninchen und begann schließlich, sie aufzuschreiben. Nach dem Welterfolg von Watership down - Unten am Fluß hat Richard Adams seine Tätigkeit beim englischen Amt für Umweltschutz aufgegeben, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er lebt mit seiner Familie auf der Insel Man.

Aus dem Englischen von Egon Strohm.
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»Ja, bin ich«, sagte Hawkbit. »Jedenfalls in dreien. Sie sind nicht tief und ziemlich uneben, aber da ist kein Geruch nach Tod oder Krankheit, und sie sind gut erhalten. Ich dachte, sie würden für uns genügen - für den Augenblick jedenfalls.«

Ein Mauersegler flog im Zwielicht kreischend über ihnen, und Hazel wandte sich an Dandelion.

»Neuigkeiten! Neuigkeiten!« sagte er. »Bring sie hier herauf.«

So kam es, daß einer aus dem Mannschaftsstand einen glücklichen Fund machte, der sie endlich zu den Downs brachte - und wahrscheinlich ein oder zwei Leben rettete; denn sie hätten kaum die Nacht im Freien verbringen können, weder auf dem Hügel noch unten an seinem Fuß, ohne von einem Feind angegriffen zu werden.

19. Furcht im Dunkeln

»Wer ist im nächsten Zimmer? - Wer?

Eine Gestalt bleich Mit einer Botschaft für einen da drin von etwas Bevorstehendem?

Werde ich ihn sofort erkennen?«

»Ja, er; und er brachte dergleichen; und du wirst ihn sofort erkennen.«

Thomas Hardy »Who's in the Next Room?«

Die Löcher waren wirklich uneben - »Gerade recht für einen Haufen Vagabunden[8] wie wir«, sagte Bigwig -, aber die Erschöpften und diejenigen, die im fremden Land umherwandern, sind nicht wählerisch bei ihren Quartieren. Zumindest war Platz für zwölf Kaninchen, und die Baue waren trocken. Zwei der Läufe - die zwischen den Dornbäumen - führten direkt zu Höhlen hinunter, die aus der oberen Kalkerdschicht gescharrt worden waren. Kaninchen polstern ihre Schlafstellen nicht aus, und ein harter, beinahe felsiger Boden ist unbehaglich für diejenigen, die nicht daran gewöhnt sind. Die Löcher in der Böschung jedoch hatten die üblichen bogenförmigen Läufe, die zu dem Kalk hinunter und dann wieder zu Bauen mit festgetrampelter Erde hinaufführten. Es gab keine Verbindungsgänge, aber die Kaninchen waren zu müde, sich darum zu sorgen. Sie schliefen zu viert in einem Bau, gemütlich und sicher. Hazel blieb noch eine Weile wach und leckte Buckthorns Lauf, der steif und empfindlich war. Er war beruhigt, als er keinen Infektionsgeruch wahrnahm, aber alles, was er über Ratten gehört hatte, bestimmte ihn, dafür zu sorgen, daß Buckthorn ausreichend Ruhe bekam und saubergehalten wurde, bis die Wunde verheilt war. Das ist schon der dritte von uns, der verletzt wurde; trotzdem, alles in allem hätte es schlimmer kommen können, dachte er und schlief ein. Die kurze JuniDunkelheit glitt in ein paar Stunden vorbei. Das Licht kehrte sehr früh zu dem hochgelegenen Land zurück, aber die Kaninchen rührten sich nicht. Lange nach der Frühdämmerung schliefen sie immer noch, ungestört in einer Stille, die tiefer war, als sie sie je gekannt hatten. Heutzutage ist der Geräuschpegel in Feldern und Wäldern tagsüber hoch - für einige Tierarten zu hoch und unerträglich. Wenige Orte sind weit genug von menschlichen Geräuschen entfernt -Autos, Bussen, Motorrädern, Traktoren, LKWs. Das Geräusch einer Ansiedlung ist am Morgen über eine weite Entfernung zu hören. Leute, die den Gesang von Vögeln aufnehmen wollen, tun das im allgemeinen sehr früh - vor sechs Uhr -, wenn sie können. Bald danach dringt der entfernte Lärm zu beständig und laut in die meisten Waldgebiete. In den letzten fünfzig Jahren ist die Stille in weiten Teilen des Landes zerstört worden. Aber hier, auf Watership Down, trieben nur schwache Spuren der Tagesgeräusche von unten herauf.

Die Sonne stand schon hoch, wenn auch nicht so hoch wie der Down, als Hazel erwachte. Bei ihm im Bau waren Buckthorn, Fiver und Pipkin. Er lag der Mündung des Loches am nächsten und weckte sie nicht, als er den Lauf hinaufschlüpfte. Draußen hielt er an, um hraka zu machen, und hopste dann durch die Dornenstelle ins offene Gras. Das Land unten war mit Frühnebel bedeckt, der sich aufzulösen begann. Da und dort, weit entfernt, waren die Umrisse von Bäumen und Dächern zu erkennen, von denen Nebelfetzen wie Wasser über Felsen herabströmten.

Der Himmel war wolkenlos und von einem tiefen Blau, das sich malvenfarbig am Rand des Horizontes verdunkelte. Der Wind hatte sich gelegt, und die Spinnen hatten sich in das Gras verzogen. Es würde ein heißer Tag werden.

Hazel streifte in der Weise umher, wie es ein Kaninchen beim Fressen zu tun pflegt - fünf oder sechs langsame, wiegende Hopser durch das Gras; eine Pause, um sich umzublicken, dabei aufrecht sitzend, die Ohren aufgerichtet; dann wieder kurze Zeit emsig knabbernd, und wieder ein paar Hopser weiter. Zum erstenmal seit vielen Tagen fühlte er sich entspannt und sicher. Er fragte sich, ob sie über ihr neues Heim viel lernen müßten.

Fiver hatte recht, dachte er. Das ist genau der richtige Ort für uns. Aber wir werden uns erst daran gewöhnen müssen, und je weniger Fehler wir machen, desto besser. Was wohl aus den Kaninchen geworden sein mag, die diese Löcher gegraben haben? Haben sie aufgehört zu laufen, oder sind sie einfach weggegangen? Würden wir sie aufstöbern, könnten sie uns viel erzählen.

In diesem Augenblick sah er ein Kaninchen ziemlich zögernd aus einem Loch herauskommen, das am weitesten von ihm entfernt lag. Es war Blackberry. Auch er machte hraka, kratzte sich, hopste dann ins volle Sonnenlicht und kämmte seine Ohren. Als er zu fressen begann, schloß Hazel sich ihm an, knabberte an dem Tussockgras und wanderte mit dorthin, wo es seinem Freund gefiel. Sie kamen zu einem Fleck mit Kreuzblumen - so blau wie der Himmel -, die mit langen Stielen durchs Gras krochen, wobei jede ihrer winzigen Blüten ihre zwei oberen Blätter wie Flügel ausbreitete. Blackberry schnupperte daran, aber die Blätter waren zäh und nicht schmackhaft.

»Was ist das, weißt du es?« fragte er.

»Nein«, sagte Hazel. »Ich habe es noch nie gesehen.«

»Wir wissen eine ganze Menge nicht«, sagte Blackberry. »Ich meine, über diesen Ort. Die Pflanzen sind neu, die Gerüche sind neu. Wir werden selbst neue Ideen brauchen.«

»Nun, du bist genau der Richtige für neue Ideen«, sagte Hazel. »Ich weiß nie etwas, bis du mir's sagst.«

»Aber du gehst voran und übernimmst das Risiko«, antwortete Blackberry. »Wir haben es alle gesehen. Und jetzt ist unsere Reise beendet, nicht wahr? Dieser Ort ist sicher, wie Fiver es vorausgesagt hat. Nichts kann ohne unser Wissen in unsere Nähe kommen, das heißt, solange wir riechen, sehen und hören können.«

»Das können wir alle.«

»Nicht, wenn wir schlafen, und wir können nicht im Dunkeln sehen.«

»Es ist nun einmal dunkel bei Nacht«, sagte Hazel, »und Kaninchen müssen schlafen.«

»Im Freien?«

»Nun, wir können diese Löcher weiterbenutzen, wenn wir wollen, aber ich sehe voraus, daß eine ganze Anzahl draußen liegen wird. Schließlich kannst du nicht von einem Haufen Rammler verlangen, daß er gräbt. Sie mögen ein oder zwei Kratzer machen - wie damals, nachdem wir über die Heide kamen -, aber mehr tun sie nicht.«

»Darüber habe ich gerade nachgedacht«, sagte Blackberry. »Diese Kaninchen, die wir verlassen haben - Cowslip und die übrigen -, taten eine Menge Dinge, die für Kaninchen unnatürlich waren - Steine in die Erde stoßen, Fressen unter die Erde tragen und Frith weiß was noch alles.«

»Threarahs Salat wurde schließlich auch unter die Erde geschafft.«

»Genau. Meinst du nicht, daß sie das, was Kaninchen natürlicherweise tun, geändert haben, weil sie glaubten, es besser machen zu können? Und wenn sie ihre Lebensweise änderten, können wir es auch tun, wenn wir wollen. Du sagst, Rammler graben nicht. Das stimmt. Aber sie könnten, wenn sie wollten. Nehmen wir an, wir hätten tiefe, bequeme Baue, in denen wir schlafen könnten, wären aus schlechtem Wetter heraus und unter der Erde bei Nacht - dann wären wir wirklich sicher. Und nichts anderes hindert uns daran als die Tatsache, daß Rammler nicht graben. Nicht nicht graben können - sondern nicht graben wollen.«

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8

Bigwigs Wort war hlessil, das ich an mehreren Stellen dieser Geschichte als Wanderer, Kratzer, Vagabunden wiedergegeben habe. Ein hlessi ist ein Kaninchen, das im Freien lebt, ohne Bau. Vereinzelte Rammler und nicht gepaarte, wandernde Kaninchen tun das eine geraume Zeit, besonders im Sommer. Rammler graben auf jeden Fall im allgemeinen nicht viel, obgleich sie bei Bedarf nicht sehr tiefe Schutzlöcher kratzen oder Gebrauch von schon vorhandenen Löchern machen, wo sie verfügbar sind. Wirkliches Graben wird zumeist von Weibchen übernommen, die sich auf ihren Wurf vorbereiten.

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